Thomas W. Albrecht Die besondere Kraft der achtsamen Sprache
Dieses Buch von Herrn Albrecht ist ein sehr persönliches Buch. Er schreibt über seine eigenen Erfahrungen, die sein Leben veränderten. Hier wird der Frage nachgegangen, was ist Achtsamkeit? Wie kann ich achtsame Sprache erlernen und anwenden? Mit vielen Beispielen zeigt er uns, worauf es ankommt. Jeder denkt doch erstmal, dass seine Sichtweise die richtige ist, aber ob das stimmt, ist fraglich. Wie verhalte ich mich und lerne dabei? Es ist ein Ratgeber, wie man in bestimmten Situationen reagieren kann, denn oft passiert es, dass man erstarrt. Wie kann man aufkeimende Konflikte lösen? Dabei aber auch die Perspektiven wechseln und wie man sein Gegenüber mit Antworten ins Schwanken bringt. Das alle funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen. Mit Mentaltechniken und Übungen wird man aber auf lange Sicht die achtsame Sprache erlernen und viele Dinge anders sehen und angehen.
Ein Zitat auf Seite 75 hat mir sehr gut gefallen. „Passe dich an die Psychologie deines Gegenübers an, und du wirst ihn besser verstehen“
Fazit: Alles in allem ein guter Ratgeber für das Erlernen der achtsamen Sprache, die sich mit der Zeit verfestigt. Auch zeigt er, wie die eigene Wertschätzung mit sich selbst gelingen kann. Es gibt viele Situationen, die von Schärfe geprägt sind und durch die achtsame Sprache, diese Schärfe genommen wird. Ich habe gute Einblicke und Ansätze in diesem Buch gefunden und werde mich tatsächlich mehr damit beschäftigen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Goldegg Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Zypern, die Insel der Liebe und Schönheit – dort ein Praktikum zu machen, muss traumhaft sein, glaubt die angehende Försterin Marie. Leider ist ihr Kollege Alexandros wenig entgegenkommend. Doch Marie bleibt. In ihrer Freizeit erkundet sie alle Aphrodite-Stätten der Insel für einen neuen Wanderführer. Dabei lernt sie nicht nur den charmanten Archäologen Nikos kennen. Aber warum werden auf einmal keine Pflanzen mehr für den Wanderweg geliefert? Der Nationalpark ist bedroht und als der Zedernwald in Flammen steht, gerät ihr Kollege Alexandros in Lebensgefahr.
Ein Verkehrsunfall beschäftigt derzeit das Kommissariat in Brunngries. Kurt Lehmann ist ums Leben gekommen und es sieht ganz danach aus, dass sich jemand an seinem Fahrzeug zu schaffen gemacht hat. Als Anwalt hatte er viele Feinde und ein Sympathieträger war er auch nicht. Constantin Tischler und Felix Fink finden Drohbriefe in Lehmanns Wohnung und ermitteln in jede Richtung. Wer hatte so einen Hass auf den Anwalt, dass er ihm nach dem Leben getrachtet hat?
Dies ist bereits der vierte Ermittlungsfall für Tischler und Fink und hat auf keinen Fall von seiner Faszination verloren. Die Zusammenarbeit der Beiden funktioniert sehr gut, auch wenn der motivierte Polizeiobermeister Fink immer noch übers Ziel hinausschießt. Da bleibt nur die Ermahnung von Tischler, aber er ist dennoch stolz auf ihn, was er bereits für eine Entwicklung gemacht hat. Die Aufklärung gestaltet sich schwierig, aber sie wären nicht so ein erfolgreiches Ermittlungsteam, wenn sie nicht den Täter finden würden. Die TuF- Methode bewährt sich bestens. Der Autor lässt uns an der Weiterentwicklung der Charaktere teilhaben. Überhaupt sind mir alle ans Herz gewachsen und ich möchte keinen missen. Nicht mal die manchmal nervige Mutter von Fink. Hier trifft man auch alte Bekannte, wie den Kfz-Mechaniker, der es faustdick hinter den Ohren hat. Auch diesmal bestechen die hervorragenden Dialoge zwischen Tischler und Fink. Ich musste oft herzhaft lachen. Am Ende überrascht der Autor mit unvorhergesehenem.
Fazit: Ein sehr spannender Krimi mit herrlichen Dialogen, bildhafter Sprache, schöner Kulisse und guter Charakterdarstellung, haben mir großen Lesegenuss bereitet. Langeweile kommt da nicht auf. Friedrich Kalpenstein hat sich auch im Genre Krimi behauptet. Jetzt heißt es wieder warten, bis die Fortsetzung kommt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Folge 7: Nach den Weihnachtsfeiertagen ist es ruhig in der Detektei, also beschließt Finola, den Besuch bei ihrer Granny auf der Insel Harris zu verlängern. Währenddessen erhalten Anne und Lachie einen vermeintlich ruhigen Auftrag: Sie sollen einen Erben namens Matt Browne für eine ältere Dame ausfindig machen. Der ist auch schnell gefunden – doch dann entgeht Matt nur ganz knapp einem Anschlag auf sein Leben. Will jemand das Vermögen der Auftraggeberin für sich haben, oder hat der Erbe Feinde in Schottland, von denen er nichts weiß? Finola reist zurück nach Edinburgh und stellt Nachforschungen an – doch dabei deckt sie ein Geheimnis auf, das die junge Detektivin in Lebensgefahr bringt!
Sebastian Schäfers Suche nach dem Kreuzer nimmt einfach kein Ende. Vor sechs Jahren wurde seine Frau und sein Kind getötet. Jede Spur verlief bisher im Sande. Jetzt hat er einen Plan ausgeheckt, wie er dem Kreuzer näher kommen könnte, sehr zum Leidwesen seiner Freundin und Kommissarin Inka Brandt. Ein neuer Ansatz führt ihn von der Nordsee bis in die Heide. Dabei hinterlässt der Kreuzer tödliche Spuren. Unterstützung erhält er von der Kommissarin Sahra Sturm. Ob es ihnen wirklich gelingt den Täter zur Strecke zu bringen, müsst ihr unbedingt selbst lesen. Es lohnt sich.
Dies ist bereits der sechste Teil der Heide-Reihe von Angela L. Forster mit der Ermittlerin Inka Brandt. Sie steht diesmal nicht im Vordergrund, sondern es geht diesmal ausschließlich um die Suche nach dem Kreuzer. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Sechs Jahre jagt Sebastian einem Phantom hinterher und der Täter ist ihm immer einen Schritt voraus. Viele Tote kreuzen dabei Sebastians Suche. Wir begleiten diesmal auch den Täter und nehmen an seiner Gedankenwelt teil. Auch Rückblicke auf seine Kindheit gibt es. Dies hat die Autorin hervorragend inszeniert. Überhaupt fand ich, dass dieser Teil ausgesprochen gut gelungen ist. Von Anfang an herrscht Spannung. Durch die Perspektivenwechsel haben wir viele Einblicke in das Handeln der Polizei, aber auch des Täters. Auch die bildgewaltige Sprache lässt uns die Tristesse des Novembers spüren und die verschiedenen Orte dem Leser nahegebracht. Am Ende geht es dann Schlag auf Schlag und lässt einen erstaunt zurück.
Fazit: Ein sehr spannender Krimi auf der Jagd nach einem Serientäter und einem überraschenden Ende haben mir großen Lesegenuss bereitet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Edith Niedieck vorstellen. Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.
„Hinter einem so freundlichen Gesicht kann doch nichts Böses stecken.“ Doch.
Ich bin Edith Niedieck, lebe und arbeite in Köln und mag das plurale Leben dieser Medienstadt ebenso wie die so wichtigen grünen Lungen. Wenn ich nicht schreibe und mit bockbeinigen Figuren kämpfe oder auf Lesungen und Signierstunden bin, tauche ich in Ausstellungen oder in Kochtöpfe ab, tobe mit meiner Bobtailhündin, tanze Tango Argentino und brenne für mehr Nachhaltigkeit. Westdeutsche Zeitung: […] „Der neue Krimi „Geheimniskrämer“ von Edith Niedieck ist ein spannender Blick auf die undurchschaubaren Machenschaften der Energiekonzerne.“ Ich bin Mitglied im „Syndikat“ und den „Mörderischen Schwestern“ und finde Menschen gnadenlos spannend.
Schon als Kind liebte ich Abenteuer, sie beflügelten meine Fantasie. Keine Schmugglergeschichte konnte gruselig genug sein, um mich nicht in den Bann zu ziehen. Oder nachts unter die Bettdecke. Denn dort heimlich zu lesen, war herrlich. Viele, viele Bücher hielten mich wach, während das Taschenlampenlicht mit mir um die Wette zitterte. Wenn ich dabei erwischt wurde, behauptete ich, der Teddy sei’s gewesen.
Lesen, Schreiben, passt – meinten später meine Mentoren. Also entschied ich mich nach meinem BWL-Studium für eine Laufbahn als Senior-Texterin. Fing an als Praktikantin in Singapur und fand kurz darauf meinen Platz in einer renommierten Agentur in München. Schnell erschienen Arbeiten von mir im Jahrbuch der Werbung. Dann zog ich der Liebe wegen zurück nach Köln.
Irgendwann beschloss ich, endlich zu morden … ähm … natürlich nur in Gedanken und sehr zur Verwunderung meiner Freunde und Familie. Sie fanden es seltsam, dass ich mich mit schrägen Charakteren befasste. Hinter einem so freundlichen Gesicht konnte doch nichts Böses stecken. Doch.
2019 wurde mein Debütroman „Luxuslügen“ publiziert. Er führt Leser*innen in die so eigene Welt des Kölner Wohlfühlmilieus und zeichnet auf spannende wie unterhaltsame Weise ein Stadtbild, das scheinbar schillert und blitzt wie die Auslagen eines Juweliers.
2020 war ich mit meinem Kurzkrimidebüt für den Literaturpreis Wortrandale Berlin nominiert.
Ende 2021 ist mein neuer Kriminalroman „Geheimniskrämer“ erschienen. Ein energiegeladenes Buch für eine überregionale Leserschaft, das die Themen „Grüner Strom“ und Lobbyismus mit in den Fokus nimmt. Ein lang gehegter Wunsch, endlich bekam ich die Gelegenheit dazu und es hat großen Spaß gemacht, dies durch den Plot zu ziehen. Der Schauplatz ist Köln, aber das ist im Grunde nur exemplarisch. Denn überall kann schlagartig das Licht ausgehen. Immer. Und immer mehr, behaupten Experten. Was mir übrigens, als ich die Druckfahnen kontrollierte, tatsächlich passierte und ich sofort Puls bekam. Ich wünsche mir, dass „Geheimniskrämer“ möglichst viele Menschen lesen. Warum? Um beispielsweise auch zu erfahren, ob Tote flüstern können. Im Leben nicht … 😉
Häufig werde ich gefragt, was mich noch als Autorin „packt“. Nun, es sind diese wunderbaren Lesungen und Dialoge mit dem Publikum. Die sind schon sehr, sehr fein. Und ich kann gar nicht oft genug betonen, wie dankbar ich bin, für all die tollen Menschen, die mich so großartig unterstützen. Vielen Dank auch an dich, liebe Helga. Das motiviert. Auch für den nächsten Krimi. Ja, er ist in Arbeit …
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Isabelle Archan Die Mördermitzi und der Sensenmann
In Kufstein wird eine einbetonierte Leiche in einem Keller gefunden und die Polizistin Agnes Kirschnagel steht vor einem Rätsel. Es war ein junges Mädchen und wurde vor vielen Jahren ermordet und die Vermisstenanzeigen laufen ins Leere. Agnes stößt auf einen ähnlichen Fall und mittendrin steht natürlich Mitzi, die das Böse anzieht. Eine Spur führt in die Vergangenheit und plötzlich lauert die Gefahr. Wer steckt dahinter und ist es womöglich ein Serientäter?
Dies ist der vierte Teil mit der Mördermitzi und hat mich wie immer überrascht. Ich habe Mitzi von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie ist schräg, aber unheimlich lieb und etwas naiv. Ihre einzige Freundin Agnes liegt Mitzi sehr am Herzen. Sie stellt eine Liste mit möglichen Tätern zusammen, aber keiner glaubt an Mitzis Theorien. Dann macht sie sich selbst auf den Weg, um den Mörder zu finden. Es gibt immer wieder Einblicke in die Vergangenheit von Mitzi, die einiges mitmachen musste und von Schuldgefühlen erdrückt wird. Die Charaktere sind wieder klasse dargestellt und der Krimi ist von Anfang bis Ende spannend. Eine Ahnung, wer dahintersteckt, hatte ich nicht. Die Autorin hat das geschickt in andere Richtungen gelenkt.
Fazit: ein spannender Krimi mit einer schrägen Mitzi, die mein Herz schon lange erobert hat. Ich hatte wieder sehr schöne Lesestunden und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Eine Putzfrau muss her, denn Inge ist durch ihr Gipsbein eingeschränkt und Jupp Backes ist ihr im Haushalt keine Hilfe. Im Gegenteil, das reinste Chaos richtet er an. Da ist er doch lieber in seinem Polizeirevier und vertreibt sich die Zeit mit anderen Dingen. Es erscheint kurze Zeit später ein Mann auf dem Revier, der einen Leichenfund meldet. Die tote Frau ist seine Putzfrau und es stellt sich die Frage, hat sie sich selbst vom Balkon gestürzt oder liegt ein Verbrechen vor. Die ganze Familie Backes ermittelt auf Hochtouren.
Dies ist bereits der fünfte Fall und ich liebe diese außergewöhnliche Reihe. Ganz voran Jupp Backes, der mit seiner Schwiegermutter Käthe oft auf Kriegsfuß steht. Jetzt hängt auch noch der Haussegen schief, da sie ihm gehörig auf den Geist geht mit ihrem Backwettbewerb. Inge macht ihm zusätzlich mit ihrer Eifersucht das Leben schwer und nebenbei muss er auch noch einen Fall lösen. Mit viel Situationskomik und dezentem saarländischem Dialekt führt uns der Autor durch die Zeilen. Dabei darf man manches nicht ernst nehmen. Mir sind zwischenzeitlich die Charaktere sehr ans Herz gewachsen und der Kriminalfall wird spannend erzählt. Die Methoden der Ermittlungen sind wie immer anders, aber so ist halt Jupp, wie er leibt und lebt. Was mir sehr gut gefallen hat, dass ich von Anfang an miträtselte und auf einer völlig falschen Spur war.
Fazit: Auch der fünfte Teil hat an Unterhaltung, Situationskomik und Spannung nicht nachgelassen. Erst zum Schluss erfährt man, was dahintersteckt. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Gibt es mehr als diese Welt? Kennst Du das Gefühl, schon einmal gelebt zu haben?
Die 27-jährige Marie begibt sich seit ihrer Kindheit auf Traumreisen. Jahrelang hat sie sich mit ihren luziden Träumen zurückgehalten und sich mit ihrem Verlobten Cirilo ein schönes Leben aufgebaut. Doch nun kann Marie sich dem Sog der Zwischenwelten nicht länger entziehen. Dabei trifft sie nicht nur auf vertraute Personen und lichte Wesen, sondern auch auf bedrohliche Gestalten und düstere Mächte, die sich an ihr stören. Bald wird ihr jemand aus einer höheren Welt als Schutzengel zugeteilt. Sofort fühlt Marie sich Ion eigenartig verbunden. Sie beide scheinen sich aus einer weit zurückliegenden Zeit und aus mehr als nur einem früheren Leben zu kennen … http://www.jasmin-engel.com/
Auf dem Friedhof wurde eine Leiche aufgefunden. Ein schreckliches Zeichen ist auf einen Sarkophag geschmiert. Das ruft den Kommissar Neven Rohlfing und seine Kollegin Sabine Eisele auf den Plan. Das BKA wird eingeschaltet und Neven unter fadenscheinigen Argumenten suspendiert. Dies hält ihn aber nicht ab weiter zu ermitteln und er stößt auf ein verschwundenes Artefakt aus der Kolonialzeit. Mehrere Morde geschehen und als ein Video auftaucht, ist Neven wieder im Rennen. Was dabei alles geschieht, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Schwabenschatten ist ein spannender Krimi, der uns unter anderem in die Kolonialzeit nach Afrika entführt. Dabei spielt das Linden-Museum in Stuttgart eine bedeutende Rolle. Neven Rohlfing ist ein Kommissar mit Ecken und Kanten. Perfekt ist die Zusammenarbeit mit Sabine Eisele noch nicht. Die Charakterdarstellung ist gut, aber es gibt Luft nach oben. Das wird sicher in den Fortsetzungen mehr behandelt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Beiden erst zusammenraufen müssen. Die Story ist sehr gut und hier wird zudem das Thema Korruption, Verrat und Gier behandelt. Es wird unter anderem in der Ich-Form des Kommissars Neven Rohlfing berichtet und der Rest in Form eines Erzählers. So wechselt die Perspektive und bietet Abwechslung. Bis zum Ende ahnt man nicht, wer hinter den Taten steckt. Das hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Ein gelungener und spannender Krimi, der sich mit Macht, Gier, Verrat und auch über die Kolonialzeit in Afrika beschäftigt. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an CW Niemeyer. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.