Trost Marina

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Marina Trost vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.

Marina Trost ist 66 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann und Pudel Jamie seit 20 Jahren wieder in ihrem Heimatort Dunningen auf der Schwarzwaldvorebene. Nach zwei mehrjährigen Auslandsaufenthalten arbeitete sie 25 Jahre als Übersetzerin – ein Beruf, der Sprachgefühl, Disziplin und unternehmerisches Denken verlangt. Irgendwann wollte sie nicht mehr fremde Texte übertragen, sondern eigene schreiben.
Sie schreibt Unterhaltungsromane für Frauen, die in späteren Lebensphasen ihr Leben endlich so gestalten wollen, wie es wirklich zu ihnen passt. Ihre Heldinnen sind Frauen, die mit einem klaren Blick und einer Prise Sarkasmus oft mehr bewirken als jedes theoretische Ideal. Sie sind ehrlich, ein bisschen frech und unerschütterlich in ihrer Überzeugung, dass alles gut wird, auch wenn es anders kommt als geplant. Retter brauchen sie keine, aber sie mögen angenehme Begleitung.
Dass ihre Leserinnen sich bei ihr gut aufgehoben fühlen, ist Marina wichtig – und sollte die eine oder andere Passage in ihren Geschichten zum Nachdenken anregen, freut es sie umso mehr. Eine Testleserin meinte kürzlich zu Matilda spielt es nicht noch mal: »Unterhaltsam und mit überraschenden Wendungen. Die perfekte Urlaubslektüre zum Schmunzeln und Nachdenken.« 
Das Handwerk hinter ihren Geschichten lehrte sie das Silberschmieden, denn an ihrer Werkbank zischt und faucht das echte Leben: Hält man die Flamme einen Moment zu lange auf das Silber, schmilzt der Rand und rollt sich ein. Aber was erst den Atem stocken lässt, schenkt dem Schmuckstück seine wunderbare organische Struktur, jedenfalls meistens. Genau so entwickelt sie ihre Geschichten: Sie fügt Teile zusammen und feilt so lange, bis aus den Flächen und Kanten etwas Einzigartiges entsteht.
Wenn sie nicht gerade Silber lötet oder an neuen Buchseiten arbeitet, betreut sie ihre drei Enkelkinder oder ist mit ihrem Hund, Terrorlocke Jamie, in der Natur unterwegs. Spätestens dort weiß sie: Alles wird gut, auch wenn es anders kommt als geplant.

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Unbezahlte Werbung

Fischer Thea – Der Tod kennt ihren Namen

Rezension

Zusammen mit Bernd Niemann führt Lena Meister eine Agentur, die Menschen dabei unterstützt, unter einer anderen Identität neu zu starten. Sie helfen nicht nur Opfern von Stalking, sondern auch Frauen, die Gewalt im häuslichen Umfeld erleben, ein neues Leben an einem anderen Ort zu beginnen. Bis eines Tages ihre junge Klientin Michelle tot aufgefunden wird. Lena hat plötzlich Angst um ihr eigenes Leben.

Schon der Prolog hat mich sofort neugierig gemacht. Lena hat sich ein neues Leben aufgebaut und versucht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch schnell wird deutlich, dass diese Vergangenheit sie einzuholen droht und sie sich in großer Gefahr befindet.
Nach und nach wird verständlicher, weshalb Lena bedroht wird. Ihre ständige Vorsicht und das große Misstrauen gegenüber anderen sind vollkommen nachvollziehbar. Ich konnte ihre Ängste und ihr Verhalten gut nachempfinden. Auch die Einblicke in ihre Agentur bereichern die Erzählung.
Die Autorin behandelt zudem aktuelle und bedeutende Themen wie Stalking, Incels und Frauenfeindlichkeit. Besonders alarmierend ist dabei die Frage, wie rasch sich die Rollen von Opfern und Tätern verändern können. Auch sehr gut gefallen hat mir das Setting im Fünfseenland. Da ich erst vor Kurzem selbst dort Urlaub gemacht hatte, waren mir viele Orte vertraut. Die Atmosphäre und die Umgebung wurden sehr authentisch und atmosphärisch beschrieben.

Fazit: Der Spannungsbogen ist nicht durchgehend auf hohem Niveau, dennoch bleibt die Geschichte durch eine unterschwellige Bedrohung fesselnd.
Das Ende hat mich zunächst etwas irritiert. Je länger ich darüber nachdachte, desto nachvollziehbarer erschien es mir jedoch. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Geschichte noch fortgesetzt wird.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.

Hebesberger Roland – Der Sträfling

Rezension

Schon lange möchte der Verhaltensanalytiker Jan Theurer mit dem Serienmörder Frank König sprechen. Als dieser zustimmt, stellt er eine Bedingung: Er möchte innerhalb von 48 Stunden Freiheit erlangen, oder die Kinder eines zuvor entführten Busses werden sterben. Jan und sein Team setzen alles daran, die Kinder zu retten.

Der Prolog beginnt im Jahr 1995 und ist sehr fesselnd, bevor die Handlung ins Jahr 2005 übergeht. Es handelt sich um die Entführung einer ganzen Schulklasse, die in einem Container festgehalten wird. Der Zeitdruck für die Ermittler ist hoch, und besonders Jan und sein Team spüren den zunehmenden Druck. Sie suchen in alle Richtungen, und bald wird deutlich, dass hinter dem Ganzen jemand steht, der den Täter unterstützt. Doch wer könnte das sein?
Besonders gelungen ist erneut das Zusammenspiel des Teams. Jeder Einzelne geht an seine Grenzen und begibt sich teilweise sogar in große Gefahr. Der Täter spielt ein perfides Katz-und Maus-Spiel und scheint den Ermittlern stets einen Schritt voraus zu sein, was die Spannung konstant hoch hält.
Ich habe regelrecht mit den entführten Kindern mitgefiebert und konnte die Entwicklung der Geschichte nicht vorhersehen.

Fazit: Der Thriller hält von Anfang an ein hohes Spannungsniveau. Das Finale mündet in einen dramatischen Showdown, der so von mir nicht abzusehen war und mit einer sehr gelungenen Wendung überrascht.
Um die gesamten Zusammenhänge vollständig zu erfassen, ist es ratsam, auch die vorhergehenden Bände der Reihe zu lesen. Besonders aufgrund der langen Zeitspanne hätte ich mir an einigen Stellen mehr Rückblicke gewünscht, um wieder vollständig im Geschehen zu sein.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Empire Verlag herzlich bedanke.

Hafermeyer Franz Lattenschuss und Abseitsfalle

Buchvorstellung

Die Damen des SV Donauwörth wittern ein Verbrechen. Denn der Vermisste, der die Frauenmannschaft ehrenamtlich betreut, würde sie niemals so kurz vor dem Saisonabschluss hängen lassen. Die Polizei winkt ab, und der Vereinsvorstand fordert, dass die Frauen sich auf den anstehenden Spieltag konzentrieren sollen.


Doch die Freundinnen Tanja (Mittelfeld), Loretta (Abwehr) und Ina (Tor) gehen in die Offensive: Sie stoßen auf eine heimliche Affäre, dubiose Rivalitäten und den Spott der Herrenmannschaft – bis ein blutiger Fund sie auf die richtige Spur bringt …

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Dominik Chris

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Chris Dominik vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Chris Dominik ist ein Thriller-Autor aus Frankfurt am Main. Im Schatten der Skyline, zwischen Bankentürmen und Rotlicht, ermitteln seine Kommissare Marc Davids und Zoé Martin.
Die Bücher der Narben-Reihe sind moderne, dunkle Thriller, in deren Mittelpunkt die Abteilung für Sonderermittlungen AS9 steht, die sich um besonders ausgefallene, brutale und einzigartige Fälle kümmert. In den Geschichten geht es nicht nur um das reine Verbrechen – oftmals bizarre Morde und außergewöhnliche Tötungsmethoden – sondern immer auch um den Weg des Täters. Denn wie so oft im Leben, ist kaum etwas eindeutig Schwarz oder Weiß. Und ist es Schwarz, hat dieses Schwarz eine Entwicklung genommen. Neben der intensiven Ermittlungsarbeit ist dieser Aspekt ein elementarer Bestandteil der Reihe. Wir alle sind aus Gründen so geworden, wie wir sind. Und die Seele kann ein dunkler Ort sein.
Frankfurt und die Wälder des Taunus bieten dafür die perfekte Kulisse. Dunkel, bedrohlich, kalt und schmerzvoll. Aber auch offen, lebensfroh und voller Hoffnung. Und nicht selten liegt beides auf gegenüberliegenden Straßenseiten.
Übrigens, mit den Büchern in der Hand lassen sich (fast) alle Schauplätze in der Stadt aufspüren. 

Einige von ihnen sucht man besser bei Tag auf…
Bisher sind folgende Bände bei bethrilled / Bastei Lübbe erschienen:
Narbenwald
Narbensommer
Narbenkünstler

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

Limar Fiona Unordentliche Verhältnisse

Buchvorstellung

Deutschland in den Zwanzigerjahren. Die vierzehnjährige Ilse möchte der Enge ihres Heimatdorfes entfliehen, sie träumt vom Glanz der großen Städte und einem selbstbestimmten Leben. Doch das zu verwirklichen, ist nicht einfach, wenn man aus „unordentlichen“ Familienverhältnissen stammt, die so manches Geheimnis bergen. Als dann auch noch Ilses beste Freundin unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, begreift sie, dass sich die Fesseln der Vergangenheit nicht einfach abstreifen lassen. Trotzdem kämpft Ilse weiter um ihr Glück.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Casparis Dina – Die dunkle Seite der Schokolade

Rezension

Die Anwältin Serafine Montalin will den tödlichen Unfall ihres Vaters aufklären. Ihr kommt es daher gelegen, dass sie als interne Ermittlerin bei dem Schokoladenunternehmen einen Job bekommt, in dem ihr Vater gestorben ist. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Übernahme der Schokoladenfabrik Grison vorzubereiten, und dabei trifft sie ihre erste Liebe wieder.

Der Roman weckte bei mir mit seinem Titel und der Grundidee zunächst die Erwartung eines klassischen Kriminalromans. Wer jedoch auf eine durchgehend spannende Ermittlungsstory hofft, könnte enttäuscht werden. Zwar gibt es mit dem Unfalltod von Serafines Vater einen dramatischen Einstieg und im letzten Drittel taucht auch eine Leiche auf, doch beide Aspekte werden vergleichsweise knapp behandelt.
Viel stärker rückt ein anderes Thema in den Fokus. Es geht um die schrittweise Aufdeckung eines lange verborgenen Familiengeheimnisses, wobei auch die Ausbeutung in der Zeit des Kolonialismus thematisiert wird. Interessant sind auch die Einblicke in die Schokoladenherstellung.
Serafine hat mir gut gefallen, da sie weiß, was sie möchte, und entsprechend entschlossen handelt.

Fazit: Es handelt sich weniger um einen Krimi als um eine Familiengeschichte, die mit einzelnen kriminellen Elementen versehen ist. Die Spannung tritt dabei stellenweise in den Hintergrund, doch die Kombination aus historischen Aspekten, familiären Verstrickungen und einem interessanten thematischen Rahmen sorgt dennoch für gute Unterhaltung.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Emons Verlag herzlich bedanke.

Silber Eva-Maria und Wilczek Kirsten Der Bonbonmord zu Köln

Buchvorstellung

Köln 1848: In der Stadt werden von einem Giftmischer mit Strychnin versetzte Schokoladen-Bonbons verteilt, viele erkranken, ein Kind stirbt. Schnell verbreitet sich unter den Bürgern Schrecken, Paranoia und Hysterie. Ein gefälschtes Fahndungsplakat, das eine hohe Belohnung für die Ergreifung des Giftmörders verspricht, führt zu wechselseitigen Verdächtigungen und anonymen Anzeigen. Fieberhaft werden Verdächtige, ob passend oder nicht, gejagt. Als eine Verdächtige vor Gericht gestellt wird, müssen ihre Verteidiger Bas Sello und Dr. Venedey ihre ganze Kunst aufwenden, um zu verhindern, dass ihre Mandantin auf der Guillotine endet, während um sie herum die Revolution tobt.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Schwiecker Florian – Code Null

Rezension

Navigationssysteme fallen für kurze Momente aus, ohne dass es den meisten Menschen auffällt. Doch die junge Hackerin Charly ahnt, dass mehr dahintersteckt, und entdeckt, dass Cyberterroristen mit dem Namen Timeout die EU erpressen. Sie hat schon vor längerer Zeit eine KI entwickelt, die dabei helfen soll, die Situation zu bewältigen. Es scheint, als würde eine mächtige Person die Fäden ziehen, und Charlie wird zur Gejagten.

Wow, was für ein fesselnder  Cyberthriller. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt und verfolgte die dramatischen Ereignisse mit großer Anspannung. Die Vorstellung, dass sich eine künstliche Intelligenz der menschlichen Kontrolle entziehen könnte, wirkt erschreckend realistisch.
Die Bedrohung durch Timeout ist enorm, denn nicht nur digitale Systeme sind bedroht, sondern auch die gesamte Infrastruktur, die Energieversorgung und die Finanzmärkte. Auch die möglichen Folgen sind alarmierend. Dadurch entsteht ein hoher Spannungsbogen, der sich durch das gesamte Buch zieht.
Besonders beeindruckt hat mich Charlie. Sie ist clever, mutig und schlagfertig, hat aber auch ihre verletzlichen Seiten. Dadurch wirkt sie sehr authentisch. Mit KIM hat sie eine außergewöhnliche KI erschaffen, die eine wichtige Rolle bei der Suche nach einer Lösung spielt.
Dem Autor gelingt es, komplexe technische Zusammenhänge verständlich zu erklären, sodass ich der Handlung problemlos folgen konnte.

Mein Fazit: Dies ist ein packender und beunruhigend realistischer Cyberthriller über Machtmissbrauch, Erpressung und die Gefahren künstlicher Intelligenz. Die Geschichte sorgt nicht nur für Nervenkitzel, sondern hinterlässt auch ein mulmiges Gefühl, weil vieles davon durchaus denkbar erscheint. Ein hochspannender Thriller, der für Gänsehaut sorgt und den ich sehr gerne gelesen habe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.