In „Blendwerk – Kluftinger ermittelt“ prallt der gemütliche Allgäu-Kommissar auf die grelle Welt von Instagram, Hashtags und Hochglanz-Reels. Eine bekannte Influencerin stürzt in der Schlucht des Eistobels in den Tod und plötzlich ist das idyllische Alpen-Panorama voller Misstrauen, Neid und Online-Hass. Während Kluftinger im Gemeinderat mit Erzfeind Langhammer ringt, soll er klären, ob ein riskantes Selfie schiefging oder jemand die Scheinwelt der Social Media gezielt in einen Tatort verwandelt hat.
Kluftinger zwischen Hashtags und Abgrund
Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, muss Klufti sich durch Fake-Accounts, gekaufte Follower und digitale Selbstinszenierung kämpfen. Eine Welt, in der Reichweite mehr zählt als Moral.
Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ein Umweltaktivist der Greenforce begeht vor laufender Kamera Suizid, um auf die Erderwärmung aufmerksam zu machen. Überschwemmte Straßen, hohe Temperaturen, sommerliche Wärme im November und Missernten sind die Folgen. Der Klimawissenschaftler Frederik Rookwerper vertritt die Meinung, dass nur Geo-Engineering den Hitzekollaps der Erde noch verhindern kann. Mit einem Versuch setzen sie etwas in Gang, das die Welt auf eine Weise verändert, mit der ich nicht gerechnet hätte.
Die Geschichte nimmt eine Wendung, die mich überrascht hat. Die Idee fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir bei diesem brisanten Thema eine packendere Umsetzung gewünscht. Die Erzählweise war mir zu nüchtern, sodass ich die Verzweiflung der Menschen nicht wirklich nachempfinden konnte. Auch fehlte mir die Dynamik, die für mehr Spannung gesorgt hätte. Zudem zog sich die Geschichte zwischendurch etwas in die Länge.
Fazit: Ein interessantes Buch zu einem wichtigen Thema, das durch die gute Recherche und eine unerwartete Wendung überzeugt. Leider konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln, da mir die Dramatik und Spannung gefehlt haben. Von mir gibt es 4 Sterne
Heute freue ich mich sehr, euch den sympathischen Autor Thomas Nash vorzustellen.
Ich bin Schauspieler, Sprecher und Drehbuchautor und daher eigentlich im Metier Film zu Hause. Ich liebe den Film, er vereint alle künstlerischen Formen. Ich mag es, vor der Kamera und am Set zu sein, gemeinsam mit anderen etwas zu erschaffen, das später gesehen werden kann. Als Drehbuchautor wiederum erfinde ich Geschichten für die Leinwand. Allerdings ist Filmemachen teuer und nicht jedes Drehbuch wird auch tatsächlich verfilmt. Gerade Fantasy – mein Lieblingsgenre – ist finanziell eher schwierig umzusetzen.
Anders beim Roman. Egal ob epischer Weltenbau oder Alltag, der Druck kostet quasi dasselbe. So hab ich letztlich das Buch als Medium für meine kreativen Auswüchse entdeckt. Hier kann ich alles erzählen und es redet mir keiner drein. Ich muss zum Beispiel nicht eine einzelne Hauptfigur haben, die alle Stationen der Heldenreise durchmacht, wie man das bei der klassischen Filmdramaturgie gerne sieht. Ich darf viel freier agieren. In meinen bisher erschienenen Romanen „Émenor – Welt ohne Schatten“ und „Der Pakt der Alchemisten“ etwa schicke ich ein ganzes Figurenensemble auf Reisen, um zusammen ein Problem zu lösen. Companionship hat einen großen Reiz auf mich, weil es da um Gemeinschaft geht. Ich liebe solche Geschichten. Sie passen perfekt ins Genre Fantasy und sie geben mir die Möglichkeit, mit Gruppendynamik zu spielen, denn es herrscht ja unter den Figuren nicht immer eitle Wonne. Spannung, Ereignisdichte, Abenteuer, Mystik, das alles findet sich in meinen Romanen wieder, aber ich lege auch Wert auf eine Prise Humor. Es darf düster sein, soll aber trotzdem Passagen zum Lachen bieten. Und weil es mir auch wichtig ist, WIE eine Geschichte erzählt wird, wende ich viel Zeit für Dialoge und Satzbau auf. Ein interessanter Sprachrhythmus ist mir ein Anliegen. Deswegen dauert es bei mir auch länger, bis ich ein Buch endlich fertiggestellt habe.
Ich danke Helga für die Vorstellung.
Ganz herzlichen Dank für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, kreative Ideen und viele begeisterte Leserinnen und Leser.
Wenn wir nachts fasziniert in den funkelnden Sternenhimmel blicken, überlegen wir oft, was sich auf diesen leuchtenden und Lichtjahre entfernten Punkten abspielen könnte. Und wie es dort wohl aussieht? Der kleine Ronny, von einer unbeschreiblichen Sehnsucht nach den unendlichen Weiten des Universums erfasst, erkundet geheimnisvolle Planeten und deren außerirdische Bewohner – als Botschafter der Erde. Der hochbegabte zwölfjährige Schüler, der mit seinen Eltern in der Nähe des US-Weltraumbahnhofes Cape Canaveral in Florida lebt, klettert für seine unglaublichen Abenteuer heimlich in parkende Raketen und startet ins Weltall. Dabei muss er die NASA-Polizisten Jimmy und Joe austricksen. Vor allem bei der Landung. Ronny verfügt neben einem Weltraumanzug über eine selbst gebastelte Sprachen-Geräusch-Übersetzungsmaschine, einen speziellen Laser-Kugelschreiber und einen ansteckbaren Raketen-Superbeschleuniger. Der Bub erklärt bizarren Aliens unsere Erde und was wir Menschen eigentlich machen.
Als ein Wasserschaden seine Wohnung unbewohnbar macht, zieht Filmkomponist Jakob vorübergehend an die winterliche Ostsee. Eine Auszeit kommt ihm gerade recht: Seit einem Brief seines verstorbenen Vaters zweifelt er an seiner Karriere.
Ida kämpft derweil um das geerbte Bistro-Café ihrer Großtante. Obwohl es zwischen der bunten Häuserfront im kleinen Hafen nahe Boltenhagen liegt, bleiben die Gäste aus. Das Geld wird knapp und zu allem Überfluss quartiert ihre Großmutter auch noch einen fremden Mann bei ihr ein.
Schon bei ihrer ersten Begegnung geraten Ida und Jakob aneinander. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund, doch zwischen ihren Wortgefechten und Kaffeeduft wächst eine Nähe, der sie sich bald nicht mehr entziehen können. Und plötzlich liegt da diese wunderbare Melodie in der Luft …
Doch was wird aus ihrem Wintermärchen, wenn Jakobs Zeit an der Ostsee endet?
Kaum ist Pia wieder aus ihrem Sabbatical zurück, wartet schon ein absolut spektakulärer Fall auf sie. Im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses wird eine Leiche gefunden. Ein Mann hat sich mit dem Fuß in einem Seil verfangen und ist qualvoll erstickt. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Opfer, denn weitere Morde folgen kurz darauf. Die erste heiße Spur führt das Ermittlerteam zu dem verunglückten Patrick Brinkhoff, der eine bahnbrechende KI entwickelt hat. Die Liste der Verdächtigen ist lang und das Rätselraten beginnt.
Ich bin erst mit diesem Teil in die Reihe eingestiegen und kam erstaunlich gut zurecht. Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Zum einen liegt das an dem extrem aktuellen Thema Künstliche Intelligenz und zum anderen an dem wirklich tollen Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte hineinzieht. Auch das Privatleben von Pia kam nicht zu kurz und hat mir unheimlich gut gefallen. Eine kleine Kritik muss ich dennoch anbringen, denn es gibt wirklich sehr viele Protagonisten. Manchmal habe ich dadurch ein wenig den Überblick verloren, wer eigentlich zu wem gehört. Es gibt zwar ein Personenregister, aber das ständige Nachblättern war mir auf Dauer doch etwas zu umständlich.
Die Spannung wird nicht ganz durchgehend gehalten, aber die Story bleibt trotzdem die ganze Zeit über hochgradig interessant. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse dann regelrecht und es wird noch einmal richtig packend.
Mein Fazit: Das aktuelle Thema rund um die KI hat mir sehr gut gut gefallen. Die tollen Charaktere und der wunderbare Schreibstil haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem konnte ich nicht erahnen, wer dahintersteckt. Von mir gibt eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Am Ende des Zweiten Weltkrieges verliert Gerti alles: den Vater, der verschwindet, die Mutter, die stirbt, und die Schwestern, die ins Heim verstoßen werden. Allein bleibt sie bei den Großeltern zurück. Nur drei Knöpfe, abgerissen von einer alten Kletterweste, gedacht als Glücksbringer für jede von ihnen, erinnern Gerti ihr Leben lang an die geliebten Schwestern.
Drei Schwestern. Drei Leben. Vier Jahrzehnte
Als junge Frau lernt sie den verheirateten Albert kennen und verliebt sich in ihn. Er liebt auch sie, verlässt sie jedoch wieder, kehrt zurück und verschwindet immer wieder in ferne Länder. Gerti bleibt ihm treu. Zwei Kinder entstehen aus dieser schwierigen Liebe, die sie allein großziehen muss. Dem Argwohn der Nachbarn ausgesetzt und der Gefahr, durch die Jugendwohlfahrt die Kinder jederzeit zu verlieren. Mit Stolz und ihrer Sturheit meistert Gerti das Leben, getragen von ihrem größten Wunsch: einer eigenen Familie.
Rudi, schön und glamourös, möchte nur eines: ihre Kindheit im Heim vergessen. Sie jagt von Mann zu Mann, von Ehe zu Ehe. Stets begleitet von dem Gefühl, niemandem zu genügen, kämpft sie gegen sich selbst.
Alle drei sind sie Überlebende, jede auf ihre Weise, Kinder einer Zeit, die kein Erbarmen kannte
Hansi, bald von einem liebevollen Ehepaar adoptiert, ist die rastlose Jüngste, die sich weder durch Kind noch Mann gebunden fühlen möchte. Sie liebt ihre Unabhängigkeit, macht ihre Lehre als Hotelkauffrau und schließlich Karriere. Und trotzdem bleibt etwas, das fehlt.
Vielen Dank an dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.
Heute freue ich mich sehr, euch den sympathischen Autor Thomas Durchschlag vorzustellen, den ich auf der Frankfurter Buchmesse persönlich kennenlernen durfte. Wir haben ein interessantes Gespräch geführt, das mir in schöner Erinnerung geblieben ist. Umso mehr freue ich mich, euch heute einen Einblick in sein Leben und seine Arbeit zu geben.
Thomas Durchschlag nimmt uns mit hinter die Kulissen seiner Arbeit als Thriller-Autor und erzählt, was ihn beim Schreiben bewegt, welche Rolle Recherche für ihn spielt und warum es ihm wichtig ist, seine Leserinnen und Leser mit seinen Geschichten zu berühren.
Liebe Helga, ich freue mich sehr, dass ich mich heute bei Dir als Thriller-Autor vorstellen darf.
Bevor ich anfing Romane zu schreiben, habe ich fast zwanzig Jahre als Drehbuchautor und Regisseur für Spielfilme gearbeitet. Obwohl das Schreiben eines Romans ganz anders ist als die Arbeit beim Fernsehen, glaube ich doch, jetzt davon als Autor zu profitieren und aus meiner Erfahrung im Erzählen von Geschichten schöpfen zu können. Denn am Ende kommt es immer darauf an, eine Geschichte spannend und interessant zu erzählen und dabei Emotionen zu erzeugen, die im besten Fall noch eine Weile nachwirken.
Menschen mit einer Geschichte zu berühren ist etwas, das mich schon beim Filmemachen fasziniert hat. Wenn ich heute beim Schreiben noch einmal eine Szene durchgehe und diese beim Lesen etwas bei mir auslöst, obwohl ich sie doch selbst geschrieben habe und den Ausgang schon kenne, dann weiß ich, dass ich auf der richtigen Fährte bin.
Eine wesentliche Rolle spielt für mich dabei die Recherche. Ich glaube, man spürt beim Lesen, ob sich jemand mit der Welt, von der er erzählt, wirklich beschäftigt hat oder nicht. Meine Figuren und Geschichten sind erfunden, aber dennoch will ich, dass die Welt, in der sie spielen, sich echt anfühlt. Insofern ist Fiktion für mich auch immer ein Spiegel der Realität.
Da ich immer neugierig bin, ist Recherche für mich aber auch die Möglichkeit, Zugang zu einer Welt zu erlangen, die mir sonst verschlossen bliebe. Und indem ich sie in meine Bücher einfließen lasse, kann ich etwas von dem, was ich dabei entdecke und erfahre, auch mit meinen Leserinnen und Lesern teilen.
Ganz herzlichen Dank, lieber Thomas, für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, viele spannende Ideen und zahlreiche begeisterte Leserinnen und Leser!
Mitzi kann’s kaum fassen. Sie ist schwanger! Eigentlich wäre jetzt Zeit für Ruhe und Zukunftspläne mit ihrem Rudolfo, doch genau der ist plötzlich spurlos verschwunden. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Agnes findet Mitzi heraus, dass der Mann an ihrer Seite mehr Geheimnisse hat, als ihr lieb sein kann: Rudolfo war jahrelang verdeckt im Einsatz. Während Agnes fieberhaft recherchiert, folgt Mitzi ihrer ganz eigenen Spur – fest entschlossen, sich diesmal wirklich aus Schwierigkeiten herauszuhalten. Nur leider haben Männer mit Vergangenheit und alte Feinde wenig Verständnis für gute Vorsätze
Vielen Dank an Emons Verlag für das Rezensionsexemplar.
70 Orte gibt es rund um Stuttgart zu entdecken, die für Abwechslung und kleine Auszeiten vom Alltag sorgen. Ganz vorne steht der Fernsehturm, von dem man einen wunderschönen Ausblick genießen kann.
Das Buch hält viele unterschiedliche Ideen bereit. Dazu gehören ein Blick hinter die Kulissen des Theaters, Atempausen mit verschiedenen Methoden und eine nostalgische Fahrt mit der Straßenbahn. Auch für Genussmomente in Cafés ist gesorgt. Wer sich lieber sportlich betätigen möchte, findet Anregungen für ein Ganzkörperworkout auf dem Neckar. Dazu kommen Entspannungsmöglichkeiten in der Natur, ein Besuch im Solebad, Wanderungen mit Alpakas und viele weitere Tipps.
Fazit: Ein schöner Ratgeber für alle, die Stuttgart und seine Umgebung einmal von einer anderen Seite kennenlernen und sich bewusst eine Auszeit gönnen möchten. Die abwechslungsreichen Vorschläge bieten für unterschiedliche Interessen etwas und machen Lust darauf, Neues auszuprobieren. Besonders hilfreich finde ich die Fotos und Adressen, mit denen sich die Ausflüge und kleinen Auszeiten direkt planen lassen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ⭐ ⭐⭐ ⭐ ⭐
Vielen Dank an Droste Verlag für das Rezensionsexemplar.