Im neuen Krimiticker der Mörderische Schwestern geht es um eine spannende Frage: Was begeistert Leserinnen in Krimis und Thrillern mehr – die moralisch „guten“ Heldinnen oder die düsteren, ambivalenten Figuren mit ihren Abgründen?
Für diese Ausgabe durfte ich mit Kaja Neff über starke Charaktere und Grauzonen sprechen.
Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, meine Gedanken und Einschätzungen in diesem Interview teilen zu dürfen, und danke herzlich für die Einladung sowie das interessante Gespräch.
Der Umzug nach Schwartau fiel den Schwestern Emma und Tilde leicht. Schließlich wird ein neues Werk gebaut, in dem Bohnerwachs hergestellt wird. Der Traum von den beiden Schwestern ist, eine Erdbeermarmelade herzustellen. Doch zunächst beginnt die Produktion mit Kunsthonig. Bis zur Herstellung der Marmelade vergeht einige Zeit.
Dies ist ein Roman, der die Entstehung der Schwartauer Werke lebendig und anschaulich erzählt. Interessant fand Einblicke in den Aufbau einer Firma. Es wird deutlich, wie viel Arbeit, Mut und Ausdauer erforderlich waren, um aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Emma und Tilde, zwei selbstbewusste Frauen, die genau wissen, was sie erreichen wollen. Umso erfreulicher ist es, dass ihr Bruder Otto sie unterstützt und ihnen Vertrauen entgegenbringt. Beide widmen sich engagiert ihrer Arbeit. Emma kümmert sich verantwortungsbewusst um die Buchhaltung, während Tilde innovative Ideen im Werbebereich einbringt. Neben der eigentlichen Unternehmensentwicklung behandelt der Roman auch viele andere Themen. Allerdings haben die verschiedenen Nebenhandlungen aus meiner Sicht dazu geführt, dass die Herstellung und Produktion der Erdbeermarmelade etwas zu kurz kommt. Hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.
Fazit. Es ist eine gelungene Hommage an die Entstehung der Schwartauer Werke und bietet Einblicke in diese Zeit. Außerdem merkt man dem Buch die intensive Recherche deutlich an. Ich habe mich gut unterhalten und vergebe 4,5 Sterne
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Als Kate morgens aus dem Haus geht, ahnt sie nicht, dass sie abends nicht zu ihren Kindern und ihrem Ehemann zurückkehren kann. Aus heiterem Himmel ist sie in einem Hotelzimmer gefangen. Sie ist dort wegen eines Dates, von dem niemand weiß – und niemand erfahren sollte. Ein Anschlag auf das Hotel stellt alles auf den Kopf. Sie kann das Gebäude nicht verlassen und weiß nicht, ob sie überleben wird. Sie muss ihrem Mann von ihrer Affäre erzählen. Und wieso sie dort ist, obwohl sie glücklich verheiratet ist und ihre Kinder über alles liebt. In ihrer existenziellen Lage gibt das Gespräch mit ihrem Mann ein berührendes Zeugnis einer großen Liebe – mit allen Höhen und Tiefen …
Unbezahlte Werbung, da Punkteeintausch bei Lesejury.
Die Kommissarin Leandra Kern hat ihren Dienst von Hamburg auf die Nordseeinsel Helgoland verlegt, und auch Kommissaranwärterin Maxi Adler ist für eine begrenzte Zeit auf die Insel zurückgekehrt. In einem ungenutzten Hotel wird ein Live-Event, inspiriert von „The Shining“ aufgeführt, und es kommt zu einigen Verwirrungen, die bis zu einem Mord führen.
Schon die ersten Seiten packen einen sofort und lassen keinen Zweifel daran, dass man in eine spannende Geschichte eintaucht. Das verlassene Hotel als Kulisse ist ausgezeichnet gewählt, und die Schilderung der Insel vermittelt eine solch dichte Atmosphäre, dass man sich förmlich zwischen den Felsen und dem stürmischen Meer wähnt. Leandra und Maxi sind interessante Charaktere mit Ecken und Kanten, die genau wissen, was sie wollen. Auch wenn sie mich nicht komplett erreichen konnten, mochte ich ihre Eigenheiten. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, und halten das Tempo hoch. Allerdings bleibt die Spannung nicht durchweg auf einem hohen Niveau, und durch die Vielzahl an angesprochenen Themen rückt das zentrale Ereignis etwas in den Hintergrund.
Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist unterhaltsam und atmosphärisch, sodass man beim Lesen das Zeitgefühl verliert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Dtv Verlag herzlich bedanke.
Der Vogelbeobachter Harald entdeckt eine Rarität, nämlich einen Zwergsäger. Doch nicht nur diesen sieht er, sondern auch eine Leiche. Unverzüglich bildet er zusammen mit Katja, Thilo und Sabine eine SOKO und sie nehmen die Ermittlungen auf. Erfahrungen dabei haben sie ja schon gesammelt.
Dies ist der zweite Fall der Hobbyornithologen. Ein Verdächtiger ist zwar schnell gefunden, doch Harald und seine gebildete SOKO beginnen bald, an seiner Schuld zu zweifeln. Dabei geraten die Ermittler erneut in eine gefährliche Situation. Besonders gefallen haben mir die sympathischen Figuren, die alle ihren eigenen Charakter mitbringen. Harald als Forensiker im Ruhestand bringt sich mit viel Erfahrung in die Ermittlungen ein.Thilo ist frisch verliebt und Sabine muss sich mit persönlichen Problemen auseinandersetzen.
Fazit: Es ist eine unterhaltsame Krimigeschichte mit liebenswerten Figuren und gelungenen Dialogen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe ⭐⭐⭐⭐
Tokio, 1991. Die Stadt ächzt unter der Sommerhitze, als zwei kleine Mädchen kurz hintereinander spurlos verschwinden. Kurz darauf wird die eine von ihnen tot in einem nahegelegenen Flussbett entdeckt. Während ein trauernder Vater Zuflucht in den düsteren Ritualen einer obskuren Glaubensgemeinschaft sucht, steht Kommissar Saeki vor einem Rätsel: Sind die Fälle miteinander verbunden? Dann verschwindet ein weiteres Kind – und Saeki stößt auf eine Spur, die ihn tief in die Abgründe menschlicher Verzweiflung führt. Zu einem Täter, der bereits ein neues Opfer auserkoren hat …
Das Buch erscheint am 01.06.2026
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Lübbe herzlich bedanke.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Angelika Lauriel vorstellen. Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.
Angelika Lauriel ist im Brotberuf Literaturübersetzerin. Sie schreibt selbst seit 2006: Kinder- und Jugendbücher sowie zeitgenössische Romane für Erwachsene. Mehr als zwanzig ihrer Bücher sind veröffentlicht worden. Inzwischen hat sie sich ganz aufs Krimischreiben verlegt. Im März ist ihre neue Genusskrimireihe um die saarländische Laienermittlerin Mira Belgusto (e-Boo, Audiobook, PoD) bei Lübbe beThrilled gestartet. Die Protagonistin ist Reisejournalistin stolpert in Band 1 über ihre „erste Leiche“ und kann fortan das Ermitteln nicht mehr lassen. Unterstützt wird sie darin von dem vielseitig interessierten ex-TV-Promi Claudio Bertani sowie von der jungen Polizistin Natalina Moro – wenn auch widerwillg. Lauriel lebt mit ihrem Mann und der französischen Buldogge Banou im Saarland, während ihre drei Söhne bereits das Haus verlassen haben und studieren. Lauriel arbeitet ebenfalls als Lektorin von Cosy Crimes für beThrilled.
Aktuelle Titel: Mira Belgusto und die tote Winzerin (Bd. 1), Mira Belgusto und der schöne Tote (Bd. 2, ab 01.07.26) „Das kleine Käsebistro in der Toskana“ (beHeartbeat) „Schöner Morden an der Saar“: vier Krimis, die im Saarland spielen, bei dp Digital Publishers „Die Frau des Ölbauern“, ein Familienepos, das in die Toskana führt. Foto: Copyright Monika Jungfleisch
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg
Das Bilderbuch lädt kleine Zuhörer in eine lebendige Naturwelt ein. In Reimen werden Bienchen auf ihrer Suche nach Blüten begleitet. Die Geschichte bleibt leicht und verspielt und eignet sich wunderbar zum gemeinsamen Vorlesen.
Besonders gelungen ist die liebevolle Ausgestaltung der Seiten. Es gibt viel zu entdecken, von kleinen Pflanzen bis hin zu emsigen Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen. Dadurch bleibt das Buch auch beim wiederholten Anschauen interessant und regt Kinder dazu an, genauer hinzusehen und immer wieder neue Details zu finden.
Die Illustrationen von Karoline Grunske sind farbenfroh gestaltet und passen sehr gut zur Erzählweise. Sie schaffen eine freundliche Atmosphäre. Ein schönes Extra ist das Lied am Ende des Buches, das mit Noten abgedruckt ist und zum Mitsingen einlädt. So wird das Buch zu einem kleinen gemeinsamen Erlebnis über das Lesen hinaus. Durch die stabile, kartonierte Verarbeitung ist es bestens für kleine Kinderhände geeignet. Es ist ein liebevoll gemachtes Bilderbuch, das sich hervorragend für Kinder ab etwa zwei Jahren eignet und viel Freude beim Vorlesen und Anschauen bereitet. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Eulenspiegel Verlagsgruppe herzlich bedanke.
Ein Jahr nach den albtraumhaften Ereignissen in Bremen hofft die Gynäkologin Dr. Eva Mares auf Ruhe. Doch der Neuanfang auf dem Land steht unter keinem guten Stern: Ihre Tochter zieht sich zurück, das Geld wird knapp, die Ehe ist angespannt. Dann stehen eines Nachts ein fremder Mann und seine hochschwangere Tochter Nina vor Evas Tür, es geht ihr nicht gut. Eva untersucht die Schwangere und kann Entwarnung geben, doch Nina hinterlässt ihr eine Botschaft auf dem Spiegel im Gästebad, in der sie um Hilfe bittet. Am nächsten Tag sind die beiden verschwunden. Während die Polizei einen alten Vermisstenfall untersucht, folgt Eva einer eigenen Spur und gerät in ein Netz aus Angst, Gewalt und Lügen …
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