Roos Sonja – Das Geheimnis der Frauen

Rezension

Hals über Kopf gibt Lulu ihren Job als Köchin auf Sylt auf und beendet ihre Beziehung. Im Alter von 34 Jahren zieht sie wieder bei ihren Eltern ein und möchte der Dorfkneipe ihrer Eltern neues Leben einhauchen, da diese ihre eigenen Wünsche verwirklichen wollen. Bei ihrem Großvater findet sie ungeöffnete Briefe und macht dabei eine Entdeckung über einen britischen Piloten, der kurz vor dem Ende des Krieges abgestürzt ist. Sie ahnt nicht, welche Familiengeheimnisse sich hinter diesen Briefen verbergen.

Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart folgt man Lulu, die keine Vorstellung davon hat, welches lange verborgene Geheimnis sich hinter den ungeöffneten Briefen versteckt. Mit jedem Kapitel steigert sich die Spannung und die Vergangenheit kommt immer näher.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs dreht sich für Hanni und ihre Familie alles ums Überleben. Während ihre Schwester unter extremen Bedingungen Lebensmittel beschafft, kümmert sich Hanni liebevoll um ihren kleinen Neffen Max. Eines Tages stürzt ein britischer Pilot über Giesenbach ab, und das Leben der Schwestern sowie weiterer Frauen verändert sich auf unvorhersehbare Weise.
Mich hat tief erschüttert, was die Menschen in dieser Zeit alles erleiden mussten. Es hat mir gezeigt, wie viel Mut, Solidarität und Menschlichkeit selbst in den dunkelsten Momenten möglich sind. Besonders die starken Frauen machen diesen Roman zu etwas Einzigartigem.

Fazit: Das Buch ist einfühlsam und spannend und vereint eine bewegende Familiengeschichte, authentische Zeitgeschichte und berührende Schicksale. Von der ersten Seite an hat es mich gefesselt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Ein unglaublich tiefgehender und mitreißender Roman über starke Frauen, Zusammenhalt und Menschlichkeit.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Neitz Marika So kalt die Nacht

Buchvorstellung

Eine grausame Mordserie erschüttert Köln. Scheinbar wahllos entführt ein Unbekannter ältere Menschen, fesselt sie und lässt sie dann unbarmherzig verhungern.
Kommissarin Anna Melcher wird auf den Fall angesetzt. Seit ihrer Scheidung leidet die Ermittlerin unter Panikattacken, die sie vor den Kollegen zu verheimlichen versucht. Und gerade jetzt kann Anna sich kein Zeichen der Schwäche erlauben, denn der gnadenlose Täter hat ein weiteres Opfer in seiner Gewalt. Ohne forensische Spuren bleibt Anna allerdings nichts übrig, als in der Vergangenheit der Opfer nach Verbindungen zu suchen. Und tatsächlich: Ein Hinweis führt sie zurück in die achtziger Jahre zu einem grausamen Fall von Kindesmisshandlung. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner, dem pedantischen Frieder Tann, muss Anna jetzt schnell handeln. Doch das ist leichter gesagt als getan: Denn Frieder hält wenig von Annas unkonventionellen Ermittlungsmethoden – und der Täter steht kurz davor, sein entsetzliches Werk zu vollenden.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Sagaegmont herzlich bedanke.

Wolf Klaus-Peter Sommerfeldt Solo Der Auftrag

Buchvorstellung

Die Ereignisse auf Borkum haben Dr. Bernhard Sommerfeldt zutiefst erschüttert. Jetzt ist die Zeit gekommen, gegen das Organisierte Verbrechen in Ostfriesland und auf den Inseln vorzugehen. Doch dafür braucht er einen guten Plan, denn der neue Gangsterboss, den sie den »Brasilianer« nennen, geht äußerst raffiniert vor. Dabei hat er einen bekannten Verbündeten: Hauptkommissar Rupert und Dr. Bernhard Sommerfeldt verfolgen jetzt ein gemeinsames Interesse an der ostfriesischen Küste.

Unbezahlte Werbung da Rezensionsexemplar wofür ich mich bei S. Fischer Verlag herzlich bedanke.

Weinhold Kirsten – Gestohlene Morde

Rezension

Diesmal steht Kommissarin Fenja Grothe vor einer schwierigen Herausforderung. Der Krimiautorin Louisa Engels wurden ihre ersten Buchausgaben gestohlen, und es wirkt so, als würde der Täter sich an den begangenen Morden orientieren. Nach dem ersten Mord ist schnelles Handeln gefragt, denn man erwartet weitere Taten.

Der Einstieg in den Fall zeigt schnell, dass die Zusammenarbeit mit der Kriminalhauptkommissarin Zarah Meißner zunächst alles andere als einfach verläuft. Unterschiedliche Ansichten und ein gewisses Misstrauen sorgen anfangs für Spannungen. Mit der Zeit entwickelt sich jedoch ein gut funktionierendes Team, das sich hervorragend ergänzt.
Für weitere Unruhe sorgt der Druck von ganz oben. Dadurch entsteht ein Kompetenzgerangel, das die Nachforschungen erschwert. Die Ermittler verfolgen zahlreiche Spuren und ziehen verschiedene Möglichkeiten in Betracht.
Die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt. Ich hatte zwar schon früh einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte, ob dieser sich bestätigt hat, verrate ich natürlich nicht. Gerade das Miträtseln hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht.

Fazit: Es ist ein Kriminalroman mit einer gelungenen Grundidee, einem spannenden Fall, und er überzeugt mit starken Charakteren.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Dannenberg Meike Die Ärztin Gefährliche Nachtschicht

Buchvorstellung

Dr. Eva Mares, Gynäkologin im Krankenhaus Bremen, führt nach einer brutalen Vergewaltigung in der Nachtschicht eine anonymisierte Spurensicherung durch. Das Opfer, eine junge Frau, wünscht keine Nachverfolgung, weil sie die Ereignisse möglichst schnell vergessen will. Wenig später wird eine andere lebensgefährlich verletzte Frau mit ähnlichen Misshandlungen eingeliefert. Eva fürchtet, dass derselbe Mann erneut zugeschlagen hat. Nur sie wüsste dann, dass DNA eines Serienvergewaltigers im geheimen Archiv des Krankenhauses lagert. Eva ahnt nicht, dass der Täter längst weiß, wer sie ist und wie gefährlich sie ihm werden kann – und dass er begonnen hat, Katz und Maus mit ihr zu spielen…

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Hess Lilly

Autorinnenvorstellung

Geboren in Hannover, studierte Lilly Zahnmedizin in Berlin und landete der Liebe wegen auf Mallorca, wo sie seit über zwanzig Jahren zwischen Olivenhainen und dem Meer lebt. Nach vielen Jahren als Zahnärztin tauschte sie kürzlich vollständig die Praxis gegen den Schreibtisch. Unter dem Namen Lilly Alonso schrieb sie die Mallorca-Krimi-Reihe um Sargento Lluc Casasnovas, nun erscheint mit „Tote trinken keinen Riesling“ der Auftakt ihrer neuen Cozy-Crime-Reihe unter eigenem Namen.
„Schuld an allem war der kaputte Würstchenwärmer.“ Den Satz hörte Lilly an einem Weihnachtsabend von ihrer Schwiegermutter, einer Reiseleiterin für Seniorengruppen. Sie wusste weder, was ein Würstchenwärmer ist, noch, woran er schuld war, aber in ihrem Kopf läuteten sofort alle Glocken. Das, dachte sie, wird der erste Satz eines Romans. Auch die Heldinnen standen sofort fest: charismatische Frauen im goldenen Alter, die ein ganzes Leben hinter sich haben, zu ihren Meinungen stehen und sich nicht darum scheren, was Gott und die Welt davon halten. Auf diese Freiheit freut sich Lilly, ehrlich gesagt, schon selbst: zu tun und lassen, was man will — und schlimmstenfalls ein nachsichtiges Lächeln dafür zu ernten.
Foto: Silvia de Couët

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

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Hebesberger Roland – Kripo Nordsee Stürmisches Norderney

Rezension

Die Kripo Nordsee, unter der Leitung von Hauptkommissarin Hanna Janssen, wird nach Norderney gerufen, da dort ein Mord geschehen ist. Ein Mann wurde erdrosselt, und es stellt sich die Frage nach dem Warum. Währenddessen folgt ihr Kollege Lasse Klaasen einer Spur, die ihn ebenfalls in die Nähe von Norderney führt.

Der Fall bringt die Sonderkommission Kripo Nordsee dieses Mal nach Norderney, wo ein Mord geschehen ist. Mit dem heranrückenden, angekündigten Orkan wird die Ermittlungsarbeit zu einer echten Herausforderung. Die bedrückende Atmosphäre, die durch die Natur entsteht, passt perfekt zur Handlung und steigert die Spannung noch weiter. Hannah muss zunächst ohne Lasse ermitteln, da er in einem anderen Fall Spuren verfolgt, die ihn persönlich betreffen. Der Täter handelt äußerst skrupellos.

Fazit: Auch dieser Band hat mich erneut voll und ganz überzeugt. Die Geschichte bietet Abwechslung, und die Ereignisse fügen sich stimmig zusammen. Vor allem die Auflösung hat mich überrascht, da sie nicht vorhersehbar war. Der Autor versteht es erneut, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss auf hohem Niveau zu halten. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Empire Verlag herzlich bedanke.

Engels Sandra Mein Leben mit einem Zebra im Kopf

Buchvorstellung

Bei dem Buch handelt es sich um eine autobiografische Trauergeschichte. Es geht um Tod, Trauerbewältigung, Mut, Freundschaft, Vertrauen und den Glauben an die Liebe. Diese Geschichte wird um eine fantasievolle Figur in Gestalt eines Zebras ergänzt, die dem Buch auch seinen Namen gab. Dieses Zebra hat ganz absichtlich einen etwas lustigen Charakter, um bei aller Tragik des Buches beim Lesen auch ab und zu lächeln zu können.

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Konrad Cleo – Homestory

Rezension

Eine Journalistin hat vor, einen Artikel über den abgelegenen Steingruberhof zu verfassen, wo eine Gemeinschaft lebt, die eigene Regeln für sich aufgestellt hat. Bald darauf wird sie tot aufgefunden, und Eva kommt nach 13 Jahren zurück zum Hof, um den Bewohnern rechtlich beizustehen, angesichts der Verdächtigungen gegen sie. Sie fragt sich, wer einen Grund gehabt haben könnte, die Journalistin zu ermorden.

Nach dem Buch „Deepfake“ war ich sehr neugierig auf diesen neuen Thriller und hatte große Erwartungen. Leider konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen.
Der Einstieg fiel mir unerwartet schwer. Es dauert eine Weile, bis die Geschichte richtig in Schwung kommt. Da zahlreiche Charaktere involviert sind, war ich dankbar für das Personenverzeichnis am Anfang des Buches.
Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Grundsätzlich mag ich diesen Erzählstil, weil er verschiedene Blickwinkel eröffnet. Die Kapitel aus Tonis Sicht hatten für mich allerdings keinen echten Mehrwert geboten. Stattdessen hätten sie zugunsten eines strafferen Erzähltempos gekürzt werden können.
Auch die Spannung ließ für meinen Geschmack zunächst zu wünschen übrig. Viele kleine Nebensächlichkeiten schmälerte die Dramatik. Erst etwa ab der Mitte wird die Geschichte so, wie ich es mir von Beginn an erhofft hatte. Ab diesem Moment wollte ich unbedingt herausfinden, wie alles miteinander verbunden ist und wie sich die Ereignisse weiter entwickeln.
Dagegen fand ich die Atmosphäre gelungen. Das Leben auf dem abgelegenen Hof wird sehr anschaulich beschrieben. Die Selbstversorgung, die Abgeschiedenheit und das besondere Zusammenleben der Bewohner wirken authentisch.

Fazit: Es ist ein Buch mit einer spannenden Ausgangsidee und einer gelungenen Atmosphäre, der für mich jedoch zu lange braucht, um mich zu fesseln. Das Ende hält zwar noch eine interessante Wendung bereit, doch für mich kam sie zu spät, um den eher zähen ersten Teil auszugleichen. Mit einem strafferen Aufbau und etwas weniger Umfang hätte mich die Geschichte vermutlich deutlich mehr begeistert.
Von mir gibt es 3,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Lübbe herzlich bedanke.

Simmonds Natali Bevor sie ihn finden

Buchvorstellung

Ich habe meine Tochter zu dem gemacht, was ich bin. Das war mein erster Fehler.
Mein zweiter Fehler könnte der sein, dass ich alles tun würde, um sie zu beschützen …
Eine Mutter mit vielen Geheimnissen. Eine Tochter, die lügt. Doch wer von ihnen könnte morden?
Sie berichten über ihn in den Morgennachrichten. Dass sie seine Leiche so früh finden würden, habe ich nicht erwartet. Die Leiche des Mannes, der die Welt meiner Tochter völlig eingenommen hat. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass dieser Mann existiert. Früher war ich Leahs ganze Welt und sie war meine. Doch nun erzählt sie mir nichts mehr. Ich musste es allein herausfinden.
Ihnen kommt an seinem Tod nichts verdächtig vor und Leah redet nicht mit mir darüber. Doch ich kenne sie zu gut, um es nicht zu erkennen.
Ich bin die Einzige, die diese Dunkelheit in ihr sehen kann – dieses Verlangen nach Rache. Und ich weiß genau, woher sie es hat…

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.