Jackson David 📖 Der Bewohner

Meine #Rezension zu

David Jackson Der Bewohner

Thomas Brogan hat zwei Menschen getötet und ist auf der Flucht. Unterschlupf findet er in einem Reihenhaus. Er stellt fest, dass er über dem Dachboden auch in die anderen Reihenhäuser kommt.
Von oben beobachtet er unter anderem das Ehepaar Colette und Martyn. Fasziniert ist er von Colette. Heimlich besucht er tagsüber die Häuser und nutzt die meisten Bereiche. Dabei spielt er ein Spiel mit dem Ehepaar.
Werden die Eigentümer des Hauses ihn bemerken?

Der Titel und Klappentext verspricht spannende Lesestunden. Dies ist aber nicht der Fall.
Man begleitet Thomas 14 Tage auf dem Dachboden und es wird aus seiner Perspektive erzählt.
Jeden Tag verbringt er in den Häusern und man kann zwar miterleben, wie das Leben des Ehepaares aus den Fugen gerät und auch von Elsie, aber ich konnte keinerlei Spannung verspüren. Es wiederholt sich oft, was er tagsüber macht. So plätschert die Geschichte vor sich hin.
Die Charaktere sind gut dargestellt, auch glaubhaft und real.
Brogans Stimmen im Kopf fand ich als nervig und haben auch den Lesegenuss gestoppt.
Erst am Ende wird es spannend und nimmt Fahrt auf, aber nicht gerade glaubwürdig.

Die Story an sich fand ich nicht schlecht, aber man hätte mehr daraus machen können. Ein Thriller muss spannend sein und das habe ich hier ganz eindeutig vermisst.

Fazit: gute Geschichte, die zwar noch Potential nach oben hat, der aber das Wichtigste an einem Thriller fehlt, nämlich Spannung und Nervenkitzel.

Von mir gibt es ⭐⭐⭐
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Krebs Victoria 📖 Feinschliff nach dem Tod

Meine #Rezension zu Victoria Krebs
Feinschliff nach dem Tod

Val Gunnarson ist ein Serienkiller und hat eine groteske Idee des Geldverdienens.
Lizza Hurts Kindheit war alles andere als luxuriös. Als ihre Mutter stirbt, meldet sich ihr Vater und er möchte, dass sie studiert und ermöglicht ihr eine schöne und exklusive Wohnung. Lizza lernt ihn allerdings nicht kennen.
Sie trifft auf den geheimnisvollen Val und wird neugierig, was er so treibt.
Im weiteren Verlauf kreuzen sich ihre Wege und das weitere Schicksal nimmt seinen Lauf.
Mit was für Methoden Val sein Geld verdient und wie die Geschichte weitergeht, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Schon der Einstieg ist Buch ist heftig, hat mich gefesselt, aber ich war auch schockiert über die Art und Weise wie Val agiert.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird Bezug auf Vals Geschäftsidee und Geschäftsgebaren genommen. Das lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. Schockierende Details erwarten einen.
Im zweiten Teil lernen wir Lizzy kennen und ihre Vergangenheit kennen.
Der dritte Teil hat es nochmal in sich. Da agieren Lizzy und Val gemeinsam.

Durch geschickte Wendungen nimmt die Geschichte oft einen andern Lauf als erwartet und überrascht das eine oder andere Mal.
Die Hauptakteure waren mir nicht sympathisch, aber dass sind sie den Charakteren geschuldet.
Auch wenn es ein wenig überzogen ist, konnte das meinen Lesegenuss nicht schmälern.
Die Spannung bleibt kontinuierlich hoch und das Buch lässt sich sehr gut lesen.
Allerdings ist es nichts für schwache Nerven.
Das Cover und der Titel sind ausgesprochen gut gewählt und passt hervorragend zur Story.

Fazit: äußerste Spannung, schockierende Details und ein Hauch Erotik zeichnen dieses Buch aus. Wer eine kurzweilige spannende Geschichte liebt, ist hier genau richtig.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Hildebrandt Wilfried 📖 Onkel Bürgermeister

Meine #Rezension zu

Wilfried Hildebrandt Onkel Bürgermeister

Ursulas Vater wurde kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges von Russen erschossen. Die 13-jährige muss ab sofort für den Unterhalt der Familie aufkommen und nimmt eine Stelle als Haushaltshilfe beim Bürgermeister an.
Leider missbraucht er sie und sie wird schwanger. Ihre Mutter verstößt sie und ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihr Kind Walter zur Adoption freizugeben. Nach seinem Studium landet er in Elbwitz und legt sich gleich mit dem dortigen Bürgermeister an. Bei den nächsten Wahlen kandidiert Walter auch als Bürgermeister. Dann nimmt es einen unerwarteten Verlauf. Wird er jemals gegen ihn eine Chance haben?

Wir begleiten hier Walter von klein auf und nehmen teil an seiner Kindheit, später den Kampf gegen den Machtapparat der ehemaligen DDR. Auch nach der Wende hat Walter im Dorf immer noch zu kämpfen.

Mit seinem sachlichen Schreibstil führt uns Wilfried Hildenbrandt durch die Zeilen. Ein wenig mehr Emotionen hätten dem Buch nicht geschadet. Man bekommt zwar die Stimmungen zu spüren und leidet mit den Protagonisten, aber mir hat irgendwas gefehlt.

Auf jeden Fall ist es eine sehr interessante Geschichte, die wahrscheinlich in ähnlicher Form gang und gäbe in der ehemaligen DDR war.
Sehr anschaulich schildert er das sehr eingeschränkte Leben der Bewohner, wobei es manchmal zu detailliert ist.
Gut integriert sind die passenden Sprichwörter zwischen den Zeilen.

Fazit: ein sehr interessanter Roman, in der Korruption, Amtsmissbrauch, Missbrauch Minderjährigen und Verrat eine große Rolle spielen.
Von mir gibt ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Gruber Andreas 📖 Todesfrist

Meine #Rezension zu Andreas Gruber

Sabine Nemez ist die jüngste Kommissarin in München. Nach einem brutalem Mord in ihrem Umfeld schaltet sich das BKA mit dem Profiler Maarten S. Sneijder ein.
Er ist es gewohnt alleine zu arbeiten, aber durch Sabines Scharfsinn möchte er sie in seinem Team haben.
Sie suchen ein Motiv und finden heraus, dass ein altes Kinderbuch eine große Rolle spielt. Der Täter hat eine Frau entführt und gibt ein Rätsel auf, das innerhalb 48 Stunden gelöst werden soll, wenn nicht, stirbt die Frau.
Wird es ihnen gelingen die Spur nach dem Mörder aufzunehmen?

Was für ein genial, durchdachten Plot hat sich hier Andreas Gruber ausgedacht.
Es werden Frauen entführt und ein Rätsel ist zu lösen.
Mit S. Sneijder hat der Autor einen eigenwilligen Charakter erschaffen. Er passt so gar nicht in das Schema eines Profilers. Gerne trinkt er Vanilletee und raucht auch mal eine Haschzigarette. Außerdem ist er zynisch, aber im Verlauf seiner Zusammenarbeit mit Sabine wird er menschlicher. Ich mag ihn jetzt schon.
Sabine ist ausgesprochen tough, intelligent und sehr sympathisch.

Der Autor besticht durch detaillierte Beschreibungen und erzählt eindrücklich und bildlich. Die Geschichte spielt teils in Wien und bringt uns diese schöne Stadt näher.
Die Hochspannung reist nicht einen Moment ab und die Szenen wirken sehr lebendig, lebhaft und fesseln.
Er lässt in die tiefste Abgründe einer Seele blicken.
Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und ergeben ein gesamtes Bild.
Es ist erstaunlich, wie Andreas Gruber aus einem Kinderbuch einen spannenden Thriller gefertigt hat. Hut ab, es ist ihm ausgesprochen gut gelungen.

Fazit: origineller Plot mit eigenwilligen Charakteren, intelligent ausgetüftelt, absolut fesselnd, packend und lesenswert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Bürgel Matthias 📖 Schrei nach Rache

Meine #Rezension zu Matthias Bürgel Schrei nach Rache

Nadine Adler vom LKA wendet sich an den Profiler Falk Hagedorn, da sich mehrere Morde an verschiedenen Flughäfen ereigneten und sie keine Erfolge vorweisen können.
Es deutet alles auf eine Täterin hin, aber wo liegen bei den Opfern die Gemeinsamkeiten? Dies soll Hagedorn herausfinden.
Es gibt eine erste Spur und diese führt direkt ins Umfeld von Hagedorn.
Er verbeißt sich in den Fall und kommt selbst in Gefahr.
Wird es ihnen gelingen die Täterin aufzuspüren, ohne dass weitere Opfer zu beklagen sind?

Was für eine Fortsetzung von Dunkler Hass. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden, da es in sich abgeschlossene Geschichten sind.
Schon der Prolog und vor allem das erste Kapitel ziehen einen in den Bann.
Bis zum Schluss rätselte ich mit, was es mit dem ersten Kapitel auf sich hat.
Diesmal ist Hagedorn sehr gefordert und er muss nicht nur mental an seine Grenzen gehen.
Zusammen mit Nadine Adler gehen sie einer ersten Spur nach und was dabei herauskommt, lässt einen mitfiebern.
Auch wenn man ab der Hälfte weiß, wer der Täter ist, gelingt es dem Autor einen unter Spannung zu setzen.
Hagedorn ist griesgrämig und auch die anderen Mitwirkenden werden äußerst gut und authentisch dargestellt. Man hat sofort von allen ein Bild vor Augen.
Die Story ist gut ausgearbeitet, auch dank der Fachkenntnisse von Matthias Bürgel.
Die Spannung nimmt stetig zu und endet in einem dramatischen Finale, das man so nie erwartet hätte.

Fazit: eine ausgeklügelte Story, die einen von Anfang an in Atem hält und bis zum Ende nicht mehr loslässt. So muss ein Thriller sein: spannend, packend und fesselnd.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Landau Grit 📖 Die sardische Hochzeit

Meine #Rezension zu

Grit Landau – Autorin Die sardische Hochzeit

Der Kriegsveteran Leo Lanturi wird von seinem Vater nach Sardinien geschickt, um einem Vorfall aus dem Weg zu gehen und auch um eine seltene Olivensorte zu finden.
Auf der Insel ist vieles anders, als auf dem Festland. Man spürt den Umbruch der Faschisten. Mussolini ist kurz vor der Machtübernahme.
Bei der Suche nach der seltenen Olive begegnet er der hübschen Gioia und verliebt sich in sie. Sie wird aber in den nächsten Tagen heiraten. Werden sie trotzdem zusammen kommen?

Wer hier ein romantisches Buch erwartet, liegt falsch. Vorherrschend widmet sich die Autorin Grit Landau der politische Situation im Jahre 1922 in Italien.
Benito Mussolini gewinnt mit seinen Faschisten die Machtübernahme. Schauplätze auf Sardinien werden sehr beschaulich beschrieben. Dabei bleibt die Liebesgeschichte auf der Strecke. Fast erst bei der Hälfte des Buches treffen beide aufeinander.
Leo wird sehr gut dargestellt. Seine Kriegserinnerungen belasten ihn Nacht für Nacht. Auch die körperlichen Folgen sind nicht ohne.
Gioia soll verheiratet werden. Eine Selbstbestimmung der Frauen gab es zu dieser Zeit noch nicht. Leo und Gioia spüren eine große Zuneigung und beide verbindet die große Leidenschaft zur Musik.
Grit Landau versteht es die Geschichte des Umbruchs sehr gut darzustellen. Mir selbst war vieles unbekannt. Sie bringt uns Sardinien näher, zum anderen auch weil jedes Kapitel mit sardische Mythen beginnt.
Das Ende des Buches hat mich dann noch überrascht. Mit diesem Ende hätte ich nicht gerechnet.

Fazit: Ein politischer Machtwechsel in Italien wird mit einer Liebesgeschichte verknüpft.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐⭐
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Young Caitlyn

Heute möchte ich euch die sympathische Autorin Caitlyn Young vorstellen.
Vielen Dank, dass du hier mitmachst.

Wenn ein Kindheitstraum in Erfüllung geht, dann ist es zuerst ein bisschen unwirklich. Für die Autorin Caitlyn Young hat im Winter 2018 eine wunderbare Reise begonnen, die hoffentlich niemals enden wird.

Seither arbeitet sie nämlich mit der Agentur Ashera zusammen und tut verstärkt das, was ihre Leidenschaft ist: schreiben! Dabei fühlt sie sich in den verschiedensten Genres zu Hause und legt großen Wert auf einprägsame Charaktere und eine Botschaft, die den Leser auch zum Nachdenken anregt.

Neben den beiden bisher veröffentlichten Kurzgeschichten aus dem Genre Funny Romance „Kinderloser Sünder sucht …“ (Puput Books) und „Schwiegermutter-Sch(r)eck“ (dp-Verlag) und der Novelle „Der Mops, der Liebesbote spielte“ (Ashera Verlag) hat sie in ihrem Debüt-Roman „Kleine Lügen, große Liebe: Sparks of Love“ (dp-Verlag) eine Protagonistin gewählt, die dem realen Leben entnommen ist, mit all ihren Ängsten, Macken und Unsicherheiten. Es ist ein Buch, das vor allem jungen Frauen Mut machen soll, zu sich selbst zu stehen und die Suche nach dem Glück niemals aufzugeben.

Mit den Schauplätzen des Romans – Stuttgart und London – kennt sich Caitlyn Young aus, denn sie ist gebürtige Stuttgarterin und hat ein Jahr in London studiert. Zurzeit arbeitet sie an einem Familiengeheimnis-Roman, der in Michigan und Pennsylvania spielt, wo die Autorin viele Jahre gelebt hat. Es ist ihr wichtig, authentisch über Orte schreiben zu können, weshalb sie ihr Schauplätze niemals googelt.Viele Projekte stehen noch an und es ist erstaunlich, wie die Ideen manchmal wie aus dem Nichts kommen, um dann weiterentwickelt zu werden. Geplant sind ein weiterer Familiengeheimnis-Roman und ein Psycho-Thriller.

Literarische Vorbilder hat Caitlyn Young während ihrer Zeit in Michigan, in der sie Mitglied in einem sehr lesefreudigen Buch-Club war, viele gefunden: Anne Tyler, Elizabeth Strout, Celeste Ng, John Green, um nur einige zu nennen. Es sind die alltäglichen Themen, die Youngfaszinieren, und zwar in ihrer ganzen Tiefe und Bedeutung, gepaart mit einer Prise Humor und einem Funken Optimismus. Denn in ihnen steckt das, was uns wirklich ausmacht und beschäftigt.

Vielen Dank für deine Vorstellung. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern.
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Robotham Michael 📖 Fürchte die Schatten

Meine #Rezension zu Michael Robotham Fürchte die Schatten

Cyrus Haven möchte unbedingt wissen, wer Evie wirklich ist und setzt sich mit Sacha Goldwell in Verbindung.
Sie hat Evie aus der Hölle befreit. Seitdem lebt sie abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Keiner kennt ihr wirkliche Identität.
Cyrus Nachforschungen wecken schlafende Hunde und nicht nur Evie gerät in Gefahr.
Evies Peiniger haben nie die Suche nach ihr aufgegeben, da sie brisante Details verraten könnte.
Sie setzen alle Hebel in Bewegung, um sie zu finden.
Werden sie Evie aufspüren?

Dies ist der zweite Teil mit Cyrus Haven und Evie. Ich bin erst in diesen Teil eingestiegen und war sofort in der Geschichte.
Stilsicher und interessante Dialoge führen einen durch das Buch. Man kann es kaum aus der Hand legen.
Von Anfang an herrscht eine subtile Spannung.
Sehr behutsam geht der Autor auf das Thema ein.
Evie erlebte viele Jahre die Hölle und nach ihrer Befreiung ist sie stets auf der Hut. Sehr eindrucksvoll und mit vielen Facetten versehen, wurde hier eine außergewöhnliche Figur erschaffen. Ihr Ziel ist es zu Überleben. Sie vertraut keinem außer Cyrus.
Er will ihr helfen und bringt sie in Gefahr.
Sacha hat Evie damals gefunden und möchte mehr über sie erfahren. Nach einem Vorfall in einem geschützten Ort ist Evie verschwunden und gemeinsam mit Cyrus macht sich Sacha auf die Suche.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Cyrus und Evie erzählt. Kurze Kapitel sorgen für Abwechslung und Spannung.

Es ist grausam was Evie erlebt hat und man leidet mit ihr. Sie wird als Lügnerin dargestellt und nur Cyrus und Sacha glauben ihr.

Wer bisher Vincent Ruiz geliebt hat, wird Cyrus Haven lieben.
Ein bemerkenswertes und brillantes Buch. Hier wird dargestellt, dass Macht und Geld Verbrecher schützen.
Ich bin begeistert und warte schon auf die Fortsetzung.

Fazit: ein glaubhaft und durchdachter Thriller machen dies zu einem absoluten Lesevergnügen. Der Autor versteht es blendend Spannung und gute Unterhaltung zu verbinden. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Scherf H.C Interview vom 08.01.2021

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen und erfolgreichen Autor H.C. Scherf vorstellen. In diesem Interview werden eure Fragen beantwortet.

Interview mit H.C. Scherf, Thrillerautor

Danke, dass Sie sich zu einem Interview zur Verfügung stellen.
Mich und die Leser interessiert zu Beginn, wie Sie zum Schreiben kamen.

Der Volksmund würde sagen: Wie die Jungfrau zum Kind. Doch ganz so spaßig war es dann doch nicht. Der Job als leitender Angestellter innerhalb eines Zeitungs-Großverlages, der auch Wochenanzeiger herausbringt, verantwortete ich diverse Titel im Kerngebiet des Ruhrreviers. Erst zum Zeitpunkt, als ich in den Ruhestand ging, ereilten mich prägende Schicksalsschläge, die mich in eine sehr tiefe, emotionale Krise katapultierten. Um aus diesem tiefen Tal der Depressionen wieder herauszukommen, griff ich in die Tasten und schrieb mir das Leid von der Seele. Die Therapie schien zu wirken, denn es führte dazu, dass ich in den letzten fünf Jahren insgesamt 25 Bücher und diverse Kurzgeschichten veröffentlichte.

Wenn Sie von Schicksalsschlägen sprechen, denke ich, dass es sich um tragische Geschichten handelt, die aus Ihrer Feder entstanden.

Das trifft nur teilweise zu. Beim Debütroman »Das Glück kennt kein Erbarmen« ging es schon um eine tragische Geschichte zweier vom Schicksal gebeutelter Menschen. Doch verlor sich die Depression zusehends und ich arbeitete mit Themen, die mich schon immer beschäftigten. So schrieb ich z.B. über eheliche Misshandlungen, den Missbrauch von Kindern, die Schuld eines Vaters, der sein Kind verletzte, die Kraft, die in erkrankten Menschen steckt und die Zerstörung der Natur. Alles verpackte ich in spannende Geschichten, damit die Message mit der Story mehr oder weniger aufgenommen wird.

Warum fassen Sie die Themen nicht direkt an und informieren den Leser klar und sachlich?

Da entstehen bei den meisten Menschen natürliche Hürden. Kaum jemand möchte in der Phase des entspannenden Lesens mit solchen Problemen konfrontiert werden. Wir möchten in diesem Moment der Entspannung austreten aus dieser realen Welt und nicht noch mit dererlei Themen konfrontiert werden. Träumen ist angesagt. Zusätzlich entsteht im Kopf ein Verdrängungsprozess, der uns suggeriert: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Konsequenz ist, dass solche Bücher in den Regalen der Büchereien liegenbleiben. Jeder weiß um die Geschehnisse und will doch die Berührung damit vermeiden. Wir vergessen allerdings, dass das unsägliche Übel direkt neben uns in der Nachbarwohnung stattfindet.

Aber Sie erwähnen, dass Sie die Themen doch in Ihren Büchern verarbeiten. Wie darf ich diesen scheinbaren Widerspruch verstehen?

Dabei handelt es sich nur um einen scheinbaren Widerspruch. Wenn ich z.B. den Menschenhandel, den Missbrauch von Kindern oder den Organhandel in einen Thriller einbaue, gebe ich dem Leser eine fiktive Handlung vor, in deren Verlauf ich jedoch viele Fakten und Zahlen aus der Grundthematik unterbringe. Der Leser nimmt diese Fakten zwar auf, sieht dennoch das Geschehen um das eigentliche Thema als erfunden an. Dadurch ist für ihn alles sehr weit weg und weniger belastend. Dennoch habe ich geschafft, dass sich Wissen im Unterbewusstsein ablegt und somit eine Nachhaltigkeit erreichen. Das Buch soll spannend unterhalten, den Leser aber auch nachdenklich bzgl. des Themas zurücklassen.

Eine interessante These, die Sie vertreten. Damit untermauern Sie die Behauptung, dass Lesen bildet.

Das auf jeden Fall. Aber ich möchte das noch auf den jeweiligen Verfasser von Büchern ausweiten. Das Schreiben selbst bildet noch viel stärker. Sie glauben gar nicht, wie sehr allein die Recherche zum Buch dem Autor Wissen vermittelt. Indem wir uns mit dem Plot und den Fakten beschäftigen, nehmen wir ungeheures Wissen auf, über das wir zuvor zumindest nur eingeschränkt verfügten. Ich gebe zu, dass ich vieles, was ich bis heute bzgl. Straftaten erfahren musste, besser gar nicht hätte wissen wollen.

Das bringt mich zu einer anderen Frage. Sie schrieben zu Beginn unter Ihrem Klarnamen Harald Schmidt. Was trieb Sie dazu, das Pseudonym H.C. Scherf anzunehmen und plötzlich ausschließlich Thriller zu schreiben?

Versuchen Sie einmal, dem Leser zu vermitteln, dass allein Sie sich hinter dem Namen verbergen und nicht der durch TV bekannte Promi. Stets fand ich in Online-Buchhandlungen die Bücher des namensgleichen Kabarettisten in meiner Sammlung. Auch bei den Inhalten vermuteten die Leser einen komplett anderen Inhalt. Das war einer der Gründe, warum ich zum Pseudonym wechselte. Aber auch das neue Genre erforderte einen Wechsel des Namens. Der Klarname hätte keinesfalls zum Thema Thriller gepasst. In der Folge suchte ich nach einem Pseudonym, was zusätzlich noch die Frage offenhielt, welchem Geschlecht der Autor zuzuordnen war!!

Sicher war die Entscheidung nicht unbegründet, wie Ihre ansteigende Bekanntheitskurve beweist. Doch sehen wir, dass Sie nicht als Verlagsautor schreiben. Was bewegt Sie dazu, als Selbstverleger, als Selfpublisher zu schreiben?

In den Augen vieler Leser*innen wird der Selfpublisher selbst heute noch als B-Autor angesehen, dem es scheinbar nicht gelungen ist, einen Verlag zu finden. Seine Klasse reichte wohl nicht aus, um einen allwissenden Verlagslektor begeistern zu können. So viel zu Vorurteilen. Ich gebe zu, dass ich mich nie bemüht habe. Dafür gibt es vielerlei Gründe. Einer dürfte sicherlich sein, dass ich (so würde es Bruce Willis wohl salopp bezeichnen) »für den Scheiß einfach zu alt bin«. Welcher Verlag, der wirtschaftlich denken und kalkulieren muss, nimmt einen 72jährigen noch unter Vertrag? Aber viel wichtiger war und ist mir die Selbstständigkeit mit der ich eigene Entscheidungen zum Text, zur Aufmachung, zur Vermarktung treffen darf. Sehen wir das Ganze doch einmal pragmatisch. Wie viele Autoren gibt es, die vom Schreiben leben können? Wie viele Autoren gibt es, die von ihren Verlagen wirklich auflagensteigernd gepuscht werden? Hier sieht man stets nur die Fitzeks und Folletts. Die meisten von ihnen laufen nur als schmückendes Beiwerk zu den ganz Großen der Branchen in den Verlagen. Oft müssen sie ihre Marketingaktivitäten noch selbst erledigen, da der Verlag kaum weiter in sie investieren möchte, nachdem schon Cover-Herstellung, Lektorat und Korrektorat Geld verschlungen hat. Aber der Hauptgrund liegt bei mir darin, dass ich MEINEN Schreibstil gefunden habe, den ich mir von keinem Lektorat im Wesentlichen verändern lassen möchte. Nur so finde ich mich unverfälscht in meinen Büchern wieder. Es sind und bleiben meine Träume und Gedanken.

Danke für die Brücke, die Sie mir zur nächsten Frage bauen. Befürchten Sie nicht, von den Lesern als, sagen wir einmal, »krank« angesehen zu werden, weil Sie sich mit perfiden, manchmal abstoßenden Mordgeschichten beschäftigen?

Gestatten Sie mir ein Lächeln. Das werde ich oft bei Lesungen gefragt. Das brachte mich dazu, die Zuhörer schon zu Beginn der Veranstaltung darüber aufzuklären. Wir Thriller-Autoren besitzen die Fähigkeit, schlimmste Verbrechen aus einer gesunden Distanz betrachten und beschreiben zu können, obwohl wir uns gedanklich mitten im Geschehen bewegen. Für uns ist das Geschehen absolut fiktiv, was uns die Möglichkeit gibt, eine saubere Trennung herbeizuführen. Je nach Beschreibungs-Intensität versinkt dagegen der Leser in der Handlung, wird quasi unaufhaltsam hineingezogen. Das lässt sich seitens des Autors geschickt variieren. Je nach Schreibweise kann das schon sehr heftig werden. Aus diesem Grund recherchiere ich die jeweiligen Örtlichkeiten sehr intensiv. Wenn der Leser Angst verspürt, den Ort des Verbrechens, den Täter oder die Furcht des Opfers nachvollziehen kann, hat das Buch seinen Zweck erfüllt und einen Level erreicht, der es einmalig macht. Die letzte Seite umzublättern, muss einen tiefen Seufzer des Bedauerns hervorrufen. Am Ende muss der Gang in den Keller oder in den bisher gewohnten, friedlichen Wald für einen gewissen Zeitraum Angst erzeugen.

Zum Schluss muss ich noch eine Frage loswerden. Sie sind bekannt für Ihre oftmals extremen Recherchemethoden. Was treibt Sie in diese hier und da ungewöhnlichen Vorhaben?

So ungewöhnlich sind die eigentlich gar nicht. Die meisten meiner Autorenkollegen und -kolleginnen tun das in abgewandelter Form. Das gehört dazu. Eine Recherche in den Tiefen des Internets ist an mancher Stelle sicher notwendig, kann aber einer Vor-Ort-Recherche niemals gleichkommen. Es gibt bei mir eine Regel, die ich fast zu 100% befolge. Die Orte, an denen meine Figuren wandeln, habe ich zumeist selbst zuvor besucht. Dazu gehören der nächtliche Friedhof, der Lost-Place-Bereich, der modrige Keller, die Gefängniszelle oder das Restaurant auf Borneo, sowie vieles mehr. Ich selbst muss die Angst gespürt haben, die meine Opfer später erleiden. Ich selbst muss die Wege durch einsame Keller gegangen sein, muss das Essen auf Bali genossen haben – nur dann kann ich dem Leser das Gefühl der alles einnehmenden Furcht vermitteln, oder die Gewürze des Essens förmlich riechen lassen. Nichts ersetzt das Original. Schon aus diesem Grund setze ich mich mit den Rettungskräften der Feuerwehr und Ärzten zusammen. Ich will wissen, wie und was sie fühlen, wenn sie in Einsätzen dem Schrecklichsten begegnen: dem Tod. Außerdem pflege ich regelmäßigen Kontakt zu einem Freund, der selbst einmal eine Mordkommission leitete. Dr. Manfred Lukaschewski ist mir stets eine Stütze, wenn es heißt, den Leichenfund und die anschließende Analyse authentisch zu beschreiben. In überschaubarem Rahmen Hintergrundwissen aus der Rechtsmedizin zu vermitteln, kann dem Leser eine gewisse Schreibkompetenz vermitteln, was ich als sehr wichtig erachte.

Ich hätte noch einen Riesenberg an Fragen, doch haben wir das Wichtigste schon erfahren dürfen. Ich hoffe, dass wir noch viele spannende Thriller aus Ihrer Feder lesen dürfen. Danke für die ehrlichen und ausführlichen Antworten.

Wer noch mehr über den Autor H.C. Scherf und seine aktuellen Projekte/Thriller-Reihen lesen möchte, kann das auf seiner Autorenseite unter https://www.scherf-autor.de tun.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter
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Scherf H.C 📖 Der Tod kommt auf Bestellung

Meine #Rezension zu

H.C. Scherf Der Tod kommt auf Bestellung

Frau Schöning hat einen neue Niere bekommen und möchte sich bei der Spenderin bedanken. Dies ist alles andere als einfach. Ihr Mann sucht nach ihr und läuft Gefahr einer organisierten Bande ins Handwerk zu pfuschen.
Gordon Rabe und sein Team haben es derweil mit einer unbekannten Toten zu tun. Bei ihren Recherchen stoßen sie auf einen organisierten Organhandel.
Gleichzeitig erhält Rabe Drohbriefe. Er ahnt, dass die Russenmafia dahintersteckt.
Wird es ihm gelingen, den Fall aufzuklären und gleichzeitig seine Familie zu schützen?

Dies ist der 5. Fall mit Gordon Rabe. Er knüpft direkt an das Vorgängerbuch an. Es ist zwar in sich abgeschlossen, hier würde ich aber empfehlen, den 4. Teil vorher zu lesen.
Gewohnt spannend führt uns der Autor durch die Zeilen und hält diese bis zum Schluss.
Diesmal widmet sich H.C. Scherf dem Thema Organhandel, Russenmafia und Menschenhandel. Hier zeigt sich auch wieder die hervorragende Recherche, die der Autor jedem seiner Bücher zukommen lässt.
Gordon und seine Familie werden auch wieder sehr gut dargestellt. Man leidet und ist voller Angst mit ihnen.
Auch privat erfährt man mehr über Leonie und Mia.
Voller Spannung und actiongeladene Szenen mit einem flüssigen Schreibstil, lassen es keine Minute langweilig werden

Fazit: ein erstklassiger Thriller mit einem sehr ernsten Thema, das einen nachdenklich zurücklässt. Das Motiv Rache, das äußerst gut dargestellt wird, lassen dieses Buch zu einem ausgesprochen guten Lesegenuss werden.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Band 1
https://helgasbuecherparadies.com/2020/04/25/scherf-h-c-der-tod-hinter-der-luege/
Band 2
https://helgasbuecherparadies.com/2020/07/11/scherf-h-c-der-tod-im-doppelpack/
Band 3
https://helgasbuecherparadies.com/2020/09/22/scherf-h-c-der-tod-spielt-falsch/
Band 4
https://helgasbuecherparadies.com/2020/11/13/scherf-h-c-%f0%9f%93%96-der-tod-kennt-dein-geheimnis/
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