Als ihre Mutter Irma stirbt, verliert Nina den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je. Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.
Das Buch erscheint am 12.03.2026
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.
Als Bloggerin der dritten Stuttgarter Buchmesse war ich mit meinem Mann unterwegs.
Es war erstaunlich, was die Organisatoren Annkatrin Zellner, Stefan Zeh und Miriam Berger auf die Beine gestellt haben – wahrlich eine Mammutaufgabe. In diesem Jahr gab es fest eingeplante Timeslots, wodurch der Ablauf deutlich besser organisiert war als im Vorjahr.
Es fand sich eine feine Mischung an Büchern. Kinderliteratur, Fantasy, Romane und Krimis waren reichlich vertreten. Die Autorinnen und Autoren habe ich durchweg freundlich und motiviert erlebt. Es war ein wundervoller Tag mit vielen tollen Begegnungen und Gesprächen.
Mein besonderer Dank gilt auch meinem Mann, der geduldig war und mich beim Fotografieren tatkräftig unterstützt hat. Und das Beste: Nächstes Jahr findet die Veranstaltung im Messegelände Stuttgart statt. Merkt euch schon jetzt den Termin vor: 27.02.2027.
Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.
Das Buch erscheint am 02.03.2025
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.
Nach dem Tod ihres Vaters liegt es nun an Sofia di Maderno, die Papiermühle zusammen mit ihren Geschwistern weiterzuführen. Sie weist eine Heirat von einem anderen Müller zurück, dessen Vater dann alles daran setzt, die Mühle für sich zu gewinnen. Der Franziskaner-Mönch Sebastiano bietet ihr seine Hilfe an, und ihre Reisen führen sie unter anderem nach Augsburg und Venedig. Wird sie die Mühle erhalten können?
In einem engen Tal am Gardasee kämpft Sofia mit großer Entschlossenheit um den Erhalt ihrer Mühle. Sie sieht sich zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber. Ihre Reise bringt sie nach Augsburg, wo sie Bekanntschaft mit dem Buchdruck nach Johannes Gutenberg macht. Schließlich zieht es Sofia nach Venedig, in eine Stadt voller Handelsflair, wo sie dem Tod ihres Vaters auf den Grund gehen will. Besonders bemerkenswert fand ich die Schilderung der Papierherstellung im 15. Jahrhundert. Der Autorin gelingt es, technisches Wissen spannend zu präsentieren, ohne dass es jemals langweilig wird. Die Tätigkeit der Papierschöpfer ist hart bis zur finalen Herstellung der jeweiligen Blätter. Gleichzeitig bleibt Raum für eine dezent am Rande verlaufende Liebesgeschichte. Mir haben die Charaktere, allen voran Sofia, sehr gut gefallen. Sie ist eine mutige Frau und setzt sich für den Erhalt der Mühle ein.
Fazit: Dies ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman rund um die Papierherstellung. Augsburg wird als bedeutende Handelsstadt und Venedig als lebendige Handelsroute glaubwürdig beschrieben. Auch die damalige Epoche wird äußerst interessant dargestellt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Regina Denk vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
1981 wurde ich an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu Büchern und dem Schreiben begleitet mich schon mein Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, nahe München, wo ich heute lebe. Unter mehreren Pseudonym publiziere ich Unterhaltung von Thriller bis Science Fiction, unter Klarnamen widme ich mich ernsteren Stoffen. Den Themen, die mein Leben bestimmen, die ich an andere weitergeben möchte. Auf der anderen Seite vom Buch arbeite ich als Verlagsleitung für ein Münchner Verlagshaus und betreue dort Fiction und Non-Fiction. Ich liebe die besonderen Stimmen und Geschichten, lese breit und viel und bemühe mich dennoch meiner wunderbaren Familie gerecht zu werden. Dass meine kleine Tochter heute schon eigene Geschichten aufschreibt gibt mir die Hoffnung, dass ich so viel nicht falsch mache. All meinen Leser:innen bin ich unendlich dankbar für die Zeit, die sie meinen Geschichten schenken.
Foto Copyright Anja Auer
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Norditalien im 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen. Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Sebastianos Novize Gianluca lässt Sofias Herz höher schlagen. Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hat.
Das Buch erscheint am 02.02.2026
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Tanja Weber vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Es war niemals in meinem Kopf, Bücher zu schreiben – bis mich eine Agentin auf der Frankfurter Buchmesse angesprochen hat und gefragt, ob ich nicht auch Prosa schreiben möchte. Zu der Zeit war ich als Drehbuchautorin beim Fernsehen beschäftigt. Ich durfte an Serien wie Türkisch für Anfänger und Verliebt in Berlin mitwirken. Davor war ich Dramaturgin am Theater – mit klassischem Drama, Aktstruktur und Handlungsaufbau kenne ich mich aus. Nachträglich denke ich: das war alles schon die Vorbereitung fürs Bücher schreiben. Mittlerweile sind 30 Romane unter vier Namen von mir erschienen.
Neben dem Schreiben liebe ich meinen Garten, backe, koche, stricke – und bin leidenschaftliche Hundebesitzerin!
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Bei einem verheerenden Brand auf einem Gutshof verloren neun Menschen ihr Leben. Erste Ermittlungen zeigen jedoch, dass sie zuvor ermordet wurden. Angeklagt ist die Magd Ida, die kurz zuvor wegen Diebstahls entlassen wurde. Sie soll die Taten mit ihrem Verlobten begangen haben, der aber vermisst wird. Die Redakteurin Mathilde von Tabouillot ist von Idas Unschuld überzeugt und nimmt Kontakt zum Rechtsanwalt Dr. Venedey auf. Unterstützung erhält er von seinem Referendar Bas und dem Gendarm Schäng.
Die Erzählung spielt im Jahr 1847 in Köln, wo Ida sich in einem Strafverfahren befindet. Es fehlen konkrete Beweise, und der Verurteilung liegen lediglich Indizien zugrunde. Die Autorinnen schildern packend, wie schwer es ist, aus dünnen Hinweisen eine belastbare Schuld abzuleiten. Mathilde, Dr. Venedey, Bas und Schäng setzen all ihre Kraft und ihr Wissen ein, um Ida zu entlasten, was sich als schwierige Aufgabe herausstellt. Der Gerichtsprozess liefert grandiose Schlagabtausche, doch Dr. Venedeys Gegenüber, zeigt sich als äußerst starker Gegner. Sie stehen unter Zeitdruck, was sich immer deutlicher abzeichnet. Die Schilderung der damaligen Verhandlungsmethoden ist äußerst spannend und vermittelt sehr gut, wie damalige Gerichtsverhandlungen durchgeführt wurden. Besonders imponiert hat mir Mathilde. Sie behauptet sich in einer von Männern dominierten Umgebung und zeigt Mut, Scharfsinn und Entschlossenheit.
Fazit: Es ist ein spannender und fesselnder, sowie informativer Kriminalroman, in dem Fiktion und wahre Begebenheiten mit künstlerischer Freiheit in einer düsteren Geschichte erzählt werden. Die lebendige Sprache dieses historischen Rechtsdramas ist beeindruckend. Der gelegentliche Dialekt, verleiht dem Buch zwar Authentizität, bereitete mir jedoch etwas Schwierigkeiten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Irma Weckmüller lebt zusammen mit ihrer Schwester und unterstützt sie bei einer schweren Entscheidung. Sie lernt den netten Arzt Erich Bragenheim kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie heiraten möchten, steht der Nationalsozialismus dem entgegen, da Erich jüdischer Herkunft ist. Nach Erichs Tod sehnt sich Irma danach, auch nach seinem Ableben eine Eheschließung zu erreichen.
Der Prolog beginnt mit Irmas Suche nach Erich und wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln bis ins Jahr 1952 erzählt. Die Erzählung handelt zunächst von Irma, die sich rührend um ihre Schwester Martha kümmert. Als Irma sich in einen jüdischen Arzt verliebt, wendet sich Martha von ihr ab, und sie sowie Erich sehen sich in ihrem Umfeld mit viel Unverständnis konfrontiert. Die Geschichte beschreibt die vielen Demütigungen, die das Paar erdulden musste, sowie Irmas unerschütterlichen Glauben an die Liebe und ihren Einsatz für Erichs Andenken. Nach Erichs Tod liegt der Fokus auf Irma. Sie unternimmt alles, um eine Heirat anerkennen zu lassen, obwohl viele Hindernisse ihr im Weg stehen. Ihr großes Leid wird ausführlich dargestellt. Irma wird als eine sehr starke Frau sichtbar, deren Mut und Ausdauer im Mittelpunkt der Erzählung stehen.
Fazit: Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Die Autorin erweckt die Geschichte mithilfe hinterlassener Dokumente zum Leben und verwandelt sie in einen biografischen Roman, der künstlerische Freiheit mit historischen Tatsachen verbindet. Diese Erzählung ist sehr berührend, bewegend, traurig, doch auch voller Hoffnung. Sie ist eine eindrucksvolle und einfühlsame Hommage an Irmgard Weckmüller und zeigt, was Liebe und Hartnäckigkeit bewirken können. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Hinweis: Die Anmerkung zur Gesetzeslage vom 23. Juni 1950, die Verfolgten des Nationalsozialismus die nachträgliche Anerkennung der Rechtsfolgen einer standesamtlichen Ehe zu ermöglichen, macht die Lektüre noch nachvollziehbarer.
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.