Thaler Anna – Die Papierschöpferin

Rezension

Nach dem Tod ihres Vaters liegt es nun an Sofia di Maderno, die Papiermühle zusammen mit ihren Geschwistern weiterzuführen. Sie weist eine Heirat von einem anderen Müller zurück, dessen Vater dann alles daran setzt, die Mühle für sich zu gewinnen. Der Franziskaner-Mönch Sebastiano bietet ihr seine Hilfe an, und ihre Reisen führen sie unter anderem nach Augsburg und Venedig. Wird sie die Mühle erhalten können?

In einem engen Tal am Gardasee kämpft Sofia mit großer Entschlossenheit um den Erhalt ihrer Mühle. Sie sieht sich zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber.
Ihre Reise bringt sie nach Augsburg, wo sie Bekanntschaft mit dem Buchdruck nach Johannes Gutenberg macht. Schließlich zieht es Sofia nach Venedig, in eine Stadt voller Handelsflair, wo sie dem Tod ihres Vaters auf den Grund gehen will.
Besonders bemerkenswert fand ich die Schilderung der Papierherstellung im 15. Jahrhundert. Der Autorin gelingt es, technisches Wissen spannend zu präsentieren, ohne dass es jemals langweilig wird.
Die Tätigkeit der Papierschöpfer ist hart bis zur finalen Herstellung der jeweiligen Blätter.
Gleichzeitig bleibt Raum für eine dezent am Rande verlaufende Liebesgeschichte. Mir haben die Charaktere, allen voran Sofia, sehr gut gefallen. Sie ist eine mutige Frau und setzt sich für den Erhalt der Mühle ein.

Fazit: Dies ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman rund um die Papierherstellung. Augsburg wird als bedeutende Handelsstadt und Venedig als lebendige Handelsroute glaubwürdig beschrieben. Auch die damalige Epoche wird äußerst interessant dargestellt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Denk Regina

Autorinnenvorstellung


Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Regina Denk vorstellen.

Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

1981 wurde ich an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu Büchern und dem Schreiben begleitet mich schon mein Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, nahe München, wo ich heute lebe.
Unter mehreren Pseudonym publiziere ich Unterhaltung von Thriller bis Science Fiction, unter Klarnamen widme ich mich ernsteren Stoffen. Den Themen, die mein Leben bestimmen, die ich an andere weitergeben möchte.
Auf der anderen Seite vom Buch arbeite ich als Verlagsleitung für ein Münchner Verlagshaus und betreue dort Fiction und Non-Fiction. Ich liebe die besonderen Stimmen und Geschichten, lese breit und viel und bemühe mich dennoch meiner wunderbaren Familie gerecht zu werden.
Dass meine kleine Tochter heute schon eigene Geschichten aufschreibt gibt mir die Hoffnung, dass ich so viel nicht falsch mache.
All meinen Leser:innen bin ich unendlich dankbar für die Zeit, die sie meinen Geschichten schenken.

Foto Copyright Anja Auer


Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Thaler Anna Die Papierschöpferin

Buchvorstellung

Norditalien im 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen. Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Sebastianos Novize Gianluca lässt Sofias Herz höher schlagen. Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hat.

Das Buch erscheint am 02.02.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Weber Tanja

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Tanja Weber vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Es war niemals in meinem Kopf, Bücher zu schreiben – bis mich eine Agentin auf der Frankfurter Buchmesse angesprochen hat und gefragt, ob ich nicht auch Prosa schreiben möchte. Zu der Zeit war ich als Drehbuchautorin beim Fernsehen beschäftigt. Ich durfte an Serien wie Türkisch für Anfänger und Verliebt in Berlin mitwirken. Davor war ich Dramaturgin am Theater – mit klassischem Drama, Aktstruktur und Handlungsaufbau kenne ich mich aus. Nachträglich denke ich: das war alles schon die Vorbereitung fürs Bücher schreiben. Mittlerweile sind 30 Romane unter vier Namen von mir erschienen.

Neben dem Schreiben liebe ich meinen Garten, backe, koche, stricke – und bin leidenschaftliche Hundebesitzerin!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Silber Eva-Maria und Wilczek Kirsten – Der Blutmensch zu Köln

Rezension

Bei einem verheerenden Brand auf einem Gutshof verloren neun Menschen ihr Leben. Erste Ermittlungen zeigen jedoch, dass sie zuvor ermordet wurden. Angeklagt ist die Magd Ida, die kurz zuvor wegen Diebstahls entlassen wurde. Sie soll die Taten mit ihrem Verlobten begangen haben, der aber vermisst wird. Die Redakteurin Mathilde von Tabouillot ist von Idas Unschuld überzeugt und nimmt Kontakt zum Rechtsanwalt Dr. Venedey auf. Unterstützung erhält er von seinem Referendar Bas und dem Gendarm Schäng.

Die Erzählung spielt im Jahr 1847 in Köln, wo Ida sich in einem Strafverfahren befindet. Es fehlen konkrete Beweise, und der Verurteilung liegen lediglich Indizien zugrunde. Die Autorinnen schildern packend, wie schwer es ist, aus dünnen Hinweisen eine belastbare Schuld abzuleiten. Mathilde, Dr. Venedey, Bas und Schäng setzen all ihre Kraft und ihr Wissen ein, um Ida zu entlasten, was sich als schwierige Aufgabe herausstellt.
Der Gerichtsprozess liefert grandiose Schlagabtausche, doch Dr. Venedeys Gegenüber, zeigt sich als äußerst starker Gegner. Sie stehen unter Zeitdruck, was sich immer deutlicher abzeichnet. Die Schilderung der damaligen Verhandlungsmethoden ist äußerst spannend und vermittelt sehr gut, wie damalige Gerichtsverhandlungen durchgeführt wurden.
Besonders imponiert hat mir Mathilde. Sie behauptet sich in einer von Männern dominierten Umgebung und zeigt Mut, Scharfsinn und Entschlossenheit.

Fazit: Es ist ein spannender und fesselnder, sowie informativer Kriminalroman, in dem Fiktion und wahre Begebenheiten mit künstlerischer Freiheit in einer düsteren Geschichte erzählt werden.
Die lebendige Sprache dieses historischen Rechtsdramas ist beeindruckend. Der gelegentliche Dialekt, verleiht dem Buch zwar Authentizität, bereitete mir jedoch etwas Schwierigkeiten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Gebert Anke – Wo du nicht bist

Rezension

Irma Weckmüller lebt zusammen mit ihrer Schwester und unterstützt sie bei einer schweren Entscheidung. Sie lernt den netten Arzt Erich Bragenheim kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie heiraten möchten, steht der Nationalsozialismus dem entgegen, da Erich jüdischer Herkunft ist. Nach Erichs Tod sehnt sich Irma danach, auch nach seinem Ableben eine Eheschließung zu erreichen.

Der Prolog beginnt mit Irmas Suche nach Erich und wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln bis ins Jahr 1952 erzählt. Die Erzählung handelt zunächst von Irma, die sich rührend um ihre Schwester Martha kümmert. Als Irma sich in einen jüdischen Arzt verliebt, wendet sich Martha von ihr ab, und sie sowie Erich sehen sich in ihrem Umfeld mit viel Unverständnis konfrontiert. Die Geschichte beschreibt die vielen Demütigungen, die das Paar erdulden musste, sowie Irmas unerschütterlichen Glauben an die Liebe und ihren Einsatz für Erichs Andenken.
Nach Erichs Tod liegt der Fokus auf Irma. Sie unternimmt alles, um eine Heirat anerkennen zu lassen, obwohl viele Hindernisse ihr im Weg stehen. Ihr großes Leid wird ausführlich dargestellt.
Irma wird als eine sehr starke Frau sichtbar, deren Mut und Ausdauer im Mittelpunkt der Erzählung stehen.

Fazit: Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Die Autorin erweckt die Geschichte mithilfe hinterlassener Dokumente zum Leben und verwandelt sie in einen biografischen Roman, der künstlerische Freiheit mit historischen Tatsachen verbindet. Diese Erzählung ist sehr berührend, bewegend, traurig, doch auch voller Hoffnung. Sie ist eine eindrucksvolle und einfühlsame Hommage an Irmgard Weckmüller und zeigt, was Liebe und Hartnäckigkeit bewirken können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Die Anmerkung zur Gesetzeslage vom 23. Juni 1950, die Verfolgten des Nationalsozialismus die nachträgliche Anerkennung der Rechtsfolgen einer standesamtlichen Ehe zu ermöglichen, macht die Lektüre noch nachvollziehbarer.

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Denk Regina – Die Schwarzgeherin

Rezension

In einem abgelegenen Tal in Tirol lebt Theres, die seit ihrer Kindheit Leopold versprochen ist. Als der unbekannte Xaver ins Dorf kommt, verliebt sie sich in ihn. Nachdem er spurlos verschwand, stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Aus dem Dorf verstoßen, zieht sie sich in eine Berghütte zurück und lebt dort mit ihrer Tochter Maria. Maria fühlt sich als Erwachsene sehr einsam und wünscht sich, ins Dorf zurückzukehren, was jedoch auch Risiken mit sich bringt.

Die Handlung spielt in Tirol gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wird in unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt. Im Mittelpunkt steht Theres, deren Lebensgeschichte vom Kindheitsalter bis zu ihrem Erwachsensein (38 Jahre) erzählt wird. Ihr unbändiger Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit treibt sie voran. Sie wird zur Heilerin und unterstützt Kranke und Leidende, doch jedes Mal, wenn jemand stirbt, muss sie einen hohen Preis dafür zahlen. Parallel dazu wird von Maria, der Tochter von Theres, erzählt. Ihre Kindheit und Jugend sind geprägt von Einsamkeit. Sie möchte den Bergen den Rücken kehren, sehr zum Missfallen ihrer Mutter.
Was diesen Roman besonders macht, ist die lebendige, ausdrucksstarke Sprache der Autorin, die Missgunst, Neid, Entbehrungen und Hunger ebenso erfahrbar macht wie das Streben nach Freiheit. Die düstere Stimmung spiegelt die Härte jener Zeit wider und lässt eine große Tragödie deutlich werden.

Fazit: Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Die Beschreibungen der Tiroler Berge, der Kälte des Winters, aber auch die Leidenschaft und der Ernst des Lebens der Menschen tragen maßgeblich zur bedrückenden Intensität bei. Das Buch hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck, an den ich mich noch lange erinnern werde.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Krebs Victoria – Oldenburg 1635

Rezension

Oldenburg wird von einem grausamen Mord erschüttert. Hauptkommissar Haila Schrabberdeich und seine Kollegin Nazan Demir beginnen mit den Ermittlungen, finden jedoch zunächst keine Hinweise zum Täter.
Im Jahr 1635 macht sich die Magd Anna auf die Suche nach ihrer verschwundenen Freundin und erhält Unterstützung von Mikkel.

In diesem Teil der Oldenburg-Serie entführt uns die Autorin in eine fesselnde Geschichte, die zwischen der Gegenwart und dem Jahr 1635 wechselt. Anna sucht nach Hinweisen zum Verschwinden ihrer Freundin und entdeckt dabei furchtbare Dinge, die die Zustände jener Zeit eindrücklich verdeutlichen.
Der Autorin gelingt es, mehrere thematische Stränge aufzugreifen, was ich äußerst gelungen fand. Die Handlungsstränge der gegenwärtigen und der vergangenen Zeit weisen Gemeinsamkeiten auf und beide sind sowohl schlüssig als auch gut durchdacht.
Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig, besonders gefiel mir Anna, aber auch die kleinen Einblicke in das Privatleben der Gegenwart.

Fazit: Die Autorin versteht es, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite zu erzeugen und aufrechtzuerhalten. Die bewegenden Fälle ließen mich nicht kalt. Geschickt inszeniert und hervorragend erzählt, bietet es niveauvolle Krimikunst. Ich wurde bestens unterhalten und gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Lacrosse Marie –  Montmartre Traum und Schicksal

Rezension

Während Elise Lambert im Moulin Rouge großen Erfolg hat, wird Valérie Dumas in eine ungewollte Ehe gedrängt. Ihr inniger Wunsch, Malerin zu werden, ist riesig, doch zahlreiche Hindernisse stehen ihr im Weg. Es fällt ihr nahezu unmöglich, die Fesseln ihrer Ehe abzulegen. Wird sie ihren Traum verwirklichen?

Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende Reise ins Paris des 19. Jahrhunderts. Um die Fortsetzung besser nachvollziehen zu können, ist es ratsam, auch den ersten Teil der Erzählung gelesen zu haben, um die Verbindungen und Schicksale vollständig zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen, deren Lebenswege von Neid, Ehrgeiz und gesellschaftliche Widrigkeiten geprägt sind. Elise, die aus bescheidenen Verhältnissen stammt, hat den Sprung zur Tänzerin im renommierten Moulin Rouge geschafft. Doch mit dem Ruhm kommen auch negative Seiten. Ein Streit mit ihrer besten Freundin, La Goulue, offenbart die Konkurrenz und den Druck in der glitzernden Tanzwelt.
Simone, Elises Schwester, führt ein bedauernswertes Leben und ist unfreiwillig im sogenannten Schlachthaus gelandet, wo die Zustände erschreckend sind.
Valérie hingegen hat durch ihre Heirat alle Rechte an ihren Ehemann abgetreten. Sie ist unglücklich, findet aber Förderer zum Malen bis erneut das Schicksal zuschlägt.

Fazit: Die Autorin versteht es gut, Fiktion und Realität zu verbinden Ich bin tief in die Welt des 19. Jahrhundert eingetaucht und finde es bemerkenswert, wie die starken Frauen ihren eigenen Weg meistern. Die Erzählung ist schicksalshaft, spannend und unterhaltsam und ich bin dankbar für die Einblicke in die Künstlerwelt und Kunstszene.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch. Die Dilogie endet mit einigen offenen Fragen, die mich enttäuscht zurücklassen. Ich hätte mir gewünscht, mehr über das Schicksal dieser faszinierenden Frauen zu erfahren.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Goldmann Verlag herzlich bedanke.