Whitmore Felicity 📖 Die Straße der Hoffnung

Meine Rezension zu

Felicity Whitmore Die Straße der Hoffnung

Abigail und Oliver gelingt die Flucht und sie bauen sich in Oregon ein neues Leben auf.
Sehr erfolgreich gründen sie ein Unternehmen, aber das Leben dort hat auch seine Schattenseiten. Das Vergangene lässt die Beiden nicht los und verfolgt sie weiterhin.
Melody findet weitere Briefe von Abigail und ihre Recherchen führen Sie nach Oregon. Was Sie dort vorfindet, hätte sie nicht mal im entferntesten erwartet.
Auch hat sie ein kleines Geheimnis, von dem noch niemand etwas erfahren darf.
Was Abigail und Oliver widerfahren ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen. Ich möchte dazu auch nicht zuviel verraten.

Was für eine geniale Fortsetzung. Es knüpft direkt an den ersten Teil “ Der Faden der Vergangenheit“ an.
Abigail gefällt mir. Sie lässt sich nicht unterkriegen, ist mutig und couragiert. Mit Oliver gelingt es ihr eine erfolgreiche Firma zu gründen.
Das Glück und der Erfolg ist jedoch nur von kurzer Dauer.
Mit Spannung verfolgt man ihr Leben und Leiden, aber die Vergangenheit holt sie ein.
Aber genauso interessant ist Melody und welche Entdeckung sie in Oregon macht.
Dadurch, dass in zwei Zeitebenen erzählt wird, wird es nicht eine Zeile langweilig. Das Gegenteil ist der Fall.
Der beeindruckende, mitreißende und bildgewaltige Erzählstil lassen einen tief in die Geschichte eintauchen.
Außerdem hat die Autorin die damalige Zeit sehr interessant dargestellt. Die ersten Siedler, die mit ihren Trecks unterwegs nach einem fruchtbaren Land suchten und dies zum Nachteil der Indianer.

Fazit: eine sehr spannende und berührende Fortsetzung mit einer couragierten Abigail, deren Leben und Leid eindrucksvoll und gefühlvoll dargestellt wird. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Teil der dramatischen Geschichte um Abigail.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥

Vielen Dank an @dtv verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Rezensionen findet ihr unter
https://helgasbuecherparadies.com/2021/01/30/whitmore-felicity-%f0%9f%93%96-der-faden-der-vergangenheit/

https://www.dtv.de/buch/felicity-whitmore-die-strasse-der-hoffnung-21947/

https://www.felicitywhitmore.de/

Baumeister Uta 📖 Der Ruf der Schwalbe

Meine #Rezension zu

Uta Baumeister / Autorin Der Ruf der Schwalbe

Jo de Jong findet im Nachlass seiner Tante Liz Briefe an seinen Vater, die dieser nie erhalten hat. In diesen Briefen berichtet Trudi von einem Geheimnis.
Warum hat seine Tante die Briefe unterschlagen?
Dieser Frage gehen seine Mutter Roosje und Jo nach. Ihre Reise in die Vergangenheit führt sie deshalb nach Deutschland ins sauerländische Hönnetal.
Dort wurden kurz vor Kriegsende bei einem geheimen Projekt Kriegsgefangene zu unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit in einem Stollen gezwungen.
So auch Klaas, der Mann von Roosje.
Wird es ihnen gelingen das Geheimnis zu entschlüsseln?

Dies ist der zweite Teil nach „Der Klang der Schwalbe“ von Uta Baumeister um die geheimen Vorgänge zum Bau einer Benzinfabrik.
Wir begleiten Roosje und Jo auf ihrer Reise nach Deutschland und lernen dabei die Kunsthistorikerin Sibylle Kraft kennen, die die beiden tatkräftig bei der Suche nach Trudi unterstützt.
Dabei wird Sibylle bedroht, denn jemand möchte verhindern, dass Licht in die Vergangenheit kommt.
Es wird im Wechsel und in der Ich-Form von Klaas erzählt, wie es ihm auf der Flucht ergangen ist.
Dort hat er Trudi kennen und lieben gelernt.
Seine Gefühle, Gedankengänge, sein Leiden, aber auch die Hoffnung kann man gut nachvollziehen kann. Er war im zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter und er und seine Kameraden mussten sehr viel erleiden.
Im Wechsel wird in der Gegenwart berichtet, in der Roosje und Jo nach Erklärungen suchen. Klaas hat Zeit seines Lebens nie vom Krieg erzählt.
Später kommt auch noch Trudi zu Wort, deren Leben alles andere als einfach war.
Die Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch dargestellt.
Man merkt, dass die Autorin mit großer Begeisterung geschrieben hat. Viel Hintergrundinformationen erhält man zu dem geheimen Projekt Die Schwalbe I.

Fazit: eine gelungene Fortsetzung und keine leichte Lektüre mit viel Dramatik und Leid verbunden.
Von mir gibt es 4,5 Sterne.

Die Tippfehler im Ebook wurden bereits behoben. Die korrigierte Fassung der Taschenbücher gibt es demnächst.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Hier findet ihr meine Rezension zu Der Klang der Schwalbe
https://helgasbuecherparadies.com/2020/12/08/baumeister-uta-%f0%9f%93%96-der-klang-der-schwalbe/

https://www.wortbaumeister.de/

Whitmore Felicity 📖 Das Herrenhaus im Moor

Meine #Rezension zu
@Felicity Whitmore  Das Herrenhaus im Moor

Lauras Mann ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Sie glaubt aber, dass das nicht mit rechten Dingen zuging, denn die findet einen Brief an ihren Mann, dass sein Leben in Gefahr sei.
Sie fährt nach England,  um in seinem Heimatort nachzuforschen,  wer nach seinem Leben getrachtet hat. In Lynybrooks Hall sucht sie Antworten. Diese Nachforschungen gefallen aber nicht allen. Laura kommt der Antwort immer näher und findet heraus, dass ein Geheimnis in der Vergangenheit liegt und es mit Lady Victoria Milton zusammen hängt.

Wow, was für eine herzergreifende, schreckliche und erschütternde Geschichte ist hier der Autorin Felicity Whitmore gelungen.
Von Anfang an hat mich dieses Buch in Bann gezogen.
Es gibt zwei Zeitebenen. Zum einen geht es um Laura,  die an einen Mord an ihrem Mann glaubt und Nachforschungen anstellt.
Zum anderen um Lady Victoria Milton, die nach dem Tod ihres Vaters in Obhut ihres Onkels ist und der über ihr Leben bestimmt. Victoria willigt in die Hochzeit mit ihrem Cousin nicht ein. Daraufhin geschehen unvorstellbare Dinge. Es hat mich äußerst schockiert und aufgewühlt.
Victoria ist so lebendig dargestellt,  dass man mit ihr fühlt und leidet. Aber auch alle anderen sind authentisch.
Die Autorin versteht es die Gegenwart und die Vergangenheit sehr spannend zu verknüpfen und zeigt dabei aber auch, wozu Menschen in ihrer Gier fähig sind.
Der packende Schreibstil und die bildhafte Darstellung ließen mich nur so durch die Zeilen gleiten, aber gleichzeitig hatte ich alles vor Augen.
Fazit: ein äußerst dramatischer, packender und  aufwühlender Roman ist hier der Autorin gelungen. Ich bin restlos begeistert und gebe eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen von Felicity Whitmore findet ihr unter

Whitmore Felicity 📖 Die vergessenen Stimmen von Chastle House

https://helgasbuecherparadies.com/2021/03/24/whitmore-felicity-%f0%9f%93%96-der-klang-der-verborgenen-raeume/

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Whitmore Felicity 📖 Die vergessenen Stimmen von Chastle House

Meine #Rezension zu

Felicity Whitmore Die vergessenen Stimmen von Chastle House

Dione Dearing ist eine sehr erfolgreiche Sängerin. Ihre Tourneen sind schon lange im Voraus ausgebucht. Dione erhält eine Nachricht, dass sie ein Herrenhaus in England geerbt hat. Einzige Bedingung ist, dass ihre Mutter nichts davon erfährt. Heimlich schleicht sie sich davon, auch um das in einem Brief erwähnte Familiengeheimnis zu lüften. Was wird sie erwarten?

Das ist mein drittes Buch der Autorin Felicity Whitmore. Dieses Buch wird in drei Zeitebenen erzählt. Sie umfassen die Zeit von 1866 bis 2019.
Die Amerikanerin Katherine heiratet Henry. Von Anfang an ist ihre Schwiegermutter mit ihr unzufrieden. Katherine ist eine sehr selbstbewusste Frau, widerspricht und lässt sich nichts gefallen. In dieser Zeit hatten sich Frauen unterzuordnen. Wir begleiten Hatty, die Enkelin Henrys. Groß geworden ist sie in Chastle House, muss aber ausziehen, da ein Fluch auf dem Haus liegt.
Ein Hauptteil der Geschichte dreht sich um Dione. Bisher hat ihr Mutter ihr Leben bestimmt und alle Fäden in der Hand gehabt. Dione war es nicht anders gewöhnt oder sich dagegen aufzulehnen. Als sie erfährt, dass ihre Wurzeln in England sich befinden, macht sie sich auf den Weg nach Chastle House. Sie verliebt sich, aber es werden ihr viele Steine in den Weg gelegt.
Die Autorin versteht es, den Protagonisten Leben einzuhauchen, so dass der Eindruck entsteht, sie würden real existieren.

Gekonnt lässt die Autorin die Fäden zusammen laufen und man wird mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das ich so nicht erwartet hätte.
Auch hier hat mich wieder die bildgewaltige Darstellung beeindruckt. Ich konnte mir Chastle Wood und Woodland House sehr gut vorstellen.

Fazit: bewegende Einblicke, die in einem spannenden Roman mit Geheimnissen verarbeitet wurden, dabei aber auch Schicksal und Dramatik vorhanden sind.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst

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Whitmore Felicity 📖 Der Klang der verborgenen Räume

Whitmore Felicity 📖 Der Klang der verborgenen Räume

Meine #Rezension zu Felicity Whitmore Der Klang der verborgenen Räume

Nina Altmann wurde von ihrer Urgroßtante ein Haus in Stone Abbey vererbt. Mit ihrem Erbe soll sie aber auch das Geheimnis um Anna Stone lüften, die vor 160 Jahren große Schuld auf sich geladen hat.

Sie macht sich auf nach England um näheres zu erfahren. Als sie die Räume betritt, sieht sie sich auf der großen Leinwand. Nach anfänglichen Rätseln vermutet sie, dass es sich um ihre Vorfahrin Anna Stone handelt. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.
Bei ihrem Ausflug in die Vergangenheit trifft sie in Mainston Hall auf Bryan. Gemeinsam gehen sie auf die Suche. Was sie dabei entdecken und welches Geheimnis Anna birgt, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Dies ist der Debütroman von Felicity Whitmore. Sie entführt uns ins 19. Jahrhundert und erzählt uns die Geschichte über Anna Stone. Sehr gut gelungen ist der Autorin die Zwänge, Vorschriften und Unterdrückung der Frauen in dieser Zeit darzustellen.

Im Wechsel wird beschrieben, wie Nina Altmann den Spuren ihrer Vergangenheit folgt. Sie möchte unbedingt aufklären, was damals wirklich geschah. So kann sie ihre privaten Probleme erst mal vergessen.
Sowohl Anna als auch Nina haben mein Herz berührt.
Der gefühlvolle Schreibstil und die Spannung führten mich durch die Zeilen.
Mit viel Geschick und Gespür hat die Autorin diese schöne Geschichte geschrieben und kann mit einem Ende aufwarten, das man so nicht erwartet hätte.

Man taucht ein und die bildgewaltige Sprache lässt uns am Geschehen teilhaben. Die wunderschönen Herrenhäuser und die traumhafte Landschaft, sowie die Entdeckung der verborgenen Räume und bis endlich die Wahrheit ans Licht kam, haben mich sehr beeindruckt.
Die Leidenschaft zur Musik ist nachvollziehbar und man spürt sie.
Ich hätte mir gewünscht, mehr von Annas Tochter Abigail zu erfahren. Es blieben für mich in dieser Hinsicht einige Fragen offen.

Fazit: eine wunderschöne Geschichte mit einem unerwarteten Ende und sympathischen Charakteren lassen einen eintauchen in eine vergangene Welt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Mein Lese-Highlight im Januar 2021
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Storks Bettina 📖 Klaras Schweigen

Meine #Rezension zu
Bettina Storks Autorin Klaras Schweigen

Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich einige Wörter Französisch. Miriam kann sich keinen Reim darauf machen, zumal ihre Großmutter mit dem Sprechen stark eingeschränkt ist und nur unverständliche Sätze sprechen kann. Sie kennt kaum die Vergangenheit von Klara und macht sich auf die Suche. Dabei stößt sie auf eine Tuschezeichnung und einen ersten Hinweis auf ein Familiengeheimnis.
Ihre Entdeckung führt sie in die Bretagne. Wird sie das Geheimnis lüften können?

Was für ein wunderbarer Roman ist hier Bettina Storks gelungen. Sie bringt uns die Nachkriegsjahre näher, in der Klara groß geworden ist.
Ein strenges Regiment wurde fast überall geführt und ein eigenständiges Leben einer Frau war damals fast unmöglich.
Es wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen das von Klara in der Vergangenheit. Dies wurde von der Strenge im Elternhaus geprägt und Klaras erste Liebe und ihrer Ehe. Man möchte auch unbedingt erfahren, was Klara veranlasst hat zu schweigen.
Zum anderen das von Miriam, die ein Familiengeheimnis lüften möchte und auf der Suche nach ihren Wurzeln ist. Das ist der Autorin sehr gut gelungen.

Die Charaktere sind so authentisch und voller Leben und Gefühle, dass man mit ihnen leidet und mitfühlt. Auch die Nebencharaktere sind eindrucksvoll beschrieben.
Die bildgewaltige Sprache möchte ich auch noch hervorheben. Ob es Freiburg, Konstanz oder die Bretagne ist, alles ist sehr beeindruckend. Auch der damaligen französischen Besatzungszeit und deren geschichtlichen Ereignissen, merkt man eine sehr gute Hintergrundrecherche an.

Fazit: ein spannender und genialer Roman, mit einer imposanten Geschichte und historischem Hintergrund. Mit einem absolut atmosphärisch gutem und stilsicherem Schreibstil, der mit Tragik geprägt ist, führen zu einem ausgesprochen gutem Lesegenuss.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Storks Bettina 📖 Das geheime Lächeln

Meine #Rezension zu

Bettina Storks Das geheime Lächeln

Die Journalistin Emilia Lukin gestaltet ein Layout für einen Auktionskatalog. Da entdeckt sie ein Foto, das ihr sehr ähnlich sieht.
In dem Katalog handelt es sich um ein Gemälde von ca. 1930.
Nach Recherchen stellt sie fest, dass das ihre Großmutter Sophie Langenberg darstellt.
Sie macht sich auf die Suche in die Vergangenheit und reist in den Ort, in welchem ihre Großmutter gelebt hat und lüftet endlich das Geheimnis um ihre Familie.

Dies ist mein erstes Buch von Bettina Storks und sie schreibt sehr lebendig, einfühlsam und zugleich spannend.
Der Autorin ist es gelungen, die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit eindrucksvoll zu schildern.

Die geschichtliche Vergangenheit wurde hier sehr gut eingearbeitet. Der Mut der Menschen im Krieg in dem kleinen Städtchen wurde hier sehr stark zum Ausdruck gebracht.

Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, symphatisch, lebendig und authentisch. Jeder auf seine Weise.

Es ist ein beeindruckendendes Buch mit wunderschön beschriebener Landschaft. Den Mistral spürt man direkt.

Fazit: eine spannende Familiengeschichte, die mich berührt und begeistert hat.

Es war mir ein Lesevergnügen und ich gebe gerne 💥💥💥💥💥

Whitmore Felicity 📖 Der Faden der Vergangenheit

Meine #Rezension und Lese-Highlight im Januar 2021

Felicity Whitmore Der Faden der Vergangenheit

Melody nimmt eine Stelle als Oberstaatsanwältin in Stockmill an.
Sie lernt Detektive Daniel Rashleigh kennen, mit dem sie gemeinsam an einem Fall arbeitet.
In Stockmill hat sie ein Haus geerbt, das einen magischen Reiz auf sie ausübt.
Gemeinsam mit Dan erkundigen sie das Haus und finden alte Tagebücher aus 1841.
Dabei stellen sie fest, dass ihre beide Vorfahren etwas miteinander verbindet.
Sie möchten unbedingt wissen, warum ihre Vorfahrin Abigail Selbstmord verübt hat und warum Oliver Rashleigh des Mordes hingerichtet wurde.
Beide tauchen tief in die Geschichte ein.
Werden sie erfahren, was damals geschah?

Dieses Buch von Feliticy Whitmore hat mich von Anfang an tief berührt.
Es wird im Wechsel von der Vergangenheit Abigails und der Gegenwart Melodys geschrieben und das mit einem absolut grandiosem Schreibstil.
Nachdem Lady Abigail von den Missständen im Dorf erfahren hat, setzt sie alle Hebel in Bewegung, dies zu ändern.
Leider ist sie eine Frau und zum damaligen Zeitpunkt hatten Frauen kein Mitspracherecht.
Melody ist auf der Suche nach ihrer Vergangenheit.

Die Autorin hat hier einen dramatischen und gefühlvollen Roman verfasst. Sie beschreibt die Industrialisierung Englands um das 19 Jahrhundert und geht auf die Ausbeutung der arbeitenden Klasse ein. Die Armut und Krankheiten, Kinderarbeit und Hunger sind spürbar und nachvollziehbar und sehr erschütternd.

Äußerst bildgewaltig und stilsicher führt uns Felicity Whitmore durch die Geschichte und dadurch ist man mitten im Geschehen.
Abigails Place und Hampton Hill sind so gut beschrieben, dass man meint, jedes Detail vor Augen zu haben. Das Gebäude mit seinen Türmen, die Spinnerei, das Dorf jedes einzelne Detail ist unglaublich gut dargestellt.
Die Charaktere sind besonders authentisch und glaubhaft. Man leidet und hofft mit ihnen.
Das Ende lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Trilogie.
Ich freue mich, wieder eine sehr gute Autorin kennengelernt zu haben und auf weitere spannende Geschichten.

Faz: eine spannende Story, in der die Industrialisierung Englands und die Ausbeutung der Arbeiter, die Armut und Krankheiten ausdrucksvoll mit einer dramatischen und gefühlvollen Geschichte verbunden wurde.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Whitmore Felicity

🎤🎤🎤#Autorenvorstellung 🎤🎤🎤

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Felicity Whitmore vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist und dich hier vorstellst.

Der Wunsch zu schreiben

Erinnerungen trügen und ich frage mich oft, ob es tatsächlich Daphne Du Mauriers Buch Rebecca gewesen sein kann, das in mir den Wunsch zum Schreiben weckte. Denn als ich meine erste Geschichte schrieb, war ich erst zwölf Jahre alt. Habe ich dieses Buch tatsächlich schon vorher gelesen? Ich weiß noch, dass ich es bei meiner Großtante fand. Sofort habe ich mich in die Lektüre gestürzt. Ich tauchte in eine neue, faszinierende Welt ein und lebte die nächsten Wochen auf Manderley. In einer Lesepause räumte ich, zur großen Freude meiner Mutter, meinen Schreibtisch auf. Dann nahm ich auf meinem knall orangefarbenen Schreibtischstuhl Platz, malte mir eigenes Briefpapier mit meinen Initialen am Kopfende der Seite, und stellte mir vor, ich sei die neue Herrin Manderleys, die grade ihre Post im Morgenzimmer beantwortete. Am nächsten Tag setzte ich mich wieder an meinen Schreibtisch, vor mir lag mein Briefbogen: Weißes Papier, das darauf wartete beschrieben zu werden. Und plötzlich wusste ich, dass ich schreiben musste. Eine Geschichte, in der meine Heldin sich so verhalten würde, wie ich es mir vorstellte. Eine Heldin, die eine Mrs Danvers schneller rausschmeißen würde, als Maxim überhaupt den Namen „Rebecca“ aussprechen konnte und in der mein Manderley kein Opfer der Flammen werden würde.

Kurz darauf entdeckte ich Agatha Christie und verschlang in einem einzigen Sommer nahezu alle Kriminalromane von ihr. Als der letzte Mord gelöst war, las ich aus Verzweiflung darüber, Hercule Poirot, Miss Marple und Mrs. Oliver hinter mir lassen zu müssen, Agatha Christies Autobiographie Meine gute alte Zeit. Darin beschreibt sie ausführlich ihren Weg zur Schriftstellerei und in diesen Tagen nahm der bis dahin eher diffuse Wunsch zu schreiben, konkrete Gestalt an.

Damals habe ich meinen Eltern erklärt, dass ich Schriftstellerin werden wolle, sie haben mir nicht widersprochen, mich nicht ermahnt, erst einen „anständigen“ Beruf zu erlernen, denn meine Berufswünsche hatten sich bis dahin regelmäßig geändert und Schriftstellerin war nicht der exotischste Wunsch unter ihnen. Mit vier Jahren war mir klar, dass es das Beste für mich wäre, Bäuerin zu werden, wenig später entschied ich mich doch lieber für eine Laufbahn als Kapitänin, bevor ich dann auf die Idee kam, Zirkusartistin zu werden. Meine Eltern registrierten nun also den neusten Berufswunsch ihrer Tochter ohne größere Überraschung und meine Mutter trat mir ihre alte Schreibmaschine ab. Ich begann zu schreiben. In meiner Cousine fand ich eine Verbündete, die ich schnell überreden konnte, auch Autorin werden zu wollen. Gemeinsam begannen wir also jede mit einer Geschichte. Meine Schreibpartnerin gab zwar nach der ersten Seite den Wunsch der Schriftstellerei wieder auf, las aber brav meine Geschichte, die ich in wenigen Tagen fertig gestellt hatte. Sie umfasste immerhin 100 Seiten und ich gab ihr den Titel „Der Sonne entgegen“. Meine erste Leserin war voll des Lobes und mit geschwollener Brust entschied ich, mich nun erst einmal auf den Lorbeeren ausruhen zu können. Die erste Geschichte war schließlich geschrieben und somit der Grundschein für ein erfolgreiches Schriftstellerleben gelegt.

Im Laufe der folgenden Jahre ging zwar leider mein Erstlingswerk verloren, der Wunsch zu schreiben, blieb jedoch immer in mir verankert. Genau wie damals, ist es auch heute noch das weiße Blatt, das mich auffordert zu schreiben. Die leeren Seiten schreien danach, von mir beschrieben zu werden. Welten wollen erschaffen werden, deren Erschaffer ich sein möchte. Ich habe mittlerweile unzählige Bücher gelesen, sehr viele haben mich tief beeindruckt und ihre Spuren in meinem Inneren hinterlassen.

Immer wieder spürte ich den Drang zu schreiben, immer wieder kam ich davon ab. Agatha Christie und Daphne Du Maurier tauchten jedoch immer wieder in meinem Leben auf. Ich begegnete ihnen, wenn ich nicht damit rechnete und dann war mir plötzlich wieder klar, dass ich schreiben muss. Dass ich niemals zufrieden sein wüde, wenn ich mich davon abhalten ließ. Im April 2012 waren mein Mann und ich in Fowey, der Wahlheimat Daphne Du Mauriers. Es war ein wunderschöner sonniger Apriltag und als ich Ferryside, das Haus in dem Daphne Du Maurier lange gewohnt hat, betrachtete, brodelten unzählige Ideen in mir. Das gleiche Gefühl hatte ich jedes Mal in Greenway, dem Ferienhaus von Agatha Christie, das ich schon oft besucht habe. In diesen Momenten wurde mir immer wieder bewusst, wie wichtig das Schreiben für mich war und wie unsagbar fern ich mich davon fühlete. Warum ließ ich mich immer wieder davon abhalten? Wieso blieb der Wunsch trotzdem so hartnäckig in mir verankert? Noch heute ist mir manchmal so, als lächelten mich Agatha und Daphne an und würden sagen: „Schreib. Träume nicht davon, sondern schreib.“

Inzwischen habe ich es längst getan und ich bin selbst im Schriftsteller-Dasein angekommen. Aus meinen Träumen wurde Realität! Seit 2017 sind bereits meine ersten drei Romane bei dtv erschienen. Die nächsten drei sind geschrieben und auch sie haben ihre Heimat bei dtv gefunden. Aber so richtig verstanden habe ich es manchmal noch nicht. Dann will ich mich kneifen, um mich zu vergewissern, dass das wirklich meine Bücher sind, die da in der Buchhandlung vor mir liegen. Dass all das in meinem Kopf und aus meiner Fantasie und Disziplin heraus entstanden ist, kommt mir vor wie ein Traum. Ich bin meinem Verlag, meiner Lektorin und nicht zuletzt meinem Agenten unendlich dankbar dafür, dass sie an mich und meine Bücher geglaubt haben!

https://www.felicitywhitmore.de
https://www.facebook.com/FeliWhitmore/

Vielen Dank für die sehr interessanten Einblicke.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg
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Otter Andreas 📖 Der König der Gaukler

Meine #Rezension zu
Andreas Otter Der König der Gaukler

Nach dem Tod seiner Eltern kommt Simon bei einem Köhler unter. Köhler sind in der Gesellschaft nicht angesehen, eher Außenseiter, aber Simon bleibt nicht anderes übrig, wenn er nicht verhungern möchte.
Die Arbeit ist für den jungen Simon sehr schwer, der Köhler wird immer verwirrter.
Dann bricht im Dorf die Pest aus und er zieht los. Sein größter Wunsch ist es, Feuerspucker zu werden. Vor Jahren hat er eine Gauklertruppe gesehen und seither lässt ihn die Begeisterung nicht mehr los.
Er trifft auf eine Gruppe und überzeugt diese, dass sie ihn aufnehmen. Bald lernt er auch mit dem Feuer umzugehen und sie haben viele Auftritte.
Er lernt Anna kennen. Diese umgibt ein Geheimnis, das auf keinen Fall an die Öffentlichkeit dringen darf.
Auch die Pestkrankheit nimmt immer mehr zu. Werden sie diese unbeschadet überstehen?

Andreas Otter entführt uns in diesem Buch ins 14. Jahrhundert und bringt uns die Kunst der Gaukler näher.
Er zeigt die Missstände in den Städten, in der die Pest herrscht. Außerdem haben zu dieser Zeit die Juden sehr zu leiden. Sie werden verbannt oder hingerichtet.
Auch die hygienischen Zustände beschreibt er anschaulich. Das Leid und der Hunger lassen einen erschüttert zurück.
Die Personen sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Man kann sich alles vorstellen und bei den Auftritten spürt man das Feuer und die Begeisterung der Zuschauer.
Diese Auftritte werden aber sehr oft und detailliert erwähnt, sodass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Aber im letzten Drittel nimmt das Buch an Spannung auf und bleibt bis zum Schluss.
Das Ende des Buchs hat mich überrascht und ich hätte es so nicht erwartet.

Fazit: ein gut recherchierter historischer Roman in der Pestzeit, mit einer Gauklergruppe, die außergewöhnliche Auftritte bietet und mit einer tragischen Geschichte versehen ist.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Bücher von Andreas Otter, die ich rezensiert habe, findet ihr hier
https://helgasbuecherparadies.com/2020/02/22/oliver-paetzold-zerfall/

https://helgasbuecherparadies.com/2020/03/14/paetzold-oliver-zerfall-verlust/
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