Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Helena Baum vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Um die zwei großen beruflichen Säulen meines Lebens auseinanderzuhalten, das Schreiben und die Psychotherapie, schreibe ich auch unter zwei Namen. Sylke Richter für Fachbücher und Helena Baum für Belletristik. Am liebsten schreibe ich Romane, die in der Gegenwart spielen, meistens Entwicklungsromane mit psychologischem Tiefgang und gleichzeitig einer guten Portion Leichtigkeit und Humor, wie meine Leserinnen immer wieder betonen.
Meine Rezension zu Frank Esser Das Todesflüstern der Raben
Hauptkommissar Karl Hansen ist mit seinem Vater und Onkel Frederik verabredet. Als Frederik nicht erscheint, macht er sich auf den Weg zu dessen Werkstatt. Dort kann er nur noch den Tod seines Onkels feststellen. Er informiert die Kripo und die Leiterin der Mordkommission Jana Brinkhorst und ihr Team erscheinen. Der Tatort ähnelt vergangener Verbrechen und sie können kaum Luft holen, denn schon kurz darauf werden weitere Menschen getötet. Akribisch wird ermittelt und nur langsam kommen sie dem Täter näher. Können sie weitere Verbrechen verhindern?
Dies ist der dritte Teil der Jana-Brinkhorst Reihe. Gleich zu Beginn wird es spannend und der Spannungsbogen bleibt konstant oben. Hier kommt es zu einem Zusammentreffen mit dem Aachener Kriminalhauptkommissars Karl Hansen und Jana Brinkhorst. Hansen kenne ich schon aus einer anderen Reihe kenne. Fand ich sehr passend und gut integriert. Er spielt zwar nur am Rande mit, aber ein wichtiges Detail entdeckt er und gibt es Jana Brinkhorst weiter. Jana und ihr Team ermitteln in alle Richtungen. Keine einfache Aufgabe für das Team, um weitere Verbrechen zu verhindern. Das Buch hat tolle Wendungen, sodass nicht vorhersehbar ist, was den Täter veranlasst hat, so zu agieren.
Fazit: Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven halten das Tempo hoch. Eine gut konstruierte Geschichte und spannende Ermittlungsarbeit haben zu einem sehr guten Lesegenuss beigetragen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Empire Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Hauptkommissar Vincent Blohm gerät in das Visier eines Täters. Er wird schwer verletzt und in ein künstliches Koma versetzt. Kriminalhauptkommissarin Melanie Schwarz ist verzweifelt, denn die Beiden verbindet mehr, als dass sie nur Kollegen sind. Kurz darauf wird ein Jugendlicher tot aufgefunden. Als dann noch eine ältere Dame vermisst wird, scheint es einen Zusammenhang zwischen den Fällen zu geben. So wie es sich darstellt, ist der Täter auf einem Rachefeldzug, aber warum?
Dies ist ein Senne-Krimi von Werner Pfeil und beginnt gleich dramatisch. Melanie und ihr Team kommen bei ihren Ermittlungen anfangs keinen Schritt weiter und die Sorge um Vincent treibt sie um. Akribisch gehen sie noch so kleiner Spuren nach. Erfolge wollen sich zunächst nicht einstellen. Dann geschieht etwas Unglaubliches und Melanie wirkt auf ihre Kollegen hart und unnahbar. Es gibt unvorhergesehene Wendungen und zum Ende nimmt das Ganze nochmal an Fahrt auf.
Fazit: Dies ist ein unterhaltsamer Senne-Krimi. Die Handlung ist glaubwürdig erzählt. Interessant wurden auch die letzten Minuten der Sterbenden geschildert und die Wahrnehmungen des Komapatienten. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Wie ihr Lebensgefährte Herbert so schön sagt: „Leichen pflastern ihren Weg!“ Wenn Magda Wild in den Urlaub fährt, machen die Mörder zuhause Pause und dafür wird fleißig am Urlaubsort gemordet. So auch diesmal, als Magda und Herbert mit Fränzchen in Bischofsgrün Urlaub machen. Die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Gleich am ersten Tag finden sie ihren ersten Toten! Ein verrückter Mörder mordet nach einem morbiden System, das nur für ihn Sinn ergibt. Wird es den Mümlingtaler Ermittlern, zusammen mit den Bayreuther Kommissaren, Bella und Eduard gelingen, den Mörder zu fassen? Es wird nicht einfach werden, denn er lässt den Kommissaren kaum Zeit, für eine Atempause. Zum Glück lassen sie sich auch diesmal nicht ins Bockshorn jagen und geben nicht auf und treiben den infamen Mörder zusammen in die Enge!
Meine Rezension zu Alexandra Stiglmeier Männer, Mord und Remmidemmi
Nach einer gescheiterten Beziehung kehrt Elli Fuchs in ihr Heimatdorf zurück und arbeitet beim Sanitär Haslinger. Nicht nur, dass sie sich mit fragwürdigen Kunden herumschlagen muss, nein, die Monteure finden in einem Badewannensockel eine Leiche. Ellis krimineller Spürsinn ist geweckt und zusammen mit ihrem Cousin Heinzi möchte sie herausfinden, warum jemand einbetoniert wurde.
Dies ist ein humorvoller Regionalkrimi, untermalt mit bayrischem Dialekt. Dorfklatsch ist an der Tagesordnung in dem kleinen Örtchen. Elli ist zwar wieder zurückgekehrt, würde aber viel lieber in ihrem geliebten München weilen. Sie ist zudem auf der Suche nach einem Mann und dies gestaltet sich schwieriger als gedacht. Verehrer hat sie aber genug. Gleich zu Beginn hat sie ein einschneidendes Erlebnis mit einem Mann, dessen Beruf sie nutzt, um mehr über die Leiche zu erfahren. Sehr eindrucksvoll sind die verschiedenartigen Charaktere. Ob es der Wimmer ist, der ein Scharnier benötigt, oder ihr Chef, als auch Elli selbst. Jeder hat seine Eigenart. Auch Heinzi mit seiner Telefoniererei hat meine Sympathie gewonnen. Bis zum Schluss ahnte ich nicht, was wirklich passiert war.
Fazit: Es ist ein humorvoller Regionalkrimi, der unter anderem mit bayrischem Dialekt seinen Charme ausmacht. Die Charaktere sind skurril und schräg und haben bestens zu meiner Unterhaltung beigetragen. Ich würde mich freuen, wenn ich mehr von Elli zu lesen bekomme. Von mir gibt es Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Buchvorstellung Lisa Deutschmann Der Pakt der Schwestern
Die 13-jährige Patti ist zum ersten Mal verliebt. Mit David kann sie die schrecklichen Dinge, die ihr Vater ihr antut, für ein paar Stunden vergessen. Doch dann erkennt sie, dass ihre jüngere Schwester Jenni ebenfalls in Gefahr ist und sieht sich gezwungen, das Familiendrama zu enthüllen. Sie schließt mit Jenni einen Pakt, der neben dem Versprechen, immer füreinander da zu sein, nur ein Ziel hat: das Böse zu bekämpfen! Jahre später fordert Patti von ihrer Schwester die Einlösung des Schwurs. Lässt Jenni sich auf die krasse Forderung ein? Wird sie Patti auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten?
Buchvorstellung Tessa Hansen Das kleine Bücherschiff
Miri ist frisch getrennt. Mit ihrer besten Freundin Katja will sie einen Lebenstraum verwirklichen: Eine eigene Buchhandlung eröffnen. In einer alten Barkasse am Hamburger Hafen finden sie genau den Ort dafür. Mit Leidenschaft und Hingabe bauen die beiden Freundinnen den ramponierten Kahn zum Bücherschiff um. Auch privat geht es für Miri bergauf, mit ihrem Nachbarn Henning könnte sie sich mehr vorstellen als nur freundlichen Small Talk im Treppenhaus. Doch dann kommt eins zum anderen: Die Miete für die schwimmende Buchhandlung wird erhöht, das Schiff soll luxussaniert werden – ausgerechnet von Hennings Architekturbüro. Für Miri und Katja bricht eine Welt zusammen – können sie ihr Bücherschiff vor den Immobilienhaien retten?
June erbt das Haus und ein Restaurant ihrer Großmutter Luise. Um das Erbe antreten zu können, muss sie zwei Miterben, nämlich Luises Freundinnen Anni und Maria oder deren Nachkommen ausfindig machen. June stellt sofort Nachforschungen an, aber diese gestalten sich schwieriger als gedacht hat, denn nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine Spur von Ihnen.
Dies ist der erste Teil der Trilogie und handelt von Luise, die 1936 in die USA immigriert ist. Sie folgt Richard, der schon früher ausgewandert ist. Leider gestaltet sich das Zusammenleben mit Richard schwierig. Mit anderen immigrierten Frauen eröffnet sie einen Windows-Shop, der sehr erfolgreich läuft. Sie ist aber nach wie vor auf der Suche nach Anni und Maria. Diese haben ihr Geld geliehen, damit sie in den USA ein Restaurant eröffnen kann, das sie auch später umsetzt. In wechselnden Perspektiven wird von June berichtet, die in die Vergangenheit hinabtaucht, um nach dem Verbleib der Freundinnen von Luise nachzuforschen. Dabei erfährt sie, dass Luise Schuld auf sich geladen hat. Hilfe bekommt sie von Henrik und Walter und beide bedeuten ihr etwas. Dazu gibt einige Parallelen in der Geschichte von Luise.
Fazit: Mich hat schwer beeindruckt, was die Frauen damals geleistet haben. Ganz alleine, in einer fremden Welt. Es ist eine bewegende Geschichte mit Emotionen. Die Schicksalsschläge, der Krieg und die Verfolgungen gingen mir unter die Haut. Der erste Teil der Trilogie hat mir sehr gut gefallen, aber ich bin etwas enttäuscht, dass nicht aufgelöst wurde, welche Schuld Luise trägt. Auch wenn es eine Trilogie ist, finde ich, dass ein Buch doch in sich abgeschlossen sein sollte. Ich bin dennoch gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Tessa Hansen vorstellen. Es freut mich, dass Du heute mein Gast bist.
»Moin«, wünscht Tessa Hansen als gebürtige Hamburgerin. Ich, Regina Mengel, die ich hinter dem Pseudonym stehe, teile zwar die Liebe zu Hamburg, dem Hafen und dem nahen Meer, lebe aber leider ganz woanders. Seit neun Jahren nenne ich Pulheim mein Zuhause. Aber eines Tages, da gehts für den Rest des Lebens ans Meer: nach Skandinavien oder Irland. Oder an die Adria. Blöderweise sträubt sich der Göttergatte noch dagegen. Apropos … Mein Liebster trägt das Prädikat: ˒Bester Ehemann der Welt˓. Ohne ihn, müsste ich verhungern. Zudem trägt er alle Enltscheidungen mit, egal, was sie kosten. Wie die, einen neuen Weg einzuschlagen. Mir war klar, wenn ich mal eine Weile nichts veröffentliche, reichen meine Einkünfte bald höchstens noch für die Sonntagsbrötchen, die Coronaauswirkungen noch nicht einkalkuliert. Wir haben es dennoch durchgezogen und schließlich fand ˒Das kleine Bücherschiff˓ beim Inselverlag eine Heimat. Kinder haben wir keine. Aber hin und wieder leihen wir uns welche aus. De Pänz benehmen sich bei ˒Fremden˓ viel besser als zu Hause, und man kann sie unkompliziert zurückgeben. Ich selbst war bestimmt ein braves Kind. Bis das mit dem Schwimmtalent auffiel, steckte ich meist mit der Nase in einem Buch. Danach verbrachte ich mehr Zeit im Wasser als an Land. So schön das auf der einen Seite war, so viel Jugend habe ich verpasst, weshalb ich heute dem Leistungssport ambivalent gegenüberstehe. Nur die schlanke Schwimmerfigur hätte ich gern behalten. Aber ich fühle mich auch mit meinen Überkilos wohl. Lieber gut essen als völlig untalentiert. Übrigens … Neben dem Bücherschiff seid ihr herzlich eingeladen, meine älteren Titel anzuschauen. In ˒Hochzeit mit Huhn˓ und ˒Ein Pastor zum Verlieben˓ gibt es neben Spannung und Liebe auch viel zu lachen. Wenn ihr euch fragt: ˒Was zum Teufel ist ein Hurn?˓, solltet ihr ˒Am dreizehnten Tag˓ lesen. Schaut mal auf meiner Homepage vorbei, da findet ihr noch einiges mehr: http://www.wortentbrannt.de. Eure Tessa Hansen, alias Regina Mengel