Thaler Anna Die Papierschöpferin

Buchvorstellung

Norditalien im 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen. Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Sebastianos Novize Gianluca lässt Sofias Herz höher schlagen. Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hat.

Das Buch erscheint am 02.02.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Kohfink Corinna – Küss keinen Frosch, denn es könnte ein Prinz sein

Rezension

Bei einem abendlichen Spaziergang durch Tübingen hört Eva aus einer Kneipe ansprechende Livemusik. Ihre Neugier treibt sie näher heran, und sie ist beeindruckt von dem Sänger mit seiner großartigen Stimme. Nach seinem Auftritt nähert sich Klaus Frosch Eva und schlägt ihr eine Beziehung ohne feste Bindung vor, was für Eva, die keine ernsthafte Beziehung wünscht, passend ist. Bald darauf planen sie einen gemeinsamen Urlaub mit Freunden auf Korfu, der sie aus dem Gleichgewicht bringt.

Hier wird Evas Geschichte erzählt, die vor 30 Jahren von einem einschneidenden Erlebnis betroffen war. Sie ist fest entschlossen, die Kontrolle über ihr Leben zu wahren. Der Wendepunkt tritt ein, als Klaus in ihr Leben tritt und alles auf den Kopf stellt. Es folgt eine Selbstentdeckungsreise, die nicht nur emotional ist. Während ihres Urlaubs auf Korfu verbringt Eva Zeit mit eher unbekannten Leuten, und unerwartet tritt ein weiterer Mann in ihr Leben. Man merkt, wie sich Evas Perspektive während dieser Reise wandelt. Die Gespräche mit den neuen Freunden sind tiefgründig, informativ und gefühlvoll. Es gibt keine oberflächlichen Dialoge. Gemeinsam werden Wege zur Lösung von Problemen gesucht, was ich besonders positiv fand.
Nicht nur Eva zeigt eine nachvollziehbare Entwicklung, sondern auch jeder der neuen Freunde.

Fazit: Ich liebe die Bücher der Autorin, denn sie sind voller Gefühl und Tiefgang, ohne kitschig zu wirken. Alle Charaktere sind gut gezeichnet und der psychologische Aspekt überzeugt erneut. Es ist berührend und emotional.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Kohfink Heiko – Voll verrückt Umzugschaoten

Rezension

Maike und Alex erben ein Haus in Tübingen von Großmutter Mimmi, und bei der ersten Besichtigung stellt sich heraus, dass es in einem schlechten Zustand ist. Die beiden beschließen, Renovierungsarbeiten durchzuführen, und bekommen Unterstützung von Freunden. Bei den Arbeiten mit Handwerkern werden sie zudem mit weiteren Überraschungen konfrontiert.

Dieser Roman ist der dritte Teil der Reihe mit dem sympathischen Alex. Auch wenn man ihn unabhängig lesen kann, empfehle ich, die vorangegangenen Bände zu lesen, wenn man von Anfang an mitlachen möchte.
Eine äußerst lustige Szene sorgt gleich zu Beginn für Aufregung. Alex plant, mit Maike ein Liebesschloss anzubringen. Was sich aus dieser Situation entwickelt, solltet ihr selbst lesen. Danach dreht sich alles um die Renovierung des Hauses, die Alex ordentlich ins Schwitzen bringt. Nicht nur die altersschwache Terrasse bietet Stoff für Lacher, auch der erbitterte Kampf gegen Tapetenablösungen nimmt Fahrt auf. Immer wieder passieren Missgeschicke, und als die Tür zum Badezimmer plötzlich klemmt, sieht sich Alex mit einem sehr riskanten Weg konfrontiert.
Neben den zahlreichen Missgeschicken hat Alex auch dieses Mal wieder ein Händchen dafür, in Fettnäpfchen zu treten.

Fazit: Von Anfang an hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Dem Autor gelingt es erneut, humorvolle Szenen brillant zu schildern. Der Schreibstil ist locker, temporeich und die Pointen sind perfekt platziert, sodass man nahezu automatisch lachen muss. Eine köstlich heitere Lektüre, die gute Laune verspricht. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hortenbach Kristina Pleiten, Pech und Papa

Buchvorstellung

Was tun, wenn der 83-jährige Vater bei einem einzieht – mitsamt seinen Excel-Dateien, Bofrost-Katalogen und jeder Menge skurriler Angewohnheiten? Genau das fragt sich Apothekerin Carmen, als ihr Vater Heinz nach einer Hochwasserkatastrophe bei ihr und ihrem Partner Frank vor der Tür steht. Prompt wirbelt Heinz ihren Alltag durcheinander und findet per Zufall seine erste Liebe wieder. Hilde, ihr Zwergpudel Sherry und Heinz vertreiben nicht nur Frank, sie haben auch ganz genaue Pläne für die Zukunft. Während Heinz sich für einen Marathon anmeldet, versucht Carmen herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben will. Bis ein Klassentreffen ungeahnte Überraschungen bringt, auch in Sachen Liebe.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Weber Tanja

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Tanja Weber vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Es war niemals in meinem Kopf, Bücher zu schreiben – bis mich eine Agentin auf der Frankfurter Buchmesse angesprochen hat und gefragt, ob ich nicht auch Prosa schreiben möchte. Zu der Zeit war ich als Drehbuchautorin beim Fernsehen beschäftigt. Ich durfte an Serien wie Türkisch für Anfänger und Verliebt in Berlin mitwirken. Davor war ich Dramaturgin am Theater – mit klassischem Drama, Aktstruktur und Handlungsaufbau kenne ich mich aus. Nachträglich denke ich: das war alles schon die Vorbereitung fürs Bücher schreiben. Mittlerweile sind 30 Romane unter vier Namen von mir erschienen.

Neben dem Schreiben liebe ich meinen Garten, backe, koche, stricke – und bin leidenschaftliche Hundebesitzerin!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Gebert Anke – Wo du nicht bist

Rezension

Irma Weckmüller lebt zusammen mit ihrer Schwester und unterstützt sie bei einer schweren Entscheidung. Sie lernt den netten Arzt Erich Bragenheim kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie heiraten möchten, steht der Nationalsozialismus dem entgegen, da Erich jüdischer Herkunft ist. Nach Erichs Tod sehnt sich Irma danach, auch nach seinem Ableben eine Eheschließung zu erreichen.

Der Prolog beginnt mit Irmas Suche nach Erich und wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln bis ins Jahr 1952 erzählt. Die Erzählung handelt zunächst von Irma, die sich rührend um ihre Schwester Martha kümmert. Als Irma sich in einen jüdischen Arzt verliebt, wendet sich Martha von ihr ab, und sie sowie Erich sehen sich in ihrem Umfeld mit viel Unverständnis konfrontiert. Die Geschichte beschreibt die vielen Demütigungen, die das Paar erdulden musste, sowie Irmas unerschütterlichen Glauben an die Liebe und ihren Einsatz für Erichs Andenken.
Nach Erichs Tod liegt der Fokus auf Irma. Sie unternimmt alles, um eine Heirat anerkennen zu lassen, obwohl viele Hindernisse ihr im Weg stehen. Ihr großes Leid wird ausführlich dargestellt.
Irma wird als eine sehr starke Frau sichtbar, deren Mut und Ausdauer im Mittelpunkt der Erzählung stehen.

Fazit: Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Die Autorin erweckt die Geschichte mithilfe hinterlassener Dokumente zum Leben und verwandelt sie in einen biografischen Roman, der künstlerische Freiheit mit historischen Tatsachen verbindet. Diese Erzählung ist sehr berührend, bewegend, traurig, doch auch voller Hoffnung. Sie ist eine eindrucksvolle und einfühlsame Hommage an Irmgard Weckmüller und zeigt, was Liebe und Hartnäckigkeit bewirken können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Die Anmerkung zur Gesetzeslage vom 23. Juni 1950, die Verfolgten des Nationalsozialismus die nachträgliche Anerkennung der Rechtsfolgen einer standesamtlichen Ehe zu ermöglichen, macht die Lektüre noch nachvollziehbarer.

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Gruber Birgit – Neujahrsträume auf Norderney

Rezension

Die Beziehung zwischen Liv und Jan ist seit einiger Zeit angespannt, da ihr Wunsch nach Kindern nicht in Erfüllung gegangen ist. Um sich zu distanzieren und neue Gedanken zu fassen, fährt Liv nach Norderney. Dort trifft sie Malte und eine Freundschaft im Internet lässt ihr Herz höher schlagen. Als Jan unerwartet vor ihrer Tür steht, wird ihr Gefühlsleben ordentlich durcheinandergebracht. Bekommen die beiden noch eine Möglichkeit, wieder zueinanderzufinden?

Der Einstieg gelingt der Autorin besonders gut. Der Humor knallt einem gleich zu Beginn entgegen, sodass ich laut loslachen muss.
Im Mittelpunkt steht Liv, die nach Norderney reist, um Klarheit über ihre Gefühle für Jan zu gewinnen. Die Zeit des Kinderwunsches war sehr belastend. Doch nun sorgen gleich mehrere Männer für Verwirrung. Von Beginn an wollte ich wissen, wie sich die weitere Beziehung zwischen Liv und Jan entwickelt.

Fazit: Dies ist eine stimmige und unterhaltsame Geschichte, die Norderney lebendig erscheinen lässt und mir den Wunsch gibt, die Insel selbst zu entdecken. Es gibt humorvolle, aber auch nachdenkliche Momente. Auch wenn es der dritte Teil ist, kann man ihn unabhängig lesen. Es ist ein Winterroman, der perfekt zur jetzigen Jahreszeit passt und gleichzeitig das Herz wärmt. Eine gelungene Mischung aus Liebe und Inselromantik.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Teil 1 https://helgasbuecherparadies.com/2024/12/04/gruber-birgit-%f0%9f%93%96-raureiftraeume-auf-ruegen/

https://www.birgitgruber.de/birgit-gruber/

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Tischer Sarah – 750 Meter Glück

Rezension

Sarah hatte schon immer den Wunsch, im Finanzbereich tätig zu sein, und sie erzielt in ihrer Position beachtliche Erfolge. Doch schließlich beginnt sie, alles zu hinterfragen und entscheidet sich, ihren Job zu kündigen. Zunächst begibt sie sich auf den Jakobsweg und ihr Wunsch, eine eigene Pension zu führen, wird immer klarer. Im Schwarzwald findet sie schließlich ein renovierungsbedürftiges Objekt.

Sarah Tischers Buch „750 Meter Glück“ ist eine autobiografisch erzählte Reise, die voller Offenheit ist. In diesem Buch begleiten wir die Autorin auf ihrem persönlichen Weg zu ihrem Traum. Sie möchte ihn verwirklichen und nimmt uns mit auf ihren Pilgerweg, den New York City Marathon und die aufwendige Sanierung einer Pension im Schwarzwald.
Besonders bemerkenswert ist, wie die Bewohner von Igelsberg sie herzlich begrüßen und sie sofort in die Gemeinschaft integrieren. Zwei Jahre der Sanierungsarbeiten verdeutlichen das Ausmaß des Projekts sowie die Energie, die in einem solchen Herzensanliegen steckt. Die liebevolle Unterstützung durch ihre Eltern und weitere Helfer wird eindrucksvoll dargestellt und zeigt, wie viele Personen letztendlich zum Erfolg beigetragen haben. Zudem gibt es Einblicke in finanzielle Herausforderungen und Planungen.

Fazit: Das Buch schildert anschaulich und inspirierend, wie man trotz aller Ungewissheiten einen Traum verwirklichen kann. Die Reise ist ein mutiger Schritt ins Unbekannte, und ich bewundere solch einen Mut. Sehr beeindruckend und berührend zugleich. Der Schreibstil ist locker, und lässt die Leidenschaft spürbar werden.
Auf ihrer Webseite gibt es einen Blog, der über die Fortschritte informiert und zusätzliche Informationen bereitstellt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei 8 Grad Verlag herzlich bedanke. https://8gradverlag.de/buecher/

https://www.black-forest-lodge.eu/de/

Denk Regina – Die Schwarzgeherin

Rezension

In einem abgelegenen Tal in Tirol lebt Theres, die seit ihrer Kindheit Leopold versprochen ist. Als der unbekannte Xaver ins Dorf kommt, verliebt sie sich in ihn. Nachdem er spurlos verschwand, stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Aus dem Dorf verstoßen, zieht sie sich in eine Berghütte zurück und lebt dort mit ihrer Tochter Maria. Maria fühlt sich als Erwachsene sehr einsam und wünscht sich, ins Dorf zurückzukehren, was jedoch auch Risiken mit sich bringt.

Die Handlung spielt in Tirol gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wird in unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt. Im Mittelpunkt steht Theres, deren Lebensgeschichte vom Kindheitsalter bis zu ihrem Erwachsensein (38 Jahre) erzählt wird. Ihr unbändiger Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit treibt sie voran. Sie wird zur Heilerin und unterstützt Kranke und Leidende, doch jedes Mal, wenn jemand stirbt, muss sie einen hohen Preis dafür zahlen. Parallel dazu wird von Maria, der Tochter von Theres, erzählt. Ihre Kindheit und Jugend sind geprägt von Einsamkeit. Sie möchte den Bergen den Rücken kehren, sehr zum Missfallen ihrer Mutter.
Was diesen Roman besonders macht, ist die lebendige, ausdrucksstarke Sprache der Autorin, die Missgunst, Neid, Entbehrungen und Hunger ebenso erfahrbar macht wie das Streben nach Freiheit. Die düstere Stimmung spiegelt die Härte jener Zeit wider und lässt eine große Tragödie deutlich werden.

Fazit: Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Die Beschreibungen der Tiroler Berge, der Kälte des Winters, aber auch die Leidenschaft und der Ernst des Lebens der Menschen tragen maßgeblich zur bedrückenden Intensität bei. Das Buch hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck, an den ich mich noch lange erinnern werde.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.