Das Luxusleben von Society-Lady Isabell Duval und ihren erwachsenen Kindern Clara und Lucas endet abrupt, als Familienoberhaupt Sebastian wegen eines spektakulären Finanzskandals ins Gefängnis wandert und seine Konten eingefroren werden. Mit 27 Euro Restvermögen fliehen die drei nach Nordfriesland, ins idyllische Deerhusen. Dort kommen sie in der Pension von Isabells bodenständiger Schwester Stine unter. Nun heißt es, Instantkaffee trinken, Fahrrad fahren und selbst mit anpacken. Zeit also, sich neu zu erfinden. Aber wie soll das gehen – ohne Personal und Geld?
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Emery ließ vor sieben Jahren die malerische Insel Summerset hinter sich, nachdem ein dramatisches Ereignis sie heftig getroffen hatte. Doch auch an ihrem neuen Ort erlebt sie eine schmerzhafte Enttäuschung und kehrt wieder zurück. Dort wird sie nicht gerade herzlich empfangen. Bei dieser Rückkehr trifft sie auf Cole und erkennt, dass ihre Gefühle für ihn nach wie vor sehr intensiv sind.
Es ist eine gefühlvolle und zugleich spannende Geschichte über die Vergangenheit und zweite Chancen. Emery kommt nach sieben Jahren wieder und schnell wird deutlich, dass die damaligen Ereignisse nicht nur sie, sondern auch ihren Freundeskreis bis heute belasten. Besonders spannend ist, wie Emery beginnt, den damaligen Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten, die ans Licht kommen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, und offenbart, was damals wirklich geschah und inwiefern all diese Erfahrungen jeden Einzelnen geprägt haben. Auch ihre Verbindung zu ihrer früheren Freundin Wren ist zu Beginn angespannt. Emery hat jedoch den starken Wunsch, ihr zu helfen.
Fazit: Mich haben der Roman durch die warmherzige Atmosphäre und das Setting überzeugt. Dazu tragen auch die Themen wie Freundschaft, Vergebung und Liebe bei, die sich durch die gesamte Handlung ziehen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
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Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Frank Wilmes vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Frank Wilmes hat als Wirtschaftsjournalist für Handelsblatt, Wirtschaftswoche und Capital und als Regierungskorrespondent für Welt am Sonntag gearbeitet. Danach als Ghostwriter für Top-Manager. Doch dann gab er sich vollständig der Literatur hin, schreibt nun Krimis und klassische Romane. Er stammt aus dem Münsterland, dem Land der Springreiter und Bauernhöfe, und lebt seit Jahrzehnten überwiegend in Düsseldorf. Er spielt Schach, interessiert sich für die Geschichte der Klöster und geht häufig ins Fußballstadion.
Annika muss eine Entscheidung treffen. Das Erbe ihrer Tante bringt große Herausforderungen mit sich, da sie in Maasholm eine Bonbonkocherei übernehmen soll. Es fällt ihr schwer, Stuttgart hinter sich zu lassen, doch sie wagt einen Neuanfang. Glücklicherweise hat sie Lars an ihrer Seite, der sie in die Kunst des Bonbonmachens einführt. Zudem scheint sie ein Talent dafür zu haben, die richtigen Zutaten für die Menschen auszuwählen.
Hier handelt es sich um die Geschichte von Annika, die vor einer Entscheidung steht, die ihr ganzes Leben verändert. Sie denkt an die Zeit bei ihrem Großvater in der Bonbonkocherei zurück, da sie sich dort immer wohlgefühlt hat. Der Start in ihr neues Leben wird durch viele neue Bekanntschaften erfreulich einfach. Die Beschreibungen von der Schlei und der Ostsee sind stimmig, sodass sofort Bilder im Kopf entstehen. Auch die Einblicke in die Bonbonproduktion sind gut umgesetzt und verleihen der Erzählung das besondere Etwas.
Fazit: Die Geschichte liest sich leicht und locker und hat eine gute Bildsprache, die zum Träumen einlädt. Die Autorin hat ihre eigenen Erfahrungen in die Erzählung einfließen lassen, da auch sie Stuttgart verlassen und ans Meer gezogen ist. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Anna sieht im Supermarkt Katrin und dieses Wiedersehen nimmt einen dramatischen Verlauf. Beide Frauen stammen aus der DDR und haben die schmerzhaften Erfahrungen des damaligen Regimes durchlebt. Ein Beweis dafür befindet sich in einem Schließfach, und jemand tut alles, um zu verhindern, dass dieser ans Licht kommt. Der Tod einer der beiden Frauen ist für die Kommissare Lara Kraft und Martin Weber zunächst ein Rätsel.
Zwei Frauen begegnen sich und es wird nach und nach sichtbar, was sie in der Zeit der Stasi durchstehen mussten. Die allgegenwärtige Angst, ständige Bedrohungen und das Gefühl, jederzeit beobachtet zu werden, ziehen sich durch die Geschichte. Vertrauen existiert kaum und das macht das Buch so beklemmend. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Anna und Katrin geschildert, was mich tief berührt hat. Gleichzeitig tragen die Ermittlungen der Kommissare zur Spannung bei. Sie verfolgen unterschiedliche Spuren. Nichts wirkt übertrieben. Im Gegenteil, es wird deutlich, dass die Wirklichkeit oft noch schlimmer war. Die Erzählung macht ebenfalls klar, dass die Aufarbeitung dieser Zeit bis heute nicht abgeschlossen ist.
Fazit: Das Buch ist durchgehend spannend und zugleich sehr bewegend. Die Schicksale gehen unter die Haut und lassen mich nicht los. Es ist erschreckend, was Menschen damals erleben mussten und wie tief diese Erfahrungen bis in die Gegenwart hinein wirken. Es handelt sich um einen packenden und realitätsnahen Roman, der mir lange in Erinnerung bleiben wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Kirsten Karg vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Geboren und aufgewachsen in Baden-Baden, lebe ich seit vielen Jahren mit meiner Familie in Hannover, wo ich in der Kommunikation für zwei Kulturstiftungen arbeite. Durch meine Arbeit bin ich oft von großartiger Literatur umgeben, das eigene Schreiben reicht aber bis in meine Kindheit zurück. Als junge Leserin bin ich im Bücherbus meiner Heimatstadt sozialisiert worden, wo ich Kinderbücher genauso verschlungen habe wie Erwachsenenromane. Von den Kurzgeschichten, die ich als Jugendliche selbst geschrieben habe, ist leider keine erhalten geblieben außer einer „Whodunnit“-Story im Agatha Christie-Stil.
Es folgte eine jahrelange Dürrezeit, die mich während meines Studiums und den ersten Jahren meines Berufsleben begleitete: Geschrieben habe ich in dieser Zeit alles mögliche – meine Magisterarbeit, Pressemitteilungen, meine Steuererklärung – nur leider keine literarischen Texte. Erst als meine beiden Kinder zur Welt kamen, begann ich wieder, Geschichten zu schreiben. Dann kam das erste Buch, noch unter Pseudonym, eine Art Schreibtherapie für mich selbst, um eine Belastungskrise zu verarbeiten. Dann ein Jugendbuch, auch unter Pseudonym. Und schließlich das erste Buch unter eigenem Namen, mit historischem Hintergrund und engem Bezug zu meiner Heimatregion.
Ich schreibe stets über Themen, die mich selbst richtig packen. Bei meinen bisherigen Büchern war das immer so, auch aktuell bei „Karolinenhöhe“. Inspiriert dazu hat mich die Abbildung einer Naturheilanstalt, die ganz in der Nähe meines Elternhauses in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts betrieben wurde, aber längst nicht mehr existiert. Ich war so elektrisiert von der Zeichnung in dem Bildband, dass ich begonnen habe zu recherchieren, Leute zu befragen. Entstanden ist der historische Roman „Karolinenhöhe“, der am 25.3.26 im 8 grad verlag erscheint. Foto: Helge Krückeberg
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Emma zieht nach dem Ende ihrer Ehe auf eine abgelegene Insel in Schottland. Dort findet sie ein beeindruckendes Herrenhaus, in das sie sich sofort verliebt, und sie beschließt, es zu kaufen. Während der Renovierung stößt sie auf eine Leiche hinter einer Wand und sie möchte mehr über diese Entdeckung erfahren. Vor zweihundert Jahren lebten Abigail, ihre Schwester und deren Mutter in diesem Haus, und durch die Erbfolge musste sie eine schwerwiegende Entscheidung fällen, die ihr Leben völlig veränderte.
Der Roman hat mich sofort gefesselt. Nach „Sturmtochter“ ist der Autorin erneut ein spannender Roman gelungen, der von Geheimnissen, Spannung und starken Charakteren lebt. Die Handlung spielt auf zwei zeitlichen Ebenen. In der Gegenwart begleiten wir Emma, die ein altes Herrenhaus kauft und dabei auf die Spuren der Vergangenheit stößt. Während sie versucht, die Ereignisse von damals zu verstehen, tauchen wir parallel in die Vergangenheit ein. Dort begegnen wir Abigail, die als Frau von der Erbfolge ausgeschlossen wird. Diese Ungerechtigkeit hat tiefgreifende Folgen und beeinflusst ihr Leben auf dramatische Weise. Die Erzählung bleibt durchweg spannend und hat mich völlig mitreißen können. Immer wieder gibt es neue Hinweise, sodass keine Langeweile aufkommt. Besonders beeindruckt hat mich die lebendige Charakterzeichnung. Die Schauplätze sind anschaulich beschrieben und haben mich vollständig in die Geschichte eintauchen lassen. Darüber hinaus sorgen kriminelle Elemente dafür, dass die Spannung bis zum Ende hoch bleibt.
Mein Fazit: Es handelt sich um eine äußerst gelungene, temporeiche und fesselnde Geschichte, die mich vollkommen begeistert hat. Ich schätze die Werke von Florence Winter sehr, und auch dieser Band hat mich überzeugt. Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Buch und kann es kaum erwarten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Nach dem Verlust ihres Mannes hat Kristiane es schwer, denn man möchte ihr das Lotsenrecht entziehen, welches ausschließlich Männern zusteht. Sie sieht sich gezwungen, erneut zu heiraten, damit die Schifffahrt fortgesetzt werden kann, und muss darüber nachdenken, ob Vernunft oder Liebe wichtiger sind.
Die Handlung dieses Buches spielt im 19. Jahrhundert in Norwegen. Es wird eine Geschichte erzählt, in der Frauen kaum Gehör finden und oft den Vorschriften einer von Männern bestimmten Gesellschaft folgen mussten. Kristiane hat es nicht leicht, dennoch fügt sie sich nicht einfach in diese Rolle. Mit viel Mut behauptet sie sich und es scheint, dass niemand mit ihrer Entschlossenheit gerechnet hat. Aus diesem Grund hat sie mich fasziniert. Sehr gut gefallen hat mir auch die Atmosphäre des Romans. Die raue Landschaft sowie das Leben am Meer werden eindrucksvoll beschrieben.
Fazit: Es handelt sich um einen atmosphärischen historischen Roman mit einer beeindruckenden Frau und einer starken Kulisse. Die Autorin erzählt ruhig. Dies war mein erstes Buch von Trude Teige und sicherlich nicht das Letzte. Ich habe mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt und fand besonders Kristiane und die eindrucksvolle Kulisse gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
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Nina hat sich über viele Jahre um ihre Mutter gekümmert, und als diese verstirbt, zerbricht für sie alles. Sie entscheidet sich, in den Ort zu reisen, den sie damals mit ihrer Familie besucht hat. Es war der Geburtsort ihrer Mutter vor dem Krieg. Nach diesem Urlaub war nichts mehr so, wie es einst gewesen war.
Dies ist eine berührende Geschichte über Familie, Herkunft und die Spuren der Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Nina. Mit dem Tod ihrer Mutter bleiben viele ungeklärte Fragen zurück. Nina hat gemerkt, dass ihre Mutter ihr Leben lang mit etwas Schwerem gerungen hat. Um mehr darüber zu erfahren, begibt sie sich nach Böhmen und beginnt, die Wurzeln ihrer Familie zu erkunden. Während ihrer Nachforschungen begegnet sie einem Historiker, der ihr hilft, die Vergangenheit besser zu verstehen. Nach und nach fügen sich für Nina die Puzzlestücke zusammen. Sie entdeckt, weshalb ihre Mutter oft melancholisch und verschlossen war und warum das Verhältnis zu ihrer Schwester Katja so belastet ist mit Spannungen. Die Erzählung wird auf verschiedenen Zeitebenen präsentiert. Allmählich entsteht ein umfassendes Bild der Familiengeschichte. Der Schreibstil ist ruhig und stimmungsvoll, was gut zur Atmosphäre des Buches passt. Das Buch steht stellvertretend für viele Lebensgeschichten von Vertriebenen und zeigt, wie stark Vergangenheit und Herkunft auch noch nach Generationen nachwirken können. Wichtige Themen wie Geheimnisse, Schuld, Verarbeitung und die Möglichkeit zur Versöhnung haben hier ihren Platz.
Fazit: Die Geschichte hat mich von Anfang an berührt und ich habe Nina sehr gerne auf ihrer Reise begleitet. Für mich war es eine bewegende und zugleich nachdenkliche Lektüre, die lange nachhallt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
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Seit einem Jahr stellen die Zwillinge Leni und Luis das Leben von Valerie und Tom auf den Kopf. Was für Valerie der größte aller Wünsche war, entpuppt sich schnell als größte Herausforderung ihres Lebens. Als Tom im Auftrag des Kulturprojekts, für das sie beide arbeiten, mit einem Kreativteam durch Europa reisen will, beschließt Valerie kurzum, den Trip gemeinsam zu machen. Ihr Plan: sich Arbeit sowie Kinderbetreuung teilen und als Familie mehr zusammenwachsen. Mit dem Camper geht es Richtung Süden. Doch statt Urlaubsfeeling kommt nur Frust auf. Warum ist überwiegend sie mit den Kindern beschäftigt und ihr Mann vor allem mit Teamkollegin Ida? So hatte sie sich das nicht vorgestellt! Valerie tut ihr Bestes, um den Familienfrieden wieder herzustellen. Zwischen Windelwahn und Campingchaos will sie vor allem eines – zu sich selbst finden.
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