Fölck Romy – Die Regenschwimmerin

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Judith ist enttäuscht von ihrem Mann und reist nach Schweden, an einen Ort, an dem sie schon als Kind ihre Ferien verbracht hat. Auch Evi ist auf die Insel zurückgekehrt. Vor langer Zeit haben sich die beiden auf dem Krebsfest zerstritten und seitdem keinen Weg mehr zueinander gefunden. Doch vergessen haben sie sich nie. Evi ist Künstlerin, doch seit einiger Zeit sind ihre Hände taub. Marga lebt als ältere Frau zurückgezogen im Wald und schwimmt sogar bei Regen.

Hier stehen drei ganz unterschiedliche Frauen im Mittelpunkt, die alle mit ihrem eigenen Schicksal zu kämpfen haben. Judith und Evi haben sich entzweit, doch die Verbindung zwischen ihnen ist nie ganz abgerissen. Beide haben ihre ganz persönlichen Probleme, während Marga die Einsamkeit für sich gewählt hat. Ich konnte gut nachvollziehen, warum sie sich aus dem Leben zurückgezogen hat. Ein schwerer Schicksalsschlag hat sie aus der Bahn geworfen und ihr Leben nachhaltig verändert.

Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin die unterschiedlichen Charaktere und ihre Lebenssituationen. Dabei entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die mich von Anfang an angesprochen hat. Besonders die Szenen mit Marga, wenn sie bei Regen schwimmt, sind mir im Gedächtnis geblieben.

Fazit: Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Besonders gefallen hat mir, wie unterschiedlich die drei Frauen mit ihren Schicksalen umgehen und wie sich ihre Geschichten nach und nach entfalten. Vor allem Marga hat es mir angetan. Ihre Geschichte hat mich berührt und noch lange beschäftigt.

Bisher kenne ich die Autorin vor allem von ihren Krimis und muss sagen, dass ihr auch das Schreiben von Romanen ausgezeichnet liegt. Ihr Schreibstil ist fesselnd und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Seiten flogen für mich nur so dahin.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank an Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Hebesberger Roland – Der Partykeller

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Den Kommissaren Julia Brandner und Marvin Leitner bietet sich in einer Villa ein schreckliches Bild. Ein Blutbad an sechs Jugendlichen lässt sie zunächst sprachlos zurück. Die Geschwister Sophie und Leon sind die einzigen Überlebenden. Es sollte eine Party zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 werden und endete tödlich. Die Verhaltensanalysten Jan Theurer, Lisa Seifert und Tanja werden hinzugezogen. Sophie widerspricht sich in vielen Details und macht die Ermittlungen damit nicht gerade einfacher.

Es ist bereits der 8. Band mit den Verhaltensanalysten und die Geschichte beginnt gleich mit einer Frage: Was geschah in diesem Keller und warum geriet die Party völlig außer Kontrolle?

Tanja findet Zugang zu Sophie und muss dabei auch an ihre eigenen Grenzen gehen. Je mehr die Verhaltensanalysten herausfinden, desto mysteriöser wird das Ganze. Jan vermutet sogar eine Organisation dahinter, nachdem sie einen brisanten Fund gemacht haben.

Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt und versucht, mir einen Reim auf die Ereignisse zu machen. Doch die Auflösung konnte ich nicht einmal ansatzweise erahnen. Als die Geschichte dann eine Wendung nimmt, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte, war ich wirklich sprachlos.

Auch diesmal verbindet Roland Hebesberger wieder mehrere Themen miteinander und schafft es, mich immer wieder aufs Neue neugierig zu machen. Ich wollte unbedingt wissen, was tatsächlich hinter den Ereignissen steckt und wie die einzelnen Puzzleteile zusammenpassen.

Fazit: Auch dieser Teil hat mich wieder gepackt. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, bietet mehrere interessante Themen und hält einige Überraschungen bereit. Jedes Buch der Reihe kann einzeln gelesen werden, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Gleichzeitig bauen die einzelnen Bände aufeinander auf, sodass ich die Entwicklung der Figuren und die übergeordnete Geschichte gerne weiterverfolge.

Nach diesem Band bin ich nun besonders neugierig, wer hinter der Organisation steckt und wie es mit den Verhaltensanalysten weitergeht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

Vielen Dank an Empire Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mein Büchertisch bei Thalia Sindelfingen Breuningerland


📚 Ein ganz besonderer Büchertisch bei Thalia Sindelfingen 📚

Heute durfte ich meinen eigenen Büchertisch mit meinen persönlichen Empfehlungen bei Thalia im Breuninger Land Sindelfingen bestücken. ❤️📚

Ich wurde dort sehr freundlich empfangen und habe mich riesig gefreut, meine ausgewählten Bücher an ihren Platz zu bringen. Ein echtes Highlight war der Aufsteller mit meinem eigenen Foto und dem QR Code direkt zu meinem Instagram Account. Auch die Banderolen, die ich selbst für jedes Buch beschriftet habe, machen den Büchertisch zu etwas ganz Persönlichem.

Dass meine Leidenschaft für Bücher nun auf diese besondere Weise sichtbar wird und ich meine Empfehlungen direkt mit anderen Bücherfreunden teilen darf, bedeutet mir wirklich sehr viel.

Ein ganz herzliches Dankeschön an das Thalia Team Sindelfingen für den tollen Empfang und diese wunderbare Möglichkeit. Ich freue mich sehr, dass mein Büchertisch nun sechs Wochen lang bei Thalia stehen darf und bin gespannt, wie viele Bücherfreunde meine persönlichen Empfehlungen entdecken werden.

Und hier sind meine Empfehlungen:

Charlotte Jacobi
Maria Nikolai
Christiane Wünsche
Kristina Hortenbach
Birgit Gruber
Ursula Poznanski
Sebastian Fitzek
Andrea Mara
Chris Carter
Alex Finlay
Uwe Krauser
Lotte Schweizer

Stein Ella – Quereinstieg ins wahre Leben

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Martina ist ausgebrannt und hat eigentlich mehr vom Leben erwartet. Als sie dann auch noch mit einem Quereinsteiger die Lehrstunden an der Grundschule teilen soll, ist ihre Krise vorprogrammiert.

Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt, wobei Martina die Hauptperson ist. Sie beginnt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen, und hat zunehmend das Gefühl, nur noch für andere da zu sein und selbst dabei auf der Strecke zu bleiben. Henry ist ein erfolgreicher Schriftsteller, dem allerdings die Ideen für ein neues Buch fehlen. Da kommt ihm der Lehrer als Quereinsteiger gerade recht.

Martinas Gedanken und Entscheidungen konnte ich zwar nicht immer nachvollziehen, gerade dadurch fand ich es aber interessant, ihre Entwicklung zu verfolgen. Im Mittelpunkt stehen unerfüllte Träume und verpasste Chancen. Die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich die Figuren damit umgehen und macht gleichzeitig deutlich, dass es wichtig ist, die eigenen Wünsche und Träume nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Gefühlswelt der Charaktere beschrieben wird. Die Geschichte ist emotional und wirkt an vielen Stellen sehr lebensnah.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Schneider Anna – Blut für Blut

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Endlich schafft es Sophie, sich von ihrem gewalttätigen und narzisstischen Freund zu trennen. Sie versteckt sich in einem Bauwagen am Waldrand und blickt hoffnungsvoll nach vorne, denn sie hat einen lukrativen Fotoauftrag erhalten. Sie soll die Portraits einer Familie erstellen. Doch dann entdeckt sie in der Galerie ein Bild und gerät in Panik, denn vor 20 Jahren geschah eine schreckliche Tat, die sie nun wieder einholt.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Sophie hofft auf ein besseres Leben durch einen Neuanfang und der Fotoauftrag scheint tatsächlich eine Chance für sie zu sein. Doch schon bald merkt sie, dass sie verfolgt wird, und ahnt, dass jemand ihre Vergangenheit kennt.

Die Rückblicke auf das Geschehen vor 20 Jahren tragen Stück für Stück zur Aufklärung bei. Für mich blieb aber die Frage offen, warum nach einem so langen Zeitraum noch Rache genommen wird. Auch Sophies Verhalten konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, da sie auf mich an manchen Stellen etwas naiv wirkte.

Spannung ist aber durchaus vorhanden, nicht zuletzt durch die kurzen Kapitel. Ich hatte zwar schon früh eine Ahnung, was damals wirklich geschehen sein könnte, aber wer Sophie jetzt gefährlich wird und welches Motiv dahintersteckt, blieb für mich bis zum Schluss offen.

Fazit: Für mich ist es ein spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Die Atmosphäre durch die Bedrohungen war stimmig und auch der Schreibstil hat mich wieder gepackt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kalpenstein Friedrich – Prost, auf die Sportler

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In Brunngries ist wieder allerhand los. Der Spitzensportler Moritz Binder wird am Morgen tot im neu eröffneten Sportgeschäft aufgefunden. Hauptkommissar Tischler findet heraus, dass es einige Motive gibt. Doch zunächst gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Fink hat dagegen mit einem weiteren Fall zu tun. Auch dort gibt es zwar einen Verdächtigen, doch der ist auf der Flucht.

Dies ist bereits der 13. Fall für Tischler und Fink und trotzdem schafft es Friedrich Kalpenstein wieder, mich bestens zu unterhalten.

Die herrlichen Dialoge und Wortgefechte lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Im Gegenteil, davon kann ich einfach nicht genug bekommen. Während der Ermittlungen habe ich mich immer wieder gefragt, wer einen Grund gehabt haben könnte, den Spitzensportler umzubringen. Auch die Kommissare gehen dieser Frage nach und die Ermittlungsarbeit wird dabei unterhaltsam und zugleich spannend dargestellt.

Natürlich kommt auch das Privatleben der beiden nicht zu kurz. Diesmal renoviert Fink eine Wohnung und sorgt damit immer wieder für Situationen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.

Fazit: Ich lese die Reihe rund um Tischler und Fink immer wieder gerne. Auch der 13. Fall hat mir viel Freude bereitet. Besonders gefällt mir die Mischung aus Ermittlungsarbeit, herrlichen Dialogen und dem typisch bayrischen Humor. Im fiktiven Brunngries im Chiemgau fühle ich mich inzwischen fast schon zu Hause.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Winter Florence – Die Wellentochter

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Hailey soll die Bibliothek auf einem Schloss in den Highlands katalogisieren. Bald stößt sie auf Ungereimtheiten und möchte herausfinden, was mit Moira MacDonald im Jahr 1876 geschehen ist, denn kurz nach ihrer Heirat ist sie spurlos verschwunden.

Dies ist bereits der dritte Teil der Highlands Reihe und wieder sehr spannend. Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Wir begleiten Hailey im Jahr 1977 bei ihrer Arbeit auf dem Schloss und lernen gleichzeitig Moira kennen, die standesgemäß verheiratet werden soll und sich weigert. Zur Strafe wird sie auf eine einsame Insel verbannt. Doch für Moira ist dies keine Strafe, denn endlich kann sie sich ihren Gedichten widmen.

Die Autorin versteht es hervorragend, Spannung zu erzeugen. Besonders die Perspektivwechsel haben mir gut gefallen. Moira ist eine starke Frau, die ihren eigenen Weg gehen möchte, obwohl dies zu dieser Zeit normalerweise kaum möglich war. Je tiefer Hailey in die Vergangenheit eintaucht, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Was sie dabei entdeckt, hat mich sprachlos gemacht.

Fazit: Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Dramatik, Spannung, Geheimnisse und kriminelle Elemente sorgen für abwechslungsreiche Lesestunden. Gleichzeitig hat mich Moiras Schicksal sehr berührt und traurig gemacht.
Die gesamte Trilogie ist atmosphärisch erzählt und hat mir sehr gut gefallen.
Für alle drei Teile gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Dominik Chris – Narbenkünstler

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Diesmal haben es die Frankfurter Kommissare Marc Davids und Zoé Martin mit einem schrecklichen Verbrechen zu tun. Jemand mordet auf grausamste Weise und der Leidensweg der Opfer ist erschreckend lang. Eine erste Spur führt in eine Eliteschule und Zoé wird plötzlich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Der dritte Teil mit den Frankfurter Ermittlern beginnt gleich spannend und bleibt es auch. Die Sonderermittler stehen vor einer schwierigen Aufgabe, denn die Opfer sind grausam zugerichtet und der Täter kennt kein Erbarmen. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, warum jemand auf diese äußerst brutale Weise vorgeht und welches Motiv dahintersteckt.

Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man auch Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Besonders beklemmend fand ich, dass er seinen Opfern aus einem Buch vorliest. Dadurch werden einige Zusammenhänge deutlicher, trotzdem bleiben viele Fragen offen. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, und gerade die persönlichen Hintergründe machen die Figuren für mich so besonders und lebensecht.

Fazit: Es ist ein äußerst spannender, aber auch sehr brutaler Thriller, der nichts für schwache Nerven ist. Mir hat besonders gefallen, dass das Motiv und die Identität des Täters erst kurz vor Schluss enthüllt werden. Bis dahin konnte ich miträtseln und wurde immer wieder auf eine andere Spur geführt.
Für mich ist es ein spannender dritter Fall, der mich bis zum Ende gefesselt hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank an bei.thrilled für das Rezensionsexemplar.

Ahnhem Stefan – Haustausch

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Carl und Helene Webster haben ihr Haus getauscht und verbringen vier Wochen in Santa Cruz. Vor allem soll diese Auszeit ihre Ehe retten. Carl hat dem Haustausch allerdings nur widerwillig zugestimmt. Als er eine Ratte im Pool entdeckt und später noch weitere merkwürdige Dinge geschehen, möchte er am liebsten sofort wieder abreisen.

Währenddessen haben Adam und Scarlett Harris das Haus der Websters bezogen. Auch dort scheint nicht alles so zu sein, wie es zunächst den Anschein hat.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die unterschiedlichen Charaktere und erlebt die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln. Anfangs entwickelt sich die Geschichte eher ruhig, doch Carls ungutes Gefühl verstärkt sich immer mehr und auch die Harrises stoßen auf Ungereimtheiten.

Schon früh habe ich mich gefragt, wer hier eigentlich die Wahrheit sagt und wem man überhaupt vertrauen kann. Als ich schließlich eine Ahnung hatte, nahm die Spannung für mich deutlich an Fahrt auf. Ob ich mit meiner Vermutung richtig lag, verrate ich natürlich nicht.

Besonders gut haben mir die unterschiedlichen Charaktere gefallen. Täuschung, Manipulation und Lügen spielen eine große Rolle und sorgen dafür, dass man immer wieder überlegt, was wirklich hinter den Ereignissen steckt.

Fazit: Das Buch überzeugt mit einer tollen Atmosphäre, starken Wendungen und einem Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Die Spannung nimmt im Verlauf der Geschichte immer mehr zu und ich wurde mehrfach überrascht.
Es war mein erstes Buch vom Autor, aber ganz sicher nicht mein letztes. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Corvin S. E.

Autorinnenvorstellung

Heute habe ich eine ganz besondere Autorin zu Gast, die ich euch gerne näher vorstellen möchte. Freut euch auf spannende Einblicke in ihre Welt, ihre Inspirationen und den Weg zu ihren Geschichten.

Herzlich willkommen, liebe S. E. Corvin. Schön, dass du heute bei mir bist.

Hallo liebe Bücherfreunde,
ich gehöre zu den Menschen, denen 24 Stunden am Tag eigentlich nie ausreichen.
Tagsüber arbeite ich als Ärztin, danach beginnt der kreative Teil meines Tages.
Ich lebe mit allen Sinnen – und genauso entstehen auch meine Geschichten. Noch bevor das erste Kapitel geschrieben ist, höre ich die Stimmen meiner Figuren, ihre Musik und sehe die Szenen vor mir. Erst dann beginne ich zu schreiben.
Deshalb wird bei mir nicht nur geschrieben. Dann wird gesungen, an Hörspielen gefeilt, Musik komponiert oder die nächste Lesung inszeniert. Ich liebe es, Geschichten auf möglichst vielen Ebenen erlebbar zu machen.
Dabei stand das Schreiben ursprünglich gar nicht im Mittelpunkt.
V IRA entstand zunächst als Voice-Acting-Projekt. Erst während der Arbeit an den Figuren entwickelte sich daraus ein Roman – und schließlich der Auftakt einer Thriller-Trilogie.
Die eigentliche Idee zu dieser Geschichte entstand jedoch viele Jahre früher. Eine Fernsehdokumentation über Kindesmissbrauch ließ mich mit einer Frage zurück, die mich bis heute begleitet:
Was geschieht, wenn Gerechtigkeit versagt?
Aus dieser Frage wurde Viktoria Kosto – eine Ärztin, die irgendwann beschließt, das Gesetz nicht länger über ihr Gewissen zu stellen.
Mich faszinieren keine perfekten Helden oder eindimensionalen Bösewichte. Mich interessieren die Grauzonen dazwischen. Vielleicht liegt das auch an meinem Beruf. Als Ärztin begegne ich Menschen in ihren verletzlichsten Momenten. Als Autorin begleite ich sie bis in ihre dunkelsten Gedanken.
Wenn ich gerade einmal nicht arbeite oder kreativ bin, gehört meine Zeit meiner Familie – meinem Mann und unseren beiden Söhnen. Sie sind mein Ruhepol und erinnern mich jeden Tag daran, was im Leben wirklich zählt.
Und falls dann tatsächlich noch Zeit übrig bleibt, findet man mich barfuß beim Kickboxtraining – oder schon wieder mit einer neuen Geschichte im Kopf.
Ich freue mich sehr, dass ich mich heute bei Helga vorstellen darf.

Ganz herzlichen Dank für die wunderbaren und persönlichen Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, viele inspirierende Momente und alles Gute für Deinen weiteren Weg als Autorin!

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