Hier findet ihr meine Lese-Highlight von Januar – Juni Die Auswahl fällt mir jeden Monat schwer. Was waren eure Highlights?
Mit dabei sind Felicity Whitmore Florian Schwiecker und Michael Tsokos Infoseite Bettina Storks Autorin Bernhard Aichner – Autor Sebastian Fitzek David Safier
Patrick Schreiber stolpert im sauerländischen Wald über Leichenteile und ruft die Polizei. Polizeiobermeister Pieper ist überfordert und das LKA mit Hauptkommissar Kalkove schaltet sich in die Ermittlungen ein. Weitere Leichenteile werden gefunden. Im Ort findet sich schnell ein Verdächtiger und mehrere Personen sammeln sich, um die Toten zu rächen. Was dabei geschieht und wer der Täter ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Dies ist ein Kriminalroman von H.C. Scherf Gleich zu Beginn geht es zur Sache und ist nichts für schwache Nerven. Patrick möchte in dieser ländlichen Umgebung seine Schreibblockade beenden und steckt plötzlich mitten im Geschehen. Mit Kalkove tauscht er sich aus. Er hofft dadurch Stoff für einen neuen Bestseller zu bekommen. Allerdings war mir nicht klar, warum ein LKA Beamter sich mit einem Schriftsteller so eng austauscht. Wie vom Autor gewohnt, sind auch hier die Charaktere klar gezeichnet und gut und unterschiedlich dargestellt. Durch die kurzen Kapitel und Perspektivenwechsel wurde es nie langweilig, Im Gegenteil, umso tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto spannender wurde es. Das Ganze endet in einem Showdown und es wird ein Täter präsentiert, der bisher unauffällig war und nichts auf ihn gedeutet hat.
Es gibt noch eine Bonusgeschichte, wie ein Nachbarschaftsstreit enden kann.
Fazit: ein spannender Krimi, der die Spannung bis zum Schluss hält. Es wird erst gegen Ende ein Serientäter präsentiert, den ich keineswegs in Verdacht hatte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine #Rezension zu Werner Pfeil Zeit heilt keine Wunden
Bei Abrissarbeiten wird eine Leiche entdeckt. Die Paderborner Kommissare stehen vor einem Rätsel. In akribischer Kleinarbeit finden sie heraus, dass er bereits vor 30 Jahren ermordet wurde. Kurze Zeit später haben sie erneut einen Mordfall und erkennen Zusammenhänge. Es ist für die Kommissare nicht leicht Ansatzpunkte zu finden. Ursula erzählt kurz vor ihrem Tod von einem Versteck mit einer kleinen Truhe. Dies soll ihre Tochter öffnen und den Anweisungen folgen. Ein dramatischer Verlauf kündigt sich an. Was ist geschehen?
Dies ist mein zweiter Senne-Krimi von Werner Pfeil und hat mich von Anfang an in Hochspannung gehalten. Es beginnt mit dramatischen Ereignissen in der Vergangenheit und umfasst drei Generationen. Was die Mutter von Katharina erlebt hat, ist unglaublich. Die Großmutter ist froh, dass sie nach Kriegsende einen Mann findet, der sie aus dem Elend herausholt. Was dann geschieht, lässt einen den Atem anhalten. Es werden in mehreren Zeitebenen erzählt. Zum einen lernt man die Großmutter kennen, die in den Nachkriegswirren wieder einen Mann findet. Zum anderen hinterlässt ihre Tochter einen Brief und zwischendurch gibt es Einblicke in das Leben der Enkelin. Daraus ist dem Autor eine absolut spannende Geschichte gelungen, die einen in Atem hält. Durch diese Perspektivenwechsel wird es keine Sekunde langweilig. Es herrscht eine beklemmende Stimmung. Die Charaktere sind glaubhaft und authentisch. Kriminalhauptkommissar Vincent Blohm ist kurz vor der Rente und hadert damit, denn seine Freundin, die Kriminaloberkommissarin Melanie Schwarz ist einiges jünger als er. Einziges Manko an diesem Buch ist, dass das zu oft erwähnt wird. Der neue im Team Jan-Niklas Graf trägt viel zur Lösung des Falles bei, bleibt dabei noch ein wenig blass. Da es sicher eine Fortsetzung gibt, ist hier noch Potential vorhanden. Am Anfang konnte ich mit dem Cover nicht viel anfangen, aber es ist sehr passend zur Geschichte.
Fazit: eine Story, in der die Beklemmung spürbar ist. Die Verzweiflung von Ursula ist greifbar und die Spannung lässt nicht nach. Am Ende wird man mit der ganzen Wahrheit konfrontiert, die ich so allerdings nicht erwartet hätte und für mich aber nicht ganz nachvollziehbar war. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 💥💥💥💥
Vielen Dank an für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Klaus Rembrand und seine Geliebte sonnen sich im Garten, als plötzlich eine Leiche vom Himmel fällt. Der Fotograf David Bronski wittert eine Story und gemeinsam mit seiner Kollegin Svenja und seiner Tochter Judith interviewen sie Klaus. Dieser wird kurze Zeit darauf ermordet. Bronski und Svenja kommen einem Geheimnis auf die Spur und geraten selbst in Gefahr. Was dahinter steckt, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Nach Dunkelkammer ist dies der zweite Teil mit dem Fotograf David Bronski von Bernhard Aichner. Er knüpft direkt an den ersten Teil an. Die Story ist genial ausgearbeitet und nimmt einen vom ersten Moment an gefangen. Auch hier besticht der außergewöhnliche Schreibstil. Kurze prägnante, aber aussagekräftige Sätze, die mir persönlich sehr gut gefallen. Mit knappen Worten führt der Autor uns bildgewaltig durch die Zeilen. Auch hier sind die Charaktere sehr ausgereift und mit Tiefgang. Bronski liebt das Dunkle und ist als Fotograf sehr erfolgreich. Svenja und er sind ein sehr gutes Team. Anna ist wieder mit einer wichtigen Rolle involviert. Judith ist ehrgeizig und kommt gut mit Bronski und Svenja klar, trotz ihrer Vergangenheit. Von Anfang hat herrscht Hochspannung und durch die vielen Wendungen bleibt es interessant. Der Autor vermeidet es unnötig Zeilen zu füllen. Eine Langeweile kommt hier nicht auf und ein grandioses Ende führt zu einem Lesehochgenuss.
Fazit: hier wird Spannung großgeschrieben und wartet mit einer genialen Story auf. Bernhard Aichner ist hier eine fesselnde und packende Fortsetzung gelungen. Ich hoffe jetzt schon ein baldiges Wiedersehen mit Bronski.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥
Vielen Dank an btb Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Heute erscheint der neue Krimi von Vera Nentwich. Auf dieses Buch bin ich schon sehr gespannt. Das Cover lädt direkt zum Lesen ein
Klappentext Was tust du, wenn aus einem Gefallen ein Mord wird? Mörder jagen!
Die neue Assistentin Cassandra bringt Glanz in die aufstrebende Detektei von Sabine „Biene“ Hagen und Jago Diaz Fernandez. Cassandra bittet um einen Gefallen, denn ihre Tante fühlt sich von Schlägern bedroht. Dann ist die Tante tot. Der zwielichtige Onkel gerät ins Visier. Zugleich verlangt ein Vermisstenfall Bienes Aufmerksamkeit und sie entdeckt, dass ihr Freund sie belügt. Sie muss ihre Beziehung hinterfragen und den verwirrenden Spuren in den Fällen nachgehen. Der Weg führt sie sowohl zu einer ominösen Privatbank nach Düsseldorf, als auch zu einer berüchtigten Bauunternehmerin. Und überall öffnet die Nennung von Jagos Namen auf magische Weise Türen. Zwischen zwei Fällen und der Angst um ihre Beziehung muss Biene mutig ihren Weg gehen, Gefahren trotzen und einen Mörder stellen.
Und jetzt habe ich den neuen Krimi von Malin Blunk auch erhalten. Ganz herzlichen Dank dafür und auch für die Süßigkeiten
Klappentext Innerhalb von wenigen Tagen werden zwei Kajakfahrer im Kieler Hafen tot aufgefunden. Die Wasserschutzpolizei geht in beiden Fällen von Gewaltverbrechen aus und schaltet die Mordkommission Kiel ein. Zunächst kommt man mit den Ermittlungen gut voran, es gibt vielversprechende Hinweise. Doch mit dem zweiten Toten zerplatzen jegliche bisher sicher geglaubten Theorien und Zusammenhänge. Andresen geht ungeachtet dessen davon aus, dass es einen gemeinsamen Auslöser für die Taten geben muss, zumal die Opfer eng miteinander befreundet waren. Reichlich Arbeit also für das Kieler Team.
Mitzi stolpert mal wieder ungewollt in eine Mordgeschichte und wird sogar des Mordes an ihrem Freund Kasi verdächtigt. In ihrer Not wendet sich sich an ihre Freundin, die Kommissarin Agnes Kirschnagel. Nachdem ein weiterer Mord in Agnes Bezirk geschieht und ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht, wird Agnes in die Ermittlungen hinzugezogen. Mitzi wird freigelassen und gerät plötzlich zwischen die Fronten und ihr Leben ist in Gefahr.
Dies ist der dritte Teil mit der Mördermitzi, kann aber unabhängig voneinander gelesen werden, da jeder Krimi in sich abgeschlossen ist. Mitzi ist traumatisiert aufgrund eines Ereignisses in der Kindheit und Agnes hat es sich zur Aufgabe gemacht ihre Freundin zu beschützen. Sie muss hier allerlei erleiden und in Agnes Privatleben tut sich auch einiges. Mitzi ist außergewöhnlich und sehr naiv, dabei äußerst liebevoll und mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Mit an ihrer Seite ist der Pflichtverteidiger Jakob Sparroder, der liebend gern ein Schnaps trinkt. Isabella Archan versteht es mit der schrägen Mitzi und mit einem lockeren und spannendem Schreibstil einen humorvollen Krimi zu kreieren und überrascht mit Wendungen.
Fazit: ein humorvoller Krimi mit bemerkenswerten Charakteren und einem absolut unerwarteten Täter, machen dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Den ersten Teil des Schwarzwaldkrimis von Linda Graze möchte ich euch nicht vorenthalten.
Klappentext Hätte das nicht bis morgen Zeit gehabt! «Im Lebe net», meint die Putzfrau des Polizeipostens von Bad Wildbad. Aber sie täuscht sich: Der neue Kommissar aus Karlsruhe heißt Justin Schmälzle, er ist schwarz, vegan und liebt (außer seiner Frau Claudia) kaum etwas mehr als seinen Reismilch-Macchiato. In Karlsruhe hat er noch einen Drogenring ausgehoben. In Bad Wildbad werden allenfalls Blumenkübel in die Enz geworfen. Wenn es hochkommt. Schaden: 250 Euro. Doch dann treibt ein toter Mann im Fluss unter dem Lindenbrückle. Wenig später verschwindet eine junge Frau im Bannwald. Schließlich tauchen auch noch Tütchen mit Kräutern auf, die an die Jugendlichen von Bad Wildbad verkauft werden. Was ist hier los? Justin Schmälzle wird es herausfinden. Aber erst nach seinem Reismilch-Macchiato.
Der Juwelier Michael Pfeiffer wird erschossen aufgefunden. Die Aachener Kommissare sind gefordert, zumal Michael nicht der einzige Tote bleibt. Ein Obdachloser wurde mit einer außergewöhnlichen Mordwaffe getötet. Kriminalhauptkommissar Hansen und sein Team ermitteln in alle Richtungen. Der Schwiegervater von Michael lässt kein gutes Haar an ihm, denn er vermutet, dass er in illegale Geschäfte verwickelt war. Dazu kommt, dass sie unter Druck stehen, denn die bevorstehende Reit WM soll das inzwischen gewonnene Ansehen nicht verlieren. Wird es ihnen gelingen weitere Verbrechen zu verhindern?
Dies ist der 5. Fall für Hansen und sein Team. Man kann alle Teile unabhängig voneinander lesen, da jede Geschichte in sich abgeschlossen ist. Diesmal gibt es Berührungspunkte mit der Politik von Nordirland und dem Brexit. Der Autor versteht es glänzend Krimi und Politik spannend zu verknüpfen. Er gibt Einblicke in die Problematik Großbritanniens wegen dem bevorstehenden Austritt aus der EU und gleichzeitig welche Bedeutung dies für Nordirland hat. Hansen gefällt mir gut. Er hat einen trockenen Humor und ist ruhig und besonnen. Sein gesamtes Team ist stimmig und keiner drängt sich in Vordergrund. Am Anfang steht viel Ermittlungsarbeit an, aber im Laufe der Geschichte nimmt die Spannung immer mehr zu, bis es zum sogenannten Show-down kommt.
Fazit: ein spannender und unterhaltsamer Krimi mit einem politischen Touch, vielschichtigen Charakteren und steigendem Spannungsbogen, halten den Leser in Atem und bescheren einen sehr guten Lesegenuss. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezension zu den Aachen-Krimis findet ihr unter
Xisca Font kehrt nach 10 Jahren von Madrid wieder nach Mallorca zurück, da ihre Mutter ihre Hilfe benötigt. Gemeinsam schauen sie die Osterprozession an. Ein Büßer bricht plötzlich zusammen. In ihrer neuen Dienststelle als Subinspectora ist ihr ein wenig langweilig und sie wittert ein Verbrechen, als sie erfährt, dass der Büßer gestorben ist. Zusammen mit ihrem Kollegen Jan macht sie sich an die Ermittlungen, sehr zum Leidwesen ihres Kollegens Carlo. Tatsächlich stellt sich heraus, dass am Büßergürtel Gift war. Ihre Spuren führen sie zu einer Bruderschaft, die aus arroganten Menschen besteht. Wer steckt hinter der Tat?
Dies ist der Debüt Krimi von Liliana Moreno. Sie hat einen sehr angehmen Schreibstil, auch wenn er sehr detailverliebt ist. Gute Kommentare, Vergleiche und Wortkreationen lassen oft ein Schmunzeln zu. Sehr gut gefällt mir Xisca, die sich in ihrer neuen Dienststelle erst behaupten muss. Sie ist eine Frau mit Ecken und Kanten, dennoch sympathisch. Carlo ist oft von ihr genervt. Er liebt Frauen und wechselt sie häufig. Die Ermittlungsarbeit gerät ins Stocken, da die bessere Gesellschaft der Bruderschaft nicht gerade mitteilsam ist. Dadurch, dass am Anfang viel vom Privatleben von Xisca erzählt wird, bleibt streckenweise die Spannung auf der Stelle. Die Landschaft beschreibt sie sehr anschaulich, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Am Ende wartet sie mit einem Täter auf, den ich nicht im Visier hatte.
Fazit: ein Krimi mit Lokalkolorit und sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, sowie der sehr gute Schreibstil mit interessanten Wortkreationen führen zu einem guten Lesegenuss. Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an den CW Niemeyer Buchverlage GmbH für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.