Filz Sylvia und Konopatzki Sigrid – Verliebt in Rosa

Rezension

Rosa ist glücklich darüber, dass sie im Shanty-Chor Deichperlen mitsingen kann. Dort werden traditionelle Seemannslieder gesungen. Die anderen fünf Frauen sind begeistert, als sie mit einem Akkordeon spielt. Dabei trifft sie auf Sören. Kann sie ihm wirklich vertrauen?

Rosa bringt frische Ideen und neuen Schwung in die Gruppe und wird von Beginn an herzlich empfangen. Die wöchentlichen Auftritte in der Hafenkneipe Möwenposten schaffen eine lebendige Stimmung und zeigen, wie viel Freude Musik und Gemeinschaft bringen können. Beim Lesen habe ich deutlich gespürt, wie sehr die Frauen einander wertschätzen und wie stark ihre Bindung ist.
Besonders hat mir gefallen, wie sich zwischen Rosa und Sören zarte Gefühle entwickeln.

Fazit: Es ist eine lockere und leichte Lektüre. Die norddeutsche Kulisse verleiht der Geschichte Flair. Der Roman lebt von seinen sympathischen Figuren, die mit ihrer Herzlichkeit überzeugen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Kohfink Heiko – Rosalie und der blutige Pfeil

Rezension

Der Krimiclub findet sich zu einem Outdoor-Event auf einem Bogenschießplatz ein. Dort entdeckt Rosalie einen Pfeil, der mit Blut befleckt ist. Sogleich machen sich die Seniorendetektive Rosalie und Gustav ans Ermitteln. Doch je tiefer sie in die Sache eintauchen, desto mehr geraten sie in außergewöhnliche Situationen, sehr zum Leidwesen des Lukas Eisele.

In diesem zweiten Teil bringt der Autor seine Rentnerdetektivin erneut in die Handlung, und es dauert nicht lange, bis Rosalies und Gustavs kriminalistisches Gespür geweckt wird. Was anfangs wie ein Rätsel erscheint, verwandelt sich nach und nach zu einem spannenden Fall, bei dem lange unklar bleibt, ob tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde.
Mit viel Neugier, Mut und einer gehörigen Portion Engagement machen sie sich daran, die Hintergründe aufzudecken. Dabei bringen sie sich wieder in gefährliche Situationen. Rosalie wäre allerdings nicht Rosalie, wenn sie sich davon abschrecken ließe. Gustav unterstützt sie wie gewohnt mit seiner ruhigen Art, sodass das Duo als Ermittler hervorragend harmoniert. Auch diesmal beweist Rosalie, dass sie nicht nur mutig, sondern auch klug ist, denn mit Einfallsreichtum gelingt es ihr, dem Täter auf die Schliche zu kommen.
Gelungen ist auch die Verbindung zur Reihe Schwabencops.

Fazit: Der Krimi überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Spannung und Humor. Der dezente schwäbische Dialekt ist leicht verständlich, und ein hilfreiches Glossar am Ende des Buches bietet Übersetzungen. Es ist eine unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Charakteren, die Lust auf mehr macht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Mohr Kerstin – Eierlikör und Bienenstich

Rezension

Eine Hunsrücker Honigmesse soll stattfinden und die Vorbereitungen laufen bereits. Bislang ist alles friedlich, bis anonyme Briefe auftauchen und kurz darauf ein Mord geschieht. Anneliese und Loni wittern einen neuen Fall und beginnen prompt mit ihren Ermittlungen. Selbst Anneliese erhält einen Drohbrief. Ein Verdächtiger ist zunächst nicht in Sicht.

Dies ist bereits der vierte Fall für die charmanten Seniorinnen. Bereits die Planungen für die Messe verlaufen alles andere als ruhig. Als dann auch noch ein Mord passiert, sind Anneliese und Loni sofort zur Stelle und fangen an, auf ihre eigene Art zu ermitteln, und zwar bei Eierlikör und Bienenstich. Es gibt einige Verdächtige, und ich habe mitgerätselt, wer ein Motiv haben könnte. Besonders hervorzuheben sind die beiden Damen Anneliese und Loni. Sie sind sehr sympathisch und wirken authentisch.

Fazit: Es handelt sich um einen soliden, unterhaltsamen Krimi aus dem Hunsrück mit Charme. Im Mittelpunkt stehen die sympathischen Seniorinnen Anneliese und Loni, die man sofort ins Herz schließt. Perfekte Lektüre, warmherzig und humorvoll erzählt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Franke Heike – Bange machen zählt nicht

Rezension

Lissi ist nach ihrer erfolgreichen Zeit wieder in Berlin, um an einer Weltaufführung teilzunehmen, trotz einiger Warnungen. Die Mitwirkenden geben sich alle Mühe, ohne Rücksicht darauf, dass die Stimme leiden könnte. Wie wird Lissi die Anforderungen erfüllen, ohne ihre Stimme zu gefährden und ihren Ruf aufs Spiel zu setzen?

Dies ist bereits der vierte Teil der Reihe über Lissi und ich habe alle vorherigen Bände gelesen. Meiner Meinung nach ist es sehr lohnenswert, die Geschichte von Anfang an zu verfolgen, da man so Lissis Entwicklung besonders gut nachvollziehen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch erneut so viele neue und spannende Einblicke in Lissis Leben bietet. Obwohl ich selbst kein Fan der Oper bin, hat mich die Geschichte von Beginn an begeistert. Die Welt der Oper wird so lebendig beschrieben, dass ich völlig darin eintauchen konnte.
Lissi steht diesmal vor einer besonders großen Herausforderung und muss sich gegen zahlreiche Hindernisse behaupten. Ihr Weg ist alles andere als einfach. Sie bleibt zielstrebig, weiß genau, was sie will, und wirkt dabei gleichzeitig bescheiden und unglaublich sympathisch.
Ein ganz besonderer Moment war für mich die Szene während der Probe, als Lissi um eine Änderung bittet und schließlich der letzte Ton verklingt. Diese Passage war so eindrucksvoll und authentisch beschrieben, dass ich wirklich Gänsehaut hatte und kurz sprachlos war.
Es hat mir auch gefallen, viele bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden wiederzutreffen.

Fazit: Es ist erneut ein sehr emotionaler und intensiver Einblick in die Opernwelt. Besonders schön fand ich zu beobachten, wie sich Lissi weiterentwickelt hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe jede Seite genossen. Für mich ist auch dieser Band ein voller Erfolg und ich gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Greifenstein Gina – Grumbeersupp

Rezension


Eine Dose Grumbeersupp sorgt für Überraschung bei Kriminaloberkommissarin Paula Stern, denn sie findet einen Finger darin. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bernd Keeser beginnen sie die Ermittlungen. Diese führen sie zu der neu eröffneten Suppenmanufaktur von Sabrina König. Ihr fehlt aber kein Finger. Hat dort ein Verbrechen stattgefunden und wo ist die Leiche?

Dies ist bereits der zehnte Band der Pfälzer-Reihe, aber mein erstes dieser Serie. Der Einstieg fiel mir sehr leicht.
Schon der ungewöhnliche Auftakt sorgt für Aufmerksamkeit. Paula ist völlig perplex, als sie plötzlich einen Finger in ihrer Suppe entdeckt. Doch eine passende Leiche fehlt zunächst. Die Ermittlungsarbeit bleibt durchgehend interessant, ohne dass es langweilig wird oder ins Stocken gerät.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Kriminalfall und Alltag. Zwischen den Ermittlungen spielt gutes Essen in gemütlichen Lokalen immer wieder eine Rolle. Die Ermittler wirken sympathisch und authentisch, auch weil ihr Privatleben immer wieder dezent mitschwingt. Die Handlung bleibt durchgehend spannend. Gerade als ich dachte, dass die Geschichte zu Ende erzählt ist, eröffnet sich noch einmal eine neue Richtung, die mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein humorvoller Pfälzer Krimi mit ausdrucksstarken Charakteren und viel Charme. Der Dialekt ist dezent eingesetzt und war für mich ohne regionale Vorkenntnisse gut verständlich. Für mich war es sicher nicht das letzte Buch der Autorin, denn meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Wild Elsa – Sieben Leben

Rezension

Ein junges Mädchen wird nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich im Koma. Die Katze Ginger ist verletzt und landet bei einer Heilerin. Ginger wird vor eine Entscheidung gestellt.

Schon früh wird deutlich, warum das Buch diesen Titel trägt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer Katze.
Zwei Schicksale stehen im Fokus, die eng miteinander verbunden sind. Die Geschichte ist stellenweise traurig, verliert dabei jedoch nie ihre hoffnungsvolle Grundstimmung. Gingers Entscheidung ist mutig und hat Gewicht und zeigt, wie viel Stärke auch in scheinbar kleinen Wesen liegen kann.

Fazit: Es ist ein berührendes Buch über Verbundenheit, Verlust und Hoffnung. Die Illustrationen von Franziska Gell ergänzen die Geschichte auf sehr stimmige Weise. Sie unterstreichen die Atmosphäre des Buches. Mir hat die Geschichte gut gefallen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und  ⭐⭐⭐⭐

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McFadden Freida – Die Ehefrau

Rezension

Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Sie findet Victorias Tagebuch und erfährt nach und nach einiges über ihr Leben.

Dieses Buch hat mich erneut mit einer eher subtilen, aber dennoch konstanten Spannung gefesselt. Sylvia widmet sich Victoria mit großer Hingabe und Geduld. Dabei wirkt Victoria beinahe apathisch und ist im Rollstuhl gefangen, während ihre Versuche zu kommunizieren unverständlich bleiben. Ihr Ehemann Adam ist sehr fürsorglich.
Besonders gelungen sind die wechselnden Perspektiven und die eingestreuten Tagebucheinträge. Je mehr Sylvia aus dem Tagebuch erfährt, desto deutlicher wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Diese schleichende Erkenntnis ist sehr wirkungsvoll umgesetzt und gibt nach und nach weitere Einblicke in das Eheleben. Der Schneesturm, die Abgeschiedenheit des Hauses und der Stromausfall verstärken die unheimliche Stimmung zusätzlich.

Fazit: Es ist ein Thriller mit unterschwelliger Spannung von Anfang an, der durch Atmosphäre und mehrere Twists punktet. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Besonders hervorzuheben sind die überraschenden Wendungen, und selbst am Ende gelingt es der Autorin, noch eine Überraschung einzufügen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Klinger Christian – Giovanni, du stinkst

Rezension

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das  überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Herz Tina – Sonne im Gepäck

Rezension

Tom hat einen Auftrag eines Kulturprojekts, das ihn für längere Zeit durch halb Europa reisen lässt. Seine Frau möchte nicht die ganze Zeit mit den kleinen Zwillingen allein sein und beschließt kurzerhand, ebenfalls am Kulturprojekt teilzunehmen, und die Betreuung der Kinder zu teilen. Ein Wohnmobil muss her, und schon beginnt die Reise. Doch nicht alles läuft wie erhofft. Das Camperleben zu viert ist sehr beengt, und ihr Mann scheint mehr mit seiner Kollegin beschäftigt zu sein. Von der idyllischen Atmosphäre kann hier keine Rede sein.

Dieser Roman erzählt von einem Roadtrip, der ganz anders verläuft als geplant. Valerie beginnt die gemeinsame Reise voller Vorfreude, merkt aber bald, dass Planung und Realität oft weit auseinanderliegen. Sie steht ständig unter Strom, reagiert angespannt auf jede Abweichung, sobald Chaos entsteht. Tom dagegen wirkt gelassen und in sich ruhend, was sie nervt. Ursprünglich wollten sie die Kinderbetreuung aufteilen, aber dies funktioniert nicht.

Fazit: Ein unterhaltsamer und humorvoller Roadtrip mit Gefühl und authentischen Konflikten. Kleine Längen in der Mitte werden durch eine spannende Weiterentwicklung ausgeglichen. Besonders gelungen ist das lebendige Setting, das verschiedene Orte in den Fokus rückt. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie alle an ihren Herausforderungen wachsen und sich weiterentwickeln.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Heyne Verlag herzlich bedanke.