Hebesberger Roland – Kripo Nordsee Niederträchtiges Sylt

Rezension

Hauptkommissar Lasse Klaasen und seine Teamkollegen erhalten eine Einladung von einem alten Freund, der sie zu dem traditionellen Biikebrennen nach Sylt einlädt. Zunächst zögert Lasse, weil Erinnerungen an die Insel wieder wach werden, doch schließlich stimmt er zu. Als das Feuer lodert, finden sie vier verbrannte Leichen. Während ihrer Ermittlungen stoßen sie auf einen alten Orden. Gleichzeitig hat Hauptkommissarin Hanna Janssen einen speziellen Auftrag, der sie ebenfalls nach Sylt bringt.

Der Kriminalroman beginnt spannend mit einem Prolog und die Handlung folgt mit zwei Handlungssträngen. Es gilt zunächst, den Mord an den vier Leichnamen zu klären, während gleichzeitig Hanna in eine äußerst riskante Rolle schlüpfen muss. Lasse entdeckt Symbole, die auch seine Mutter bei ihrem Tod getragen hat.
Die Charaktere sind durchweg glaubwürdig und vielschichtig, was sie überzeugend macht. An einigen Stellen ist die Erzählung auch recht heftig, was der Ernsthaftigkeit des Themas entspricht und für empfindsame Leser möglicherweise nicht geeignet ist. Wer hinter dem geheimen Orden steckt, bleibt bis zum Schluss unbekannt, was die Spannung bis zur letzten Seite hochhält.

Fazit: Auch der zweite Teil ist packend inszeniert und fesselnd verfasst. Die düstere und bedrückende Stimmung hielt mich in Atem. Starke und überraschende Wendungen zeichnen das Buch aus. Für mich ist es mehr als ein typischer Krimi. Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Empire Verlag herzlich bedanke.

Stranzl Nicole – Waldgeheimnis

Rezension

Der Mord an einem Geschäftsmann stellt die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler zunächst vor ein Rätsel. Dann gelingt dem Serienmörder Nikolas Novak die Flucht aus dem Gefängnis, und möglicherweise ist nun Alina in Gefahr, da sie ihn in der Vergangenheit überführt hat.

Der Autorin gelingt es mit dem zweiten Fall für die Grazer LKA-Beamten, von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Es geht nicht nur um den Ermordeten, sondern auch um einen äußerst gefährlichen Psychopathen, der aus der Haft entkommen ist und sein künstlerisches Werk vollenden möchte.
Mehrere Handlungstränge gibt es, die anfangs nicht wie Teile eines Ganzen erscheinen. Genau das macht die Geschichte so packend, die später in einem mitreißenden Finale zusammengeführt werden. Auch das Privatleben der Ermittler wird beleuchtet. Dabei empfinde ich Alina und Alex nicht unbedingt als sympathisch.

Fazit: Der Kriminalroman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel und das Finale bietet einen unerwarteten Showdown. Das Ende weckt die Neugier auf eine Fortsetzung. Kurz gesagt: spannend, fesselnd, beklemmend, stimmungsvoll, aufwühlend.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Fölck Romy – Fünf Fremde

Rezension

An einem stürmischen Oktobertag brechen fünf Personen zur Insel Neuwerk auf, die mitten im Wattenmeer liegt. Für einige von ihnen ist es eine Rückkehr nach 30 Jahren. Vor all den Jahren verschwanden zwei Schüler aus dem Schullandheim ohne jede Spur. Was damals passierte, hat sie niemals losgelassen. Ein heraufziehender Sturm und viele unbeantwortete Fragen erlauben kein Verlassen der Insel. Es scheint, als ob jemand noch eine Rechnung offen hat.

Bereits zu Beginn der Überfahrt zur Insel wird es aufregend. Drei Jahrzehnte später kehren einige der damaligen Schüler an den gleichen Ort zurück, wodurch alte Wunden erneut aufgerissen werden.
Die Autorin nimmt sich Zeit, um die verschiedenen Charaktere vorzustellen, was keineswegs langweilig ist. Im Gegenteil, auf diese Weise bekommt man einen tieferen Einblick. Ihre Ängste und Geheimnisse treten allmählich hervor, ohne dass die Erzählung an Tempo verliert. In wechselnden Perspektiven offenbart sich allmählich, was damals geschehen ist, ohne zu viel zu verraten. Die einzelnen Handlungsstränge werden erst am Ende miteinander verbunden, sodass die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten bleibt.

Fazit: Es handelt sich um einen spannenden und atmosphärischen Thriller, der mich begeistert hat. Die bildliche Sprache hat zusätzlich dafür gesorgt, dass ich bestens unterhalten wurde. Aufgrund des Buches möchte ich diese Insel unbedingt besuchen. Die Auflösung war schlüssig und lieferte nachvollziehbare Erklärungen für die Beweggründe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Hafermeyer Franz – Die Maultaschenmorde

Rezension

Ein grausamer Mord geschieht in Augsburg. Es wird eine gekreuzigte Leiche entdeckt, die am Mast eines Segelboots hängt und brutal verstümmelt wurde. Wegen des aktuellen Personalmangels im Kommissariat darf der Privatdetektiv Sven Schäfer zusammen mit Kommissarin Elsa Dorn ermitteln, da der Kriminalrat befürchtet, dass ein Serientäter am Werk ist. Bald bestätigen sich diese Sorgen. Eine erste Spur führt in die Sado-Maso-Szene.

Da die letzte Mordermittlung für Elsa sehr belastend war, besteht ihr Vorgesetzter Jansenbrink darauf, dass Sven sie unterstützt. Die Opfer wurden grausam behandelt und sowohl Elsa als auch Sven suchen in alle Richtungen, bis sie letztendlich Hinweise finden, die zeigen, dass es eine Verbindung zwischen den Opfern gibt. Mir gefallen die Charaktere sehr, denn sie haben Ecken und Kanten, sind aber trotzdem sympathisch. Auch der Mops ist wieder mit von der Partie. Die Ermittlungen verlaufen spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte.

Fazit: Es handelt sich keineswegs um einen harmlosen Cosy Crime, auch wenn das Cover das vermuten lässt, denn hier geht es ganz schön zur Sache. Ich habe mich erneut gut unterhalten gefühlt und freue mich sehr auf eine Fortsetzung. Wer spannende Krimis mit schwarzem Humor mag, wird hier genau richtig sein.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Limar Fiona – Todesstollen

Rezension

Ein Mädchen fällt in einen alten Bergwerksstollen, und bei den Rettungsarbeiten wird eine Leiche entdeckt. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine sechzehnjährige junge Frau handelt, die vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Kriminalinspektorin Alva Claesson und ihr Team suchen nach Hinweisen bei den Freundinnen aus jener Zeit. Laura hat seitdem unter heftigen Alpträumen zu leiden und kontaktiert den Psychologen Birger Nyberg. Doch es droht Gefahr für Laura, denn es scheint, als ob jemand nicht möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Das Buch startet gleich dramatisch und spannend und hält diese über weite Teile der Geschichte. Nachdem Lauras Freundin tot aufgefunden wird, hat sie mit Panikattacken und kurzen Flashbacks zu kämpfen. Die Frage, was vor zehn Jahren passiert ist, lässt Laura nicht los, und sie versucht mit Hypnose, die längst vergessenen Erinnerungen zurückzuholen. Kurz darauf geschehen ein Mord und eine Entführung.
Früh hatte ich eine Ahnung, wer hinter den Vorfällen stecken könnte, aber dieses Wissen hat meine Freude am Lesen nicht gemindert. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung der Ermittler tragen wesentlich zu meiner Lesefreude bei. Besonders gelungen ist die stärkere Einbindung des Psychologen Birger, dessen Fachkenntnisse die Arbeit des Kommissariats bereichern.

Fazit: Dies ist bereits der dreizehnte Teil der Schweden-Reihe, kann aber auch unabhängig gelesen werden. Es handelt sich erneut um einen spannenden Fall mit  psychologischen Touch und überzeugender Teamarbeit.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Strobel Arno – Ungelöst

Rezension

Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff entdeckt auf einem Plakat eine vermisste Frau. Diese Frau war die Partnerin eines Mannes, der Luisa im Alter von 5 Jahren entführt hatte. Weil sie Nicole Klement als psychisch instabil in Erinnerung hat und sie den Täter Lichner auf freiem Fuß vermutet, kontaktiert sie die Polizei in München. Hauptkommissar Ramin Brunner sollte eigentlich eine Abteilung für Cold-Case-Ermittlungen aufbauen, hat jedoch das Ziel, zuerst die vermisste Person zu finden. Luisa verfügt über ein eidetisches Gedächtnis, das sich nicht nur auf ihren eigenen Entführungsfall bezieht, weshalb Brunner sie in die Ermittlungen einbezieht.

Dies ist ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Reihe und hat mich begeistert. Durch Luisas tatkräftige Hilfe kommen die Ermittler an entscheidende Informationen, die den Fall in eine neue Richtung lenken. Als es eine Vermisstenmeldung gibt, wird sofort klar, dass schnelles Handeln nötig ist. Die Ermittlungen nehmen ein spannendes Tempo an, das niemals langweilig wird, sondern sich Schritt für Schritt voranbewegt. Auch die Charaktere Kommissar Brunner, Grohmann und Tewes haben mir sehr gut gefallen. Ihre verschiedenen Methoden und Ansätze ergänzen sich und verleihen dem Fall Glaubwürdigkeit.

Fazit: Dies ist ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe mit sympathischen, Charakteren und einer fesselnden Story. Die überraschenden Wendungen und kurzen Kapitel halten einen auf Trab, und ich kann es kaum erwarten, mehr über den nächsten Fall mit Luisa, Brunner, Grohmann und dem Rest des Teams zu erfahren.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bei S. Fischer Verlag bedanke.

Blunk Malin – Todesspiel

Rezension

Ein Sonntagsausflug nimmt für ein Ehepaar eine tragische Wende. Die Frau erwacht verletzt in einem Feld ohne Erinnerungen, während von ihrem Ehemann jede Spur fehlt. Viola und Karl entdecken die Frau, und Viola bemerkt einige Ungereimtheiten, weshalb sie inoffiziell ermittelt. Kurze Zeit später wird in der Nähe des Unfalls eine Leiche gefunden, und nun kann das gesamte Team unter Matti Andresen der Sache auf den Grund gehen.

Dieser Band ist der 16. Fall für Andresen und sein Team, und lässt sich auch ohne Kenntnis der vorherigen Fälle gut lesen. Es beginnt spannend und bleibt es auch.
Sie stoßen auf ein verlassenes Auto, dessen Nummernschild fehlt. Die verletzte Frau scheint anfangs keine Erinnerungen zu haben, und ihr Ehemann ist verschwunden.Das Team ermittelt in alle möglichen Richtungen, ohne dass zunächst ein Motiv oder ein Täter sichtbar wird. Plötzlich gibt es jedoch einen Hinweis, der eine unerwartete Wendung bringt. Von diesem Punkt an kommen sie Schritt für Schritt dem Täter näher. Zudem gibt es Einblicke in das Privatleben der Ermittler, was das Ganze etwas auflockert.

Fazit: Dies ist ein spannender Krimi mit einem harmonischen und starken Team. Bis zum Schluss blieb ich im Unklaren darüber, wohin die Handlung tatsächlich führt. Ein unblutiger Krimi, der die Vorfreude auf mehr weckt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Mein Buch des Monats Januar 2026

Buch des Monats Januar 2026

Und wie immer ist mir die Auswahl schwer gefallen, aber der Thriller von Jan Beck hat mich  als überzeugt.

https://helgasbuecherparadies.com/2026/01/22/beck-jan-dorn-ruf-der-toten-zimmer-203/

Welches Buch ist euer Lese-Highlight?

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Budgen Patrick – Das Zwergpudel Zerwürfnis

Rezension

Der frühere Journalist Alexander Toth hat nun den Beruf des Bestatters ergriffen und kümmert sich um die Beerdigung der berühmten Schlagersängerin Conny Red. Er zweifelt daran, dass ihr Tod natürlichen Ursprungs war, und führt zusammen mit der Sargträgerin Marie-Theres eigene Ermittlungen durch. Er hat starke Gefühle für sie und möchte ihre adligen Eltern beeindrucken, die sich gerade in der Stadt aufhalten. Plötzlich wird eine weitere Leiche entdeckt, und er ist überzeugt, dass ein Zusammenhang besteht.

Dies ist schon der dritte Teil einer Reihe über den Bestatter, der nebenbei Ermittlungstätigkeiten ausübt, und es war für mich die erste Bekanntschaft mit dieser Geschichte. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht. Im Fokus steht der Tod einer erfolgreichen Schlagersängerin, der anfangs auf einen unglücklichen Vorfall hindeutet. Doch der Bestatter, der mit detektivischer Neugier agiert, entdeckt mehr hinter der Sache.
Ich hatte den Täter relativ früh im Verdacht, was sich am Ende auch bestätigte. Das tat der Lektüre jedoch keinen Abbruch, denn das eigentliche Rätsel lag für mich weniger im „Wer?“, als im „Warum?“. Gerade das Motiv blieb lange im Dunkeln und ich konnte es nicht erahnen.

Fazit: Wer einen entspannten Cosy-Crime mit sympathischen Figuren und besonderem Setting sucht, ist hier genau richtig. Die Spannung steht nicht im Vordergrund, dennoch habe ich mich gut unterhalten.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

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Lieder Susanne – In der Liebe wollen wir frei sein

Rezension

Die Journalistin Juliane ist für die Brigitte tätig und thematisiert Angelegenheiten, die Frauen betreffen. Bisher hat sie den idealen Partner nicht gefunden, da ihr ihre Unabhängigkeit wichtiger ist. Eine Frau in den 1970er Jahren gab mit der Heirat ihre Freiheit und Selbstbestimmung auf. Dann trifft sie Andreas, aber die Furcht vor einer möglichen Schwangerschaft belastet sie. Zeitgleich demonstrieren in Frankreich Frauen für mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung. Auch Juliane beschäftigt sich mit dem Thema des Paragrafen 218.

Die Autorin widmet sich mit großer Sensibilität einem Thema, das bis heute nichts an Relevanz verloren hat, nämlich der Selbstbestimmung und dem Kampf um den Paragrafen 218. Eingebettet in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1970er-Jahre erzählt sie eine bewegende und aufrüttelnde Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Juliane, eine starke und selbstbewusste Frau, deren Artikel viele Frauen ihrer Generation ansprechen. Sie ermutigt dazu, die eigene Meinung zu äußern, sich zu positionieren und für die eigenen Rechte einzutreten. Auch ihre persönliche Geschichte hat mich berührt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre der 70er-Jahre lebendig werden zu lassen. Musik, Mode und das gesellschaftliche Lebensgefühl dieser Zeit werden so anschaulich geschildert, dass ich mich mitten hineinversetzt fühlte. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie hart und steinig der Weg zur Gleichberechtigung war und wie viel wir den mutigen Frauen von damals verdanken.
Obwohl die Erzählung fiktiv ist, stützt sie sich auf reale Ereignisse. Sie regt zum Nachdenken an und macht mir bewusst, wie bedeutend es ist, errungene Rechte nicht für selbstverständlich zu halten.

Fazit: Es ist eine großartige und bewegende Geschichte, die mich sowohl unterhalten als auch nachdrücklich bewegt hat. Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die für Gleichberechtigung gekämpft haben, Chapeau! Wo wären wir heute ohne ihren Mut?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Aufbau Verlag herzlich bedanke,