Ein Monat Santa Cruz soll Carl und Helene Westers Ehe retten. Haustausch, Pool, Strand – das alles klingt nach Neustart. Doch dann treibt eine tote Ratte im Pool, nächtliches Klopfen in den Rohren stört den Schlaf des Paares, und als Carl im verstopften Abfluss der Badewanne einen grausigen Fund macht, ist er endgültig alarmiert.
Zur selben Zeit zieht Künstler Adam Harris mit seiner Frau Scarlett in das Zuhause der Westers im Stockholmer Schärengarten. Ein wunderschönes Haus am Wasser – ausgestattet mit einem Überwachungssystem, das jemand gut versteckt hat. Und einer Nachbarin, die zu viel sieht.
Je mehr die Paare sich miteinander austauschen, desto klarer wird: Das hier ist kein Urlaub. Es ist eine Falle. Und der Täter kennt nicht nur die Häuser, sondern die Schwachstellen in ihren Ehen.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Ullstein Verlag.
Eigentlich hatte die Kriminalpsychologin Ira Samin ganz andere Pläne, als sie zu einem Geiseldrama in einen Berliner Rundfunksender gerufen wird. Doch plötzlich gerät sie in einen Albtraum, der ihr alles abverlangt. Ein unbekannter Täter hat die Kontrolle übernommen und zwingt die Menschen zu einem grausamen Spiel. Er ruft wahllos Telefonnummern an und stellt den Angerufenen vor eine scheinbar einfache Aufgabe. Sie müssen sich mit einem bestimmten Satz melden. Tun sie es nicht und nennen stattdessen ihren Namen, muss eine Geisel sterben. Für Ira beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Kann sie den Entführer zum Aufgeben bewegen und das Leben der Geiseln retten?
Das Buch erschien ursprünglich vor 19 Jahren und wurde nun neu aufgelegt. Obwohl ich die Geschichte bereits kannte, hat sie mich auch diesmal wieder vollkommen begeistert. Dem Autor gelingt es, von Beginn an eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen und die Spannung immer weiter zu steigern.
Ira Samin übernimmt die Verhandlungen mit dem Entführer und steht dabei unter einem enormen Druck. Jede Entscheidung kann über Leben und Tod entscheiden. Doch der Täter ist ihr immer wieder einen Schritt voraus und stellt Forderungen, die zunächst kaum erfüllbar erscheinen. Währenddessen wartet ein SEK-Team auf seinen Einsatz. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass sich möglicherweise ein Maulwurf in den eigenen Reihen befindet. Die Frage, wem man vertrauen kann, wird dadurch zu einem weiteren gefährlichen Bestandteil dieses Spiels.
Besonders gut hat mir gefallen, wie geschickt die Handlung immer wieder in eine andere Richtung gelenkt wird. Gerade wenn man glaubt, die Zusammenhänge zu durchschauen, kommt die nächste Wendung und alles sieht plötzlich wieder anders aus. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und entwickelt ein Tempo, das kaum Zeit zum Durchatmen lässt.
Fazit: Auch 19 Jahre nach der ersten Veröffentlichung hat der Thriller für mich nichts von seiner Wirkung verloren. Ein temporeicher Thriller mit einem perfiden Spiel, vielen überraschenden Wendungen und einer Spannung, die bis zum Schluss nicht nachlässt. Für mich gehört dieses Buch nach wie vor zu den besten Werken von dem Autor. Mit drei Worten: brillant, großartig, spannend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.
Eine Frau schweigt. Seit Stunden sitzt sie auf der Polizeiwache, nachdem ein junger Mann durch ihre Hand starb. Notwehr, sagen die Zeugen. Doch Verhaltenspsychologin Marlene Nielsen, Koryphäe für Mikroexpressionen, spürt: Hier stimmt etwas nicht. Ihr Gegenüber hat sich jede verräterische Regung abtrainiert – bis sie erfährt, wer Marlene ist. Da huscht Furcht über ihr Gesicht. Zwei Frauen, deren eiserner Wille sich in nichts nachsteht, treffen hier aufeinander. Doch die Zeit tickt, denn ohne konkrete Beweise gegen die Unbekannte kann die Polizei sie nicht festhalten. Als Marlene auf eigene Faust ermittelt, wird sie in ein monströses Lügenkonstrukt gezerrt – und muss erkennen: Die Grenze zwischen Täterin und Opfer ist schmaler als gedacht.
Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.
Manchmal sind es die besonderen Geschichten und die Menschen dahinter, die uns neugierig machen. Heute freue ich mich sehr, euch die sympathische Autorin Carolin Frey vorzustellen, deren Debütroman „Das Krähenzimmer“ spannende Unterhaltung mit Atmosphäre und Tiefgang verspricht.
Liebe Helga, wie schön, dass ich mich in die illustre Runde von Autorinnen und Autoren auf deinem Blog einreihen darf!
Ich habe bereits seit rund 20 Jahren ein Faible für Thriller, Krimis und Spannungsromane und bin nun sehr glücklich, dass mit Das Krähenzimmer mein Debüt in diesem Genre im Rowohlt Verlag erschienen ist. Bei meinen Geschichten sind mir eine dichte Atmosphäre und ausgefeilte Figuren sowie ein Mix aus Unterhaltung und Tiefe besonders wichtig. Ich mag als Leserin und als Autorin das leise Grauen, das im Kopf entsteht, deutlich lieber als brachiale Gewalt oder Schockeffekte. Außerdem habe ich eine Vorliebe für Slow Burn Thriller, weil ich es sehr schätze, zunächst den Charakteren ganz nah zu kommen (ja, auch dem Antagonisten) und das Setting kennen und lieben zu lernen. Man liest es vielleicht schon heraus: Ich schreibe die Art von Büchern, die ich selbst gern lese.
Das Schreiben ist schon lange mein Beruf, wenn auch zunächst nicht in der Belletristik. Doch mein Hintergrund als Journalistin, Projektmanagerin, Lektorin und Podcasterin mit einem Fokus auf spannende Geschichten kommt mir auch heute als freiberufliche Autorin zugute.
Ich lebe mit meiner Familie in Mecklenburg Vorpommern. Wenn ich nicht gerade schreibe, besuche ich Rockkonzerte oder lasse ich mich auf Reisen für neue Geschichten inspirieren. Denn besonders dort, wo es idyllisch ist, geht bei mir sofort das Kopfkino los und ich denke daran, warum das ein wunderbarer Schauplatz für einen Thriller wäre…
Foto: Copyright Yvonne Schmedemann.
Ganz herzlichen Dank, liebe Carolin, für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser!
Nora Davies ist erfolgreiche Chirurgin, doch niemand ahnt etwas über ihre Vergangenheit. Ihr Vater hat viele Frauen im Keller ermordet, während sie als Kind nicht die leiseste Ahnung hatte. Auch nach 26 Jahren sitzt ihr Vater immer noch im Gefängnis, aber plötzlich werden zwei ihrer Patienten auf die gleiche Weise umgebracht, wie es ihr Vater einst tat. Die Polizei vermutet, dass sie irgendwie damit in Verbindung steht, kann ihr aber nichts nachweisen.
Schon der Prolog hat mich sofort gepackt und eine unglaublich spannende Atmosphäre geschaffen. Die Autorin versteht es wieder einmal, von Anfang an Fragen aufzuwerfen. Nora wächst behütet auf, doch eine verschlossene Kellertür weckt ihre Neugier, und sie lebt ein anscheinend normales Leben und hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Dennoch hat sie zunehmend das Gefühl, beobachtet zu werden. Als zwei Frauen getötet werden, beginnt die Suche nach dem Täter, und auch ich habe mich immer wieder gefragt, wer der Mörder sein könnte. Lange Zeit besteht eine unterschwellige Spannung, die stetig zunimmt. Vieles bleibt undurchsichtig und genau diese Unsicherheit trägt zum Reiz der Geschichte bei. Die Autorin setzt geschickt auf falsche Fährten und sorgt dafür, dass man bis zum Ende miträtselt. Die Auflösung hält schließlich eine Wendung bereit, die ich so nicht erwartet habe. Obwohl ich diesen Thriller insgesamt etwas schwächer fand als andere Werke der Autorin, hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Fazit: Es war mir erneut ein großes Vergnügen, in die kriminellen Machenschaften einzutauchen. Die beklemmende Stimmung und die geheimnisvolle Atmosphäre hinter der verschlossenen Tür haben mir sehr gut gefallen. Insbesondere die unerwartete Wendung zum Schluss wurde bestens umgesetzt. Für mich war es eine spannende Lektüre mit viel Rätselspaß. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an bookoutore Deutschland und Netgalley
Katja und Marcel brechen zu einem erholsamen Wochenendtrip auf und plötzlich ist ihr Koffer weg. Darin war ein GPS Tracker und sie folgen seiner Spur. Doch was sie am Ende erwartet, führt sie direkt in ihren eigenen Alptraum. Dieser ist so schmerzhaft und grausam, dass es scheinbar keinen Ausweg gibt.
Bereits der Prolog beginnt spannend und schnell wird klar, dass Marcel nicht der ist, für den er sich ausgibt. Genau das wird ihm zum Verhängnis. Nach und nach erfahren wir, was in der Vergangenheit geschehen ist und welche Ereignisse zu dieser Situation geführt haben. Dabei wird es brutal, sehr brutal und definitiv nichts für schwache Nerven.
Ein perfides Spiel beginnt und am Ende kann es nur Verlierer geben. Der Autor inszeniert die Handlung höchst dramatisch und sorgt damit immer wieder für Gänsehautmomente. Besonders interessant fand ich die Passagen in kursiver Schrift, in denen wir den Mechaniker kennenlernen, der eine außergewöhnliche Maschine betreibt. Dadurch wird die Geschichte noch unheimlicher und beklemmender.
Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit zahlreichen Gänsehautmomenten. Allerdings sind manche Szenen derart brutal beschrieben, dass ich das Buch abends nicht weiterlesen konnte. Die Handlung hat mich immer wieder überrascht und das Ende war für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Gerade deshalb hat mich dieser Thriller noch mehr begeistert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar.
Vor fünf Jahren wurde Ryan bei einem Überfall am Kopf verletzt und aus dem Auto gezerrt und seither ist seine Freundin Alison spurlos verschwunden. Die Ereignisse verfolgen ihn bis heute in seinen Träumen und immer wieder hört er Alisons Schreie. Da er damals unter Mordverdacht geriet, änderte er seinen Namen, begann ein Jurastudium und versuchte, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch dann wird Alisons Auto aus einem See geborgen. Darin befinden sich die Leichen von zwei unbekannten Personen. Für Ermittlerin Poppy McGee beginnt damit ein äußerst verzwickter Fall.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und lange war für mich nicht erkennbar, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenhängen. Auch die Hintergründe bleiben zunächst im Dunkeln, sodass ich immer wieder versucht habe, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen.
Ryan hat seine Jugendliebe Alison nie vergessen und kann nicht verstehen, dass ihr Verschwinden auch nach fünf Jahren noch nicht aufgeklärt wurde. Poppy McGee hat es bei ihren Nachforschungen ebenfalls nicht leicht und muss einigen Spuren hartnäckig folgen. Der zwielichtige Shane O’Leary verfolgt wiederum ein ganz eigenes Ziel und hat noch eine Rechnung offen. Was genau dahintersteckt, wird erst gegen Ende deutlich.
Je mehr Zusammenhänge ans Licht kommen, desto spannender wird die Geschichte. Endlich gibt es Hinweise auf Alisons Verschwinden und ich habe zunehmend mitgefiebert. Einige Hintergründe haben mich dabei durchaus überrascht.
Besonders gut gefallen hat mir Poppy McGee. Sie lässt sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen, setzt sich durch und verfolgt ihre eigenen Ermittlungsansätze. Ihre Hartnäckigkeit fand ich sehr interessant.
Fazit: Auch wenn die Spannung für mich nicht durchgehend vorhanden war und ich zunächst etwas gebraucht habe, um die verschiedenen Handlungsstränge zuzuordnen, hat mir der Thriller insgesamt gut gefallen. Im weiteren Verlauf nimmt die Spannung deutlich zu und die Auflösung konnte mich mit einigen überraschenden Hintergründen überzeugen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal
Luca scheint recht unauffällig, aber nur auf den ersten Blick. Dass sie ein gewagtes Doppelleben führt, ahnt keiner. Sie ist 34, chronischer Single und geschätzte Anwältin in einer Berliner Kanzlei. Ihre kleine Wohnung ist vollgestopft mit Büchern, Schallplatten und Akten. Tagsüber gute Freundin und hart arbeitende Juristin, sorgt sie des Nachts jedoch auf ganz andere Art für Gerechtigkeit. Dann nämlich sucht sie still und leise all jene heim, die straflos mit etwas Bösem davongekommen sind. Und hinterlässt dabei ein Markenzeichen – ein Gänseblümchen. Doch eines Tages wird sie bei einem ihrer nächtlichen Einsätze fast erwischt. Und plötzlich hängen in der ganzen Stadt rätselhafte Plakate, die sich wie Drohungen für sie lesen: Ich werde dich finden. Und all deine Geheimnisse werden mir gehören. Luca ist sich sicher: Sie wird verfolgt. Und scheint mit einer ihrer Aktionen an den Falschen geraten zu sein. An jemanden, der nun den Spieß umdreht – und viel weniger Skrupel hat als sie selbst. Ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel beginnt. Doch hat Luca überhaupt den richtigen Gegner im Visier?
Das Buch erscheint am 26.08.2026
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal
Du erhältst Nachrichten von deiner besten Freundin: Ich kann nicht sprechen … keine SMS und keine Anrufe … bitte komm einfach. Aber als du kurz darauf vor ihrer Tür stehst, öffnet sie dir und behauptet, dass alles in Ordnung sei. Du schaust nach und bemerkst, dass die Nachrichten auf deinem Handy gelöscht sind. Sechs Stunden später ruft die Polizei bei dir an.
Überall im Haus deiner Freundin ist Blut. Sie ist verschwunden.
Und du bist der letzte Mensch, der sie lebend gesehen hat …
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal
Gegenwart: Oliver Bergmann stößt am Ort des Verbrechens auf ein beunruhigendes Bild. Ein Mann ist am Steuer gefesselt, und das Fahrzeug ist luftdicht verschlossen. Der Täter hat ein Zahnrad hinterlassen, dessen Bedeutung Oliver und sein Team zunächst nicht verstehen. Als Oliver eine Nachricht des Verbrechers erhält, befürchtet er weitere Mordopfern. Die Zeit drängt. Zons 1507: Der Soldat Bastian Mühlenberger findet den Leichnam einer Frau, in deren Mund sich ein Zahnrad befindet. Neben ihr steht eine Sanduhr. Bastian fürchtet auch hier, dass weitere Morde folgen werden, und diese lassen nicht lange auf sich warten.
Die Geschichte beginnt wie gewohnt spannend. Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt und dennoch scheinen die beiden Fälle in einem gewissen Zusammenhang zu stehen. Einerseits geschieht alles in der Gegenwart und andererseits spielt es in der Vergangenheit. Zudem gibt es einen Countdown von einer Stunde. Dies war für mich hinsichtlich des Zeitgefühls etwas verwirrend, da die Handlung auf der einen Seite schnell voranschreitet und auf der anderen Seite die Stunde sehr gemächlich vergeht. Zudem gibt in der Handlung einige Wiederholungen, die mich ein wenig gestört haben.
Fazit: Die Geschichte startet spannend und konnte mich zunächst gut fesseln. Im weiteren Verlauf wirkte sie auf mich stellenweise etwas konstruiert und konnte mich nicht ganz so begeistern wie die vorherigen Bücher der Autorin. Das überraschende Ende hat mich jedoch wieder mit der Geschichte versöhnt und für einen gelungenen Abschluss gesorgt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐