Behmann Ulrich 📖 Dezember Tod

Meine #Rezension zu

Ulrich Behmann Dezember Tod

Ein Fischkutter wird von einer Riesenwelle getroffen und von der Besatzung fehlt jede Spur.
Die Mordermittlerin Herma van Dyck bekommt einen Anruf, dass an der Humme-Mündung Leichenhunde angeschlagen haben, aber keine Leiche zu finden sei. Sie zögert mit der Weiterleitung an ihren Chef, denn sie hat schon einmal einen groß angelegten Einsatz angeleiert, der sich dann als falsch erwiesen hat.
Die Taucher finden tatsächlich eine Leiche. Dies bleibt aber nicht der einzige Fund. Sie haben es mit einem Serientäter zu tun. Endlich finden sie einen Hinweis.
Können sie den Täter aufhalten, bevor noch mehr geschieht? Und was hat der gesunkene Fischkutter damit zu tun?

Dieser Psychothriller spielt an Originalschauplätzen an Weser und Nordsee. Der Autor Ulrich Behmann orientiert sich an echte Kriminalfälle und die grausamen Details sind real.
In wechselnden Kapiteln wird aus der Sicht des Täters geschildert. Dieser fühlt sich unbesiegbar und spielt ein Spiel mit den Kommissaren.
Schon früh hat er seine sadistische Ader gespürt. Das Ganze wird mit Emotionen untermalt, während die Ermittlungen sehr nüchtern und sachlich gehalten werden. Das liegt mitunter daran, dass wahre Begebenheiten eingeflossen sind. Mir war dies aber eine Spur zu sachlich.
Auch zu den Hauptpersonen konnte ich keinen Zugang aufbauen. Sie waren mir nicht sonderlich sympathisch.
Alles in allem war es jedoch eine spannende Geschichte, in der man auch über sonstige Kriminalfällte etwas erfährt.

Fazit: Aus Sicht des Täters wird eine sehr spannende, aber auch brutale Geschichte erzählt. Mit viel Lokalkolorit führt der Autor durch die Zeilen.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Wermescher Christina 📖 Schatten über Kreta

Meine #Rezension zu

Christina Wermescher Schatten über Kreta

Anne Brandt nutzt ihre Auszeit, um als Animateurin in einem Hotel in Kreta zu arbeiten.
Sie lebt sich schnell ein und freundet sich mit ihren Kollegen an. Anne bringt außerdem frischen Wind in die Gruppe mit ihren Freizeitangeboten, was ihrem Chef Marcel anfangs nicht unbedingt gefällt.
Dann macht sie an der Rezeption eine Entdeckung und ihr Spürsinn ist geweckt. Was steckt dahinter und warum nimmt die ehemalige Kommissarin eine Auszeit auf Kreta?

Christina Wermescher ist hier ein humorvoller, aber doch auch spannender Krimi gelungen. Durch die bildhafte Sprache ist man mitten auf Kreta und kann sich alles sehr gut vorstellen. Die kurzen Kapitel lassen einen nur so durch das Buch fliegen.
Anne gefällt mir sehr gut. Nach und nach erfährt man auch, warum sie Deutschland den Rücken gekehrt hat. Sie ist tough, mutig und doch verletzlich. Ihre erste Stunde als Animateurin hat es in sich und ich musste sehr lachen.
Erst am Ende erfährt man was und wer wirklich dahinter steckt.
Ich könnte mir gut eine Fortsetzung vorstellen.

Fazit: eine spannende Geschichte, die durch humorvolle Begebenheiten aufgelockert werden und zu einem Lesegenuss führen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Straten Martina 📖 Blutmariechen

Meine #Rezension zu

Martina Straten Blutmariechen

Anna tanzt für ihr Leben gern. Der Spagat zwischen Abitur und ihrer kranken Mutter verlangt ihr einiges ab. Sie verliert ihr heiß geliebtes Armband, das ihr sehr viel bedeutet.
Ein Mann, der Anna schon lange beobachtet, findet das Armband und nimmt es als Anlass ihr näher zu kommen.
Er wünscht sich nichts sehnlicher, als das Anna für ihn tanzt. Wird es ihm gelingen und was hat er wirklich im Sinn?

Was für ein grandioser Thriller, der ohne Ermittler auskommt.
In Rückblicken wird auf die Kindheit des Täters genommen, die alles andere als einfach war. Er führt mittlerweile ein Leben, das völlig normal ist. Es gibt von Seiten seiner Familie kein Misstrauen.
Immer mehr Einblicke bekommt der Leser, was der Mörder den Mädchen antut und es überlief mich mehrere Male eine Gänsehaut.
Ein grausamer Täter, der eine schwere Kindheit hatte, damit lassen sich diese Verbrechen nicht entschuldigen.
Auch wenn manchmal mehrere Jahre zwischen seinen Taten liegen, ist er immer auf der Suche nach der perfekten Tänzerin.
Von Anfang an herrscht Spannung, die aber von Kapitel zu Kapitel zunimmt.
Es zeigt auf erschreckende Weise, wozu Menschen fähig sein können und lässt in tiefste Abgründe blicken.

Die Perspektivenwechsel bringen Abwechslung ins Geschehen und nehmen einen gefangen.

Die Charaktere sind außerordentlich gut beschrieben. Man leidet und hofft mit ihnen. Besonders das Schicksal von Anna ging mir nahe.
Der Autorin ist es gelungen die Personen lebendig und authentisch darzustellen.
Das Ende hat dann eine Überraschung parat, mit dem man nicht gerechnet hat.

Fazit: eine außerordentlich gut konstruierte Story, die ohne Ermittler auskommt und alle Thriller-Elemente enthält, wie Spannung, Nervenkitzel und Unerwartetes.
Von mir gibt es und eine absolute Leseempfehlung und 💥 💥 💥 💥 💥
Ich freue mich wieder eine neue Autorin kennengelernt zu haben.

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Whitmore Felicity 📖 Der Faden der Vergangenheit

Meine #Rezension und Lese-Highlight im Januar 2021

Felicity Whitmore Der Faden der Vergangenheit

Melody nimmt eine Stelle als Oberstaatsanwältin in Stockmill an.
Sie lernt Detektive Daniel Rashleigh kennen, mit dem sie gemeinsam an einem Fall arbeitet.
In Stockmill hat sie ein Haus geerbt, das einen magischen Reiz auf sie ausübt.
Gemeinsam mit Dan erkundigen sie das Haus und finden alte Tagebücher aus 1841.
Dabei stellen sie fest, dass ihre beide Vorfahren etwas miteinander verbindet.
Sie möchten unbedingt wissen, warum ihre Vorfahrin Abigail Selbstmord verübt hat und warum Oliver Rashleigh des Mordes hingerichtet wurde.
Beide tauchen tief in die Geschichte ein.
Werden sie erfahren, was damals geschah?

Dieses Buch von Feliticy Whitmore hat mich von Anfang an tief berührt.
Es wird im Wechsel von der Vergangenheit Abigails und der Gegenwart Melodys geschrieben und das mit einem absolut grandiosem Schreibstil.
Nachdem Lady Abigail von den Missständen im Dorf erfahren hat, setzt sie alle Hebel in Bewegung, dies zu ändern.
Leider ist sie eine Frau und zum damaligen Zeitpunkt hatten Frauen kein Mitspracherecht.
Melody ist auf der Suche nach ihrer Vergangenheit.

Die Autorin hat hier einen dramatischen und gefühlvollen Roman verfasst. Sie beschreibt die Industrialisierung Englands um das 19 Jahrhundert und geht auf die Ausbeutung der arbeitenden Klasse ein. Die Armut und Krankheiten, Kinderarbeit und Hunger sind spürbar und nachvollziehbar und sehr erschütternd.

Äußerst bildgewaltig und stilsicher führt uns Felicity Whitmore durch die Geschichte und dadurch ist man mitten im Geschehen.
Abigails Place und Hampton Hill sind so gut beschrieben, dass man meint, jedes Detail vor Augen zu haben. Das Gebäude mit seinen Türmen, die Spinnerei, das Dorf jedes einzelne Detail ist unglaublich gut dargestellt.
Die Charaktere sind besonders authentisch und glaubhaft. Man leidet und hofft mit ihnen.
Das Ende lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Trilogie.
Ich freue mich, wieder eine sehr gute Autorin kennengelernt zu haben und auf weitere spannende Geschichten.

Faz: eine spannende Story, in der die Industrialisierung Englands und die Ausbeutung der Arbeiter, die Armut und Krankheiten ausdrucksvoll mit einer dramatischen und gefühlvollen Geschichte verbunden wurde.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Whitmore Felicity

🎤🎤🎤#Autorenvorstellung 🎤🎤🎤

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Felicity Whitmore vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist und dich hier vorstellst.

Der Wunsch zu schreiben

Erinnerungen trügen und ich frage mich oft, ob es tatsächlich Daphne Du Mauriers Buch Rebecca gewesen sein kann, das in mir den Wunsch zum Schreiben weckte. Denn als ich meine erste Geschichte schrieb, war ich erst zwölf Jahre alt. Habe ich dieses Buch tatsächlich schon vorher gelesen? Ich weiß noch, dass ich es bei meiner Großtante fand. Sofort habe ich mich in die Lektüre gestürzt. Ich tauchte in eine neue, faszinierende Welt ein und lebte die nächsten Wochen auf Manderley. In einer Lesepause räumte ich, zur großen Freude meiner Mutter, meinen Schreibtisch auf. Dann nahm ich auf meinem knall orangefarbenen Schreibtischstuhl Platz, malte mir eigenes Briefpapier mit meinen Initialen am Kopfende der Seite, und stellte mir vor, ich sei die neue Herrin Manderleys, die grade ihre Post im Morgenzimmer beantwortete. Am nächsten Tag setzte ich mich wieder an meinen Schreibtisch, vor mir lag mein Briefbogen: Weißes Papier, das darauf wartete beschrieben zu werden. Und plötzlich wusste ich, dass ich schreiben musste. Eine Geschichte, in der meine Heldin sich so verhalten würde, wie ich es mir vorstellte. Eine Heldin, die eine Mrs Danvers schneller rausschmeißen würde, als Maxim überhaupt den Namen „Rebecca“ aussprechen konnte und in der mein Manderley kein Opfer der Flammen werden würde.

Kurz darauf entdeckte ich Agatha Christie und verschlang in einem einzigen Sommer nahezu alle Kriminalromane von ihr. Als der letzte Mord gelöst war, las ich aus Verzweiflung darüber, Hercule Poirot, Miss Marple und Mrs. Oliver hinter mir lassen zu müssen, Agatha Christies Autobiographie Meine gute alte Zeit. Darin beschreibt sie ausführlich ihren Weg zur Schriftstellerei und in diesen Tagen nahm der bis dahin eher diffuse Wunsch zu schreiben, konkrete Gestalt an.

Damals habe ich meinen Eltern erklärt, dass ich Schriftstellerin werden wolle, sie haben mir nicht widersprochen, mich nicht ermahnt, erst einen „anständigen“ Beruf zu erlernen, denn meine Berufswünsche hatten sich bis dahin regelmäßig geändert und Schriftstellerin war nicht der exotischste Wunsch unter ihnen. Mit vier Jahren war mir klar, dass es das Beste für mich wäre, Bäuerin zu werden, wenig später entschied ich mich doch lieber für eine Laufbahn als Kapitänin, bevor ich dann auf die Idee kam, Zirkusartistin zu werden. Meine Eltern registrierten nun also den neusten Berufswunsch ihrer Tochter ohne größere Überraschung und meine Mutter trat mir ihre alte Schreibmaschine ab. Ich begann zu schreiben. In meiner Cousine fand ich eine Verbündete, die ich schnell überreden konnte, auch Autorin werden zu wollen. Gemeinsam begannen wir also jede mit einer Geschichte. Meine Schreibpartnerin gab zwar nach der ersten Seite den Wunsch der Schriftstellerei wieder auf, las aber brav meine Geschichte, die ich in wenigen Tagen fertig gestellt hatte. Sie umfasste immerhin 100 Seiten und ich gab ihr den Titel „Der Sonne entgegen“. Meine erste Leserin war voll des Lobes und mit geschwollener Brust entschied ich, mich nun erst einmal auf den Lorbeeren ausruhen zu können. Die erste Geschichte war schließlich geschrieben und somit der Grundschein für ein erfolgreiches Schriftstellerleben gelegt.

Im Laufe der folgenden Jahre ging zwar leider mein Erstlingswerk verloren, der Wunsch zu schreiben, blieb jedoch immer in mir verankert. Genau wie damals, ist es auch heute noch das weiße Blatt, das mich auffordert zu schreiben. Die leeren Seiten schreien danach, von mir beschrieben zu werden. Welten wollen erschaffen werden, deren Erschaffer ich sein möchte. Ich habe mittlerweile unzählige Bücher gelesen, sehr viele haben mich tief beeindruckt und ihre Spuren in meinem Inneren hinterlassen.

Immer wieder spürte ich den Drang zu schreiben, immer wieder kam ich davon ab. Agatha Christie und Daphne Du Maurier tauchten jedoch immer wieder in meinem Leben auf. Ich begegnete ihnen, wenn ich nicht damit rechnete und dann war mir plötzlich wieder klar, dass ich schreiben muss. Dass ich niemals zufrieden sein wüde, wenn ich mich davon abhalten ließ. Im April 2012 waren mein Mann und ich in Fowey, der Wahlheimat Daphne Du Mauriers. Es war ein wunderschöner sonniger Apriltag und als ich Ferryside, das Haus in dem Daphne Du Maurier lange gewohnt hat, betrachtete, brodelten unzählige Ideen in mir. Das gleiche Gefühl hatte ich jedes Mal in Greenway, dem Ferienhaus von Agatha Christie, das ich schon oft besucht habe. In diesen Momenten wurde mir immer wieder bewusst, wie wichtig das Schreiben für mich war und wie unsagbar fern ich mich davon fühlete. Warum ließ ich mich immer wieder davon abhalten? Wieso blieb der Wunsch trotzdem so hartnäckig in mir verankert? Noch heute ist mir manchmal so, als lächelten mich Agatha und Daphne an und würden sagen: „Schreib. Träume nicht davon, sondern schreib.“

Inzwischen habe ich es längst getan und ich bin selbst im Schriftsteller-Dasein angekommen. Aus meinen Träumen wurde Realität! Seit 2017 sind bereits meine ersten drei Romane bei dtv erschienen. Die nächsten drei sind geschrieben und auch sie haben ihre Heimat bei dtv gefunden. Aber so richtig verstanden habe ich es manchmal noch nicht. Dann will ich mich kneifen, um mich zu vergewissern, dass das wirklich meine Bücher sind, die da in der Buchhandlung vor mir liegen. Dass all das in meinem Kopf und aus meiner Fantasie und Disziplin heraus entstanden ist, kommt mir vor wie ein Traum. Ich bin meinem Verlag, meiner Lektorin und nicht zuletzt meinem Agenten unendlich dankbar dafür, dass sie an mich und meine Bücher geglaubt haben!

https://www.felicitywhitmore.de
https://www.facebook.com/FeliWhitmore/

Vielen Dank für die sehr interessanten Einblicke.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg
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Otter Andreas 📖 Der König der Gaukler

Meine #Rezension zu
Andreas Otter Der König der Gaukler

Nach dem Tod seiner Eltern kommt Simon bei einem Köhler unter. Köhler sind in der Gesellschaft nicht angesehen, eher Außenseiter, aber Simon bleibt nicht anderes übrig, wenn er nicht verhungern möchte.
Die Arbeit ist für den jungen Simon sehr schwer, der Köhler wird immer verwirrter.
Dann bricht im Dorf die Pest aus und er zieht los. Sein größter Wunsch ist es, Feuerspucker zu werden. Vor Jahren hat er eine Gauklertruppe gesehen und seither lässt ihn die Begeisterung nicht mehr los.
Er trifft auf eine Gruppe und überzeugt diese, dass sie ihn aufnehmen. Bald lernt er auch mit dem Feuer umzugehen und sie haben viele Auftritte.
Er lernt Anna kennen. Diese umgibt ein Geheimnis, das auf keinen Fall an die Öffentlichkeit dringen darf.
Auch die Pestkrankheit nimmt immer mehr zu. Werden sie diese unbeschadet überstehen?

Andreas Otter entführt uns in diesem Buch ins 14. Jahrhundert und bringt uns die Kunst der Gaukler näher.
Er zeigt die Missstände in den Städten, in der die Pest herrscht. Außerdem haben zu dieser Zeit die Juden sehr zu leiden. Sie werden verbannt oder hingerichtet.
Auch die hygienischen Zustände beschreibt er anschaulich. Das Leid und der Hunger lassen einen erschüttert zurück.
Die Personen sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Man kann sich alles vorstellen und bei den Auftritten spürt man das Feuer und die Begeisterung der Zuschauer.
Diese Auftritte werden aber sehr oft und detailliert erwähnt, sodass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Aber im letzten Drittel nimmt das Buch an Spannung auf und bleibt bis zum Schluss.
Das Ende des Buchs hat mich überrascht und ich hätte es so nicht erwartet.

Fazit: ein gut recherchierter historischer Roman in der Pestzeit, mit einer Gauklergruppe, die außergewöhnliche Auftritte bietet und mit einer tragischen Geschichte versehen ist.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Bücher von Andreas Otter, die ich rezensiert habe, findet ihr hier
https://helgasbuecherparadies.com/2020/02/22/oliver-paetzold-zerfall/

https://helgasbuecherparadies.com/2020/03/14/paetzold-oliver-zerfall-verlust/
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Marciniak Stefan 📖 Übertötung

Stefan Marciniak ÜBERTÖTUNG

Am Strand wird eine verbrannte Leiche gefunden. Commisaire Christian Dabert stoßt bei seinen Ermittlungen auf eine Schatzkarte, die ein tödliches Geheimnis trägt. Handelt es sich hierbei um eine Karte mit Angaben, wo das verschwundene Seglerschiff namens Betsey gesunken ist? Dieses Schiff hatte eine sehr wertvolle Ladung an Bord.

Seit Monaten hält ein mysteriöser Singsang und Heulen in der Sumpflandschaft von Penmarc die Bewohner in Atem.

Commisaire Christian Dabert macht sich mit seinen Helfern auf den Weg und kommt einer Ungeheuerlichkeit auf die Spur.

Die Gier nach dem Schatz ist unermesslich groß. Wer mordet hier auf abscheuliche Weise? Was für eine Rolle spielt das Flüchtlingskind? Diesen Fragen und mehr stellt sich Christian Dabert.

Dies ist mein zweites Buch von Stefan Marciniak und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Thriller mit Abenteuer und Erotik. Die Spannung ist von Anfang an hoch und zieht sich durch das ganze Buch. Der Plot ist sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. Ein Blick in die Politik bezüglich der Flüchtlingskrise ist ihm gelungen.

Ein flüssiger Schreibstil tut sein Übriges.

Die Charaktere sind mit Leben gefüllt. Man erhält sehr gute Eindrücke von Christians Privatleben.

Wo das Schiff sich denn nun wirklich befindet ist eine großartige Überraschung. Nicht nur das wurde eindrucksvoll geschildert, auch die Landschaft der Bretagne.

Die Abenteuer halten einen in Atem. Es wird nie langweilig.

Ich fand diesen Teil noch viel spannender als den ersten. Dieser kann aber unabhängig gelesen werden, da es sich um zwei in sich geschlossene Geschichten handelt.

Pures Lesevergnügen hatte ich. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

💥💥💥💥💥

Marciniak Stefan 📖 Satisfaktion

Stefan Marciniak SATISFAKTION

Als in einem beschaulichen Ort in der Bretagne eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden wird, ist es mit der Ruhe vorbei.

Commisaire Christian Dabert und sein Assistent Charles Pensek stoßen schnell auf die Vergangenheit in den Kriegsjahren.

Schmuggler haben in dieser Zeit agiert und Gold wurde versteckt. Als weitere Leichen gefunden werden, wird nach dem Phantom gesucht.

Wer steckt dahinter? Ist das Gold irgendwo vergraben?

Stefan Marciniak ist hier ein Thriller gelungen, der Einblicke in die Nachkriegszeit und Schmugglern gibt. Die Landschaft der Bretagne ist eindrucksvoll geschildert.

Spannung baut sich auf und endet mit unerwarteter Wendung.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und zeichnet sich durch seine Hauptcharaktere aus.

Christian wird als sarkastisch und überheblich dargestellt. Sein Ruf eilt ihm voraus. Nichtsdestotrotz ist er eine sympathische Erscheinung.

Sein Assistent mit seinem Klemmbrett, der am Tatort genau in den Spuren seines Chefs läuft, aber einen analytischen Beitrag zur Lösung des Falles beiträgt, ist ebenfalls gut beschrieben.

Auch Louise mit ihren Kurven wirkt anfangs unnahbar, lässt aber die anfängliche Zurückhaltung fallen.

Das Cover spricht mich sehr an. Die skeletierte Hand passt gut zur Geschichte.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

Meine Bewertung 💥💥💥💥

Schiller BC 📖 Dunkeltot, wie deine Seele

Meine #Rezension zu
BC Schiller Dunkeltot, wie deine Seele

Targa Hendricks lebt zurückgezogen auf einem Campingplatz. Michael Lundt sucht sie auf. Er hat einen neuen Auftrag für die Sonderermittlerin
Eine Frau, abgemagert bis auf die Knochen, wurde aufgefunden und kurze Zeit später verstirbt sie.
Der Verdacht fällt auf die Geschwister Zoey und Adam.
Da ein ähnliches Verbrechen bereits vor einem Jahr geschehen war, wird Targa auf die Beiden angesetzt.Sie soll Undercover die Geschwister beobachten und überführen.
Eine weitere Frau wird vermisst.
Targa kommt den Beiden immer näher und gerät selbst in Gefahr.
Sind die Zwei wirklich für die Taten verantwortlich und finden sie die vermisste Frau rechtzeitig?

Wow, was für ein rasanter Thriller und ein ungewöhnliches Thema. Hier herrscht von der ersten Sekunde an die Dunkelheit vor.
Sehr eindrucksvoll wird hier dargestellt, was früher geschah.

Targa ist Autistin und lässt aber immer mehr Nähe zu. Ihre eisblauen Augen, ihre Intelligenz und ihre emotionslose Vorgehensweise haben mich fasziniert.
Sie ist immer noch auf der Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit. Wird sie ihren Vater finden?
Auch über Michael Lundts Vergangenheit erfährt man mehr.
Warum das Geschwisterpaar so agiert, erfährt man nach und nach und man ist sprachlos.
Wechselnde Perspektiven machen diesen Thriller besonders spannend.
Das Ende ist spektakulär.
Fazit: spannend, packend, fesselnd und sehr außergewöhnliche Charaktere.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen von B.C. Schiller findet ihr hier

https://helgasbuecherparadies.com/2021/01/05/schiller-b-c-%f0%9f%93%96-boeses-geheimnis/

https://helgasbuecherparadies.com/2019/10/05/bc-schiller-boese-traenen/
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Geschke Linus 📖 Engelsgrund

Meine Rezension zu

Linus Geschke Engelsgrund

In einem alten Sanatorium namens Engelsgrund, hat sich die Sekte Cernunnos niedergelassen. Sie leben friedlich zusammen, bis ganz in der Nähe eine Leiche aufgefunden wird, die schwerste Misshandlungen aufweist. Wie es sich herausstellt, war sie Mitglied der Sekte.
Carla Diaz wendet sich an Alexander Born. Sie hat Angst um ihre Tochter Malin, die seit einiger Zeit der Sekte angehört, denn so wie es aussieht, hat es jemand auf die Mitglieder abgesehen. Born soll auf sie einwirken, dass sie Engelsgrund verlässt. Malin möchte aber dort bleiben. Sie fühlt sich in der Sekte wohl.
Born wendet sich an Andreij Wolkow, der in seiner Schuld steht. Wolkow stimmt zu, hat aber ganz anderes vor. Wie die Geschichte ihren Verlauf nimmt, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Dies ist der letzte Teil der Trilogie von Linus Geschke. Man kann diesen auch ohne Vorkenntnisse lesen, da es immer wieder kurze Einblicke auf das vorherige Geschehen nimmt. Ich würde aber empfehlen alle Teile zu lesen.

Wow, was für ein hervorragender und genialer Thriller ist hier dem Autor gelungen. Er hat eine stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen und diese mit tollen Schauplätzen ausgestattet.
Der Schreibstil ist mitreißend und es wird auf unnötige Längen verzichtet. Die bildgewaltige Sprache hat mich gefangen genommen.
Immer wieder lässt er alte Bekannte auftauchen.
Im Mittelpunkt stehen diesmal auch die anderen Protagonisten und nicht nur Born. Sie sind sehr ausdrucksstark und authentisch. Die Verbrecher werden nicht nur brutal dargestellt, sondern auch ihre Gefühlswelt.
Born ist diesmal nicht nur im Vordergrund oder laufend in Aktion.

Von Anfang an herrscht Spannung und fiese Cliffhanger steigern diese. Durch geschickte Wendungen wird man auf falsche Fährten geführt. Der Autor hat immer wieder eine Überraschung parat bis zum fulminanten Finale. Es wird ein Täter präsentiert, den man keineswegs vermutet hätte.

Fazit: ein äußerst würdiger Abschluss der Born-Reihe. Spannend, fesselnd und eine intelligent konstruierte Story, die mitreißt, aber auch nachdenklich macht.
So muss ein Thriller sein.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Rezensionen findet ihr unter
Band 1 Tannenstein
https://helgasbuecherparadies.com/2020/02/27/geschke-linus-tannenstein/

Band 2 Finsterthal

https://helgasbuecherparadies.com/2020/02/26/geschke-linus-finsterthal/

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