Als Melanie Sommer ihre Tochter Malin zur Welt bringt, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Das Kind, das sie sich so sehr gewünscht hatte, gibt es nicht. Stattdessen liegt da ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom und einem schweren Herzfehler vor ihr – und mit ihm eine Zukunft, die plötzlich ganz anders aussieht … Ein berührendes Memoir einer Mutter, die mit sich und ihrem Schicksal hadert. Und die langsam begreift, dass nicht das Kind sich ändern muss, sondern sie selbst.
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Isla Fraser arbeitet als Journalistin und plant, einen Artikel über Menschen, die ausgewandert sind, zu verfassen. Es scheint daher logisch, sich mit ihrer seit langem vermissten Tante Shelley in Australien in Verbindung zu setzen. Offenbar ist dies jedoch jemandem ein Dorn im Auge, denn es geschehen merkwürdige Dinge. Trotzdem lässt sich Isla davon nicht abhalten. Sie entdeckt einige Tagebucheinträge. Diese führen sie zu einer abgelegenen Insel, die ihrer Familie gehört und von der Isla nichts wusste. Dort begegnet sie Ben, der ihr anbietet, sie zur Insel zu bringen. Was wird sie dort erleben und kann sie Ben vertrauen?
Dies ist der Anfang einer Trilogie, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Handlung wird aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Isla, die in der Gegenwart nach ihrer verschollenen Tante sucht, und Rosa, eine junge Frau um das Jahr 1880, die ihren Vater vergöttert. Doch als sie auf schockierende Aufzeichnungen stößt, ist sie mehr als entsetzt. Was in der Vergangenheit geschah, ist schrecklich und schwer vorstellbar und hat mich oft erschauern lassen. Die beiden Handlungsstränge sind nicht nur fesselnd, sondern auch äußerst packend. Die Verbindung von historischen und kriminalistischen Elementen sorgt dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Mit einer bildhaften Sprache entführt die Autorin auf die raue und geheimnisvolle Insel der Hebriden. Die Atmosphäre ist dabei so eindringlich, dass ich die salzige Luft und die tosenden Wellen förmlich spüren konnte.
Fazit: Dieser Roman hat mich begeistert. Die Mischung aus Spannung und kriminalistischen Elementen macht ihn für mich zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. Ein atmosphärischer, spannender und packender Roman, der mich mit einem lebendigen Schreibstil vollkommen überzeugt hat. Ich kann es kaum erwarten, die nächsten Bände dieser Trilogie zu lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Charly von Feyerabend vorstellen. Es freut mich, dass du heute mein Gast bist.
Charly von Feyerabend wuchs im sonnenverwöhnten Baden auf, absolvierte eine Hotelfachausbildung im Schwabenländle und studierte später Literaturwissenschaft, Medienpädagogik und Texttechnologie in Bielefeld. Es folgten Stationen in Verlagen, PR-Agenturen und Kulturprojekten – und schließlich der Sprung in den Norden.
Sechs Jahre lebte sie in Oslo, arbeitete dort als Erzieherin, veröffentlichte ihr erstes Buch und ein Kinderspiel – inspiriert von der norwegischen Natur und Mentalität. Danach zog es sie weiter nach Berlin, wo sie u. a. mit dem Goethe-Institut an deutschsprachigen Schulprojekten arbeitete und an einer Schreibschule unterrichtete. Zwei weitere Jahre verbrachte sie in Schweden – mitten im Gebiet mit den meisten Runensteinfunden nördlich von Stockholm.
Heute lebt sie mit ihrer Familie, einer norwegischen Waldkatze und mehreren weiteren tierischen Mitbewohnern bei Bielefeld – offen für Geschichten, Sprache, Abenteuer und alles, was kommt. Sie ist Mitglied bei den DELIAS, war bereits zweimal Jurymitglied beim DELIA-Jugendliteraturpreis und wurde als einzige deutsche Autorin aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich zum Tysk-norsk Literaturfestival nach Oslo eingeladen. Foto: Heidi Scherm https://vonfeyerabend.de/
Die pensionierte Sybil van Antwerp schreibt fast täglich Briefe an Freunde und Bekannte sowie an einen Servicemitarbeiter. In ihren Briefen gibt Sybil Einblicke in ihr gegenwärtiges und auch früheres Leben. Diese Briefe beinhalten nicht nur Glück, sondern auch Traurigkeit und Verluste. Sybil war persönliche Assistentin eines namhaften Anwalts, und ihr Beruf bedeutete ihr alles. In ihren Briefen setzt sie sich auch mit ihren Fehlern auseinander und sie erfährt ein Geheimnis, das sie niemals erwartet hätte.
Virginia Evans gelingt mit ihrem Debüt ein fesselnder Einstieg in die Welt der literarischen Briefe, welcher Sybils Lebensgeschichte eindrucksvoll erzählt. Durch die persönlichen Briefe lernen wir Sybil nach und nach kennen, begleitet von einer Vielzahl von Charakteren, die alle eine Rolle in dieser Erzählung spielen. Sybils Lebensweg verlief alles andere als problemlos. Er ist geprägt von Schicksalsschlägen und einem ständigen Kampf mit Schuldgefühlen, die sie stark belasten. Doch trotz ihrer Stacheln offenbart Sybil auch eine sanfte, verletzliche Seite. Ihre Persönlichkeit wird durch die unterschiedlichen Briefe unterstrichen, manchmal ernst, manchmal humorvoll und nachdenklich.
Fazit: Mit einem feinfühligen Schreibstil ist es der Autorin gelungen, mich großartig zu unterhalten und mir einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt ihrer Hauptfigur zu geben. Dies hat mich dazu inspiriert, selbst zu Stift und Papier zu greifen. Es ist ein gelungenes Debüt und hat mich tief beeindruckt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal und Penguin Bücher herzlich bedanke
Paris, 1931. Als Anaïs Nin den zwölf Jahre älteren Henry Miller trifft, wird ein Feuer entfacht: Beide inspirieren sich nicht nur literarisch, zwischen ihnen brennt auch eine ungezügelte Leidenschaft. Das Leben mit allen Sinnen zu fassen, alle Schranken zu sprengen und dafür die perfekten Worte zu finden, das streben beide an – koste, was es wolle. Sie tanzen auf den rauschendsten Festen und lassen ihrer Fantasie freien Lauf.
Doch während sich Henry voll und ganz den Exzessen hingibt, führt Anaïs auch eine konventionelle Ehe mit Hugo, der sie über alles liebt und finanziell für sie und ihre Künstlerfreunde sorgt. Den emotionalen Spagat zwischen Hemmungslosigkeit und Konventionen kann Anaïs nur in ihren berühmt-berüchtigten Tagebüchern verarbeiten: Gehören Erotik und Sinnlichkeit in den Mittelpunkt des Lebens? Und darf man dafür die Menschen belügen, die einen lieben?
Abwechslung gibt es im Leben von Herbert in Hülle und Fülle. Neue Nachbarn stehen ihm und seiner Frau Anja mit Rat und Tat zur Seite, ob sie wollen oder nicht. Ein Kater beschert ihm Träume und Lehrer sehen in seinem 7-jährigen Sohn mehr Potenzial. Außerdem nimmt er zusammen mit seinem besten Freund Hans an einem Grillwettbewerb teil.
Nachdem ich nun bereits den achten Teil der Reihe mit Herbert gelesen habe, kann ich sagen, dass sich die lange Wartezeit auf die Fortsetzung gelohnt hat. In diesem Buch zeigt sich Herbert erwachsener und reifer. Er tritt nicht mehr in jedes Fettnäpfchen, aber es geht trotzdem sehr humorvoll zu. Besonders gefallen hat mir, wie Herbert seine Nachbarn auf seine ganz eigene Art in die Schranken weist. Der Grillwettbewerb sorgt zudem für jede Menge Chaos und es läuft nicht immer alles glatt. Dennoch funktioniert die Zusammenarbeit mit Hans meist sehr gut, abgesehen von einer Ausnahme. Auch Anja an seiner Seite ist die perfekte Frau für ihn und sein Sohn Oskar tritt so langsam in die Fußstapfen seines Vaters. Ein Höhepunkt ist unter anderem die Szene mit dem Hund und der Katze, bei der ich herzhaft lachen musste. Die Charaktere sind äußerst gut gelungen und Herbert und Hans pflegen eine Männerfreundschaft mit Höhen und Tiefen.
Fazit: Das Buch ist humorvoll und perfekt in Szene gesetzt, und der Autor bleibt seinem gewohnt leichtem und lockerem Stil treu. Die Situationskomik ist vom Feinsten und hat mir tolle Lesestunden bereitet. Bitte mehr davon. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Was geschah damals auf der Insel der vermögenden Familie Fraser?
Erst geht ihr Auto in Flammen auf, dann geschehen unheimliche Dinge im einsamen Herrenhaus ihrer Familie. Wer will die 24-jährige Journalistin Isla Fraser davon abhalten, das Geheimnis um ihre Tante Shelly, die vor zwanzig Jahren verschwand, zu lüften? Tagebucheinträge ihres Vorfahren sowie die Aufzeichnungen seiner Tochter Rosa aus den 1850er-Jahren führen Isla erst an die wilde Küste Schottlands und schließlich auf eine vom Sturm umtoste Insel, die seit vielen Jahren im Familienbesitz ist.
Wieso wusste Isla von dieser Insel nichts? Als der charmante Fischer Ben anbietet, Isla mit seinem Boot auf die Insel überzusetzen, scheint es ein Glücksfall. Bis sie dort einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, das auch Shelly und Rosa zum Verhängnis wurde.
In höchster Gefahr wendet sich Isla an Ben. Doch kann sie ihm und ihren Gefühlen wirklich trauen? Schon einmal nahm eine Liebe auf dieser Insel ein schicksalhaftes Ende …
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Adoptivtochter und Starjuristin, Gartenliebhaberin und Ehefrau, Mutter und mütterliche Freundin – die 73jährige Sybil van Antwerp hatte schon viele Rollen inne in ihrem bewegten Leben. Eines hat sie dabei stets begleitet: ihre Leidenschaft fürs Briefeschreiben. Jeden Tag greift sie zu Füller und Papier und schreibt darüber, was sie bewegt und stört, was sie begeistert und betrauert. Voller geistreichem Humor und mitunter etwas ruppiger Herzlichkeit berichtet sie von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten, von Liebe und Triumph. Doch jenseits dieser Seiten hat Sybil die Menschen, die ihr etwas bedeuten, stets auf Abstand gehalten. Bis ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen – und sich dem einen großen Geheimnis zu stellen, das ihr Leben geprägt hat. Denn für ein Postscriptum ist es nie zu spät.
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Heute möchte ich euch die sympathische Autorin Jo Ann Martin vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Die Münsterländerin Jo Ann Martin hat es vor vielen Jahren in die Vulkaneifel verschlagen. Dort sind ihre Krimis entstanden, die tiefe Einblicke in das Dorfleben geben und sozialkritische sowie politische Themen aufgreifen. Die promovierte Biologin war knapp dreißig Jahre lang erfolgreich als Medizinjournalistin tätig, bevor sie sich ganz ihren Büchern widmete. Zu ihren Hobbys zählen Literatur, Islandpferde, naturnahes Gärtnern, baubiologische Sanierung, Umwelt/Nachhaltigkeit sowie Wandern und Radfahren (bei Münsterländern unvermeidbar 😊).
Mit „Tod unter Wacholdern“ ist im Juli 2025 der erste Band ihrer Vulkaneifel-Krimireihe im @eifelerliteraturverlag erschienen. In diesem Roman wird Stalking thematisiert, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen auf das Opfer und die entscheidende Rolle des Umfelds für die Erfolgschancen eines Stalkers. Mit viel heiterem Lokalkolorit und unorthodoxen Methoden ermittelt eine Wochenend-WG in einem rätselhaften Mordfall, der mit dem Stalker in Zusammenhang zu stehen scheint.
Zwei weitere Bände dieser Reihe stehen in den Startlöchern. Momentan arbeitet sie an einer Krimireihe, die an der schottischen Küste spielt. Dort kennt sie sich aus, da der Clan ihres Mannes beachtliche Ausmaße hat und regelmäßig besucht wird.
Jo Ann Martin ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern e. V. und beim Syndikat e. V. Weitere Infos findet ihr unter https://productive-books.org/jo-ann-martin/ , unter Instagram: @jo.ann.martin.author und Facebook: Jo Ann Martin
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg. Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/