Wilmes Frank Lass den Tag nicht vorüber gehen

Buchvorstellung


Er malt, um die Stille zu hören.

Theodor malt Weiß in allen Schattierungen – Muschelgrau, Elfenbein, Perlweiß. Mit Hilfe des Uhrenhändlers Sir Walter wird die Kunstszene auf ihn aufmerksam, schnell werden seine Bilder gefeiert, seine Ausstellungen sind schon bald Monate im Voraus ausverkauft. Doch je heller seine Leinwand leuchtet, desto dunkler wird die Einsamkeit dahinter.


Als die wenigen Menschen, die ihm nahestehen, nach und nach sterben, scheint auch seine Schaffenskraft zu schwinden. Doch ausgerechnet mit Hilfe einer Toten findet Theodor schließlich zurück zu seiner Kunst.

Ein eindringlicher Roman über Aufbruch und Vergänglichkeit, über Freundschaft, Verlust – und das Gelingen, in der Stille weiterzuleben.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Berg Ellen Gibt’s das auch mit Liebe?

Buchvorstellung

Liebe ist was für Anfänger, findet Laura. Nachdem ihre angebliche Bilderbuchehe durch ist, hat sie die Nase voll von all den romantischen Klischees, die sie fleißig auf Instagram gepostet hat. Ihr aktueller Beziehungsstatus: geschiedener Single mit Dating-Frust. Doch dann wird die Redakteurin dazu verdonnert, ausgerechnet über »nachhaltige Romantik« zu schreiben. Hä? Noch dazu soll sie auf Anweisung ihres Chefs eine Auszeit auf dem Biohof ihrer Schwester Vivi nehmen. Auch Vivi ist so eine emotionale Baustelle. Doch als Laura den nervigen Nachbarn Finn trifft, entdeckt sie plötzlich eine ganz neue Variante von Romantik

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Aufbau Verlag herzlich bedanke.

Hortenbach Kristina – Pleiten, Pech & Papa

Rezension

Nach einer Hochwasserkatastrophe steht Heinz unerwartet vor der Haustür seiner Tochter Carmen und deren Lebensgefährten Frank. Doch das ist erst der Anfang. Kurz darauf trifft der 83-Jährige wieder auf seine erste Liebe Hilde, und sie zieht spontan mit ihrem Pudel Sherry zusätzlich in die Wohnung ein. Das Chaos ist unvermeidlich. Zur Überraschung aller, beschließt Heinz an einem Marathon teilzunehmen. Währenddessen denkt Carmen darüber nach, wie es in ihrem Leben weitergehen soll.

Carmen ist Mitte 50 und kämpft mit ihren eigenen Problemen, als plötzlich ihr eigenwilliger Vater vor der Tür steht. Heinz bringt eine Fülle skurriler Angewohnheiten und eine Ideenvielfalt mit, die das gemeinsame Leben von Carmen und Frank ordentlich auf den Kopf stellen. Sie versucht, das Beste aus der Situation zu machen, und reflektiert auch ihr eigenes Dasein.
Besonders gut gefallen haben mir Carmen und Heinz, die trotz aller Herausforderungen näher zueinanderfinden als je zuvor. Es macht Freude, zu verfolgen, wie sich ihr Verhältnis Schritt für Schritt vertieft. Außerdem ist es schön zu sehen, wie jeder seinen eigenen Weg findet.

Fazit: Ein wunderbar unterhaltsamer Roman mit Herz und Tiefgang. Die humorvollen Episoden haben mir sehr gefallen. Es geht unter anderem um Selbstakzeptanz, Mut zur Veränderung und die Bedeutung von Familie. Ich hätte gerne mehr davon.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal herzlich bedanke.

Thaler Anna Die Papierschöpferin

Buchvorstellung

Norditalien im 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen. Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Sebastianos Novize Gianluca lässt Sofias Herz höher schlagen. Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hat.

Das Buch erscheint am 02.02.2026

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Kohfink Corinna – Küss keinen Frosch, denn es könnte ein Prinz sein

Rezension

Bei einem abendlichen Spaziergang durch Tübingen hört Eva aus einer Kneipe ansprechende Livemusik. Ihre Neugier treibt sie näher heran, und sie ist beeindruckt von dem Sänger mit seiner großartigen Stimme. Nach seinem Auftritt nähert sich Klaus Frosch Eva und schlägt ihr eine Beziehung ohne feste Bindung vor, was für Eva, die keine ernsthafte Beziehung wünscht, passend ist. Bald darauf planen sie einen gemeinsamen Urlaub mit Freunden auf Korfu, der sie aus dem Gleichgewicht bringt.

Hier wird Evas Geschichte erzählt, die vor 30 Jahren von einem einschneidenden Erlebnis betroffen war. Sie ist fest entschlossen, die Kontrolle über ihr Leben zu wahren. Der Wendepunkt tritt ein, als Klaus in ihr Leben tritt und alles auf den Kopf stellt. Es folgt eine Selbstentdeckungsreise, die nicht nur emotional ist. Während ihres Urlaubs auf Korfu verbringt Eva Zeit mit eher unbekannten Leuten, und unerwartet tritt ein weiterer Mann in ihr Leben. Man merkt, wie sich Evas Perspektive während dieser Reise wandelt. Die Gespräche mit den neuen Freunden sind tiefgründig, informativ und gefühlvoll. Es gibt keine oberflächlichen Dialoge. Gemeinsam werden Wege zur Lösung von Problemen gesucht, was ich besonders positiv fand.
Nicht nur Eva zeigt eine nachvollziehbare Entwicklung, sondern auch jeder der neuen Freunde.

Fazit: Ich liebe die Bücher der Autorin, denn sie sind voller Gefühl und Tiefgang, ohne kitschig zu wirken. Alle Charaktere sind gut gezeichnet und der psychologische Aspekt überzeugt erneut. Es ist berührend und emotional.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Kohfink Heiko – Voll verrückt Umzugschaoten

Rezension

Maike und Alex erben ein Haus in Tübingen von Großmutter Mimmi, und bei der ersten Besichtigung stellt sich heraus, dass es in einem schlechten Zustand ist. Die beiden beschließen, Renovierungsarbeiten durchzuführen, und bekommen Unterstützung von Freunden. Bei den Arbeiten mit Handwerkern werden sie zudem mit weiteren Überraschungen konfrontiert.

Dieser Roman ist der dritte Teil der Reihe mit dem sympathischen Alex. Auch wenn man ihn unabhängig lesen kann, empfehle ich, die vorangegangenen Bände zu lesen, wenn man von Anfang an mitlachen möchte.
Eine äußerst lustige Szene sorgt gleich zu Beginn für Aufregung. Alex plant, mit Maike ein Liebesschloss anzubringen. Was sich aus dieser Situation entwickelt, solltet ihr selbst lesen. Danach dreht sich alles um die Renovierung des Hauses, die Alex ordentlich ins Schwitzen bringt. Nicht nur die altersschwache Terrasse bietet Stoff für Lacher, auch der erbitterte Kampf gegen Tapetenablösungen nimmt Fahrt auf. Immer wieder passieren Missgeschicke, und als die Tür zum Badezimmer plötzlich klemmt, sieht sich Alex mit einem sehr riskanten Weg konfrontiert.
Neben den zahlreichen Missgeschicken hat Alex auch dieses Mal wieder ein Händchen dafür, in Fettnäpfchen zu treten.

Fazit: Von Anfang an hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Dem Autor gelingt es erneut, humorvolle Szenen brillant zu schildern. Der Schreibstil ist locker, temporeich und die Pointen sind perfekt platziert, sodass man nahezu automatisch lachen muss. Eine köstlich heitere Lektüre, die gute Laune verspricht. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hortenbach Kristina Pleiten, Pech und Papa

Buchvorstellung

Was tun, wenn der 83-jährige Vater bei einem einzieht – mitsamt seinen Excel-Dateien, Bofrost-Katalogen und jeder Menge skurriler Angewohnheiten? Genau das fragt sich Apothekerin Carmen, als ihr Vater Heinz nach einer Hochwasserkatastrophe bei ihr und ihrem Partner Frank vor der Tür steht. Prompt wirbelt Heinz ihren Alltag durcheinander und findet per Zufall seine erste Liebe wieder. Hilde, ihr Zwergpudel Sherry und Heinz vertreiben nicht nur Frank, sie haben auch ganz genaue Pläne für die Zukunft. Während Heinz sich für einen Marathon anmeldet, versucht Carmen herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben will. Bis ein Klassentreffen ungeahnte Überraschungen bringt, auch in Sachen Liebe.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Weber Tanja

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Tanja Weber vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Es war niemals in meinem Kopf, Bücher zu schreiben – bis mich eine Agentin auf der Frankfurter Buchmesse angesprochen hat und gefragt, ob ich nicht auch Prosa schreiben möchte. Zu der Zeit war ich als Drehbuchautorin beim Fernsehen beschäftigt. Ich durfte an Serien wie Türkisch für Anfänger und Verliebt in Berlin mitwirken. Davor war ich Dramaturgin am Theater – mit klassischem Drama, Aktstruktur und Handlungsaufbau kenne ich mich aus. Nachträglich denke ich: das war alles schon die Vorbereitung fürs Bücher schreiben. Mittlerweile sind 30 Romane unter vier Namen von mir erschienen.

Neben dem Schreiben liebe ich meinen Garten, backe, koche, stricke – und bin leidenschaftliche Hundebesitzerin!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Gebert Anke – Wo du nicht bist

Rezension

Irma Weckmüller lebt zusammen mit ihrer Schwester und unterstützt sie bei einer schweren Entscheidung. Sie lernt den netten Arzt Erich Bragenheim kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie heiraten möchten, steht der Nationalsozialismus dem entgegen, da Erich jüdischer Herkunft ist. Nach Erichs Tod sehnt sich Irma danach, auch nach seinem Ableben eine Eheschließung zu erreichen.

Der Prolog beginnt mit Irmas Suche nach Erich und wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln bis ins Jahr 1952 erzählt. Die Erzählung handelt zunächst von Irma, die sich rührend um ihre Schwester Martha kümmert. Als Irma sich in einen jüdischen Arzt verliebt, wendet sich Martha von ihr ab, und sie sowie Erich sehen sich in ihrem Umfeld mit viel Unverständnis konfrontiert. Die Geschichte beschreibt die vielen Demütigungen, die das Paar erdulden musste, sowie Irmas unerschütterlichen Glauben an die Liebe und ihren Einsatz für Erichs Andenken.
Nach Erichs Tod liegt der Fokus auf Irma. Sie unternimmt alles, um eine Heirat anerkennen zu lassen, obwohl viele Hindernisse ihr im Weg stehen. Ihr großes Leid wird ausführlich dargestellt.
Irma wird als eine sehr starke Frau sichtbar, deren Mut und Ausdauer im Mittelpunkt der Erzählung stehen.

Fazit: Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Die Autorin erweckt die Geschichte mithilfe hinterlassener Dokumente zum Leben und verwandelt sie in einen biografischen Roman, der künstlerische Freiheit mit historischen Tatsachen verbindet. Diese Erzählung ist sehr berührend, bewegend, traurig, doch auch voller Hoffnung. Sie ist eine eindrucksvolle und einfühlsame Hommage an Irmgard Weckmüller und zeigt, was Liebe und Hartnäckigkeit bewirken können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Die Anmerkung zur Gesetzeslage vom 23. Juni 1950, die Verfolgten des Nationalsozialismus die nachträgliche Anerkennung der Rechtsfolgen einer standesamtlichen Ehe zu ermöglichen, macht die Lektüre noch nachvollziehbarer.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.