Greifenstein Gina – Grumbeersupp

Rezension


Eine Dose Grumbeersupp sorgt für Überraschung bei Kriminaloberkommissarin Paula Stern, denn sie findet einen Finger darin. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bernd Keeser beginnen sie die Ermittlungen. Diese führen sie zu der neu eröffneten Suppenmanufaktur von Sabrina König. Ihr fehlt aber kein Finger. Hat dort ein Verbrechen stattgefunden und wo ist die Leiche?

Dies ist bereits der zehnte Band der Pfälzer-Reihe, aber mein erstes dieser Serie. Der Einstieg fiel mir sehr leicht.
Schon der ungewöhnliche Auftakt sorgt für Aufmerksamkeit. Paula ist völlig perplex, als sie plötzlich einen Finger in ihrer Suppe entdeckt. Doch eine passende Leiche fehlt zunächst. Die Ermittlungsarbeit bleibt durchgehend interessant, ohne dass es langweilig wird oder ins Stocken gerät.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Kriminalfall und Alltag. Zwischen den Ermittlungen spielt gutes Essen in gemütlichen Lokalen immer wieder eine Rolle. Die Ermittler wirken sympathisch und authentisch, auch weil ihr Privatleben immer wieder dezent mitschwingt. Die Handlung bleibt durchgehend spannend. Gerade als ich dachte, dass die Geschichte zu Ende erzählt ist, eröffnet sich noch einmal eine neue Richtung, die mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein humorvoller Pfälzer Krimi mit ausdrucksstarken Charakteren und viel Charme. Der Dialekt ist dezent eingesetzt und war für mich ohne regionale Vorkenntnisse gut verständlich. Für mich war es sicher nicht das letzte Buch der Autorin, denn meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Wild Elsa – Sieben Leben

Rezension

Ein junges Mädchen wird nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich im Koma. Die Katze Ginger ist verletzt und landet bei einer Heilerin. Ginger wird vor eine Entscheidung gestellt.

Schon früh wird deutlich, warum das Buch diesen Titel trägt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer Katze.
Zwei Schicksale stehen im Fokus, die eng miteinander verbunden sind. Die Geschichte ist stellenweise traurig, verliert dabei jedoch nie ihre hoffnungsvolle Grundstimmung. Gingers Entscheidung ist mutig und hat Gewicht und zeigt, wie viel Stärke auch in scheinbar kleinen Wesen liegen kann.

Fazit: Es ist ein berührendes Buch über Verbundenheit, Verlust und Hoffnung. Die Illustrationen von Franziska Gell ergänzen die Geschichte auf sehr stimmige Weise. Sie unterstreichen die Atmosphäre des Buches. Mir hat die Geschichte gut gefallen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und  ⭐⭐⭐⭐

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McFadden Freida – Die Ehefrau

Rezension

Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Sie findet Victorias Tagebuch und erfährt nach und nach einiges über ihr Leben.

Dieses Buch hat mich erneut mit einer eher subtilen, aber dennoch konstanten Spannung gefesselt. Sylvia widmet sich Victoria mit großer Hingabe und Geduld. Dabei wirkt Victoria beinahe apathisch und ist im Rollstuhl gefangen, während ihre Versuche zu kommunizieren unverständlich bleiben. Ihr Ehemann Adam ist sehr fürsorglich.
Besonders gelungen sind die wechselnden Perspektiven und die eingestreuten Tagebucheinträge. Je mehr Sylvia aus dem Tagebuch erfährt, desto deutlicher wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Diese schleichende Erkenntnis ist sehr wirkungsvoll umgesetzt und gibt nach und nach weitere Einblicke in das Eheleben. Der Schneesturm, die Abgeschiedenheit des Hauses und der Stromausfall verstärken die unheimliche Stimmung zusätzlich.

Fazit: Es ist ein Thriller mit unterschwelliger Spannung von Anfang an, der durch Atmosphäre und mehrere Twists punktet. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Besonders hervorzuheben sind die überraschenden Wendungen, und selbst am Ende gelingt es der Autorin, noch eine Überraschung einzufügen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Klinger Christian – Giovanni, du stinkst

Rezension

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das  überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Herz Tina – Sonne im Gepäck

Rezension

Tom hat einen Auftrag eines Kulturprojekts, das ihn für längere Zeit durch halb Europa reisen lässt. Seine Frau möchte nicht die ganze Zeit mit den kleinen Zwillingen allein sein und beschließt kurzerhand, ebenfalls am Kulturprojekt teilzunehmen, und die Betreuung der Kinder zu teilen. Ein Wohnmobil muss her, und schon beginnt die Reise. Doch nicht alles läuft wie erhofft. Das Camperleben zu viert ist sehr beengt, und ihr Mann scheint mehr mit seiner Kollegin beschäftigt zu sein. Von der idyllischen Atmosphäre kann hier keine Rede sein.

Dieser Roman erzählt von einem Roadtrip, der ganz anders verläuft als geplant. Valerie beginnt die gemeinsame Reise voller Vorfreude, merkt aber bald, dass Planung und Realität oft weit auseinanderliegen. Sie steht ständig unter Strom, reagiert angespannt auf jede Abweichung, sobald Chaos entsteht. Tom dagegen wirkt gelassen und in sich ruhend, was sie nervt. Ursprünglich wollten sie die Kinderbetreuung aufteilen, aber dies funktioniert nicht.

Fazit: Ein unterhaltsamer und humorvoller Roadtrip mit Gefühl und authentischen Konflikten. Kleine Längen in der Mitte werden durch eine spannende Weiterentwicklung ausgeglichen. Besonders gelungen ist das lebendige Setting, das verschiedene Orte in den Fokus rückt. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie alle an ihren Herausforderungen wachsen und sich weiterentwickeln.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Heyne Verlag herzlich bedanke.

Rawle Aisling – Das Spiel

Rezension

Zehn Frauen und zehn Männer ziehen in eine künstlich geschaffene Umgebung mitten in der Wüste, da sie Teilnehmer einer Reality-Show sind. Alle sind sehr attraktiv, und ihre erste Herausforderung besteht darin, ein Paar zu bilden. Wer keinen Partner findet, muss die Show verlassen. Täglich erhalten sie Instruktionen für die gesamte Gruppe sowie individuelle Aufgaben. Lilly hat großen Ehrgeiz zu gewinnen, was auch für alle anderen gilt.

Das Buch hat bei mir leider kaum Eindruck hinterlassen. Schon zu Beginn fiel es mir schwer, einen Zugang zur Geschichte zu finden. Das Konzept rund um eine Gruppe von Teilnehmenden, die unter ständiger Beobachtung stehen und Anweisungen folgen müssen, wirkt zwar zunächst vielversprechend, verliert aber schnell an Reiz.
Ein Großteil des Buches besteht aus sinnlosen Challenges, die nicht mal spannend sind.
Zudem bleiben die Charaktere blass.
Erst gegen Ende gewinnt der Roman etwas an Spannung. Doch diese späte Steigerung kann den insgesamt schwachen Eindruck nicht mehr aufwerten.

Fazit: Für mich war es insgesamt eine eher enttäuschende Lektüre. Oberflächliche Charaktere und sich wiederholende, wenig fesselnde Herausforderungen prägen das Buch. Die wenigen interessanten Momente am Ende konnten den Gesamteindruck nicht mehr retten. Von mir gibt es ⭐⭐

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Strauss Annika mit Fitzek Sebastian – REM

Rezension

Annika erinnert sich daran, dass ihr Vater ihr in ihrer Kindheit sagte, sie solle nicht einschlafen. Trotzdem fiel sie in den Schlaf, und ihr Vater starb. Sie wächst bei einer Adoptivfamilie mit Nico auf. Nacht für Nacht plagen sie Albträume, und ihre Furcht davor ist ständig präsent.

Das Buch beginnt gleich spannend und nimmt mich mit auf eine Reise durch die Vergangenheit und Traumwelten.
Besonders gelungen ist das Setting eines verlassenen Hotels. Die Autoren beschreiben diesen Ort so anschaulich, dass man sich mitten im Geschehen fühlt. Dies sorgt ab und zu für Gänsehaut. Immer wieder entstehen Momente, die unheimlich wirken und Spannung erzeugen. Gleichzeitig geschieht ständig etwas Neues, sodass es nie langweilig wird.
Die Erzählung ist kein traditioneller Thriller und nimmt am Ende eine Richtung ein, die an Science-Fiction erinnert. Das ist spannend gestaltet, auch wenn ich mir persönlich mehr Grusel gewünscht hätte, da der Horroraspekt manchmal etwas zu kurz kommt.
Dennoch bleibt das Buch durchgehend unterhaltsam. Die ungewöhnliche Mischung aus Thriller, Träumen und übernatürlichen Elementen sorgt für eine besondere Leseerfahrung.

Fazit: Es ist ein spannendes und originelles Buch, das durch seine besondere Atmosphäre und seine ungewöhnliche Handlung überzeugt. Wer sich darauf einlässt und keinen reinen Thriller oder viel Horror erwartet, wird hier gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Brandt Leo – Das Gehöft

Rezension

Mit ihren Freunden plant die Biologin Laura, einen Hof auf einer abgelegenen Hallig in der Nordsee zu bewirtschaften. Zunächst sind alle begeistert, doch bald ist vom Paradies nichts mehr zu spüren.
Laras Bruder verschwindet spurlos und es scheint, dass sie doch nicht die Einzigen auf der Insel sind, wie sie angenommen hatten. Eine Rückkehr aufs Festland wird unmöglich, da eine Sturmflut droht.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ließ mich nicht mehr los. Die Spannung ist sofort spürbar und wächst im Verlauf der Erzählung stetig, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch die Atmosphäre bleibt durchweg düster und bedrückend. Eine kleine Gruppe von Freunden befindet sich auf einer Insel, umgeben vom Meer.
Auf der Hallig ist es zunächst ruhig, fast idyllisch, doch schnell wird klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Versuche, die Insel zu verlassen, scheitern an den gefährlichen Prielen.
Lara weiß irgendwann selbst nicht mehr, wem sie noch Vertrauen schenken kann. Auch wenn ich nicht alle ihre Entscheidungen nachvollziehen konnte, hat das meinen Lesegenuss nicht beeinträchtigt.

Fazit: Besonders beeindruckend ist, wie der Autor die Stimmung einfängt. Eingeschlossen auf einer Hallig ohne echte Fluchtmöglichkeit, entsteht ein Gefühl der Bedrohung. Von Idylle ist hier keine Spur. Das Motiv und der Täter bleiben lange im Dunkeln, was die Spannung konstant hochhält. Ich hatte zwar zwischenzeitlich eine Vermutung, war mir aber nie sicher.
Es handelt sich um einen äußerst spannenden und fesselnden Thriller, der mich begeistert hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Michallon Clémence – Our Last Resort

Rezension

Die Geschwister Frida und Gabriel verbringen ihren Urlaub in einem Luxus-Resort. Sie genießen ihre Zeit, bis eine junge Frau tot aufgefunden wird. Schneller als gedacht gerät Gabriel in Verdacht, da er bereits wegen des Mordes an seiner Frau unter Beschuss stand. Trotzdem ist Frida fest von seiner Unschuld überzeugt. Hat sie möglicherweise falsch über ihren Bruder gedacht?

Dieses Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der heutigen Zeit begleiten wir Frida und Gabriel, die eigentlich einen erholsamen Urlaub verbringen möchten. Dann wird dieser durch den Tod einer Frau überschattet. Dennoch blieb dieser Handlungsstrang für mich eher ruhig und stellenweise etwas langatmig.
Deutlich intensiver und bewegender ist der Blick in die Vergangenheit. Hier bekommen wir Einblicke in die Kindheit und das Aufwachsen von Frida und Gabriel. Diese Phase ist alles andere als sorglos. Sie wachsen unter schwierigen Bedingungen auf und erleben eine Kindheit, die von Einschränkungen und mangelnder Freiheit gekennzeichnet ist. Dieser Abschnitt der Erzählung hat mich emotional tief berührt und teilweise sogar erschüttert.
Im Gegensatz dazu konnte mich die Gegenwartshandlung nicht in gleichem Maße fesseln. Die Spannung, die ich bei einem Thriller erwarte, blieb für mich weitgehend aus. Zwar steuert die Geschichte auf eine Wendung zu, doch diese Entwicklung war für mich recht früh erkennbar und konnte daher keine große Überraschung mehr bieten.

Fazit: Insgesamt hat mir vor allem der Teil in der Vergangenheit gefallen, da er deutlich mehr Tiefe und emotionale Wirkung hatte. Die Gegenwart konnte dieses Niveau für mich nicht halten. Für mich fühlt sich das Buch eher wie einen Roman an als wie einen klassischen Thriller.
Von mir gibt es 3,5 Sterne

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