Meine Rezension zu Jürgen Seibold Seine letzte Weihnachtsfeier
Dieses Buch enthält 8 Kurz-Krimis, die kriminell sind und rund um Weihnachten spielen. Ich sage nur, Rache ist süß und wer anderen eine Grube gräbt. Auch gibt es eine Geschichte, die jedes Jahr zu Weihnachten weniger Gäste zählt. Warum und wieso müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Fazit: Acht Kurzkrimis sind hier enthalten, die eines gemeinsam haben. Sie sind originell, klug durchdacht und sehr unterhaltsam. Dazu kommt der schwarze Humor. Wer kurze und knackige Geschichten liebt, ist hier genau richtig. Auch hier hatte ich einen Mordsspaß beim Lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Christiane Wünsche vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Christiane Wünsche träumte schon als kleines Mädchen davon, Schriftstellerin zu werden. Zunächst jedoch studierte sie und wurde Sozialarbeiterin. Später nahm sie ihren Kindheitstraum wieder in den Blick. Sie schrieb zunächst mehrere Kriminalromane für zwei Verlage, die ab 2013 veröffentlicht wurden. Als ihr bewusst wurde, dass es ihr beim Schreiben besonders darauf ankommt, in die Seele ihrer Figuren einzutauchen und intensiv ihre Lebensgeschichten zu erzählen, verfasste sie ihren ersten Familienroman. „Aber Töchter sind wir für immer“, erschien 2019 bei S. Fischer/ Krüger. Das Buch erklomm auf Anhieb die Spiegelbestsellerliste bis Platz 5 und blieb fast ein halbes Jahr darauf. Seither schreibt Christiane Wünsche für S. Fischer. Auch ihr zweiter Roman wurde ein Spiegelbestseller. Im Februar 2024 erscheint ihr vierter Roman „Schwestern in einem anderen Leben“. Die Idee für das Buch bekam sie, als sie letztes Jahr im Urlaub zusammen mit ihrer erwachsenen Tochter im Wohnmobil unterwegs war und während der Fahrtstrecken unzählige Folgen des Podcasts Zeit Verbrechen hörte. Ein wahrer Vermisstenfall berührte sie besonders und inspirierte sie zum Erzählen einer ganz eigenen Geschichte. Es wurde ein vielschichtiger bewegender Familienroman daraus. Wenn Christiane Wünsche keine Bücher schreibt, verfasst sie Gedichte, malt, bastelt oder werkt. Auch Lesungen abzuhalten, liebt sie. Sie hat zwei Schwestern, ist ein Familienmensch durch und durch. Im Urlaub tourt sie am liebsten mit dem Wohnmobil durch Europa. Immer mit dabei: ihre Corgis Bruno und Mila. Romane bei Fischer/Krüger: „Aber Töchter sind wir für immer“ (2019) „Heldinnen werden wir dennoch sein (2021) „Wir sehen uns zu Hause“ (2022) „Schwestern in einem anderen Leben“ (Febr. 2024) Kriminalromane bei Gmeiner und Emons
Ein Serienmörder hält Berlin in Atem. Kriminalhauptkommissar Ewald Hölzer und der junge Kriminalkommissar Bruno Renz stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe, denn der grausame Sexualstraftäter mordet in immer kürzeren Abständen. Der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Luft holen ist kaum möglich. Der Druck ist immens und die Zeit läuft ihnen davon.
Dieser Thriller ist schonungslos und hat mir schlaflose Nächte bereitet. Abwechselnd wird aus Sicht des Täters erzählt und der Leser ist hautnah bei seinen grausamen und abscheulichen Taten dabei. Wörtlich ist auch der Titel des Buches zu nehmen. Für die Kommissare keine leichte Aufgabe. Das Zusammenspiel mit dem wortkargen Hölzer und dem aufstrebenden Bruno hat mir ausgesprochen gut gefallen. Beide haben zudem private Probleme, die keinesfalls ans Tageslicht kommen sollen. Das war das härtete, was ich jemals gelesen habe und zeigt auf erschreckende Weise, wozu Menschen fähig sein können. Es zeigt die tiefsten Abgründe. Ich bangte ständig zwischen Grauen und Mitgefühl für die Opfer. Der Spannungsbogen war von Anfang an hoch und wurde bis zum Ende nicht unterbrochen.
Fazit: Es ist ein sehr spannendes Buch, jedoch absolut nichts für Zartbesaitete, da es schonungslos und sehr detailliert die Szenen beschreibt. Ein knallharter Thriller, auch deshalb, da das Buch an eine wahre Begebenheit angelehnt ist. Das Ganze spielt Mitte der Fünfzigerjahre und da steckte die Spurensuche noch in den Kinderschuhen. Spannend, schockierend, grausam, brutal und unfassbar. Auch wenn ich mit dem Buch an meine Grenzen des Erträglichen ging, spreche ich eine Leseempfehlung aus und ⭐⭐⭐⭐⭐
Weitere Rezensionen findet ihr unter: https://helgasbuecherparadies.com
Meine Rezension zu Thorsten Sueße Ein Mord ist nicht genug
Kriminaloberkommissar Raffael Störtebecker und seine Kollegin Andrea Renner haben es mit einem Mord an einer jungen Frau zu tun. Sie wurde erdrosselt und ihre Haare wurden abrasiert. Zuletzt hatte sie sich in der rechten, als auch der linken Szene aufgehalten, sehr zum Missfallen ihres erfolgreichen Vaters. Kurz darauf gibt es weitere Todesfälle in der Familie. Übt der Täter Rache?
Kein leichter Fall für Störtebecker und Team. Von Beginn an ist es spannend. Als weitere Morde geschehen, ist zunächst zu klären, warum diese Menschen sterben mussten. Verdächtige gibt es einige. Mir war der Ermittler Störtebecker sympathisch. Es umgibt ihn hanseatische Kühle, aber auch etwas Humor ist vorhanden. Dazu die Story um Emil, die seine weiche Seite zeigt. Ganz eingelebt hat er sich immer noch nicht in Hannover. Andrea kann ich noch nicht so richtig einschätzen. Hier steht nicht die Ermittlerarbeit im Vordergrund, sondern was den Täter veranlasst hat, so zu agieren.
Fazit: Es ist ein spannender Krimi mit viel Lokalkolorit. Sehr interessante Geschichte mit geschickten Wendungen, sodass ich auf die falsche Spur geführt wurde. Die Charaktere sind vielseitig und authentisch. Hier geht es um Gier und Niederträchtigkeit. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Die 82-jährige Melli findet bei ihrem Spaziergang im Lainzer Tiergarten eine Leiche vor. Sie informiert die Polizei und da sie eine ehemalige Krimiautorin ist, ist ihre Neugier geweckt. Sehr zum Leidwesen des Chefinspektors Angermann. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und ermittelt auf ihre Weise. Weitere Morde geschehen und Melli lässt nicht locker, den Täter zu finden.
Melli ist alles andere als betagt mit ihren 82 Jahren. Sie kann das Ermitteln nicht lassen. Dabei hilft ihr ihre Freundin Elfi. Einen Verdächtigen hat sie auch schon. Leider war sie mir nicht sympathisch und auch die Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern. Allerdings war die bildhafte Sprache gut und ich konnte mir alles vorstellen. Das Altersheim, mit ihren Bewohnern, die das genaue Gegenteil von Melli sind, nämlich träge und teilnahmslos, währenddessen Melli vor recht fit ist und unternehmungslustig.
Fazit: Es ist ein Krimi, der in Wien spielt und mit einer neugierigen und aktiven älteren Dame bestückt ist. Mir hat ein wenig Spannung gefehlt. Von mir gibt es ⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Noa C. Walker Die Weite des Horizonts
Cara Biber wird als Wehrmachthelferin in die Normandie geschickt, denn in Deutschland wird es zu heiß für sie, da sie sich gegen das herrschende Regime widersetzt. Die Gegend kennt sie aus früheren Urlauben mit ihren Eltern und lernte dort den jungen Franzosen Nic Poulin kennen. Sein Einsatzort mit einer gefährlichen Mission wird ausgerechnet dort sein, in dem Cara weilt. Vergessen haben sie sich nie, obwohl viele Jahre vergangen sind. Im Schwarzwald lauern auf die Familie Biber viele Gefahren, denn Caras Bruder wurde verhaftet und die ganze Familie steht unter Aufsicht. Wird Alexander unter den schwierigen Haftbedingungen überleben und Caras Träume sich erfüllen?
Anfangs habe ich mir schwergetan, in die Geschichte zu kommen. Viele Namen, die wiederum Abkürzungen erhielten oder Tarnnamen bekamen, verwirrten mich. Die Geschichte beginnt langsam und ruhig, und dann nimmt sie an Fahrt auf. Es gibt wechselnde Perspektiven. Wir begleiten die selbstbewusste und freiheitsliebende Cara, die in Gefahr ist, da sie sich gegen das Regime auflehnt. Ihre Arbeit als Funkerin ist interessant und auch die Wiederbegegnung mit Isabell, die sich äußerst kühl ihr gegenüber verhält. Emmas Ehemann Alexander wurde verhaftet und seine Haftbedingungen haben mir einen Schauer über den Rücken gejagt. Die Charaktere sind sehr lebendig. Ich fühlte und litt mit ihnen. Besonders angetan hat es mir Fitzi, deren Schicksal mich schwer berührt hat.
Fazit: Eindrucksvoll wird hier der Aufstand der Franzosen aufgezeigt, sowie die Ängste der Bevölkerung. Dazu kommt Neid, Missgunst und Verrat, aber auch Freundschaft und Mut. Sehr bewegende Zeitgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Den Mut und die Gefahr, die die Bevölkerung auf sich nimmt, indem sie Menschen verstecken und viele mit dem Einsatz ihres Lebens zahlen müssen, war sehr ergreifend. Die Autorin hat eine blumige und ausschweifende Sprache und man merkt dem Buch eine sehr gute Recherche an. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Seit über einem Jahr gibt es in dem beschaulichen Klein-Freudenstadt keine ungeklärten Todesfälle mehr. Eigentlich eine gute Nachricht für alle Bewohner des Örtchens in der Uckermark, nur für Angela Merkel nicht. Sie sehnt sich nach dem Thrill der Ermittlung, denn nichts hatte der Rentnerin so viel Freude bereitet wie die Detektivarbeit. In ihrer Verzweiflung hat sich Angela ein neues Hobby gesucht, von dem sie allerdings noch nicht einmal ihrem Ehemann Achim erzählt hat. Die gebuchte Ostsee-Kreuzfahrt soll etwas Abwechslung verschaffen – und ganz nebenbei Erkenntnisse für ihr neues Hobby liefern. Denn Angela und ihre Begleiter machen nicht irgendeine Kreuzfahrt, sondern eine Krimi-Kreuzfahrt. Dementsprechend sind neben der Ex-Kanzlerin, Achim und dem geliebten Mops auch diverse Krimiautoren unterschiedlichster Couleur mit an Bord. Als jedoch kurz nach dem Auslaufen der Megastar des deutschen Thrillers unerwartet zu Tode kommt, läuft Angela zu neuer Höchstform auf.
Meine Rezension zu Karoline Adler Nächtes Jahr schenken wir uns nichts
Dieses Buch umfasst 21 weihnachtliche Kurz-Geschichten verschiedener Autoren und Autorinnen. Wer hat nicht den Wunsch Weihnachten wie früher zu feiern, aber heute ist alles anders. Da muss schon beim Kochen auf Empfindlichkeiten eingegangen werden. Manche flüchten in die Berge, um dem Trubel zu entgehen. Ist das aber wirklich besser? Auch der Vorsatz, alles langsam angehen zu lassen, platzt. Kennt ihr eigentlich den schwäbischen Brauch, Christbaumloben? Wenn nicht, hier erfahrt ihr, was es damit auf sich hat. Meine Lieblingsgeschichte ist die des Taxifahrers, der sich über all die Jahre einen Zusatzverdienst über Weihnachten ergattert hat und die Geschichte mit dem einarmigen Christkind hat mich begeistert.
Fazit: Es sind kurze und weihnachtliche Geschichten, die mich sehr gut unterhalten haben. Wer Kurzgeschichten mag und auch weihnachtliches Flair verspüren möchte, ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Geschichten von folgenden Autoren und Autorinnen sind enthalten: Ingvar Ambjørnsen, Ewald Arenz, Benjamin Cors, Maren Dammann, Horst Evers, Marlies Ferber, Tobias Haberl, Ulrike Herwig, Diana Hillebrand, Marc Hofmann, Bjørn Ingvaldsen, Frieda-Alice Kahro, Markus Orths, Max Osswald, Jutta Profijt, Manuela Schörghofer, Lars Simon, Kim Småge, Felicity Whitmore, Malou Wilke und Edgar Wilkening.
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Thomas J. Fraunhoffer vorstellen. Es freut mich, dass Du heute mein Gast bist.
Hallo, liebe Helga! Vielen Dank, dass du mich deinen Lesern vorstellst.
Mich gibt es als Krimiautor in doppelter Ausführung. Seit 2016 habe ich unter meinem Pseudonym Franz Hafermeyer beim Lübbe-Verlag sechs Augsburg-Krimis mit den Ermittlern Elsa Dorn und Sven Schäfer veröffentlicht.
Der neue Fall „Die Datschi-Connection“ ist brandaktuell am 1. Dezember 2023 erschienen.
Unter meinem Klarnamen Thomas J. Fraunhoffer schreibe ich weitere Krimis. So ist ebenfalls beim Lübbe-Verlag der Bodenseekrimi „Die Toten von Lindau“ erschienen und beim Droemer-Verlag bin ich mit einer Kurzgeschichte in der Weihnachtsanthologie „Winter, Weihrauch, Wasserleiche“ vertreten.
Vor kurzem habe ich die Rohfassung eines neuen Krimi für den Lübbe-Verlag abgeschlossen. Dieser wird auch unter meinem Klarnamen veröffentlicht werden. Weiteres dazu ist leider noch geheim.
Aktuell arbeite ich als Franz Hafermeyer an Band 7 der Augsburger Krimireihe.
Ich bin Jahrgang 1971 und arbeite seit über dreißig Jahren für die bayrische Polizei.
Ich lebe mit meiner Ehefrau, zwei Miniponys und der Krimikatze Lisbeth auf dem Land in der Nähe von Augsburg.
Meine Rezension zu Evelyn Kühne Ostseeliebe mit Leuchtturmblick
Luise und Nick übernehmen von ihrem Großvater die Strandkorb- und Fahrradvermietung in Warnemünde. Mit dem Familienbetrieb steht es aber nicht zum Besten und Nick möchte plötzlich aussteigen. Luise lernt den sympathischen Fahrradhändler Fabian kennen und es offenbart sich auch für sie eine neue berufliche Chance. Sie überdenkt ihre Situation. Kann sie wirklich neue Wege gehen?
Dies ist der Start einer neuen Reihe und ich finde sie sehr gelungen. Luise steht vor einer großen Entscheidung, als Nick ihr offeriert, dass er ein anderes Leben möchte. Die beiden Geschwister wurden von ihrem Großvater gedrängt, das Geschäft zu übernehmen. Ihre eigenen Wünsche haben sie hinten angestellt. Nachdem Luise Fabian kennengelernt hat, spielt ihr Herz verrückt. Aber Fabian birgt ein Geheimnis. Die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Es war schön mitzuerleben, wie sich Luise entscheidet.
Fazit: Es ist ein winterliches und weihnachtliches Feeling zu spüren. Die Geschichte ist gut aufgebaut. Es war keine Zeile langweilig und eine gewisse Spannung spürbar. Die tolle Kulisse hat ein übriges getan, um mich sehr gut zu unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Ein Wohlfühlroman, den ich gerne weiterempfehle Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Weitere Rezensionen findet ihr unter: https://helgasbuecherparadies.com/