Buchvorstellung Julia Rogasch Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer
Alea hat ihr Leben im Griff – zumindest bis ihre Tante so schwer stürzt, dass Alea Hals über Kopf auf das winterliche Sylt reisen muss, um ihr zu helfen. Aleas Beziehung überlebt das nicht, aber für Herzschmerz bleibt keine Zeit: Mit der kleinen Kerzenmanufaktur hat sie alle Hände voll zu tun, und dazu kommt noch der Hundewelpe, den ihre Tante adoptiert hat! Zum Glück hilft Felix, der Nachbar, wo er kann. Zwischen den funkelnden Dünenlichtern im Laden und der eiskalten Nordseebrise ist Herzklopfen vorprogrammiert. Doch Alea befallen Zweifel: Kann sie Felix wirklich vertrauen?
Meine Rezension zu Stefan S. Kassner Todesschweigen
Vera Winter wird zu einem Tatort gerufen und sie findet eine absonderlich zur Schau gestellte weibliche Leiche vor. Der junge Peters wird ihr zugeteilt. Sie finden heraus, dass die Getötete ein großer Fan einer Schriftstellerin ist. Auch als eine weitere entstellte Leiche gefunden wird, führen die Spuren zur Autorin. Diese hat sich jedoch noch nie einem Publikum gezeigt. Wird es ihnen gelingen, weitere Taten zu verhindern?
Gleich zu Beginn wird der Leser mit einer entstellten Leiche konfrontiert. Die akribischen Ermittlungen ergeben, dass der Täter im Umkreis der Schriftstellerin zu suchen ist. Dies ist kein leichtes Unterfangen, denn selbst der Verleger blockiert erstmal weitere Ergebnisse. Die Ermittlerin hat mir gut gefallen und auch Peters, der einiges zur Auflösung beitragen konnte. Es gibt wechselnde Perspektiven. Zum einen geht es um einen kleinen Jungen, der Schreckliches erdulden musste. Zum anderen um die Suche nach dem Täter. Hingegen wird der Leser bis zum Schluss im Unklaren gelassen, wer dahintersteckt. Es ist von Anfang an spannend und endet in einem dramatischen Showdown. Die Ermittlerin hat mir sehr gut gefallen und auch Peters, der einiges zur Auflösung beitragen konnte.
Fazit: Es ist eine spannende Geschichte mit Ermittlern, die im Laufe des Buches meine Sympathie erreicht haben. Auch die Unterschiedlichkeit der Charaktere hat mir gefallen. Spannung ist hochgeschrieben und das Ende nicht vorhersehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden …
Kriminalhauptkommissarin Franzi hat nachmittags bei ihrer Nachbarin Marie einen Kaffee getrunken und mitten in der Nacht bemerkt sie ein Feuer in deren Haus. Sie macht sich sofort auf den Weg, kann aber nur noch den Dackel Herrn Gustav retten. Ein Fremdverschulden schließt sowohl die Feuerwehr als auch die Kriminaltechnik aus. Nachdem der Sohn von Marie einen Unfall erleidet, glaubt sie nicht an einen Zufall und nimmt die Ermittlungen auf.
Es ist mein erstes Buch der Autorin und er hat mir sehr gut gefallen. Der Cosykrimi spielt in Augsburg und lässt sich leicht lesen. Franzi möchte unbedingt aufklären, warum es im Haus von Marie gebrannt hat, denn dass sie es selbstverschuldet hat, kann sie sich beim besten Willen nicht vorstellen. Sie nimmt den Dackel bei sich auf, sehr zur Freude ihres Waschtls. Bei ihren Spaziergängen lernt sich auch noch einen Mann kennen, aber Franzi reagiert erstmal zurückhaltend. Schließlich will sie den Fall klären. Franzi finde ich sehr sympathisch und mit ihrer Kollegin Helena ist es ein tolles Ermittlerduo. Es gibt Regionales und der dezente Dialekt lockert das Ganze auf.
Fazit: Es ist ein regionaler und humorvoller Cosykrimi mit sympathischen Charakteren. Ich hatte zwar eine Ahnung, wer dahintersteckt, aber das hat meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Nur das Motiv hatte ich nicht erahnt. Der flüssige und bildhafte Schreibstil hat ein Übriges getan, mich gut zu unterhalten. Der Dialekt ist dezent gehalten und für jedermann gut verständlich. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Anna und ihre Freundin Sara haben einen gemeinsamen Traum: Sie wollen Musicalstars werden! Als sich Anna für ein Casting am Musicaltheater bewirbt, nimmt ihr Leben eine aufregende Wendung. Sie schafft es in die Vorbereitungsgruppe für das Musical „Ronja Räubertochter“ und erhält nun spannende Einblick in die faszinierende Welt des Theaters. Als plötzlich auch Sara in die Gruppe aufgenommen wird, treten die Freundinnen in einen Wettstreit. Während die Proben intensiver werden und der große Tag des letzten Castings näher rückt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Wer wird am Ende die begehrte Hauptrolle der „Ronja“ ergattern? Und werden sie nach der Entscheidung der Jury immer noch Freundinnen sein?
*unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, für das ich mich herzlich bedanke
Hi, mein Name ist Sam. Ich bin ein Australian Shepherd, kurz Aussie genannt. In zwei Tagen werde ich fünf Monate alt, befinde mich also im besten Flegelalter. Seit geraumer Zeit gehöre ich einem kleinen Rudel an, das aus Herrchen, Frauchen, Florian und Lena besteht …
So beginnt diese Geschichte, in der Sam höchstpersönlich von seinem aufregenden Leben als Welpe erzählt. Der kleine Hund stürzt sich in jedes Abenteuer, das sich ihm bietet, und gerät dabei mehr als einmal in Lebensgefahr. Seine neue Familie denkt, sie sei hundeerfahren, aber bei Sam bekommt das Wort „wild“ eine völlig neue Dimension. Sam kämpft gegen Gartenschlangen, Borstentiere und Monstersauger, gerät in einen Wirbelsturm, stürzt in einen reißenden Fluss, setzt sich mit Kampfhundwelpen und fliegenden Ungeheuern auseinander – nichts kann ihn bremsen. Während die Kinder den frechen Wirbelwind rasch in ihr Herz schließen, treibt er Frauchen mit seiner ungestümen Art schier in den Wahnsinn. Die Dinge spitzen sich zu, als Sam vor einer Kastration flieht und schließlich im Tierheim landet. Zu allem Übel muss er sich nun auch noch die Zelle mit einer herrschsüchtigen Bulldogge teilen. Ob Frauchen ihm erneut aus der Patsche helfen kann?
*unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, für das ich mich herzlich bedanke
Gibt es altes Filmmaterial, das eine brutale Menschenjagd in den Wäldern von Berlin zeigt? Und wenn ja, was wusste Nora Rothmanns ermordete Familie darüber? Hartnäckig sucht die Kriminalhauptkommissarin nach Antworten auf diese beiden Fragen. Dabei stößt sie erneut auf ein undurchdringliches Netz aus Korruption und Lügen. Niemand in ihrer Behörde glaubt an ein geheimes Bündnis, das die Tötung von Menschen verabredet. Also sucht Nora andere Wege, um die Wahrheit zu finden – selbst auf die Gefahr hin, daran zu zerbrechen.
Denn was sie nicht ahnt: Irgendwo in Berlin lauert ein Monster in einem Folterkeller. Ein frauenverachtender Sadist aus einem der schlimmsten Märchen der Brüder Grimm. Und dieser will sein Vöglein singen hören …
Meine Rezension zu Patrick Nest Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag
Zwischen Lukas und Ruri hat sich in der Kindheit eine tiefe Freundschaft entwickelt. Bevor Lukas mit seiner Mutter von Berlin nach München zieht, versprechen sie sich die Heirat. Sie verlieren sich fast aus den Augen, bis Lukas mit Anfang 40 wieder Kontakt zu Ruri aufnimmt. Lukas und Ruri verlieben sich ineinander und führen eine Wochenendbeziehung. Ob das gut geht?
Zuerst begleiten wir die beiden in ihrer Kindheit und später in ihrer Beziehung. Ruri hat einen Sohn im Teenageralter und in ihrer Beziehung werden Probleme nicht groß angesprochen. Lukas hatte keine leichte Kindheit und betreut immer noch seine Mutter, sodass auch ein Umzug nicht infrage kommt. Der Alltag entwickelt sich nicht so, wie gewünscht. Ihre Liebe ist zwar intensiv und heftig, aber von Missverständnissen geprägt. Die Geschichte ist eher ruhig erzählt.
Fazit: Es ist eine Geschichte über eine Liebe in einer Wochenendbeziehung mit Höhen und Tiefen. Leider war das Ende etwas abrupt und für mich nicht verständlich. Es wird ein Gerät erwähnt, dass ein Knopf mit Stop enthält. Von mir gibt es ⭐⭐⭐
Weitere Rezensionen findet ihr unter: https://helgasbuecherparadies.com
*unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar,* für das ich mich herzlich bedanke. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Verzweifelt kauert Steffen Matthäus in Mike Müllers Büro und bittet ihn, seine wunderschöne Geliebte Angela zu finden, die spurlos verschwunden ist. Was Steffen nicht weiß: Mike hat von dessen Ehefrau Constanze nur einige Wochen zuvor den Auftrag erhalten, Steffen zu überwachen und herauszufinden, mit wem dieser seine Frau betrügt.
Mike nimmt dennoch an. Ihn interessiert dieser zunächst so langweilig wirkende Fall immer mehr, zumal sich Angela mehrfach auffällig verhalten hat. Da wäre ihr luxuriöses Mobiliar, zu teuer für eine einfache Studentin. Und da wäre noch ihr starkes Interesse für Steffens Forschung an der Ruhr-Uni und bei der ACeBo GmbH. Hat Angela vielleicht etwas zu verbergen, das Steffen nicht sehen wollte? Ist sie Opfer von Constanzes Eifersucht geworden? Oder ist am Ende alles ganz anders als gedacht? Und was hat ein Vierfachmord mit alldem zu tun?
*unbezahlte Werbung, da bei Buchverlosung gewonnen
Meine Rezension zu Gina Greifenstein Dieser längst vergangene Sommer
Nach dem Abitur unternehmen vier Freundinnen eine Reise nach Italien ans Meer. Herrlich unbeschwert genießen sie auf einem alten Campingplatz in Cavallino das Leben. Sie schwören sich ewige Freundschaft. Doch ganz unerwartet endet es mit einem Unglück. Wie gehen sie damit um? Wird die Freundschaft daran zerbrechen?
Was für eine wundervolle Geschichte. Sie beginnt in der Gegenwart und die Freundinnen Johanna, Iris, Sonja und Annabell erhalten eine Einladung zu einem ersten Klassentreffen, das 15 Jahre nach ihrem Abitur stattfinden soll. Dann wechselt die Geschichte in die Vergangenheit. Die Freundinnen sind seit dem Kindergarten unzertrennlich und in ihrer Art sehr unterschiedlich. Da ist Jo, die sehr draufgängerisch und mutig ist. Iris ist ruhig und zurückhaltend. Sonja möchte Juristin werden und Annabell Tänzerin. Gerade die Unterschiedlichkeit hat mir ausgesprochen gut gefallen und die Lebendigkeit, die diesen Charakteren entspricht. Sie genießen den Urlaub mit Lambrusco, Dosenravioli und Gelato. Dann passiert ein Unglück und jeder geht seinen eigenen Weg. Die Autorin hat geschickt beide Zeitebenen miteinander verbunden. Ich war sehr gespannt, wie das Klassentreffen ablaufen würde, und es übertraf meine Erwartungen.
Fazit: Es ist eine tiefgründige Geschichte über Freundschaft, die einfühlsam mit Schuldgefühlen umgeht. Sehr atmosphärisch, mit mediterranem Flair und einem tollen und mitreißenden Schreibstil wird durch die Zeilen geführt. Ein schönes Urlaubsfeeling kam auf, jedoch ist es auch sehr ernst und ein wenig traurig. Mitunter geht es dramatisch zu, aber auch humorvoll. Es wirkte alles sehr lebendig und lebhaft. Das Buch hat mich äußerst bewegt und berührt. Ich konnte es jedenfalls kaum aus der Hand legen. Ein weiteres Lese-Highlight ist dieses Buch für mich und wird mir in Erinnerung bleiben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐