Scherf H.C.

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor H.C. Scherf vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Interview mit dem Thrillerautor H.C. Scherf

🎤 Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten. Ich möchte Fragen stellen, die etwas abweichen von denen, die Sie vielleicht ständig beantworten müssen.

Ich glaube nicht, dass eine gibt, die ich noch nicht hörte.

🎤 Das eine oder andere Buch habe ich von Ihnen bereits gelesen. Dabei fiel mir auf, dass Sie sich besonders mit den von Ihnen kreierten Figuren abseits des üblichen Rahmens bewegen. Ich vermisse dieses so oft dargestellte Heldentum, mit dem die Figuren ihre Fälle lösen.

Eigentlich ist diese Frage recht einfach zu beantworten. Meine Figuren – und das betrifft sowohl Protagonisten wie auch Antagonisten – sind Menschen wie du und ich. Und sind wir mal ehrlich, wer von uns ist ein wirklicher Held im Alltag? Natürlich müssen die Protagonisten Aufgaben bewältigen, die hier und da außergewöhnlich sind. Doch das muss nicht ständig in einer außergewöhnlichen Mutprobe gipfeln. Ich beobachte gerne Menschen und versuche dabei, ihre Grenzen kennenzulernen. Dabei stelle ich fest, dass sie überwiegend pragmatisch handeln und Fehler produzieren. Beziehen wir das einmal nur auf die Täter. Täten sie das nicht, würde kein Fall gelöst. Also sehe ich meine Hauptaufgabe darin, solche Fehler zu erkennen, sie zu benennen. Das darf natürlich nicht zu plump geschehen, da ansonsten die Leser*innen gelangweilt würden.

🎤 Wenn ich das richtig sehe, fordern Sie die Leser*innen heraus, diese Fehler möglichst selbst zu erkennen.

Das wäre natürlich das Optimum. Doch damit mache ich meine Ermittler brotlos. Eigentlich sollten sie die eigentlichen Helden sein. Doch das sind sie nur in wenigen Fällen. Sie leben mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Schwächen, was sie menschlicher wirken lässt. Sind wir doch einmal ehrlich. Die Kinohelden gibt es in der Realität nicht. Über neunzig Prozent aller Mordtaten z.B. werden in Deutschland aufgeklärt. Das basiert jedoch nicht auf der Tatsache, dass unser Kommissar durch eine Scheibe aus dem 12. Stock auf ein fünfzehn Meter entfernt fahrendes Lkw-Dach springt. Kriminalfälle zu lösen bedeutet irre viel Kleinarbeit in Laboren, Beweismittel am Tatort erkennen, Profiling, Rechtspsychologie und jede Menge Berufserfahrung. Für Heldentum ist da kaum Platz.

🎤 Aber auch Ihre Figuren müssen Aufgaben bewältigen, die speziell sein können. Damit kontakarieren Sie Ihre vorherigen Feststellungen doch.

Da gebe ich Ihnen recht. Doch das Schreiben von Büchern gibt uns Autor*innen auch gewisse Regeln vor. Ein Buch, das die trockene Arbeit der Ermittler beschreiben würde, kauft niemand, da es einem Sachbuch gleichkommen würde. Sie wollen schließlich unterhalten werden. Dazu gehört der Aufbau von Spannung, was besonders den Thriller betrifft. Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass wir die präzise Polizeiarbeit vernachlässigen. Jetzt eine gehörige Portion Dramaturgie einzubauen, ist hier das Zauberwort. Aber auch dabei lasse ich nur in seltenen Fällen Heldentum aufkommen. Meine Ermittler haben stets auch etwas Menschliches: Ich spreche von Angst. Es ist keine Schande, diese zu zeigen und doch den Job zu machen, für den man bezahlt wird.

🎤 Schaffen Sie ganz bewusst den Antihelden?

Das wäre natürlich kontraproduktiv, denn schnell verwechselt man das mit Feigheit. Das wäre fatal, wenn Leser*innen diesen Eindruck gewinnen könnten, obwohl es ein interessanter Ansatz wäre, eine neue Figur zu schaffen. Leser fordern den Helden in gewissen Grenzen ein. Doch gestatte ich meinen Figuren auch den einen oder anderen Lapsus, der wiederum zu Konflikten  führen kann. Und damit kommen wir zum wesentlichen Teil eines Buches. Es lebt von Konflikten. Gäbe es die nicht, würde das Buch unwirklich und langweilig erscheinen.

🎤 Wenn ich Sie richtig verstehe, bewegen Sie sich vorzugsweise in der Realität?

Oh nein. Das ist fast unmöglich. Hier und da muss ich vom geraden Pfad etwas abweichen, um Spannungselemente zu schaffen. Allerdings sollte man als Autor nicht zu sehr in die Welt der Fantastereien abdriften. Lassen Sie mich allerdings etwas erklären. Wenn Sie als Leserin glauben, dass der Autor etwas weit über das Ziel hinausgeschossen ist, darf ich klarstellen, dass die Realität viel schrecklicher sein kann, als das gerade Gelesene. Oft können oder besser gesagt, wollen wir die Realität gar nicht so schildern, wie wir sie bei der Recherche vorfanden. Die Leser*innen haben oft gar keine Vorstellung davon, wie grausam Menschen vorgehen, wenn sie Gewalttaten an Mitmenschen ausüben. Das Böse lebt direkt neben dir – Tür an Tür.

🎤 Jetzt möchten Sie aber verunsichern, oder?

Wieder muss ich verneinen. Damit übertreibe ich nicht im Geringsten. Kaum jemand, außer den Polizeibehörden und vielleicht den Mitarbeitern der forensischen Psychologie, wissen, wozu Menschen wirklich fähig sind. Wir alle besitzen von Geburt an gute und böse Gene in uns. Wie sie sich entwickeln, hängt von vielen Faktoren in unserer Erziehungsphase ab. Geht es in die falsche Richtung, entwickelt sich daraus schlimmstenfalls ein Serien- oder Mehrfachtäter. Die Geschichte zeigt uns immer wieder auf, wozu diese Menschen dann fähig sind. Mich persönlich fasziniert der Werdegang dieser abnormen Menschen sehr, doch weigere ich mich, deren Leben und Taten detailliert darzustellen. Vielleicht ist es auch gut so, dass Leser*innen alle Geschichten, die wir anbieten, als rein fiktiv ansehen. Die Realität wäre um ein Vielfaches Grausamer. Denken Sie z.B. nur an die Geschehnisse um die vielen Kindesmissbräuche, von deren wahren Ausmaße nur die gepeinigten Ermittler und die Täter selbst wissen. Wie ich zuvor schon erwähnte: Wir leben mit dem abgrundtief Bösen Tür an Tür.

🎤 Ich muss zugeben, dass Sie mich jetzt verunsichert haben. Doch kommen wir noch einmal zurück auf die Eingangsfrage. Sie weigern sich, dem gebräuchlichen Klischee des Starken und Schönen bei Ihren Figuren zu folgen? Wie sehen das Ihrer Meinung nach Ihre Leser*innen?

Eine Frage, die sich aus meiner Sicht nur schwer beantworten lässt. Das sollten Ihnen besser die Verbraucher beantworten. Aber für mich gibt es keine Alternative zu dem, was ich bisher schrieb. Die Darstellung des smarten, mit Waschbrettbauch versehenen Supermannes liegt mir nicht. Ebenso verpasse ich den Frauen nur selten das Aussehen eines Topmodels. Viel zu gerne beschreibe ich Figuren, die uns tagtäglich auf der Straße begegnen. Es freut mich, wenn sich meine Leser*innen in den Figuren selbst  wiederfinden können. Oft zaubert es ein Lächeln auf ihr Gesicht. Darin liegt auch der Grund, warum ich z.B. wie ein Voyeur am Nebentisch im Café sitze und alle möglichen Reaktionen der Mitmenschen aufsauge. Das findet sich irgendwann in einem meiner Bücher wieder. Der Bezug zur Realität ist mir sehr wichtig. Doch genau hier liegt die Krux. Wer ein Buch kauft, will sehr oft aussteigen, den Alltag hinter sich lassen und in eine Welt abtauchen, die es eigentlich nicht gibt. Das ist unendlich befreiend, wenn die Traumwelt betreten werden kann. Das kann ich gut nachvollziehen. Doch es ist nicht meine Welt. Und das muss man mir zugestehen, wenn eines meiner Bücher in die Hand genommen wird. Viel zu gerne halte ich uns den Spiegel vor und halte Leser*innen fest in der realen Welt,  wo das Böse mittlerweile die Herrschaft übernommen hat.

🎤 Nun haben Sie aber aktuell einen Roman geschrieben, der sich in einem völlig anderen Genre bewegt. Wie mir scheint, handelt es sich bei „Lockruf der Nordsee“ um ein Liebesdrama. Wie kam es dazu? Schließlich kennt man Sie als Vertreter der harten Schiene.

So verrückt wie es klingt, ist es gar nicht. Verwechseln Sie bitte dieses Buch nicht mit den herkömmlichen Liebesromanen, in denen nur heile Welt verkauft wird. Das ist schon harter Stoff und beschreibt das Schicksal zweier Menschen, die auf unterschiedliche Art und Weise die Tiefen des ehelichen Beisammenseins kennenlernen mussten. Hier zeige ich, dass ein Krimiautor auch in Gefühle machen kann. Die Rezensionen und Reaktionen auf das Buch sind erstaunlich. Man zeigt sich ergriffen, erstaunt, schockiert und betroffen. Spannung ist auch hier reichlich gegeben. Ich zeige meinen Leser*innen, dass niemand an seinem Schicksal verzweifeln muss. Aufgeben ist die falsche Option. Wahre Liebe und echte Freundschaft gibt es auch heute noch. Oft wird es nicht erkannt oder abgelehnt, weil schlechte Erfahrungen dies vorgeben. Ich gebe zu, dass der Roman nichts für Feiglinge ist und für Betroffene eine Triggergefahr besteht. Doch die Betroffenheit, der Hass auf den Antagonisten und das Unverständnis im Handeln der Figuren ist vergessen, wenn die letzte Seite umgeblättert wird. Dieses Buch hallt lange nach. Es gibt Bücher, die gelesen werden und wieder im Regal ein stilles Schicksal fristen. Ich garantiere, dass diese Story lange im Gedächtnis haften bleibt. Und das Bedeutsame an dieser Tasche ist, dass es keine erfundene Geschichte ist, sondern dem realen Leben entnommen wurde. Ich schicke meine Leser*innen auf eine Gefühlsachterbahn.

🎤 Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich lesen möchte, denn auch ich gehöre zu den Menschen, die gerne der Realität entrücken möchte. Dafür ist mein Buch da. Doch hört es sich sehr spannend an und ich werde es versuchen.

Das würde mich freuen, denn ich bin mir sicher, dass dieses Drama Sie mehr beanspruchen wird, als so mancher Thriller. Das reale Leben  kann, ich sagte es vorher bereits, härter sein als erfundene Storys. Sie werden es nicht bereuen.

🎤 Dass Sie das Schreiben nun aufgeben wollen, gaben Sie bekannt. Das ist doch nur ein Bluff, ein Marketingtrick. Oder?

Oh, nein. Das habe ich mir vorgenommen. Aber lasse ich mir ein kleines Türchen offen. Messen und Lesungen finden auch weiterhin statt. Nach vielen Jahren des intensiven Schreibens möchte ich wieder einmal Urlaub machen und ausspannen. Das habe ich mir mit 74 Lebensjahren redlich verdient. Allerdings will ich danach einen Rücktritt vom Rücktritt nicht völlig ausschließen. Wen einmal der Virus befallen hat, wird niemals wirklich davon befreit.

🎤 Genau das wollte ich von Ihnen hören, Herr Scherf. Ich hoffe mit Ihren Lesern auf einen Return. Für heute möchte ich nicht weiter in Sie dringen und bedanke mich für die Zeit, die Sie sich für die Antworten genommen haben.

Immer wieder gerne.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter

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Blum Charlotte 📖 Das Fräulein vom Amt Die Nachricht des Mörders

Alma Täuber ist stolz darauf als Telefonistin im Amt beschäftigt zu sein. Eines Tages hat sie jemand in der Leitung, der von einem erledigten Auftrag in den Kolonnaden spricht. Als Alma kurz darauf hört, dass eine Frau dort ermordet wurde, wendet sie sich an die Polizei, stößt dabei aber auf taube Ohren. Nur Kommissaranwärter Ludwig Schiller glaubt ihr. Sie begibt sich auf Verbrecherjagd.

Dieser Roman spielt im mondänen Baden-Baden der 1920er Jahre. Alma lebt mit ihrer lebenslustigen Freundin Emmi in einer engen Dachgeschosswohnung bei einer neugierigen und strengen Vermieterin. Die beiden genießen das Leben. Sie sind  unabhängig und eigenständig, was zu der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Alma ist sympathisch  und ruhig, während Emmi die Abwechslung sucht. Nachdem Alma im Amt diese mysteriöse Nachricht gehört hat, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um Aufklärung zu erlangen. Dies ist mitunter nicht ganz ungefährlich, denn sie begibt sich in die Baden-Badener Unterwelt.
Den Autorinnen ist es gelungen, die Atmosphäre der Nachkriegszeit einzufangen, gleichzeitig die Rennbahn und Wettspiele näherzubringen.

Fazit: Der atmosphärisch, spannende und historische Roman hat mich außerordentlich gut unterhalten. Er besticht mit sympathischen Charakteren und zeigt uns das etwas sündige Baden-Baden der 20-er Jahre. Eine sehr gute Mischung ist hier gelungen und ich freue mich jetzt schon auf Band zwei
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung unter ⭐⭐⭐⭐⭐

Dieses Buch durfte ich mir bei der Frankfurter Buchmesse bei den Mörderischen Schwestern aussuchen. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/

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Brühl Regine Das Geheimnis der klingenden Messer

Beim traditionellen »Radscheewen« in der Eifel wird die Buchhändlerin Inga Meyer mit einem schaurigen Mord konfrontiert. Doch dieses Verbrechen ist erst der Auftakt einer kuriosen Mordserie, der sie nach dem überraschenden Wiedersehen mit dem Polizeibeamten Christopher auf den Grund gehen will. Gleichzeitig drängen Ereignisse aus der Vergangenheit immer mehr in die Gegenwart: Während Inga mit ihren Freundinnen ein Wochenende im Brohltal verbringt, taucht sie bei einem Besuch auf Burg Olbrück unvermittelt in eine Szene aus einer längst vergangenen Zeit ein. Mehr noch: Sie ist sich sicher, hier im 17. Jahrhundert schon einmal gewesen zu sein. Bei Nachforschungen in Köln wiederholen sich die seltsamen Visionen. Erstaunt stellt Inga fest, dass sie detaillierte Einblicke in das Leben einer Hebamme erhält, die auch eine kundige Kräuterfrau ist. Immer mehr wird sie in den Sog der Vergangenheit hineingezogen. Was hat das alles mit Ingas Leben heute zu tun? Sie vertraut sich Christopher an, der ihr Glauben schenkt. Gemeinsam mit ihm erlebt sie eine turbulente Zeit, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt.

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Schneider Anna 📖 Grenzfall In der Stille des Waldes

Chefinspektor Bernhard Krammer wird zu einer Baustelle gerufen, denn ein mysteriöser Fund wurde entdeckt. In ausgestopften Dachsen steckt Babykleidung. Bei seinen Recherchen zusammen mit seiner Kollegin Roza findet er heraus, dass der Tierpräparator und sein Sohn seit einiger Zeit verschwunden sind. 
Alexa Jahn ist noch geschwächt von ihrem letzten Fall, als ihr ehemaliger Kollege Jan berichtet, dass es neue Erkenntnisse bei ihrem gemeinsamen Fall in Aschaffenburg gibt. 

Dies ist der dritte Grenzfall und beginnt gleich spannend. Als Erstes stellen sich Alexa und Jan die Frage, ob sie an ihrem Fall etwas übersehen haben und führen eigene und gewagte Ermittlungen durch.
Auch Krammer hat seinen eigenen Fall und lässt nicht locker, bis sie erste Spuren finden und einer Grausamkeit auf die Spur kommen, die ihresgleichen sucht.
Diesmal ermittelt das Ermittlerduo Jahn/Krammer jeder für sich. Es gibt keine Gemeinsamkeiten und das hat mich etwas enttäuscht. Auch treffen beide relativ spät aufeinander. 
Es sind zwei verschiedene Handlungen und jede war für sich spannend. Abwechselnd wird in kurzen Kapiteln erzählt und auch SIE und ER kommen zu Wort. Anfangs weiß man nicht, um wen es sich handelt.

Fazit: Den Schreibstil finde ich sehr gut. Die Krimis waren spannend. Allerdings hätte ich mir eine gemeinsame Ermittlung gewünscht. Schade auch, dass es keine Weiterentwicklung zwischen Vater und Tochter gab. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine  Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
https://helgasbuecherparadies.com/2021/02/06/schneider-anna-%f0%9f%93%96-grenzfall/
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Stein Lea Altes Leid

Buchvorstellung Lea Stein Altes Leid


Hamburg, 1947. Nach nur wenigen Wochen Ausbildung tritt Ida Rabe ihre erste Stelle als Polizistin an. Mitten auf St. Pauli, in der Davidwache, soll sie die neu gegründete Weibliche Polizei verstärken. Und schon bald bekommt sie viel zu tun: Im nachkriegszerbombten Hamburg trifft man das Elend an jeder Ecke – in Form von Bettlern, Prostituierten und stehlenden Kindern. Als eine Frau im Umland tot aufgefunden wird, grausam verstümmelt und mit aufgeschnittenem Unterleib, scheint sich niemand besonders für den Fall zu interessieren. Doch Ida, deren eigene dunkle Vergangenheit mit der Unterwelt Hamburgs verschlungen ist, macht sich auf die Suche nach dem Täter. Bald ist klar: In Hamburg geht ein Monster um. Und um es zu fassen, muss Ida ihm gefährlich nahe kommen …

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https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Altes-Leid/Lea-Stein/Heyne/e592457.rhd

Calonego Bernadette

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Bernadette Calonego vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Meine Lieben:

Ich heiße Bernadette Calonego, bin geborene Schweizerin, lebe aber seit über zwanzig Jahren in Kanada. Deshalb schreibe ich Kanada-Krimis, die meist in abgeschiedenen, wilden, rauen Gegenden spielen. Als Journalistin habe ich früher solche Regionen bereist, das tue ich auch heute noch als Autorin. Ich lebe im Winter in der Nähe von Vancouver und im Sommer in einem kleinen Küstendorf in Neufundland, wo mein Partner als Fischer arbeitet.
Meine Krimis sind nicht nur zum Mitfiebern, sondern auch zum Miträtseln. Nicht blutrünstig, aber auch kein Cosy. Früher habe ich Bücher in traditionellen Verlagen (Piper, Ullstein) veröffentlicht, aber seit einigen Jahren bin ich Selfpublisherin, weil ich gern unabhängig bin. Die Heldin meiner populären Krimiserie ist die kanadische Polizeidetektivin Calista Gates. Sie ist gleichzeitig gefühlvoll, intelligent und kämpferisch, besitzt sechs Geschwister in Vancouver, wo sie herkommt, aber sie wurde von ihren Bossen nach Neufundland versetzt.
Da sich meine Leserinnen und Leser für mein Leben in Neufundland und British Columbia interessieren, schreibe ich monatlich einen „Brief aus Kanada“, für den man sich auf meiner Webseite http://www.bernadettecalonego.com anmelden kann.
Ich liebe auch den Austausch mit euch auf Facebook und Instagram. Oder per E-Mail: info@BernadetteCalonego.com
Meldet euch doch, ich schreibe immer zurück.
Schöne Grüße aus Kanada!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter

Troi Heidi 📖 Martelmord

Commissario Pietro Carminati ist maßlos enttäuscht, als er seine neue Dienststelle in einem engen Tal in Südtirol antritt. Nicht nur, dass das Tal düster und eng ist, auch kein Internet und Mobilfunkempfang ist hier zu vorhanden.
Gleich zu Beginn wird er mit einer Leiche konfrontiert und am nächsten Tag hängt ein Mann an einem Martel, ein sogenanntes Wegkreuz. Er wurde schwer misshandelt. Weitere Männer werden ermordet. Ein Sträußchen Vergissmeinnicht liegt jedem Opfer bei. Pietro ermittelt, aber die Bewohner sind nicht nur wortkarg, sondern extrem abweisend. Zusammen mit dem Pfarrer vermutet er ein religiöses Motiv. Wird er weitere Taten verhindern können?

Keine leichte Aufgabe für einen Commissario, der lieber in seinem Bergamo geblieben wäre, aber durch Ungnade in dieses kleine Tal versetzt wurde. 
40 Jahre ist in diesem Dorf nicht passiert und auf einmal häufen sich die Tötungsdelikte. Aus den Bewohnern ist nichts herauszubekommen. Der einzige Verdächtige ist auf der Flucht. 
Spannend ist die Geschichte von Anfang an. Sehr gut eingefangen wurde das enge Tal, die Bewohner und die karge Landschaft. 
Pietro ist sympathisch und man leidet mit ihm, da niemand ihn unterstützt, außer dem Pfarrer. Allerdings fand ich manche Handlungen etwas unglaubwürdig bezüglich seiner privaten Probleme.

Fazit: Ein spannender Krimi, in dem man miträtseln kann, wer dahintersteckt und er in einem großen Showdown endet. Er ist sehr atmosphärisch und gut erzählt. 
Von mir gibt es eine  Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
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Lehmann Thea 📖 Wolfshappen

Kommissar Leo Reisinger begleitet seine Nachbarin auf eine Beerdigung und wird kurz darauf dringend zur Bergung eines Wildschweines benötigt. Dabei stoßen sie auf eine männliche Leiche. Erste Ermittlungen ergeben, dass es sich um den Wolfsschützer Lars Siebert handelt und er durch Fremdeinwirkung getötet wurde. Er war beileibe kein Freund unter den Jägern. Wer hat ihn ermordet?

Dies ist bereits der siebte Fall für Reisinger und sein Team. Obwohl ich noch kein Buch von dieser Reihe gelesen habe, ist mir der Einsteig leicht gefallen.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn es gibt einige Verdächtige und Motive. Lange stochern sie im Nebel. Private Probleme von Leo führen zu Missverständnissen und stören die aufblühende Liebe zwischen den Kommissaren Leo und Sandra, wobei Sandra nicht unbedingt meine Sympathie erreicht hat.
Der Autorin ist es gut gelungen, falsche Fährten zu setzen, somit bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Fazit: Ein spannender Krimi mit Lokalkolorit und ist mit Themen wie natürlicher Jagdbestand, Population der Wölfe versehen und geht auf die Nöte der umliegenden Bauernhöfe ein.
Von mir gibt es eine  Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Schiller B.C. Gretchen Larssen und das Ostseemädchen

Der erste Fall für Ostseekommissarin Gretchen Larssen von den Bestsellerautoren B.C. Schiller

Am Strand auf Rügen wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Die neue Ostseekommissarin Gretchen Larssen übernimmt mit ihrem Team die Ermittlungen. Plötzlich taucht am Tatort ein Kind aus dem Gebüsch auf. War die Kleine Zeugin des schrecklichen Mordes und warum schweigt sie?
Gretchen, die nach vielen Jahren in ihre Heimat Rügen zurückgekehrt ist, stürzt sich verbissen in den Fall, um sich von der erfolglosen Suche nach ihrem verschwundenen Sohn Niki abzulenken. Als ihre Jugendliebe Finn wieder in ihr Leben tritt, ist sie hin und hergerissen, denn sie macht auch ihn für ihr persönliches Drama verantwortlich.
Bald findet Gretchen heraus, dass bereits vor zwei Jahren ein anderes Mädchen genau an derselben Stelle in den Tod gestürzt ist.
Als Gretchen entdeckt, wer hinter dem Mord steckt, ist es fast schon zu spät, denn die einzige Zeugin wird entführt und treibt auf einem Boot in der Ostsee…

Das Buch erscheint am 14.02.2023 und kann bereits vorbestellt werden Link zum Buch https://amzn.to/3krwC8V

Delore Kate 📖 Herbstkatzerltod

Eigentlich wollte Kriminalhauptkommissar Nick Hallinger mit seiner Frau Ilse einen erholsamen Urlaub im Wellnesshotel in Dackelrain verbringen, aber wie auch schon kürzlich, wird dieser Urlaub mit einer nackten Leiche im Krautfass getrübt. Seine Frau ist alles andere als begeistert und begnügt sich anderweitig. 
Die Hotelangestellte und heimliche Journalistin Lexi wittert eine große Story und ermittelt auf eigene Faust. Ein Mörder lauert in Dacklrain und bringt die idyllische Ruhe ins Wanken.

Dies ist bereits der zweite Fall für Nick Hallinger. 
In humorvoller Erzählung führt Kate Delore durch die Zeilen. Nick bekommt Ärger, da der Urlaub  mit seiner Frau nicht so verläuft, wie sie es wünscht. Ilse möchte Abwechslung in ihr Leben bringen und geht heimlich auf eine Party.
Lexis Neugierde ist nicht ohne Gefahr und ihr Liebesleben verläuft auch nicht harmonisch.
Ich habe mich gefreut, wieder von diesen Mitwirkenden zu lesen. Die Charaktere sind sehr verschieden und interessant. 
Der Krimi ist mit Spannung versehen und endet schon fast dramatisch.

Fazit: Ein spannender Krimi, der mit Humor gepickt ist und sich leicht und locker lesen lässt, hat mir gut gefallen. Dazu ist Dackelrain so beschrieben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Von mir gibt es eine  Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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