Otter Andreas 📖 Der König der Gaukler

Meine #Rezension zu
Andreas Otter Der König der Gaukler

Nach dem Tod seiner Eltern kommt Simon bei einem Köhler unter. Köhler sind in der Gesellschaft nicht angesehen, eher Außenseiter, aber Simon bleibt nicht anderes übrig, wenn er nicht verhungern möchte.
Die Arbeit ist für den jungen Simon sehr schwer, der Köhler wird immer verwirrter.
Dann bricht im Dorf die Pest aus und er zieht los. Sein größter Wunsch ist es, Feuerspucker zu werden. Vor Jahren hat er eine Gauklertruppe gesehen und seither lässt ihn die Begeisterung nicht mehr los.
Er trifft auf eine Gruppe und überzeugt diese, dass sie ihn aufnehmen. Bald lernt er auch mit dem Feuer umzugehen und sie haben viele Auftritte.
Er lernt Anna kennen. Diese umgibt ein Geheimnis, das auf keinen Fall an die Öffentlichkeit dringen darf.
Auch die Pestkrankheit nimmt immer mehr zu. Werden sie diese unbeschadet überstehen?

Andreas Otter entführt uns in diesem Buch ins 14. Jahrhundert und bringt uns die Kunst der Gaukler näher.
Er zeigt die Missstände in den Städten, in der die Pest herrscht. Außerdem haben zu dieser Zeit die Juden sehr zu leiden. Sie werden verbannt oder hingerichtet.
Auch die hygienischen Zustände beschreibt er anschaulich. Das Leid und der Hunger lassen einen erschüttert zurück.
Die Personen sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Man kann sich alles vorstellen und bei den Auftritten spürt man das Feuer und die Begeisterung der Zuschauer.
Diese Auftritte werden aber sehr oft und detailliert erwähnt, sodass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Aber im letzten Drittel nimmt das Buch an Spannung auf und bleibt bis zum Schluss.
Das Ende des Buchs hat mich überrascht und ich hätte es so nicht erwartet.

Fazit: ein gut recherchierter historischer Roman in der Pestzeit, mit einer Gauklergruppe, die außergewöhnliche Auftritte bietet und mit einer tragischen Geschichte versehen ist.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Bücher von Andreas Otter, die ich rezensiert habe, findet ihr hier
https://helgasbuecherparadies.com/2020/02/22/oliver-paetzold-zerfall/

https://helgasbuecherparadies.com/2020/03/14/paetzold-oliver-zerfall-verlust/
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Neujahrswünsche

❤❤Ich möchte heute Danke sagen❤❤

Danke, dass ihr mir folgt
Danke, dass euch meine Beiträge gefallen, ihr sie kommentiert und sie liked
Danke, dass ihr mir auch nach Gewinnspielen treu bleibt
Danke an die Autoren, die mir ihr Vertrauen schenken und mir ihre Bücher anvertrauen.

Für mich war es wieder ein aufregendes und spannendes Lesejahr. Ich habe viele neue Autoren kennengelernt.

Ich wünsche euch allen ein glückliches,gesundes und vor allem gutes Neues Jahr.

Alle eure Wünsche sollen in Erfüllung gehen und bleibt vor allem gesund

Herzlichst Helgas Bücherparadies
Wir sehen und lesen uns nächstes Jahr wieder. Ich freue mich auf euch

Neufang Daniel 📖 3 Wellen

Meine Rezension zu

Daniel Neufang 3 Wellen

Marc Nebert ist Arzt und wohnt in einem kleinen Ort an der Kanalküste Frankreichs.
Immer mehr Menschen sterben an Fieber und er möchte die Hintergründe erforschen.
Auch die in der Nähe stationierten Soldaten sind von Fieber befallen.
Er macht sich auf den Weg zu ihnen, um näheres zu erfahren.
Leider wird die Krankheit überall heruntergespielt.
Marc stößt auf eine Mauer des Schweigens und das große Sterben setzt ein.
Kurz darauf wird er an die Front gerufen, um als Militärarzt zu agieren. Wer Befehle nicht befolgt, wird erschossen. So lautet die Devise.
Es ist grauenhaft und die Menschen sterben nicht nur doch den Kugelhagel, sondern auch an dieser seltsamen Krankheit.
Die Ärzte an der Front arbeiten bis zum Umfallen. Es wird die Triage angewendet, was alle belastet.
Kurz vor Kriegsende kann Marc wieder in sein Dorf zurück und dort scheint eine neue Welle der Krankheit ausgebrochen zu sein.
Er hat einen Vorschlag zur Eindämmung der Epidemie.
Das ganze Dorf hilft mit.
Wird es ihnen gelingen, die Ausbreitung einzudämmen?

Daniel Neufang hat sich wieder einem historischen Roman beschäftigt.
Ein Fieber bricht aus und die Krankheitsymptome werfen Fragen auf.
Marc tut alles um die Bevölkerung am Leben zu halten, was ihm aber nicht gelingt. Die Menschen sterben unter seinen Händen.
Mit seiner bildhaften Sprache hat Daniel Neufang dies eingefangen.
Das Grauen herrscht nicht nur bei der Epidemie, sondern auch auf dem Schlachtfeld.
Die Verzweiflung der Soldaten sind sehr gut dargestellt, so wie es damals war. Die Ängste, der Hunger und Verletzungen lassen einen mitfühlen.
Die Handlung lässt an die derzeit bei uns herrschende Pandemie denken.
Marc Nebert ist sehr gut gezeichnet und authentisch. Er nimmt den Kampf gegen das Fieber auf, sucht Lösungen und hilft den Verletzten.
Fazit: emotionsvoll, erschreckend, grausam, naturgetreu
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen findet ihr unter
http://www.helgasbuecherparadies.com

Ich bin nominiert beim Buchblog-Award 2020

Welche Freude. Ich bin auch diesmal wieder beim Buchblog-Award nominiert.
Letztes Jahr habe ich es bis ins Finale geschafft .

Wenn euch meine Rezensionen, Buchvorstellungen, Autorenvorstellungen und Buchverlosungen gefallen, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Stimme gebt.

Dies könnt ihr unter

Nominierung Bester Buchblog 2020


machen.
Ich danke euch schon mal ganz herzlich

Neufang Daniel DIE ORDENSSCHWESTER

Meine Rezension zu
Daniel Neufang DIE ORDENSSCHWESTER

Bei der Familie Meschenbier ist das Geld knapp und das Essen reicht gerade so für zwei. Für Gabriele geht es daher ins Franziskanerinnen Kloster. Dort macht sie eine Ausbildung zur Ordensschwester. Danach wird sie in Saarlouis im Hospital eingesetzt.
Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges wird das Hospital in ein Militärkrankenhaus entfremdet. Fortan versorgen Gabriele und die anderen Ordensschwestern die verletzten Soldaten. Dies ist alles andere als einfach und lässt alle an ihre Grenzen kommen.
Gabriele lernt den Sanitäter Walter Schilling kennen und als er wieder an die Front muss, schreiben sie sich gegenseitig Briefe. In dieser schweren Zeit geben sie sich durch die Briefwechsel Kraft dieses Dilemma durchzustehen.
Gabriele zweifelt immer mehr am Glauben. Wird sie sich für Walter oder den Orden entscheiden?

Dieses Buch von Daniel Neufang handelt vom Leid des Krieges. Voller Enthusiasmus ziehen jungen Männer in den Krieg und wenn sie zurückkehren, dann mit leerem Blick und schlimmen Verletzungen.
In der Zivilbevölkerung herrscht große Not, Leid und Armut.
Dem Autor ist es vorzüglich gelungen, die schrecklichen Seiten des Krieges darzustellen.
Ob es auf dem Schlachtfeld oder die noch motivierten Soldaten geht, alles ist sehr bildhaft dargestellt.
Der Zweifel am Glauben von Gabriele hat er eindrucksvoll geschildert.
Gabriele ist sehr gut gezeichnet. Sie ist authentisch und glaubhaft. Auch die Nebencharaktere sind gut durchdacht.
Eine gute Recherche ist dem Buch anzumerken.
Ich fand es wieder sehr interessant und es lässt sich gut lesen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Fazit: eindrucksvolle Schilderung in den Kriegsjahren.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionsexemplare findet ihr unter
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Neufang Daniel VERDRÄNGTE Zeiten

Daniel Neufang VERDRÄNGTE ZEITEN
📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖

Gekennzeichnet von Hunger und Krankheit kehrt Johannes Becker aus dem 1. Weltkrieg zu seiner Familie heim.
Als Kriegsveteran stößt er bei vielen auf Misstrauen und Ablehnung.
Die Gesellschaft gibt ihnen die Schuld an dem verlorenen Krieg.
Er findet zwar Arbeit, aber seine Kriegsverletzung, sein Zittern und seine Alpträume, die ihm den Schlaf rauben, hindern ihn ein normales Leben zu leben.
Er heiratet Maria, aber glücklich ist er nicht und die Depressionen werden schlimmer.
Als der zweite Weltkrieg ausbricht und er sich endlich wieder einem Arzt anvertrauen möchte, gerät er an einen Nationalsozialisten.
Was dann passiert und wie es endet, ist so grausam, dass einem die Worte fehlen.
Daniel Neufang hat hier eine Biographie über einen Kriegsveteranen geschriebenen.
Sehr einfühlsam wird hier Johannes beschrieben. Seine Ängste, sein Leiden, seine Alpträume und seine Medikamentenabhängigkeit. Ich habe mit ihm gelitten.
In Rückblicken wird das Geschehen an der Front geschildert. Auch die Ablehnung der Menschen gegenüber ihm kommt zur Sprache.
Diesen Kriegsversehrten wurden keine Renten bezahlt, sodass vielen nur das Betteln blieb.
Sie haben ihr Leben riskiert und wurden ausgegrenzt.
Man kann nach diesem Buch auch eher verstehen, warum die älteren Männer, die im Krieg waren, so schweigsam und oft teilnahmslos waren.
Ich habe die größte Hochachtung vor diesen mutigen Männer und danke Daniel Neufang für dieses Buch, dass sie nicht vergessen werden.
Mich lässt das Buch sprachlos, fassungslos und unter Tränen zurück.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung
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