Meine Rezension zu Maria Nikolai Töchter eines neuen Morgens
Katharina hat sich der Medizin verschrieben, auch wenn sie viele Hürden damit in Kauf nimmt. Für eine Frau ist es nicht einfach, in einer Männerdomäne, die zu dieser Zeit herrscht, zu bestehen. Sie lernt in München den Arzt Thomas von Bogen kennen und fühlt sich zu ihm hingezogen. Was ihr besonders gut gefällt ist, dass er auch arme Personen unentgeltlich behandelt. Dann wird Katharina einer Tat beschuldigt und alles droht einzustürzen.
Dies ist das Finale der Bodensee-Saga und hat mich unglaublich gut unterhalten. Sie entführt mich nicht nur an meinen geliebten Bodensee, sondern erzählt eine wunderschöne Geschichte, die Höhen und Tiefen beinhaltet. Das Buch fängt großartig mit der kleinen Katharina an. Es hat mein Herz berührt. Katharina war schon als kleines Kind bewusst, dass sie Ärztin werden möchte. Sie trotzt allen Widrigkeiten und findet ihr Glück, das schon bald beschattet wird. Wie schon in den vorigen Büchern legt die Autorin viel Wert auf ausgearbeitete Charaktere. Sie sind authentisch und voller Leben. Man fühlt und leidet mit ihnen.
Fazit: Auch der dritte Teil hat mich sehr gut unterhalten. Die fesselnde Spannung, der ausdrucksstarke Schreibstil sorgen für einen tollen Lesegenuss. Es werden hier viele Themen angesprochen. Ein grandioses Finale mit großen Emotionen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Bloggerportal und Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Charlotte Blum Fräulein vom Amt Spiel auf Leben und Tod
Friederike ist die Arbeitskollegin von Alma Täuber und bittet sie Nachforschungen zu betreiben, da ihre Cousine in einer Wäschetrommel tot aufgefunden wurde. Die Polizei geht von Selbstmord aus, während Friederike von Mord spricht. Niemals hätte ihre Cousine dies verübt. Alma fängt Feuer und mit kriminalistischem Spürsinn verfolgt sie eine Spur. Dabei findet sie etwas heraus und kommt in Gefahr.
Dies ist bereits der dritte Teil und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Ganze spielt in den 20 Jahren in Baden-Baden und es findet ein internationales Schachturnier statt. Alle sind vom Fieber gepackt. Es wird nur durch ein tragisches Unglück getrübt. Alma wittert ein Verbrechen und zur Seite steht ihr ihr Freund Kriminalkommissar Ludwig Schiller, ihr Cousin Walter und natürlich ihre beste Freundin Emmi, genannt Wölkchen. Nicht nur mit Mord, sondern auch mit organisierter Kriminalität haben sie es zu tun. Auch andere Themen, wie die Entwicklung des Selbstwählapparates, das Arbeitsverbot für verheiratete Frauen und Emmis Weg in die Selbstständigkeit werden hier angesprochen. Die vielschichtigen Charaktere sind sehr ausgefeilt, authentisch und voller Leben. Alma und Emmi sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Fazit: Wieder eine gelungene Fortsetzung mit Einblicke in den Beruf Fräulein vom Amt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde sehr gut eingefangen. Dazu die Ermittlungen und Spuren. Dabei geht es recht spannend zu und endet in einem guten Showdown. Erst zum Schluss wird alles aufgeklärt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Marie Sand Wie ein Stern in mondloser Nacht
Henni und ihre Mutter halten sich mit Putzdiensten bei reichen Familien über Wasser. Dabei lernt Henni die Höhen und Tiefen des Lebens kennen. Nach einer großen Enttäuschung wird sie Hebamme und geht in ihrem Beruf voll auf. Viele leben in Armut und können oft nicht noch ein kleines Kind großziehen. Sie lernt eine Frau kennen, die ihr Baby nach der Geburt aussetzen möchte. Henni bietet ihre Hilfe an und eine Geschichte mit schwerem Ausmaß kommt ins Rollen.
Was für eine Geschichte. Von der ersten Zeile war ich gerührt, aufgewühlt und voller Anspannung. Eine Hebamme möchte den werdenden Müttern helfen. Sehr einfühlsam wird der Werdegang der Hebamme Henni Bartholay erzählt. Die Menschen sind nach dem Krieg noch mitten im Wiederaufbau. Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist riesengroß. Es herrscht Hunger, Armut und Not, da kann nicht noch ein hungriges Mündlein gefüttert werden. Eine Babyklappe gibt es nicht. Da gibt es diese stille Heldin, die unter Einsatz ihres Lebens so manches Kind gerettet hat. Ein zweiter Erzählstrang handelt von Liv, die ein Findelkind und auf der Suche nach ihren Wurzeln ist.
Fazit: Dieser Roman hat mich sehr berührt. Henni erleidet viel und ist dennoch aufopfernd um die Fürsorge der Kleinen besorgt. Mir ging das Buch sehr zu Herzen. Die erste deutsche Babyklappe gab es in 2000. Sie sind sehr umstritten, da es keine rechtliche Grundlage gibt. Dramatisch, gefühlvoll und sehr bewegend ist dieses Buch. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Buchvorstellung Charlotte Blum Fräulein vom Amt Spiel auf Leben und Tod
Alma Täuber ermittelt zwischen Schachspiel-Begeisterung und mysteriösen Vorkommnissen – der dritte Fall für das Fräulein vom Amt
Baden-Baden 1925. Die Kurstadt wird von begeisterten Schach-Anhängern überrannt und brummt wie zur Sommerfrische. Alle wollen das Internationale Schachturnier im prachtvollen Turniersaal des Kurhauses verfolgen. Auch das Fräulein vom Amt Alma Täuber und ihre Freundin Emmi hat das Schachfieber gepackt. Bis ein tragisches Unglück Almas gesamte Aufmerksamkeit fordert.
Gertrude, die Cousine einer Kollegin, wurde tot in einer Wäschetrommel der Waschdampfanstalt gefunden. Die Polizei geht von Unfall oder Selbsttötung aus. Doch Alma erscheint beides eher unwahrscheinlich.
Entgegen der Warnung ihres Freundes – Kriminalkommissar Ludwig Schiller – beginnt sie, Gertrudes Umfeld zu befragen. Und sieht im verruchten Tanzlokal Libelle etwas, das nicht für ihre Augen bestimmt ist. Wusste auch Gertrude davon? Und hat sie das das Leben gekostet?
Das Buch erscheint am 30.08.2023 und kann bereits vorbestellt werden. Link zum Buch https://amzn.to/3YJkAYu
Meine Rezension zu Brigitte Riebe Eifelfrauen Das Haus der Füchsin
Johanna wächst behütet mit ihren Brüdern bei der Fabrikantenfamilie Fuchs auf. Ihre Tante Lisbeth vererbt ihr einen Bauernhof und sie soll ein halbes Jahr den Bauernhof leiten und dann entscheiden, ob sie ihr Erbe antritt. Johanna ist überwältigt von dem kleinen Dörfchen Altenburg in der Eifel. Gegen den Willen ihrer Eltern nimmt sie das Erbe an. Sie verliebt sich, aber die politischen Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wird sie dennoch ihr Glück finden?
Dieser Roman ist mit viel Gefühl geschrieben. Die Entwicklung von Johanna hat mir sehr gut gefallen. Alleinstehend kann sie sich durchsetzen und meistert ihr schweres und anstrengendes Leben. Sie entdeckt ihre künstlerische Ader. Auch die Liebe zu den Tieren und ihren Mitmenschen wurden gut beschrieben. Sie scheut keine Mühen und es gibt kein Jammern, bei der schweren Arbeit auf dem Bauernhof. Nicht nur Johanna ist ein starker Charakter, auch die anderen sind authentisch und real. Die politischen Wirren wurden sehr gut eingefangen.
Fazit: Schon von der ersten Zeile an begeisterte mich das Buch. Der Roman spielt in den Jahren von 1920 bis 1939. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf eine Reise zu nehmen, dabei aber auch die politischen Kriegswirren und Ereignisse nicht außer Acht zu lassen. Der Roman ist mit großartigen Charakteren besetzt. Sie sind so lebendig, dass ich meinte, ich befinde mich mittendrin. Ein spannender, realer, fesselnder und bewegender Roman, der mit Familiengeheimnissen und historischen Begebenheiten versehen ist, hat mich sehr begeistert. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Felicity Whitmore Der wilde Garten am Helford River
Die Nonne Aurelie erleidet ein schweres Schicksal und durch Zufall und Glück kommt sie bei Schmugglern unter. Sie verliebt sich, aber diese Liebe will jemand um jeden Preis verhindern. Emily soll gemeinsam mit Ryan ein Drehbuch schreiben. Das ist leichter gesagt, als getan, denn Ryan ist mit seinen Gedanken ganz woanders. Nach dem Filmskript geht jeder seiner eigenen Wege, bis sie sich zwölf Jahre später zufällig wiedertreffen. Schon damals spürten beide eine große Anziehungskraft. Werden sie zueinander finden?
Ich liebe die Bücher von Felicity Whitmore und auch dieses hat mich beeindruckt. Es spielt in zwei Zeitebenen. Wir begleiten 1791 Aurelie, die vom Kloster flüchtet und ihrer Liebe begegnet. Dabei ist ihr Weg voller Hindernisse und Leid. Emely steht heute vor der größten Frage ihres Lebens und nimmt eine Auszeit und trifft Ryan wieder. Auch Ryans Leben hat sich gründlich verändert. Mich hat das Buch von Anfang an in Bann gezogen. Es war erschütternd zu lesen, was Aurelie erlitt und welches Schicksal Ryan ereilt hat. Wunderbar hat die Autorin daraus eine spannende Geschichte geflochten, deren Enden sehr gut verknüpft wurden.
Fazit: Nicht nur die Spannung hat es mir hier angetan, auch der tolle Schreibstil, der sehr lebendig wirkt, hat mich das Buch leicht und flüssig lesen lassen. Es gibt ernste Themen, die eine gewisse Dramatik entwickeln und die haben mich mitfiebern lassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Dtv Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
Mein Buch des Monats April 2023 Bettina Storks Die Kinder von Beauvallon
Und wieder ist mir die Auswahl schwer gefallen mein Lese-Highlight auszusuchen, aber das Buch von Bettina Storks hat mich tief berührt. Es ist sehr emotional, eindrucksvoll, ergreifend, aufwühlend und spannend.
Meine Rezension zu Bettina Storks Die Kinder von Beauvallon
Im Jahr 1940 wurden viele jüdische Familien ins Lager Gurs deportiert. Dabei befand sich auch die neunjährige Lilly Blum. 1965 nimmt die Radiomoderatorin Agnes die Suche nach ihrer Schulfreundin Lilly auf. Ihre Recherchen führen nach Frankreich. Sie erfährt von den Rettungsaktionen jüdischer Familien. Auch ihre Freundin Lilly hatte damals dort Unterschlupf gefunden und sie stößt auf das Wunder von Dieulefit.
Was für ein wunderbarer, einfühlsamer und aufwühlender Roman, der nach wahren Begebenheiten von Bettina Storks verfasst wurde. Es gibt verschiedene Handlungsstränge. Zum einen wird erzählt, wie Agnes sich auf die Suche nach Lilly macht. Lillys Erleben des Krieges, ihre Ängste, das Leid und vieles mehr. Zum anderen begleiten wir die Widerstandskämpferin Jolie, die unermüdlich ihr Leben riskierte. Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Tränen und Mitgefühl begleiteten mich beim Lesen. Ich musste es immer wieder aus der Hand legen. Dieses Buch ist eine Hommage an die stillen Helden von Dieulefit. Das Cover ist sehr gelungen. Es zeigt eine Originalaufnahme der Schule Beauvallon und diese Kinder hatte ich beim Lesen genauso vor Augen.
Fazit: Ein ganzes Dorf versteckte 1500 Flüchtlinge und ihre Entschlossenheit, Mut, Beherztheit und Risikobereitschaft haben mich schwer beeindruckt. Sie zeigten sich solidarisch unter Einsatz ihres Lebens. Diese selbstlosen Retter, die keinen Ruhm suchten, können nicht genügend gewürdigt werden. Es ist eine packende Zeitgeschichte, die in mehreren Zeitebenen erzählt wird. Wie von der Autorin gewohnt, ist auch hier eine äußerst gute Recherche spürbar. Sehr emotional, eindrucksvoll, ergreifend, aufwühlend und spannend ist dieser Roman.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Diana Verlag und Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Charlotte Blum Das Fräulein vom Amt Der Tote im Kurhaus
Zwei Jahre sind bereits vergangen seit der letzten Mordermittlung, die die Telefonistin Alma Täuber und der Kriminalkommissaranwärter Ludwig Schiller gemeinsam lösten. Dabei kamen sich die Beiden näher. Alma hat sich gegen Ludwig entschieden. Ihre Freiheit war ihr wichtiger. Sie trifft ihn wieder, als nach einer Premierenfeier der Tenor ermordet aufgefunden wird. Ein Verdächtiger ist gleich gefunden. Ihre Freundin Emmi ist verzweifelt, denn sie ist von Augusts Unschuld überzeugt. Alma ermittelt auf eigene Faust und begibt sich trotz Warnungen in Gefahr.
Dies ist bereits der zweite Teil mit Alma Täuber. Auch hier besticht der bildhafte Ausdruck und der wunderbare Schreibstil. Es spielt wieder im mondänen Baden-Baden und der Krieg ist nicht mehr so präsent, aber ein Umbruch findet statt. Die Nationalisten gewinnen immer mehr an Macht, aber nicht alle sind konform mit ihnen. Alma ist sehr selbstständig und möchte dies auch beibehalten. Eine Heirat kommt für sie nicht infrage, obwohl sie ihrem Ludwig wieder näher kommt. Der Mord lässt ihr allerdings keine Ruhe und sie forscht nach. Zum Schluss wird es richtig spannend. Das Thema Ägypten kommt vor und vor allem die Gesellschaft in den 20 Jahren. Die Charaktere sind mir alle ans Herz gewachsen, ob es Alma und Emmi sind, oder die Mutter und Großmutter.
Fazit: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mir etwas Spannung gefehlt hat. Ich konnte mich gut in die 20 Jahre versetzen. Ein gelungener historischer Roman, der Lust auf Baden-Baden und auf die Fortsetzung macht. Von mir gibt eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne. Vielen Dank an sFischer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/