Buchvorstellung Valeska Reon Charlotte H. Schwarz Verbotene Versprechen
Das erste deutschsprachige Buch über die berühmte Königin Anne de Bretagne!
Frankreich 1498: Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich:
König Maximilian I. hat sie nie kennengelernt, da die Ehe per procurationem geschlossen wurde. Ihr zweiter Mann König Karl VIII. kam unter mysteriösen Umständen ums Leben, all ihre sechs Kinder sind ebenfalls tot.
Als sie die Hoffnung auf die wahre Liebe bereits aufgegeben hat, lernt sie Jean de Thyberon kennen, einen Ritter des Michaelsordens – und sieht sich plötzlich ihrem Seelenpartner gegenüberstehen. Nach einigen wunderschönen Monaten mit diesem gebildeten und humorvollen Mann müssen sich ihre Wege wieder trennen, denn das Protokoll befiehlt, dass Anne König Ludwig XII. zu heiraten hat.
Meine Rezension zu Doris Röckle Die Wagemut der Burgtochter
Die junge Praxedis ist mit Johan Donat verheiratet und wohnt auf der Burg Gutenberg. Sie ist sehr unglücklich, denn Johan zeigt ihr die kalte Schulter und ihre Schwiegermutter und Schwägerin demütigen sie ununterbrochen. Der junge Mönch Mauritius ist in geheimer Mission unterwegs, hat aber einen schweren Unfall und landet auf der Burg. Praxedis ahnt nicht, was sich daraus entwickelt. Der Krieg hält Einzug zwischen den Habsburgern und Eidgenossen und Praxedis und ihre Freundin Katharina finden Zuflucht auf Schloss Feldkirch.
Dies ist ein historischer Roman, der im Jahre 1499 spielt und zeigt ganz klar das Elend der armen Bevölkerung und den tiefen Graben zwischen arm und reich. Praxedis ist enttäuscht über ihr Leben mit ihrem Ehemann und der zänkischen Schwiegermutter. Sie ist hilfsbereit, stößt aber oft an ihre Grenzen die ihr auferlegt werden. Durch die Perspektivechsel begleitet man einerseits Praxedis und anderseits nimmt man an den Intrigen teil und ist außerdem mitten im Kriegsgeschehen. Sehr bildhaft hat die Autorin das dargestellt. Manchmal verlor ich den Faden, denn die vielen ungewohnte Namen und Orte, sowie sehr viele Mitwirkende habe mich irritiert. Gegen Ende wird es spannend, aber ich hätte mir mehr Details und Raum über den Verbleib von Praxedis gewünscht.
Fazit: ein historischer Roman, der das Kriegsgeschehen, aber auch die Geschichte der Praxedis schildert und über geheime Bruderschaften handelt. Es werden aber auch die Grenzen zwischen Arm und reich aufgezeigt. Er hat mich gut unterhalten und ich gebe ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf
Meine Rezension zu Maria Nikolai Töchter des Glücks
Lillys Schwiegervater ist gestorben. Ihr Mann Arno ist immer noch im Krieg und sie wird von ihrem Vater nach Stuttgart geschickt, um an der Seite von Fritz die Seifenfabrik zu führen. Keine leichte Aufgabe für Lilly. Schon bald bringt sie sich mit neuen Ideen in die Firma ein. Dann begegnet ihr Felix Benthin und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Dies ist der zweite Teil der Bodensee-Saga. Im Mittelpunkt steht diesmal Lilly, die zeigt, was in ihr steckt. Viele Ideen für eine Kosmetik-Linie hat sie. Sehr zielstrebig geht sie vor, aber immer mit liebevollem Blick auf ihre Mitarbeiter. Fritz steht ihr tatkräftig zur Seite. Lilly gefällt mir sehr. Sie hat sich weiterentwickelt und lebt ihren Traum, bis sich etwas ereignet, mit dem sie nicht mehr gerechnet hat. Überhaupt sind alle Charaktere mit Leben gefüllt. Auch die weitere Entfaltung der Schwestern gefiel mir sehr. Interessant fand ich auch die Einblicke in die Seifenherstellung. Die bildhafte Sprache hat mich überzeugt. Im letzten Drittel wird es dann richtig spannend.
Fazit: Die ist eine gelungene Fortsetzung der Bodensee-Saga mit ausdrucksstarken Charakteren. Auch die schöne Kulisse vom Bodensee und Stuttgart haben es mir angetan. Auch wenn dieser Teil nicht ganz so spannend war, hat er mich begeistert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Penguin Verlag und bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Marie Sand Ein Kind namens Hoffnung
Elly Berger ist Köchin und bei der jüdischen Familie Sternberg unersetzlich. Die Zeiten sich schlecht. Der Krieg ist unabwendbar und die Familie Sternberg ist in Gefahr. Eines Tages werden die Eltern des kleinen Leons verhaftet und Elly flieht mit dem Jungen. Zuerst findet sie Obdach bei ihren Eltern, aber auch dort ist sie mit Leon nicht sicher. Auf ihrer Flucht lernt sie Stephan kennen. Ob er ihr und Leon eine neue Heimat bieten kann?
Sehr emotionsvoll beginnt das Buch und wir begleiten Elly auf ihrer Flucht mit dem kleinen Leon. Dieser ist erst sechs Jahre alt und wird schon früh seiner Kindlichkeit beraubt. Denunziation ist an der Tagesordnung. Den Widerstand gegen das damalige Regime nimmt Elly auf. Auch Elly muss sehr viel erleiden und die Arbeit wächst und wächst. Ihre Träume zerfallen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den Steinbergs haben beide nie aufgegeben. Wir erfahren, wie es den ihnen ergeht, welchen steinigen Weg sie beschreiten und wie der Hass der Bevölkerung zunimmt. Elly Berger ist eine mutige und starke Frau, die es sich zum Ziel gemacht hat, den kleinen Jungen zu retten und ihr eigenes Glück hinten anzustellen. Allerdings liegt Ellys Augenmerk nur auf Leon. Alle anderen treten in Schatten.
Fazit: Was für ein emotionales Buch ist hier der Autorin gelungen. Sie schildert die Ereignisse sehr bildlich und ihr Schreibstil hat mich gefesselt. Kaum zu glauben, dass es ihr Debütroman ist. Ich hatte von Anfang an mit ihnen gelitten, gebangt und gehofft. Das Buch hat mich tief berührt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Buchvorstellung Doris Röckle Der Wagemut der Burgtochter
Mittelalter im mystischen Rheintal: historische Spannung zum Abtauchen Doris Röckles historischer Roman »Der Wagemut der Burgtochter« erzählt von einer mutigen jungen Edelfrau, einem Mönch in Not und geheimnisvollen klerikalen Schätzen.
Burg Gutenberg in Liechtenstein 1499: Ihr neues Zuhause erweist sich für die junge Edelfrau Praxedis von Montani als trostloses Gefängnis, denn ihr Mann zeigt kein Interesse an ihr, dafür lässt ihre Schwiegermutter keine Gelegenheit aus, Praxedis nach Kräften zu schikanieren.
Zur selben Zeit erhält der junge Bruder Mauritius den Auftrag, einige Reliquien an einen sicheren Ort zu bringen, die sein Kloster seit Jahrhunderten hütet und geheim hält; darunter ein als Ketzerwerk verdammter Codex und eine geheimnisvolle Himmelsscheibe.
Doch unterwegs hat Mauritius einen schweren Unfall und wird verletzt nach Burg Gutenberg gebracht. Während ein Krieg zwischen den Habsburgern und den Schweizer Eidgenossen immer wahrscheinlicher wird, haben es finstere Kräfte auf die wertvollen Reliquien abgesehen …
Gianna ist zu Besuch bei ihrer Tante Mafalda, um den Nachlass ihrer Mutter zu sichten. Dabei findet sie ein Tagebuch und nach und nach zeichnet sich ein ganz anderes Bild von ihrer Mutter, die immer sehr distanziert zu ihr war. Maria war eine bekannte Partisanin, eine richtige Legende. Dann entdeckt Gianna ein Geheimnis. Wer war Maria wirklich und wie wird das Geheimnis Gianna verändern?
Auch dieses Buch von Grit Landau hat mich begeistert. Gianna findet Tagebücher ihrer Mutter und vertieft sich in Ihnen. Maria war eine bekannte Partisanin und eine Legende. Nach kurzer Zeit lernt sie eine ganz andere Seite ihrer Mutter kennen. Maria gab sich ihr gegenüber immer unnahbar. In wechselnden Perspektiven lernen wir Maria im Jahr 1944 kennen und wie die journalistische Neugier von Gianna 1982 geweckt wird. Es ist der Autorin gut gelungen, fiktive und reale Begebenheiten in den Roman einfließen zu lassen. Die Einblicke in die Partisanengruppe war eindrucksvoll. Auch die bildgewaltige und gute Sprache haben mich begeistert. Am Ende wurden die Handlungsstränge gekonnt zusammengeführt.
Fazit: ein spannendes Buch, der die Widerstände im Aostotal sehr gut und bildlich wiedergibt. Es zeigt, wie die Widerstandskämpfer für ihr Land brannten. Eine sehr gute Recherche ist dem Buch anzumerken. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heiner findet im Nachlass seiner Schwester Briefe, die sein Vater Paul an seine Mutter Elsa im Krieg geschrieben hat. Auch ein Tagebuch von Elsa ist dabei. Gemeinsam mit seiner Familie lesen sie die Briefe und das Tagebuch und erfahren viel Neues vom Leben im Krieg. Paul wurde kurze Zeit nach der Heirat in den Krieg eingezogen und erlebte nicht nur schreckliches, sondern war auch 10 Jahre in Gefangenschaft in Russland. Elsa hat nie die Hoffnung aufgegeben, dass er wiederkommt. Aufopfernd kümmerte sie sich nicht nur um ihre kleinen Kinder, auch ihre Eltern pflegte sie.
Anett Klose zeigt hier ganz deutlich die Schrecken des Krieges. Nicht nur die wechselnden Arbeitslager setzten Paul zu, auch die Sehnsucht nach seiner Familie war enorm. Nicht zu wissen, wie es ihnen geht. Briefe kamen kaum an. Elsa ist eine starke Frau und Hunger war an der Tagesordnung in der zerstörten Stadt. Lebensmittel gab es kaum. Es wird in zwei Zeitebenen erzählt und am Anfang hatte ich Probleme der Familienzugehörigkeit, das sich aber legte. Pauls Briefe aus dem Krieg ähnelten sich zwar manchmal, aber er durfte ja auch nichts preisgeben. Elsa begleiten wir durch die Kriegsjahre und 10 Jahre der Gefangenschaft von Paul, die nie die Hoffnung auf ein Wiedersehen aufgegeben hat. Die Autorin hat das Erleben der Beiden sehr gut umgesetzt. Man spürt regelrecht die Hoffnung, Liebe und die Emotionen.
Fazit: Ein historischer Roman nach wahren Begebenheiten, aber auch fiktive Elemente sind eingefügt. Es wird sehr emotional erzählt. Er hat mich sehr berührt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐ Sterne
Der Konsular Ausonius ist dem Kaiser Gratian sehr verbunden und er fürchtet um das Leben des Kaisers. Ausonius ist der Wohltäter von der Alamannin Bissula, eine Heirat aber verweigert er ihr. Die junge Keltin Ada hilft einem Mann aus der Notlage. Nichtsahnend, dass er der Kaiser ist. Sie hat einen Wunsch frei und wird in die Obhut des Konsulars genommen. Dort wird ihrem Wunsch entsprochen, lesen und schreiben zu lernen. Einige Jahre vergehen und es wird unruhig in Treveris.
Anne Mai hat hier ein historisches Buch über die Stadt Trier und ihre Bewohner im Jahre 380 n. Chr. geschrieben. Die Kaiserstadt, die damals den Namen Treveris trug, war eine besondere Stadt. Der römische Einfluss war mächtig. In diesem Roman verflechtet die Autorin die Geschichte der Stadt, Macht, die Religion und Liebe. Bei den meisten stand der Glaube an die keltische Göttin Sirona im Vordergrund. Die katholische Kirche nimmt aber immer mehr Einfluss. Sehr bildgewaltig und mit einem literarisch, gutem Schreibstil versehen, wird durch die Zeilen geführt und bringt uns die damalige Zeit näher. Für mich war es nicht ganz einfach zu lesen. Viel Geschichtliches fließt ein und die Namen waren etwas ungewohnt. Für die Emotionen der Charaktere wäre noch etwas Luft nach oben gewesen.
Fazit: Ein Buch, dass sich mit Trier im Jahre 380 n. Chr. befasst und sich mit einem großartigen literarischen Schreibstil hervorhebt. Die Autorin hat ihr Hauptaugenmerk auf die historischen Elemente gesetzt und das merkt man dem Buch an. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Die Stadt Hohenenbrücken, 1910 – 1914, die Jahre vor dem ersten Weltkrieg: Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der verträumte und schüchterne Otto, der sich nichts aus dem Stand seiner Familie macht und der herablassende, aufmerksamkeitssüchtige und jeden verachtende Karl. Es bereitet ihm eine besondere Freude, mit seinem Bruder in einen Konkurrenzkampf zu treten und ihn in jeder Lebenslage zu übertreffen. Doch wirklich zerstören kann er Otto erst, als dieser sich in das hübsche Dienstmädchen Käthe verliebt.
„Zeit der Rabenbrüder“ ist der erste Band der mehrteiligen Jahrhundert-Familiensaga.
Abigail gelingt die Flucht und ist auf der Suche nach der gestohlenen Arbeiterstatue. Mit Hilfe des Reeders John Maroon begibt sie sich auf eine gefährliche Mission. Dabei erlebt sie unfassbares Leid. Ebenizer hat sein Glück gefunden, das aber am seidenen Faden hängt und sehr vom Wohlwollen anderer abhängt, während sein Bruder Hugo das Leben in vollen Zügen ohne Rücksicht genießt. Gelingt es Abigail die Statue wieder an sich zu bringen?
Dieser dritte Teil von Felicity Whitmore hat mich von Anfang an erschüttert. Wieviel Leid muss Abigail ertragen. Selbst ihre Nachfahren sind nicht davon befreit. Ungeheuerliches geschieht, das man mit Worten kaum fassen kann. Es gibt mehrere Handlungsstränge. Zum einen bekommt man das ganze Ausmaß der Leiden Abigails mit. Wieviel kann ein Mensch ertragen, hat sich mir immer wieder als Frage gestellt. Schon ihre Flucht war spektakulär und die Suche nach der Statue verläuft spannend und abenteuerlich. Abigail ist unerschrocken, mutig und entschlossen. Eine sehr starke Persönlichkeit, die sich nicht unterkriegen lässt. Ebenizer ist ein verantwortungsvoller Erwachsener geworden, dem das Leid der Arbeiter genauso am Herzen liegt, wie seiner Mutter. Dagegen ist Hugo vergnügungssüchtig und verantwortungslos. Es gibt dann noch Cyrus und Nancy, die eine eigene Geschichte bekommen und von ihrem Vater in eine Situation gedrängt werden, die abscheulich ist. Und Melody, die auf der Suche nach den letzten Tagebüchern von Abigail ist. Eine vollkommen fesselnde und packende Familiensaga mit ausdrucksvollen Charakteren ist hier der Autorin gelungen. Sie hat mich in Bann gezogen und ich litt mit ihnen.
Fazit: Eine grandiose Trilogie, die gefühlvoll, spannend, dramatisch und mit glaubhaften Charakteren ausgestattet ist. Schon vom ersten Teil an war ich fasziniert. Die Vorgänge sind voller Tragik, realistisch und nachvollziehbar. Der gefühlvolle Schreibstil und die bildhafte Sprache ist mit einem hohen Spannungsbogen von Anfang bis Ende versehen. Ein absoluter Lesegenuss. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an @dtv für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.