Gruber Andreas 📖 Todesspur

Eine neue Terrororganisation wurde gegründet und Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez gehen einer heißen Spur nach. Leider gelingt ihnen die Festnahme von Dr. Paul Conrad nicht. Er konnte in letzter Sekunde fliehen. Sneijder greift zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihm das Handwerk zu legen, denn so wie es scheint, sind Terroranschläge geplant. Ihm und seinem Team läuft die Zeit davon. Dann kreuzen sich seine Wege mit einer geheimnisvollen Frau, die über Leichen geht.

Dies ist bereits der achte Teil der Reihe um den Ermittler Sneijder und sein Team, und dem Autor ist es gelungen, mich von Anfang an zu begeistern.
Das Thema der neuen Generation der RAF ist nicht nur interessant, sondern auch hochaktuell und realitätsnah. Es gibt zwei Handlungsstränge, zum einen Lea Fuchs, die eine falsche Fährte legen will, und andererseits Sneijder und sein Team, die alles daran setzen, Anschläge zu verhindern.
Sneijder, der gewohnt wortkarge und oft als Kotzbrocken wahrgenommene Charakter, bleibt auch in diesem Teil seiner Persönlichkeit treu. Seine Interaktionen mit Sabine, die ihn gekonnt zu nehmen weiß, bringen eine interessante Variante in die Geschichte. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und tragen für mich maßgeblich zur Faszination des Buches bei.
Die gefährlichen Situationen, in die Sneijder und Nemez geraten, sind nicht nur spannend, sondern auch gut durchdacht.

Fazit: Für mich war es ein interessantes Thema und hat mich von Anfang an in Bann gezogen. Es ist wieder ein gelungener und rasanter Thriller, der sowohl durch seine packende Handlung als auch durch die außergewöhnlichen Charaktere besticht. Sneijder ist nun mal meine Lieblingsfigur, gerade weil er nicht der Norm entspricht. Es ist eine gute Mischung aus Action und Spannung, die mir kaum Zeit zum Atmen ließ. Der Hinweis am Ende des Buches lässt wieder auf eine spannende Fortsetzung hoffen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal herzlich bedanke

https://agruber.com

Ein Kommentar zu „Gruber Andreas 📖 Todesspur

  1. Hab mir nach Lektüre dieser Rezension die Leseprobe bei amazon reingezogen – ich glaube, zur Beschreibung dieser Erzählweise ist „atemlos“ der richtige Ausdruck. Wenn das ganze Buch so ist, ist es offenbar für Leser geschrieben, die mit umständlichen Beschreibungen, Reflexionen, Überlegungen nichts am Hut haben. Tempo! ist angesagt, Tempo! Tempo! Auf der Bestsellerliste des „Spiegel“ steht das Werk auch. Der hektische Ton, der pausenlos von Aufreger zu Aufreger schreitet, erinnert mich ehrlich gesagt an die „Jerry Cotton“-Heftchen meiner Kindheit – gibts die eigentlich noch? Der Erfolg des Autors wundert mich nicht. Das Buch scheint für Leser geschrieben, die ihr Kopfkino einschalten wollen und dann atemlos von Event zu Event weiterjagen. Ich glaube, das sind Leser, denen Filme zu langweilig sind, weil sie sich bei Filmen nichts vorstellen können. Lesen verlangt produktive Mitarbeit des Lesers, und Texte wie die von Gruber regen diese Mitarbeit bestimmt an.

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