Schiller B.C. – Gretchen Larssen und die Ostseenacht

Rezension

Tierärztin Anke Hartmann wird in den Haifischbereich gerufen, weil die Haie äußerst aufgebracht sind. Dort entdeckt sie eine Leiche. Hauptkommissarin Gretchen Larssen und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Der Meeresbiologe Marius Langenfeld ist ohne Skrupel umgebracht worden. Es gibt zahlreiche Verdächtige. Kurz danach wird eine weitere Leiche aufgefunden, die auf die gleiche Weise getötet wurde. Es stellt sich heraus, dass beide kurz vor ihrem Tod beunruhigende Nachrichten erhalten hatten.

Gretchen Larssen ermittelt mit ihrem Team bereits zum zehnten Mal und erneut gelang es dem Autorenpaar, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die kurzen Rückblicke erleichterten es mir, schnell in die Story einzutauchen. Obwohl ich die Reihe empfehle, können die einzelnen Fälle ganz unabhängig voneinander gelesen werden, da jeder für sich selbst abgeschlossen ist.
Der Beginn der Geschichte ist sofort fesselnd und es gibt viele Verdächtige, was mich bis zum Ende zum Mitraten anregte. Die Ermittler vermuten, dass es nicht bei einem einzigen Opfer bleiben wird. Daher ist schnelles Handeln erforderlich.
Zusätzlich zu den laufenden Ermittlungen bittet Karl Gretchen, ihm bei der Suche nach seiner seit fünfzehn Jahren vermissten Tochter zu helfen. Diese Nebenhandlung bringt zusätzliche Spannung. Gleichzeitig muss Gretchen mit einer besorgniserregenden Diagnose umgehen. Zudem begegnet man erneut Edda, die Schwierigkeiten auf ihrem Campingplatz hat. Dies sorgt für viel Abwechslung, ohne dass die eigentliche Kriminalhandlung in den Hintergrund rückt.
Besonders gut gefallen hat mir wieder die stimmungsvolle Atmosphäre an der Ostsee, die perfekt zur Geschichte passt. Zudem greifen die Autoren mit der Überfischung ein aktuelles und wichtiges Thema auf, das sich gelungen in die Handlung einfügt.

Fazit: Auch der zehnte Fall von Gretchen Larssen hat mich wieder bestens unterhalten. Die gelungene Mischung aus spannenden Ermittlungen und einer tollen Atmosphäre macht das Buch zu einem echten Lesegenuss. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Ermittlungen mit Gretchen Larssen
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und  ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Kohfink Corinna – Lavendelblüte auf Mallorca

Rezension

In ihrem Job ist Leonie schon lange unzufrieden, weshalb sie ihn aufgibt. Als sie in Tübingen eine Anzeige entdeckt, in der Doro eine Wohnung auf Mallorca länger vermietet, macht sie sich auf den Weg dorthin. Vor zwanzig Jahren hat sie dort ihre große Liebe getroffen und niemals vergessen. Sie möchte endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen. Doch sie ahnt nicht, dass Doro ein Talent fürs Verkuppeln hat, und bald trifft sie Rafael wieder. Wie wird dieses Wiedersehen ausfallen?

Nie hat Leonie ihre große Liebe Rafael wirklich vergessen. Endlich möchte sie mit der Vergangenheit abschließen und einen Neuanfang wagen, ohne ständig an ihn denken zu müssen. Doch dabei hat sie die Rechnung ohne Doro gemacht, die schon viele Paare zusammengeführt hat.
Es war wunderschön, erneut nach Mallorca zurückzukehren und die Insel während der Lavendelblüte zu erleben. Die Autorin beschreibt die traumhafte Kulisse so lebendig, dass ich den Duft des Lavendels und die besondere Atmosphäre direkt vor Augen hatte. Besonders gefreut habe ich mich darüber, alten Bekannten wieder zu begegnen.
Sehr berührend fand ich auch zu erleben, wie Leonie und Rafael sich zum ersten Mal begegnet sind. Leonies Entwicklung hat mir ebenfalls sehr gefallen. Schritt für Schritt gewinnt sie mehr Selbstvertrauen und Mut.

Fazit: Es ist eine schöne Geschichte vor der malerischen Kulisse Mallorcas, die mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und  ⭐⭐⭐⭐⭐

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Berg Ellen – Du schon wieder

Rezension

Die Kardiologin Fanny hat nach dem Scheitern ihrer Ehe einen neuen Partner gefunden. Robert ist das komplette Gegenteil ihres Ex-Mannes. Dann wird Dustin in die Notaufnahme eingeliefert und als sie ihm wieder begegnet, spürt sie wieder ein Kribbeln. Sie möchte sich auf keinen Fall wieder auf ihn einlassen, oder vielleicht doch?

Fanny hat ihr Leben eigentlich im Griff. Sie ist eine erfolgreiche und beliebte Kardiologin und hat mit Robert einen zuverlässigen Mann an ihrer Seite, der sich liebevoll um sie kümmert und ihr Halt gibt. Doch als sie ihrem Ex-Ehemann Dustin wieder begegnet, bringt er ihre Gefühle gehörig durcheinander. Plötzlich ist da wieder diese Anziehungskraft und Fanny muss sich fragen, was sie wirklich vom Leben und von der Liebe erwartet. Gleichzeitig gibt es in ihrem beruflichen Umfeld auch Neider, die ihr das Leben nicht gerade leichter machen.
Die humorvollen Dialoge und die lustigen Sprüche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Manche Situationen sind zwar etwas übertrieben, passen aber gut zum leichten und unterhaltsamen Stil des Romans. Besonders gefallen haben mir die sehr unterschiedlichen Charaktere, die der Geschichte Leben verleihen und immer wieder für überraschende und amüsante Momente sorgen.
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Fazit: Auch dieser Roman von Ellen Berg hat mich wieder sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Humor, Romantik und liebenswerten Figuren hat das Buch für mich zu einer kurzweiligen Lektüre gemacht. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz und der lockere Schreibstil ließ mich förmlich durch die Seiten fliegen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Aufbau Verlag herzlich bedanke.

Schweizer Lotte – Milla Gorilla

Rezension

Dies ist ein liebevoll gestaltetes Vorlesebuch, das Kinder ab drei Jahren begeistert.
Das kleine Gorillamädchen Milla wohnt mit ihren Eltern unterm Dach. Als eine neue Familie in die Gartenwohnung einzieht, wird es richtig spannend. Milla freundet sich sofort mit dem Tigerjungen Benjamin an und ist überglücklich, endlich einen Spielkameraden zu haben. An ihrer Seite ist auch stets ihre treue Kuschelbanane Nani, die bei keinem Abenteuer fehlen darf.
Gemeinsam erleben Milla und Benjamin viele kleine und große Alltagsabenteuer. Besonders viel Freude bereitet ihr das Hüpfen durch Pfützen, auch wenn Millas Opa davon nicht ganz so begeistert ist. Gleichzeitig behandelt die Geschichte Themen, die Kinder aus ihrem eigenen Leben kennen. Milla fragt sich zum Beispiel, was der Unterschied zwischen „gleich“ und „jetzt“ ist. Solche Situationen sind kindgerecht erzählt und laden zum Lachen und zum gemeinsamen Austausch ein.
Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Außerdem vermittelt das Buch auf einfühlsame Weise, dass es völlig normal ist, manchmal ängstlich zu sein. Die Geschichten sind alltagsnah, liebevoll geschrieben und zeigen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein.
Die wunderschönen Illustrationen passen hervorragend zur Geschichte und es gibt auf jeder Seite viele kleine Details zu entdecken. Das stabile Hardcover macht das Buch zudem besonders langlebig und ideal für viele gemeinsame Vorlesestunden.

Fazit: Ein durchweg gelungenes Vorlesebuch mit charmanten Figuren mit Illustrationen von Anke Verena Klug und bedeutungsvollen Botschaften, das ich Familien mit Kindern ab drei Jahren wärmstens ans Herz lege.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Dtv Verlag herzlich bedanke.

Mara Andrea – Alles ihre Schuld

Rezension

Marissa Irvine plant, ihren Sohn Milo an der von Jenny angegebenen Adresse abzuholen. Er war zu einem Playdate eingeladen, aber Milo ist dort nicht anzufinden, und die Frau, die ihr die Tür öffnet, kennt ihn nicht. Eine umfassende Suche wird gestartet, doch von dem vierjährigen Jungen fehlt jede Spur. Es verbreiten sich Gerüchte, und es wirkt so, als ob er von einer jungen Frau entführt worden wäre.

Die Autorin versteht es hervorragend, die größte Angst aller Eltern in einen fesselnden Thriller zu verwandeln. Für Marissa beginnt ein wahrer Albtraum, als ihr Kind plötzlich spurlos verschwindet. Es gibt keine Nachricht, keine Forderung und nicht den kleinsten Hinweis darauf, was geschehen ist. Gerade diese Ungewissheit sorgt von der ersten Seite an für eine beklemmende Stimmung.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere aus der Sicht von Marissa und Jenny. Dadurch entsteht ein hohes Tempo und man erhält immer neue Informationen, ohne das Gesamtbild sofort zu erkennen. Zwar wird relativ früh deutlich, wer hinter den Ereignissen stecken könnte, doch die Hintergründe bleiben lange im Dunkeln. Mehrere Todesfälle machen die Handlung zusätzlich spannend und sorgen immer wieder für neue Fragen.
Bis zum Ende habe ich mitgerätselt. Jedes Mal, wenn ich dachte, die Wahrheit entdeckt zu haben, überraschte mich die Autorin mit einer neuen Wendung. Die entscheidende Überraschung am Ende hat mich völlig überrumpelt und war für mich in keiner Weise voraussehbar.

Fazit: Dieses Buch ist ein fesselnder Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Spannend, bedrückend und voller unerwarteter Wendungen. Die Spannung bleibt konstant hoch und hat mich mit einer packenden Handlung beeindruckt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Dannenberg Meike

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Meike Dannenberg vorstellen.

Liebe Meike, herzlichen Dank, dass du heute mein Gast bist. Ich freue mich sehr, dich hier begrüßen zu dürfen.

Neugierig auf die Autorin? Dann lest weiter.

Ich wurde 1974 in Bremen geboren, aufgewachsen bin ich im Hamburger Schanzenviertel. Noch bevor es zum international bekannten Szene-Hotspot wurde, war es dort sehr lebendig, meine Mutter hatte mit zwei Frauen ein alternatives Café. In dem gab es auch ein kleines Programmkino. Diese Zeit, unorthodox, voller Menschen, mit  Live-Musik im begrünten Hinterhof, hat mich geprägt. Im Sommer fuhren wir häufig mit einem Bulli nach Griechenland, campten bei Fischern auf einer Wiese.

Ich bin mit meinem Mann und unserer Tochter vor einigen Jahren in diese Bucht zurückgekehrt. Es gab Ältere dort, die erinnerten sich noch an meine Eltern. Eines der Fotos, das ich mitbrachte, zeigte das einzige existierende Abbild der Eltern einer Frau. Wir haben beide geweint.
Warum erzähle ich das?


An diesem Strand überwältigte mich als Kind die Liebe zur Literatur. Die Bücher von Astrid Lindgren und Kurt Held hatte ich bereits auf der Fahrt gelesen. Blieb die Lektüre meiner Mutter. Es war so heiß, man konnte sich kaum bewegen, unter einem Feigenbaum las ich „Das Geisterhaus“ und „Die Herrin vom Nil“ wieder und wieder. Es war um mich geschehen. Die Kinderbibliothek war bereits weidlich ausgeschöpft, jetzt war die Erwachsenenbibliothek dran. Warum erzähle ich das?
Weil dieses Leben in einem so alternativen Kontext, in einer Wohnung voller Bücher, mich darauf vorbereitete, hinzusehen, intensiv zu fühlen, um die Ecke zu denken, aber nicht unbedingt zu verstehen, wie man konventionell das Richtige sagt oder tut. Weil Bücher mir Welten eröffneten, in die ich fliehen konnte, wenn alles zu verwirrend war.

Meinen ersten Roman begann ich mit elf, aber da hatte ich Allende schon gelesen und betrachtete kritisch, viel zu kritisch, meine eigenen Worte.

Und als Kleinkind hatte ich bereits kahle Stellen im Kopfhaar, als Teenagerin wurde daraus Alopecia totalis, wie ich sie noch heute habe.

Die Literatur gab mir Halt, doch wirklich gefunden habe ich mich erst, als ich endlich, viel später, die Zweifel überwand und selbst Geschichten zu schreiben begann.

Der Weg führte über Journalismus, auch über Literatur, ich bin seit bald zwanzig Jahren Mitarbeiterin des BÜCHERmagazins. Aber erst als unsere Tochter geboren wurde, nahm ich ernst, wie sehr ich meine eigenen inneren Welten kennenlernen wollte. Kriminalromane geben mir die Möglichkeit, die Dunkelheit zu begreifen, sie einzuhegen.

Gleichzeitig bleiben das unfassbare Blau des Mittelmeeres, die Liebe zur Natur und das Glück unter dem Feigenbaum Teil meines Schreibens. Dafür bin ich dankbar, ebenso allen, die an dieser Reise teilhaben und mir so das Privileg schenken, immer tiefer und weiter in mein persönliches Meer der Geschichten rauszuschwimmen.

Foto © Phil Porter

Bücher:

Die Ärztin Bd. 1 – Gefährliche Nachtschicht, Lübbe 2024
Die Ärztin Bd. 2 – Gefährlicher Besuch Bd. 2, Lübbe 2026

Blumenkinder, btb, 2016
Gefährdet, btb, 2019

Insta: @meike_dannenberg_autorin
Facebook: @meike_dannenberg_autorin

Ganz herzlichen Dank für die interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

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Seemayer Karin – Sommerwind in der Toskana

Rezension

Nach einer gescheiterten Beziehung fährt Laura in die Toskana, denn ihr verstorbener Onkel hat ihr ein Haus vererbt. Sie möchte es so schnell wie möglich verkaufen, denn die Sommerurlaube dort mit ihren Eltern hat sie sehr langweilig in Erinnerung. Dann trifft Laura auf Luca, der ihr von seinem Wunsch erzählt, einen Agriturismo zu führen. Plötzlich beginnt sie, die Toskana in einem neuen Licht zu sehen.

Zunächst möchte Laura den Verkauf des Hauses möglichst schnell hinter sich bringen. Ein lukratives Angebot liegt bereits vor, doch Lucas Ideen bringen sie zum Nachdenken und eröffnen ihr eine ganz neue Sicht auf die Zukunft des Anwesens. Besonders gut gefiel mir, wie herzlich Laura von Lucas Familie sie aufnimmt. Schon nach kurzer Zeit spürt sie eine Vertrautheit, die sie selbst überrascht.
Die Beschreibungen der malerischen Landschaften sind besonders gelungen. Ich konnte mir die Toskana und die idyllische Umgebung mühelos vorstellen. Dabei hatte ich fast den Duft und den süßen Geschmack der sonnengereiften Aprikosen in der Nase.
Neben der romantischen Geschichte spricht die Autorin auch ein nachdenkliches Thema an. Sie verdeutlicht, dass Veränderungen und wirtschaftliche Interessen oft nicht zum Wohle einer Region sind und dass es wichtig ist, Traditionen und die Natur zu schützen.

Fazit: Es handelt sich um eine leichte und unterhaltsame Lektüre, die mir mit Sommer, Sonne und einer traumhaften Umgebung schöne Lesestunden bescherte.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Simmonds Natali – Bevor sie ihn finden

Rezension

Jules steckt in einer Krise. Ihr Ehemann Adam zieht es vor, zu arbeiten, und in seiner Freizeit widmet er sich dem Gärtnern. Ihre Tochter Leah will ihr erstes Mal hinter sich bringen und begleitet ihren Bruder Reece zu einem Konzert, wo es dazu kommen soll. Welche Folgen das für Leah hat und wie ihre Mutter darin verwickelt ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Der Prolog sorgt sofort für Spannung und macht neugierig auf die Geschichte. Anschließend wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Jules und Leah erzählt. Dadurch erhält man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Besonders die Risse in der Beziehung zwischen Adam und Jules werden nach und nach sichtbar. Gleichzeitig wächst Leahs Abhängigkeit weiter an und nimmt schließlich nahezu obsessive Züge an.
Der Schreibstil ist ruhig und konzentriert sich auf ihre Konflikte. Wer von Anfang an einen rasanten Thriller erwartet, braucht etwas Geduld. Erst kurz vor dem Ende nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf.

Fazit: Es ist ein Buch mit interessanten Charakteren und glaubwürdigen Konflikten. Das Finale hat mich dann mit mehreren unerwarteten Wendungen überrascht und konnte mich überzeugen. Persönlich empfinde ich es jedoch eher als Spannungsroman als klassischen Thriller. Mein kleiner Hinweis ist, dass meiner Ansicht nach der Klappentext eine etwas andere Art von Geschichte verspricht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Duncan Tessa – Wer blind vertraut

Rezension

Die Therapeutin Lily Brown ist entsetzt über den Zustand ihrer neuen Klientin Mary-Ann. Diese wirkt erschöpft und leidet unter Depressionen, da ihre Tochter seit zwei Jahren verschwunden ist. Dies ist nicht ihr einziger Fall, denn ein Heiratsschwindler betrügt die Frauen um ihr Geld und Caroline ist bei ihr in Behandlung.

Obwohl Lily hochschwanger ist, nimmt sie einen neuen Fall an, sehr zum Unmut ihres Partners Dan, der besorgt ist, da sie bereits mehrfach in gefährliche Situationen geraten ist. Bald zeigt sich, dass Mary-Ann von ihrer Mutter und ihrem Bruder stark unter Druck gesetzt wird. Zur gleichen Zeit hofft Caroline, einen gewissenlosen Heiratsschwindler zur Verantwortung zu ziehen und ihr verlorenes Geld zurückzuerlangen. Gleichzeitig sucht Lilys Partner Dan nach mehreren vermissten Mädchen.
Der Roman greift Themen wie Abhängigkeit, Narzissmus und das Leben von Messis auf. Die Autorin verdeutlicht eindrucksvoll, wie manipulativ Menschen sein können und welche tiefen Wunden toxische Beziehungen hinterlassen. Die wechselnden Perspektiven erhöhen dabei die Spannung und die Zusammenhänge werden allmählich klarer.

Mein Fazit: Die Geschichte wird  eindringlich erzählt und ist voller Tragik und Dramatik. Sie lässt schonungslos in menschliche Abgründe blicken und überzeugt mit einer packenden Handlung. Das überraschende Ende rundet den Roman perfekt ab.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Dtv Verlag herzlich bedanke.

Limar Fiona – Unordentliche Verhältnisse

Rezension

Die 14-jährige Ilse sehnt sich nach mehr im Leben, doch das ist nicht so einfach. Sie stammt aus unordentlichen Verhältnissen und hat es schwer. Ihr Stiefvater stellt Forderungen an sie und als ihre beste Freundin stirbt, hinterfragt sie dies. Ilse hat einen großen Traum. Ob sie ihn verwirklichen kann, solltet ihr unbedingt selbst lesen.

Bisher kannte ich Fiona Limar nur durch ihre Krimis und Thriller, die ich sehr schätze. Daher war ich umso neugieriger auf ihren Ausflug in das historische Genre, und ich kann sagen, dass sie dies hervorragend gemeistert hat.
Die Handlung spielt in den 1920er Jahren in einem kleinen Dorf, in dem gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen das Leben der Menschen bestimmen.
Ilse wächst in schwierigen familiären Verhältnissen auf. Während ihrem Stiefbruder nahezu jeder Wunsch erfüllt wird, muss sie Ungerechtigkeiten erleben. Auch ihre Mutter leidet unter ihrem Lebenspartner und kann sich nicht gegen ihn  durchsetzen.
Von Anfang an konnte ich mit Ilse mitfühlen und hoffen, dass ihr größter Wunsch in Erfüllung geht. Gleichzeitig wollte ich unbedingt herausfinden, was wirklich mit ihrer verstorbenen Freundin geschehen ist. Ihr Tod wirft viele Fragen auf und sorgt bis zum Ende für zusätzliche Spannung.

Fazit: Es ist ein fesselnder und emotionaler Roman, der einen gelungenen Auftakt zu einer neuen Reihe bildet. Da es ein Familiengeheimnis gibt und es noch nicht gelüftet ist, fieber ich jetzt schon der Fortsetzung entgegen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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