Goldammer Frank – Strandopfer

Rezension

Nachdem ein deutscher Urlauber am polnischen Ostseestrand tot aufgefunden wurde, wird die BKA-Beamtin Lena Schuldt damit beauftragt, zusammen mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk den Fall zu untersuchen. Schnell zeigt sich, dass der Verstorbene zu einer Gruppe Urlauber gehört und zudem die zehnjährige Laura verschwunden ist. Dies erweist sich als schwierige Herausforderung, denn ein weiterer Mord lässt nicht lange auf sich warten.

Nicht gerade begeistert reist Lena an die Ostseeküste, denn ausgerechnet dort liegt ihre Vergangenheit begraben. In der Nähe ist sie aufgewachsen und die Erinnerungen daran sind alles andere als angenehm. Dazu kommen ihre starken Vorurteile gegenüber Polen, die sie nur schwer abschütteln kann. Auch Adam begegnet seiner neuen Kollegin mit offenkundiger Skepsis.
Beide Ermittler bringen ihre Ecken und Kanten mit und müssen erst lernen, miteinander zu arbeiten. Sympathisch waren sie mir anfangs noch nicht, gerade das machte sie aber interessant .
Während Lena und Adam tiefer in die Ermittlungen eintauchen, zeigt sich schnell, dass hinter der scheinbar perfekten Urlaubskulisse viele Geheimnisse schlummern. Die Fassade der Urlauber beginnt nach und nach zu bröckeln und immer mehr Verdächtige stehen im Fokus.
Die Spannung nimmt von Kapitel zu Kapitel zu. Ich habe ständig mitgerätselt und hatte zwischendurch einen Verdacht, nur um ihn kurze Zeit später wieder aufzugeben. Der Autor versteht es hervorragend, mit dem Unwissen zu spielen und immer wieder neue Hinweise zu streuen. Dies macht den Fall bis zum Ende undurchsichtig und überraschend.

Fazit: Es ist ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Reihe rund um grenzübergreifende Ermittlungen. Die Spannung wird stetig gesteigert und auch das überraschende Ende konnte mich überzeugen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Rowohlt Verlag herzlich bedanke.

Stonet Walther Tatort Glashaus

Buchvorstellung

TJ Brühlsdorf, beurlaubter Kriminalhauptkommissar und Graf aus altem vermögendem Adel, hat einen Anschlag der N’drangheta auf die Kronzeugen eines Mafia-Prozesses schwer verletzt überlebt. In seiner Villa in Tübingen erholt er sich, als der ermittelnden Oberstaatsanwältin und der neuen Leiterin der Mafia-Sonderkommission eine Frauenleiche bzw. die dazugehörige Akte auf den Tisch fallen. Schnell begreifen sie, dass sie auf die Kompetenz des Grafen angewiesen sind und holen ihn zurück ins Team. Während sich die scharf bewachte Villa zu einem geheimen Einsatzzentrum wandelt, entflammt ein erneuter blutiger Kampf mit den kalabresischen Bossen, der in der Wurmlinger Kapelle schließlich eine entscheidende Wendung nimmt.

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Durst-Benning Petra – Heimatsommer

Rezension

Jean-Claude kehrt nach Goldberg zurück und erfährt als Erstes, dass Fleurs Mutter verstorben ist. Auch, dass die Weinberge in einer schwierigen Lage sind. Viele Winzer kämpfen ums Überleben. Fleur und ihre beste Freundin denken darüber nach, was sie ändern können. Es gibt zahlreiche Vorschläge. Lassen sie sich umsetzen?

Dies ist eine Geschichte über Gemeinschaft, Zusammenhalt und neue Ideen. Jean Claude ist gelernter Koch und wollte eigentlich nur für kurze Zeit nach Goldberg kommen. Doch schnell merkt er, dass der kleine Ort frischen Wind braucht und dass die Menschen dort bereit sind, gemeinsam etwas zu verändern. Mit viel Einsatz planen er, Eleonore, Fleur und die Dorfbewohner das Rebenbeben, um Goldberg wieder zum Blühen zu bringen. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Dorfgemeinschaft zusammenarbeitet und jeder seine eigenen Ideen und Talente einbringt. Natürlich geschieht nicht alles reibungslos und immer wieder gibt es Herausforderungen. Gerade das macht die Geschichte aber authentisch und zeigt, dass Veränderungen oft Zeit und Mut brauchen. Es war beeindruckend für mich, wie aus vielen kleinen Ideen nach und nach etwas Größeres entsteht.
Die Rückblicke in das Jahr 1980 haben mir ebenfalls gut gefallen. Dadurch bekommen wir mehr Einblick in das Leben von Agnes und Helene sowie in ihre Vergangenheit. Die Charaktere sind generell sehr gut ausgearbeitet und wirken lebendig und freundlich.

Fazit: Es ist eine gelungene Geschichte über Gemeinschaft, Neuanfänge und den Mut, gemeinsam etwas zu bewegen. Der fiktive Ort im Remstal wird atmosphärisch beschrieben und man spürt beim Lesen die besondere Stimmung des kleinen Ortes. Alle haben sich viele Gedanken gemacht, um Goldberg zu verschönern und das Rebenbeben zu einem besonderen Ereignis zu gestalten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Cors Benjamin Nebelbeute

Buchvorstellung

Mila Weiss ist auf der Jagd. Tief in den Bergen will sie endlich ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen: Johannes Toblach. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet.

Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat …

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Dtv Verlag herzlich bedanke.

Gruber Birgit – Glitzer, Tod und Törtchen

Rezension

Sehr zur Überraschung ihres Freundes Lars nimmt Kati den Hund ihrer Schwiegermutter Anke mit zum Joggen. Plötzlich zieht dieser an der Leine und sie entdeckt eine Leiche. Der örtliche Konditor wurde ermordet. Sofort beginnt sie mit den Ermittlungen, da ihre Erfolgsquoten als Hobbydetektivin hoch sind.

Der elfte Fall mit Kati Blum hat mir wieder sehr unterhaltsame Stunden beim Lesen beschert. Diesmal hat sie eine schwere Nuss zu knacken. Der Tod des Konditors wirft viele Fragen auf und je tiefer sie nachforscht, desto mehr Ungereimtheiten kommen ans Licht. Um an Informationen zu gelangen, nimmt sie sogar einen ungewöhnlichen Job als Brautmodenmodel an. Das sorgt nicht nur für amüsante Szenen, sondern bringt sie auch selbst in Schwierigkeiten.
Besonders gefallen hat mir erneut das Zusammenspiel zwischen Kati und Kriminalhauptkommissar Lars. Als ihr Freund macht er sich natürlich Sorgen und ist wenig begeistert davon, dass Kati ständig ihre Nase in laufende Ermittlungen steckt. Auch das angespannte Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter sorgt wieder für einige humorvolle Momente. Kein Wunder, dass Anke einen außergewöhnlichen Spitznamen trägt.

Fazit: Der Krimi liest sich angenehm leicht und locker und bietet gleichzeitig genug Spannung, sodass ich bis zum Ende miträtseln konnte. Vor allem die Dialoge haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Langeweile kam zu keiner Zeit auf. Die Geschichte spielt in Bayreuth und beinhaltet Lokalkolorit.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Klinger Christian

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Christian Klinger vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Christian Klinger liebt als Autor nicht nur Triest und seine Geschichte, was in seiner historischen Romantrilogie rund um den Fahrrad fahrenden Ispettore Gaetano Lamprecht Niederschlag findet, er liebt auch schrullige Menschen und die Interaktion zwischen verschiedenartigen Menschentypen. Davon finden sich eine Menge in seinem letzten Roman, der als Antikrimi untertitelt ist, denn auch wenn es eine Leiche und einen Ermittler gibt, gibt es nicht das klassische Verbrechen, selbst wenn das Buch mit List und Betrug angefüllt ist. Denn es sind die kleinen Sünden, die bestraft werden.
Christian Klinger wurde in Wien geboren, wo er aufwuchs und Rechtswissenschaften studierte. Seit 2005 regelmäßige Publikationen (Romane, Anthologiebeiträge, Zeitschriften).

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

Unbezahlte Werbung

Dominik Chris – Narbensommer

Rezension

Eine schreckliche Mordreihe erschüttert Frankfurt. Marc Davids und Zoé Martin stehen vor einer erheblichen Herausforderung. Die Opfer wurden auf äußerst brutale Weise getötet und weisen massive Bissverletzungen auf. Vor zwanzig Jahren ereignete sich ein ähnlicher Vorfall, wobei der Täter noch seine Strafe absitzt. Erste Hinweise führen ins Rotlichtmilieu.

Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Obwohl es bereits der zweite Band der Reihe ist, konnte ich mühelos in die Handlung eintauchen und hatte nie das Empfinden, wesentliche Informationen zu vermissen. Die Ermittlungen bringen Marc und Zoé tief in das Rotlichtmilieu, wo rivalisierende Gangs einen erbitterten Konflikt ausfechten. Die Stimmung ist düster und bedrohlich. Besonders gelungen fand ich die Vielfalt der Charaktere.
Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und zieht sich durch das gesamte Buch. Vor allem die detailreichen und sehr ausführlichen Beschreibungen der Taten sorgen dafür, dass die Handlung unter die Haut geht. Einige Szenen sind brutal und keineswegs für empfindliche Gemüter geeignet. Der Täter handelt äußerst grausam.

Fazit: Für mich war es das erste Buch des Autors, aber ganz sicher nicht das letzte. Ein packender und fesselnder Thriller, der mich bestens unterhalten hat und große Lust auf die Fortsetzung macht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Filz Sylvia und Konopatzki Sigrid – Voll verlämmert ins Glück

Rezension

Sandy steht vor einer großen Entscheidung. Soll sie ihren Job im Restaurant aufgeben und stattdessen Swantjes Angebot annehmen? Auf jeden Fall würde sie dann wesentlich mehr Zeit mit ihrer kleinen Tochter Lina verbringen können. Während sie mit Lina spazieren geht, sieht sie Lämmer und der Gutsherr lädt sie ein, die kleinen Tiere zu besuchen. Dort trifft sie Enno, der jedoch andere Pläne für seine Zukunft hat, als das Gut seines Vaters zu übernehmen. Auf Swantjes Hochzeit begegnet sie auch Joris und plötzlich findet sie sich zwischen zwei Männern wieder, die ihr nahe gehen.

Dies ist bereits der siebte Band aus der Reihe. Die Bücher lassen sich zwar unabhängig voneinander lesen, dennoch würde ich empfehlen, die komplette Reihe kennenzulernen. Immer wieder trifft man auf liebgewonnene Charaktere aus den früheren Geschichten. In dieser Geschichte steht Sandy vor mehreren entscheidenden Entscheidungen. Ein neuer beruflicher Weg ist im Angebot und plötzlich sorgen zwei Männer für ein ordentliches Gefühlschaos.
Besonders gefallen hat mir erneut die Kulisse an der Nordsee. Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind wieder wesentliche Themen. Man merkt auf jeder Seite, wie viel Liebe die Autorinnen in ihre Figuren und die Handlung gesteckt haben.
Auch optisch ist die Reihe weiterhin ein kleines Highlight. Der wunderschöne Bildschnitt zieht sich durch alle Bücher und macht sie zu einem echten Blickfang im Bücherregal.

Fazit: Ich habe mich wieder wunderbar unterhalten gefühlt und freue mich jetzt schon auf weitere Geschichten hinterm Deich. Für mich war es erneut ein Wohlfühlroman mit Charme und Herz.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Krebs Victoria Mädchentod in Edewecht

Buchvorstellung

Kaum ist die ehemalige Gerichtsreporterin Helena van Veen von Köln ins beschauliche Edewecht gezogen, stöbert ihre Hündin Laika eine Leiche im Espergöhler Wäldchen auf. Es ist die sechszehnjährige Lisa Bachmann. Auf Bitten der Mutter beginnt Helena sich unauffällig im Dorf umzuhören und stößt auf den rätselhaften Tod von Lisas Vater, eine angebliche Satanistensekte und einen Wirt, der mehr zu wissen scheint, als er zugibt. Je tiefer Helena gräbt, desto dichter wird das Netz aus Lügen und Angst. Im Ammerland hat jemand viel zu verlieren – und Helena kommt ihm gefährlich nah.

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