Budgen Patrick – Das Zwergpudel Zerwürfnis

Rezension

Der frühere Journalist Alexander Toth hat nun den Beruf des Bestatters ergriffen und kümmert sich um die Beerdigung der berühmten Schlagersängerin Conny Red. Er zweifelt daran, dass ihr Tod natürlichen Ursprungs war, und führt zusammen mit der Sargträgerin Marie-Theres eigene Ermittlungen durch. Er hat starke Gefühle für sie und möchte ihre adligen Eltern beeindrucken, die sich gerade in der Stadt aufhalten. Plötzlich wird eine weitere Leiche entdeckt, und er ist überzeugt, dass ein Zusammenhang besteht.

Dies ist schon der dritte Teil einer Reihe über den Bestatter, der nebenbei Ermittlungstätigkeiten ausübt, und es war für mich die erste Bekanntschaft mit dieser Geschichte. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht. Im Fokus steht der Tod einer erfolgreichen Schlagersängerin, der anfangs auf einen unglücklichen Vorfall hindeutet. Doch der Bestatter, der mit detektivischer Neugier agiert, entdeckt mehr hinter der Sache.
Ich hatte den Täter relativ früh im Verdacht, was sich am Ende auch bestätigte. Das tat der Lektüre jedoch keinen Abbruch, denn das eigentliche Rätsel lag für mich weniger im „Wer?“, als im „Warum?“. Gerade das Motiv blieb lange im Dunkeln und ich konnte es nicht erahnen.

Fazit: Wer einen entspannten Cosy-Crime mit sympathischen Figuren und besonderem Setting sucht, ist hier genau richtig. Die Spannung steht nicht im Vordergrund, dennoch habe ich mich gut unterhalten.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Edition a herzlich bedanke.

Lieder Susanne – In der Liebe wollen wir frei sein

Rezension

Die Journalistin Juliane ist für die Brigitte tätig und thematisiert Angelegenheiten, die Frauen betreffen. Bisher hat sie den idealen Partner nicht gefunden, da ihr ihre Unabhängigkeit wichtiger ist. Eine Frau in den 1970er Jahren gab mit der Heirat ihre Freiheit und Selbstbestimmung auf. Dann trifft sie Andreas, aber die Furcht vor einer möglichen Schwangerschaft belastet sie. Zeitgleich demonstrieren in Frankreich Frauen für mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung. Auch Juliane beschäftigt sich mit dem Thema des Paragrafen 218.

Die Autorin widmet sich mit großer Sensibilität einem Thema, das bis heute nichts an Relevanz verloren hat, nämlich der Selbstbestimmung und dem Kampf um den Paragrafen 218. Eingebettet in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1970er-Jahre erzählt sie eine bewegende und aufrüttelnde Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Juliane, eine starke und selbstbewusste Frau, deren Artikel viele Frauen ihrer Generation ansprechen. Sie ermutigt dazu, die eigene Meinung zu äußern, sich zu positionieren und für die eigenen Rechte einzutreten. Auch ihre persönliche Geschichte hat mich berührt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre der 70er-Jahre lebendig werden zu lassen. Musik, Mode und das gesellschaftliche Lebensgefühl dieser Zeit werden so anschaulich geschildert, dass ich mich mitten hineinversetzt fühlte. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie hart und steinig der Weg zur Gleichberechtigung war und wie viel wir den mutigen Frauen von damals verdanken.
Obwohl die Erzählung fiktiv ist, stützt sie sich auf reale Ereignisse. Sie regt zum Nachdenken an und macht mir bewusst, wie bedeutend es ist, errungene Rechte nicht für selbstverständlich zu halten.

Fazit: Es ist eine großartige und bewegende Geschichte, die mich sowohl unterhalten als auch nachdrücklich bewegt hat. Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die für Gleichberechtigung gekämpft haben, Chapeau! Wo wären wir heute ohne ihren Mut?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Aufbau Verlag herzlich bedanke,

Strobel Arno Ungelöst

Buchvorstellung

Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.

Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.

Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.

Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.

Das Buch erscheint am 25.02.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bei S.Fischer Verlag herzlich bedanke.

Poznanski Ursula Signal

Buchvorstellung

Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.

Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Garber Toni

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Toni Garber vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Toni Garber, geboren 1964 in Schongau, erzählt Geschichten, die man nicht so schnell aus der Hand legt.
Seit über dreißig Jahren arbeitet er als Softwareentwickler – und bringt die gleiche Klarheit, Präzision und Struktur, die er aus der Technik kennt, in seine Romane ein.
Ergebnis: packende Stoffe mit hohem Sogfaktor.
Mit der erfolgreichen Jugendbuchserie „Lifeline Games“ hat der Autor eine eigene Marke geschaffen: eine dynamische Mischung aus Fantasy, Science-Fiction, Abenteuer und Krimi, die junge wie erwachsene Leser gleichermaßen begeistert.
In der düsteren Historienreihe um den rätselhaften Söldner „den Schnitter“ zeigt er seine andere Seite: wuchtig, atmosphärisch, intensiv. Historische Fakten und fantastische Elemente verschmelzen zu einer epischen Saga vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Kriegs.
Sein aktueller Thriller „Codename Herzstoß“ geht noch einen Schritt weiter. Toni Garber verbindet hier historische Recherche, nervenaufreibende Spannung und cineastische Action zu einem Roman, der sich anfühlt wie ein Film – nur besser, weil er im Kopf des Lesers explodiert.
Toni Garber steht für Geschichten mit Herzschlag: emotional, temporeich und voller Überraschungen.

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Klink Michael – Meine Frau, ich und andere Ungereimtheiten

Rezension

Michael Klink ist seit drei Jahrzehnten ein erfolgreicher Comedian und gewährt in diesem Buch einen offenen Blick in sein Leben jenseits der Bühne. Die Urlaubssuche des Ehepaars gestaltet sich anfangs kompliziert, denn Isabel zieht Schweden vor. Am Ende entscheiden sie sich jedoch für Gran Canaria. Auf der Insel erleben sie zahlreiche alltägliche Dinge, die vielen von uns vertraut sind. Eine unangenehme Blase während der Reise, ein Pool voller Gummitiere und der oft übersehene Hinweis, beim Eincremen auf die Partnerin zu hören.
Das Buch ist geprägt von witzigen und menschlichen Momenten, in denen der Autor sich selbst nicht zu ernst nimmt und dem Leser genügend Gelegenheit bietet, sich mit ihm zu identifizieren.

Fazit: Sehr humorvoll erzählt der Comedian auf lustige Weise von seinen Erlebnissen, und ich musste oft herzlich lachen. Die Situationen erscheinen glaubwürdig und nahbar, sodass ich mir gut vorstellen kann, seine Auftritte zu besuchen. Es sind amüsante Alltagsgeschichten mit einem humorvollen Blick auf die Dinge.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Hortenbach Kristina

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Kristina Hortenbach vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.

Als gelernte Journalistin und seit vielen Jahren Promireporterin beim SWR schreibe ich schon immer gerne. Zum Bücher schreiben bin ich durch Zufall gekommen – und eine Fortbildung bei Bastei Lübbe. Dort traf ich meine zukünftige Agentin, die mich unter Vertrag nahm. Und mich anhielt, eine angefangene Liebesgeschichte fertig zu schreiben. Sie erschien in zwei Bänden bei Amazon/Montlake unter Nina Bach: „Stadt, Land, Mann“ und „Stadt, Land, Herz“.
Ich war noch nicht fertig, schon bekam ich von Heyne die Auftragsarbeit für einen Cosy Crime im Gartenmilieu. Daraus wurden „Um die Hecke gebracht“ und „Grün ist der Tod“.
Erst vor Kurzem habe ich mich an meine ganz eigenen Ideen gemacht: Ein historischer Roman, der dort spielt, wo ich wohne: „Als im Hotel Messmer der Tee ausging“ – wer weiß schon, dass der Meßmer-Tee aus Baden-Baden kommt? Und – gerade erschienen – meine persönlichste Geschichte, die viele wahre Details aus dem Leben eines über 80-jährigen und seiner Mitte 50-jährigen Tochter enthält: „Pleiten, Pech und Papa“. Darin steckt viel von dem, was alle meine Geschichten eint: Humor! Im Herbst erscheint die Fortsetzung, an einer lustigen Dreier-Frauengeschichte und einer Liebesgeschichte, die ich mit meiner Kollegin Laura Windmann schreibe und die nach Schottland führt, sind wir gerade dran.
Privat spiele ich seit einigen Jahren Golf (daher auch der Schauplatz bei „Grün ist der Tod“), reise gerne und lese viel. Und träume von einem Häuschen auf Sylt.
Foto: Copyright Ivan Cerezo

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Cross Ethan Im Labyrinth der Furcht

Buchvorstellung

Francis Ackerman jr. ist in den Fängen eines der gefährlichsten Verbrecher der Welt: des Hüters. In einem der kältesten Dörfer der Erde, weit entfernt v on jeder Zivilisation, ist Ackerman seiner Nemesis gnadenlos ausgeliefert. In Washington, D.C. jagt Ackermans ehemalige Partnerin Nadia Shirazi vom FBI derweil einen gnadenlosen Serienkiller. Dabei ist sie, ohne es zu ahnen, auf einer Fährte, die sie zu Ackerman führen könnte. Aber selbst wenn Nadia Ackerman findet, würde sie ihm überhaupt noch helfen können? Oder hat der Hüter ein Ass im Ärmel, das diesmal selbst Ackerman nicht kontern kann?

Unbezahlte Werbung, da Punkteeinstausch bei Lesejury.

Berg Ellen – Gibt’s das auch mit Liebe?

Rezension

Nach dem Ende ihrer Ehe wird die angesehene Journalistin Laura von ihrem Vorgesetzten, der sich große Sorgen um sie macht, aufs Land zu ihrer Schwester Vivi geschickt. Dort soll sie an einem Artikel über Romantik schreiben.

Die Top-Journalistin ist stets perfekt gestylt und findet sich plötzlich in einer WG wieder, die alles andere als ihrem hohen Standard entspricht. Dazu soll sie über Romantik schreiben, die sie für ausgesprochenen Schwindel hält. Gleichzeitig soll sie dem Nachbarn Finn gut zureden, damit er von seinen Plänen absieht.
Schließlich erkennt Laura, dass Romantik viel mehr umfasst als nur Blumen und Kerzen.
Sehr humorvoll wird man dank der humorvollen Erzählweise durch die Seiten geführt. Oft musste ich laut lachen und gleichzeitig blieb genug Raum zum Nachdenken über Authentizität, Selbstbild und die Frage, ob man wirklich so ist, wie man sich gibt. Die Mischung aus humorvollem Unterhaltungsroman und Tiefgang macht diese Lektüre zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Fazit: Es ist ein humorvoller Roman, der dennoch tiefgründige Aspekte aufweist. Den Schreibstil der Autorin schätze ich sehr. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Aufbau Verlage herzlich bedanke.

Thaler Anna – Die Papierschöpferin

Rezension

Nach dem Tod ihres Vaters liegt es nun an Sofia di Maderno, die Papiermühle zusammen mit ihren Geschwistern weiterzuführen. Sie weist eine Heirat von einem anderen Müller zurück, dessen Vater dann alles daran setzt, die Mühle für sich zu gewinnen. Der Franziskaner-Mönch Sebastiano bietet ihr seine Hilfe an, und ihre Reisen führen sie unter anderem nach Augsburg und Venedig. Wird sie die Mühle erhalten können?

In einem engen Tal am Gardasee kämpft Sofia mit großer Entschlossenheit um den Erhalt ihrer Mühle. Sie sieht sich zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber.
Ihre Reise bringt sie nach Augsburg, wo sie Bekanntschaft mit dem Buchdruck nach Johannes Gutenberg macht. Schließlich zieht es Sofia nach Venedig, in eine Stadt voller Handelsflair, wo sie dem Tod ihres Vaters auf den Grund gehen will.
Besonders bemerkenswert fand ich die Schilderung der Papierherstellung im 15. Jahrhundert. Der Autorin gelingt es, technisches Wissen spannend zu präsentieren, ohne dass es jemals langweilig wird.
Die Tätigkeit der Papierschöpfer ist hart bis zur finalen Herstellung der jeweiligen Blätter.
Gleichzeitig bleibt Raum für eine dezent am Rande verlaufende Liebesgeschichte. Mir haben die Charaktere, allen voran Sofia, sehr gut gefallen. Sie ist eine mutige Frau und setzt sich für den Erhalt der Mühle ein.

Fazit: Dies ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman rund um die Papierherstellung. Augsburg wird als bedeutende Handelsstadt und Venedig als lebendige Handelsroute glaubwürdig beschrieben. Auch die damalige Epoche wird äußerst interessant dargestellt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.