Buchvorstellung Sarah Kempfle Mord im Rotstift Milieu
Ein Gasleck beschert dem jungen Englischlehrer Wonneberg einen ziemlich spektakulären Tod. Doch damit nicht genug: An seiner Schule herrscht durch sein plötzliches Ableben Personalmangel in einem wichtigen Prüfungsfach. Isa Klein ist zunächst mäßig begeistert von der Aussicht, Wonneberg zu vertreten. Erst als sie hört, sein Tod sei vielleicht kein Unfall gewesen, sondern eiskalter Mord, sieht sie ihre Chance gekommen, erneut tatkräftig zu ermitteln. Kommissar Bähr, offiziell mit der Aufgabe betreut, den verdächtigen Tod an der Schule aufzuklären, sieht ihre »Assistenz« gar nicht gern. Denn er weiß nur zu gut, welch magische Anziehungskraft Isa auf Fettnäpfchen, brenzlige Situationen und natürlich Mörder ausübt …
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Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Heike Wolpert vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Heike Wolpert wurde in Bad Mergentheim geboren. Als Kind auf ihren Berufswunsch angesprochen gab sie stets die Antwort „Schriftstellerin“. Schließlich ist es aber dann doch Softwareentwicklerin und später Businessanalystin geworden. In diesen Berufen arbeitete sie, zunächst in Schwäbisch Hall und seit 1990 in Hannover, bevor sie Anfang 2024 in den vorgezogenen Ruhestand ging und sich seither ganz ihrem Hobby widmen kann. Wiederentdeckt hat sie das Schreiben als Hobby im Jahr 2013. Da ist ihr nämlich Socke zugelaufen. Der schwarz-weiße Kater wurde zum Protagonisten ihrer Hannover-Krimi-Reihe, in der er die menschliche Polizei, mehr oder weniger freiwillig, bei ihrer Arbeit unterstützt. Mit „Katzenrausch und Katertausch“ ermittelt der pelzige Detektiv bereits in seinen 5. Fall. Einmal Blut geleckt schrieb Heike Wolpert neben den Socke-Krimis weitere Kriminalromane, Kurzkrimis und Non-fiktionale Geschichten. Seit Januar 2022 hat sie außerdem eine monatliche Kolumne für eine Katzenzeitschrift. Heike Wolpert ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur sowie aktiv bei den „Mörderischen Schwestern“, dem gemeinnützigen Verein zur Förderung der von Frauen geschriebenen, deutschsprachigen Kriminalliteratur. https://heike-wolpert.de/
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Meine Rezension zu Catherine Shepherd Der Betrachter
Die LKA-Beamtin Laura Kern wird zum Tatort gerufen. Eine sehr kleine Kiste enthält eine weibliche Leiche. Bei den Ermittlungen bekommen sie Hilfe von der Krankenpflegerin Martina Nowack, die in der Zeitung von diesem Mordfall gelesen hat und dabei ist ihr aufgefallen, dass ihre Patientin Lilly, die sonst nur Blumen malt, eine Kiste mit einer Leiche darin gezeichnet hat. Laura und Max Hartung stehen vor einem Rätsel. Woher weiß die Patientin die Einzelheiten, denn Lilly hat das Klinikgelände nie verlassen? Als weitere Bilder auftauchen, sind sie in Zeitnot, denn sie vermuten, dass der Verbrecher erneut zuschlagen wird. Gelingt es ihnen, weitere Verbrechen zu verhindern?
Dies ist bereits der neunte Fall für Laura Kern und Max Hartung und es ist meine absolute Lieblingsreihe der Autorin. Auch hier gelingt es ihr, Spannung von Anfang an zu erzeugen und aufrechtzuerhalten. Laura nehmen die Ermittlungen sichtlich mit, denn es kommen alte Erinnerungen bei ihr zurück. Das gesamte Team stellt sich die Frage, woher Lilly ihre Informationen hat. Keine leichte Aufgabe. Diese Frage hat mich mitfiebern und miträtseln lassen. Es gibt viele Verdächtige und es scheint ein Wettlauf gegen die Zeit zu werden. Das Team arbeitet Hand in Hand und die Ermittlungsarbeit ist spannend und wird nie langweilig. Im Gegenteil, sie steigert sich immer weiter.
Fazit: Mich fasziniert, dass Catherine Shepherd sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt und nie Langeweile aufkommt. Es ist ein grandioser Thriller mit geschickten Wendungen. Das Buch hatte ich ratzfatz gelesen. Es ist nicht unbedingt erforderlich, die vorherigen Bücher zu lesen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es ist ein kriminell gutes und stark besetztes Lesevergnügen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
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Meine Rezension zu Elke Becker Das Haus Kölln Wahres Glück
Die Geschäfte des Unternehmens Kölln, deren Leitung Peter Claus Diedrich innehat, laufen nicht schlecht. Auch seine Frau Else ist mit ihrer Boutique erfolgreich. Doch während Berta und Magdalena noch ihren Spaß am Swingtanzen in Hamburg haben, ändern sich die Zeiten plötzlich, denn die Nationalsozialisten haben die Macht übernommen. Der Ton wird härter und Claus tritt widerwillig in die Partei ein. Hat das Unternehmen Kölln eine Zukunft?
Ich hatte diesmal große Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden, da einige Jahre vergangen waren. Da wären kleine Rückblicke und ein Namensregister hilfreich gewesen. Auch spielen sehr viele Personen mit, sodass ich zeitweise den Überblick verloren habe. Die Familie leidet während des Krieges nicht an Hunger, aber unter dem Regime, denn sie muss bestimmte Stückzahlen produzieren. Sie tritt etwas in Hintergrund und der Krieg nimmt einen großen Teil ein. Mütter bangen um ihre Söhne und das nächtliche Aufsuchen des Bunkers beeinträchtigt alle Menschen. Viele flüchten ins Ausland.
Fazit: Der letzte Teil der Trilogie um die Familie Kölln konnte mich nicht so begeistern wie die vorherigen. Es waren mir einfach zu viele Mitwirkende. Da wäre weniger, mehr gewesen. Insgesamt haben mir die Einblicke in die Herstellung der Kölln-Flocken und der Familie sehr gut gefallen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Tick … tack … deine Zeit läuft ab. Ein hochexplosiver und rätselhafter Fall für den Kryptologen Arne Stiller – von Bestsellerautor Elias Haller
Blutbad im LKA: Ein Sprengsatz explodiert bei der feierlichen Einweihung des neuen Kriminaltechnischen Instituts. Sechs Menschen finden den Tod. Obwohl Kryptologe Arne Stiller einen rätselhaften Anruf kurz zuvor richtig gedeutet hat, kann er die Katastrophe nicht verhindern. In aller Eile versucht die Kripo, weitere tödliche Anschläge zu verhindern. Dabei tauchen mehrere Geheimbotschaften auf, die Stiller persönlich herausfordern.
Alle Hinweise scheinen zum Millennium-Erpresser Hagen Stolpe zu führen, der zur Jahrtausendwende eine Bombe in der Frauenkirche zünden wollte, jedoch von Stiller gestoppt werden konnte. Ist es Zufall, dass sich der inzwischen gefeierte Buchautor ausgerechnet jetzt zu Lesungen in der Stadt aufhält? Während Stiller sich seinem alten Rivalen stellen muss, tickt bereits der nächste Countdown
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Nicky DeMelly vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Hey ihr Lieben!
Ich bin Nicky, geboren 1978 im schönen Münsterland, und Autorin aus Leidenschaft. Schon als Kind habe ich alles, was mich geärgert oder genervt hat, zu Papier gebracht. Bis sich in mir ein fiktiver Charakter meldete, Tom, der eine Menge zu sagen hatte. Es sind etliche Psychothriller durch ihn und mit ihm entstanden und die Zeit, in der ich dran geschrieben habe, wurde zu meinem persönlichen Ausgleich vom Alltag. Das hat sich bis heute nicht geändert, allerdings hat Tom Konkurrenz bekommen.
2019 beschloss ich, auch mal etwas zu veröffentlichen. Noch im gleichen Jahre erschien meine Kurzgeschichte in einer Anthologie. Das Genre? Romance! Damit hätte ich nie gerechnet, es hat mir aber auch gezeigt, wie viel Spaß es macht, sich auszutesten. Inzwischen gibt es Anthologie-Beteiligungen von mir in den Genres Tierisches, Humor, Urban Fantasy, Krimi/Thriller, Horror und Erotikthriller.
2021 wurde ich von der Agentur Ashera unter die Fittiche genommen. Seitdem erschienen bisher eine Gruselnovelle „Das Murmeltier von Coal Hill“, meine heißgeliebte Cosy-Crime-Novelle „Wer ist hier der Osterhase“ sowie die ersten beiden Teile der Vampirnovellenreihe um „Edgy“ beim Asheraverlag.
Mein erster Roman wurde – wie kann es anders sein – die Navy-Seal-Romance „Denying Love“, gefolgt vom Kriminalthriller „Im Netz des Mörders“, beide aus dem Hause DP Digital Publishers. Ende 2024 erscheint meine Gay-Romance bei Elysion Books.
Und dann ist da noch Tom, der unbedingt in die Welt möchte – vielleicht im SP.
Käthe darf zur Kur und nach einer stundenlangen Zugfahrt kommt sie endlich auf Sylt an und was passiert? Sie stolpert über eine Leiche. Als Schwiegermutter eines Kommissars kann sie das Ermitteln natürlich nicht sein lassen. Es soll angeblich Selbstmord sein. Doch Käthe glaubt nicht daran und erhält Unterstützung von Kommissar Hinnerk Rasmussen, der bereits pensioniert ist. Sehr zum Leidwesen seines Sohnes, der nun Sylter Kommissar ist. Die Klinikleitung und insbesondere Oberschwester Gisela verhalten sich seltsam und das wiederum macht Käthe misstrauisch. Wer könnte Interesse daran gehabt haben, den Patienten zu töten oder ist es doch Selbstmord?
Die Familie Backes hat sich einiges einfallen lassen, damit Käthe kuren darf. Der Auftritt bei der Krankenkasse war bühnenreif. Kaum angekommen ist sie in einen Todesfall involviert und möchte unbedingt aufklären, was wirklich geschah. Ihre Tischnachbarn sind alle etwas schräg und so wie es aussieht, scheint es, dass die Klinikleiterin und die strenge Oberschwester Gisela einiges zu verbergen haben. In Hinnerk hat sie einen Verbündeten, der ihr glaubt. Ich habe mich mal wieder köstlich amüsiert. Auch ohne Jupp und Inge ist die Geschichte spannend und hat interessante Wendungen.
Fazit: Auch dieses Buch konnte mich überzeugen. Viel Wortwitz und Situationskomik haben mich nur so durch die Zeilen gleiten lassen. Ich rätselte von Anfang an mit, was wirklich geschah und landete doch auf dem Holzweg. Geschickt hat Dany R. Wood mich auf die falsche Spur geführt. Käthe ist einfach klasse. Sie ist gerecht und lässt sich nichts gefallen. Ich würde mich über einen weiteren Fall mit ihr freuen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Meine Rezension zu Vincent Kliesch Auris Tödlicher Schall
Matthias Hegel kommt aus der Reha und er hört im Zug Töne, die sonst niemand hört. Zu Hause wird er von allen herzlich empfangen, doch als er eine seltsame Grußkarte erhält, läuten bei ihm sämtliche Alarmglocken. Er kann sie entschlüsseln und erkennt, dass sein ehemaliger Studienfreund Veith Vries dahintersteckt. Dieser gibt ihm weitere Rätsel auf, die er zusammen mit der Podcasterin Jula Ansorge lösen muss, um einen akustischen Anschlag zu verhindern. Wird ihnen das rechtzeitig gelingen?
Dies ist bereits der fünfte Fall, in dem Matthias Hegel und Jula Ansorge involviert sind. Gleich zu Beginn wird Matthias mit einem Gegner konfrontiert, der bestens über ihn Bescheid weiß und ihm schaden will. Er und Veith Vries waren einst beste Freunde. Anscheinend hat er noch eine Rechnung mit ihm offen. Veith mutiert zum Psychopathen und jetzt spielt er ein Spiel mit ihm. Dieser Teil hat mich von Anfang an begeistert und durch die Rätsel, die Veith Hegel stellt, wird die Spannung ganz oben gehalten. Hegel und Jula konnten mich schon vom ersten Teil an überzeugen, genauso Elyas und sein Freund Friedrich. Die Story ist sehr gut aufgebaut und der Autor bezieht seine eigenen Erfahrungen aus dem Krankenhaus mit ein.
Fazit: Diese Reihe ist absolut zu empfehlen; sie ist nicht nur spannend, sondern bringt auch das Thema Phonetik und Synästhesie näher. Übrigens, sehr interessante Themen. Auch hier endet es dramatisch und unerwartet und ein kleiner Cliffhanger macht neugierig auf das nächste Buch. So muss Thriller sein: spannend, fesselnd, unerwartet und überzeugend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Meine Rezension zu Charlotte Roth Die Stauffenbergs
Nina lernt Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Alter von 19 Jahren kennen und beide verlieben sich. Claus liebt seine Nina über alles. Er kann mit ihr diskutieren und auch Kritik äußern. Nina ist keine einfache Frau, die sich was vorschreiben lässt. Doch sie vertraut ihm blind und schenkt ihm ihre bedingungslose Liebe. Sie bekommen fünf Kinder, aber der Krieg fordert von beiden ihren Tribut. Claus ist mit dem Regime nicht einverstanden und mit einigen anderen wird er zum Verschwörer und Gegner.
Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen. Zunächst wissen die Stauffenbergs noch nicht, wie sie sich bei dem neuen Regime positionieren sollen. Doch schnell wird ihnen klar, was die neue Regierung vorhat und sie werden zum Gegner. Da Nina ahnt, was auf sie zukommt, lässt sie Claus freie Hand. Sie hoffen und bangen, dass sie sich wiedersehen. Wechselnde Perspektiven erhalten die Spannung und man sympathisiert mit den Hauptcharakteren, die die Autorin sehr überzeugend herübergebracht hat. In erster Linie ist es eine Liebesgeschichte. Das eigentliche Ereignis kommt erst ganz zum Schluss, was aber meinem Lesegenuss nicht schmälerte.
Fazit: Eine sehr schöne Liebesgeschichte mitten im Krieg. Dabei ist sie berührend, traurig und voller Emotionen. Ich war sehr beeindruckt von den starken Persönlichkeiten und ihrem Wirken. Im Vorwort schreibt die Autorin, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt und sie nicht den Anspruch hatte, eine Biografie zuschreiben. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐