Die alleinerziehende Marlene hat es bisher nicht leicht gehabt in ihrem Leben. Nicht nur ihr Ex-Freund Charly ist unzuverlässlich, auch ihre Eltern haben sie groß enttäuscht. Permanent ist der Geldbeutel leer. Dann entdeckt sie für sich und ihren Sohn Stephan Kung-Fu und das Leben erscheint auf einmal leichter.
Dieser humorvolle Roman hat mich von der ersten Zeile an vom Alltag abgelenkt. Marlene ist oft am Ende ihrer Kräfte und trotzdem versucht sie es allen recht zu machen. Der Spagat zwischen Arbeit und Kind ist groß. Ihre Sorgen und ihre Liebe zu ihrem Sohn sind spürbar und nachvollziehbar. Stephan ist ein wenig mollig und mir hat es sehr gefallen, dass dies nicht zum Hauptthema wurde. Alle Charaktere sind authentisch und die Vielfalt hat mir sehr gefallen. Man konnte sich in jeden reinversetzen, aber die Sympathie galt nicht jedem. Es gibt einige lustige Szenen, die mich laut auflachen ließen, aber der Autorin ist es gelungen Ernsthaftigkeit in die Geschichte zu involvieren, dabei aber auch die Liebe nicht außer acht gelassen. Am Ende wurde es noch unerwartet spannend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Fazit: Ein humorvolles Buch, dass sich durch Ernsthaftigkeit auszeichnet und beschreibt, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft, es durchaus auch Lichtblicke geben kann.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Marion Bischoff vorstellen. Ich freue mich, dass du dich auf meinem Blog vorstellst.
Marion Bischoff lebt und arbeitet als Autorin und Referentin im Pfälzerwald und in ihrer Herzensheimat Aschau im Chiemgau.
Neben belletristischen Werken widmet sie sich immer auch pädagogischen Themen, die sie als ausgebildete Pädagogin nach wie vor beschäftigen. Für große Verlage wie Herder, Klett und einige andere verfasst sie regelmäßig Beiträge. Nun hat sie sich entschieden, im Jahr 2022,ein eigenes Magazin unter dem Label „Pädagogik für dich“ auf den Markt zu bringen.
In ihren Romanen widmet sich die Autorin zumeist Geschehnissen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. So entstanden ihre ersten beiden Romane „Heidelbeerkind“ und „Heidelbeerfrau“ aus Berichten von Zeitzeugen, die Marion zu einem fiktiven Stoff verwoben hat. Ganz anders ist es bei ihrem aktuell erschienen Roman „Da, wo du bist…“, in dem sie die Geschichte ihrer Großeltern väterlicherseits aufarbeitet, die zum Teil den Berichten ihrer Großmutter Elisabeth, zum anderen einer intensiven Recherchearbeit im Bundesarchiv, beim DRK und anderen Quellen entspringen. Die Aufarbeitung dieser Erlebnisse ihrer Vorfahren war für Marion eine emotionale Herausforderung, die sicherlich auch Spuren beim Schreiben hinterlassen hat.
Wo wir schon beim Schreiben sind: Marion arbeitet am liebsten in der Natur und schreibt all ihre Geschichten zuerst handschriftlich nieder. Da verwundert es nicht, dass sie ein regelrechter Notizbuch-Junkie ist und immer mehrere neue Notizbücher Zuhause hat. Man weiß nie, welche Idee einem gerade zufällt 😉
Marion liebt den Wald und noch viel mehr die Berge rund um Aschau im Chiemgau. Ihr Kraftort ist die Kampenwand, wo auch das Foto von ihr in diesem Sommer entstand. Übrigens an einem ganz besonderen Ort. Die Gori-Alm unterhalb des Kampenwandmassives ist nämlich Handlungsort ihres nächsten Romans, für den sie derzeit zu Recherchezwecken unterwegs ist.
Neben historischen Stoffen, die sie selbst schreibt, ist Marion auch Herausgeberin der Edition Brücken Bauen im Rhein-Mosel-Verlag, wo die Bücher erscheinen, die bewegen, verbinden und inspirieren. So wurde dort in diesem Jahr DA IST MEHR, NOCH SO VIEL MEHR, ein autobiografischer Roman von Andrea Volkelt, veröffentlicht, in dem die Autorin anderen Menschen Mut macht, die ein ähnliches Schicksal trifft wie sie selbst, denn Andrea und ihr Mann sind nach dem tragischen Unfalltod ihres Sohnes verwaiste Eltern.
Das zweite Buch der Edition Brücken Bauen entstand in Kooperation zwischen Marion Bischoff und Petra Knickenberg. ZWISCHEN DEN ZEILEN wurde mit einem Stipendium gefördert und beinhaltet neben Marions Kurzgeschichten jede Menge metaphysischer Weisheiten von Petra Knickenberg. Deswegen lautet auch der Untertitel dieses Buches „Metaphysik trifft Literatur“ – Ein Handbuch zum Staunen, Bewusstwerden und Anwenden.
Immer wieder widmet Marion sich auch besonderen Kindergeschichten. In diesem Jahr hat sie das Adventskalender-Bilderbuch Lenny und der Surfstern auf den Markt gebracht, das in 24 Kapiteln erzählt, wie wertvoll Traumzauberkräfte sind.
Als Initiatorin der Aschauer Autorenwoche trifft sie sich alljährlich im April mit vielen schreibenden Kolleginnen und Kollegen, zum Austausch, Lernen und zur Inspiration. Dort kommen stets Neuautoren und „alte Hasen“ zusammen und profitieren von- und miteinander in abwechslungsreicher Runde.
Ruhe und Erholung findet Marion bei ihren täglichen Meditationen und beim Kochen. Dabei probiert sie gern neue Rezepte aus und überrascht ihren Mann immer wieder mit neuen Kreationen.
Lesungs- und Seminartermine, neue Veröffentlichungen und viel mehr kannst du auf ihren Homepages entdecken:
Alle bereits veröffentlichten Bücher von Marion findest du hier:
• Danke, kleines Herz (Bilderbuch) • Uups, da bin ich wieder (Bilderbuch) • Lenny und der Surfstern (Adventskalender-Bilderbuch/ NEU) • Simon – der Großmuttereinsatz (Kinderroman ab 8 Jahren) • Heidelbeerkind (historischer Roman) • Heidelbeerfrau (historischer Roman) • Da, wo du bist (historischer Roman/NEU) • Bier mit DIR (Liebesroman) • ZWISCHEN DEN ZEILEN (Handbuch zum Staunen, Bewusstwerden, Anwenden/NEU) Anthologien: • Bankerl-Gschichten • Kampenwand • Genussvolles Aschau • Lichter im Advent • Feierabend Kleinere Projekte: • Josefina und die wundersame Nacht • Florian, die Kampendohle • Nick und die Virokopter • U.v.m.
Vielen Dank für deine interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern. Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter
Helenas Traum war schon immer das Gasthaus in Meersburg in ein Grandhotel zu verwandeln, aber die schlechte Zeit und die leeren Zimmer lassen dies nicht zu. Ihr Vater kommt verwundet aus dem Krieg zurück und gemeinsam mit ihren Schwestern Lilly und Katharina wird kurzerhand aus dem Gasthaus ein Lazarett geschaffen. Dann lernt sie den faszinierenden Maxim kennen und wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Welche Tragweiten sich daraus ergeben und ob ihr Traum doch in Erfüllung geht, müsst ihr unbedingt selbst lesen
Dies ist der Start einer Familiensaga, die in Meersburg am Bodensee spielt. Sehr eindrucksvoll führt uns Maria Nikolai durch dieses wunderschöne Städtchen. Als häufiger Besucher diesen Ortes fand ich mich ausgezeichnet zurecht. Selbst das ehemalige Krankenhaus von Dr. Zimmermann kenne ich. Hier kommt das Leid und Elend des Krieges sehr gut zur Geltung. Die Hilfsbereitschaft, Aufopferung und Erschöpfung, die sich durch die Pflege der Kriegsversehrten ergeben, sind zu spüren. Aber auch der Traum von Helena wird bildlich vor Augen geführt. Sie ist eine starke Persönlichkeit und ihre Vergangenheit birgt ein Geheimnis. Dabei wurden die Emotionen und Tiefe auch der anderen Charaktere vorbildlich gezeichnet. Auch die großartige Recherche, die dahinter steckt, hat mich begeistert. Eine rundum gelungene Geschichte, die mich jetzt schon auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt.
Fazit: Mit einer wunderschönen Kulisse am Bodensee und einer Familiengeschichte, die nicht nur spannend ist, sondern auch Themen wie die Auswirkungen des ersten Weltkrieges beeinhaltet, sowie Romantik aber auch kriminelle Elemente haben mich sehr beeindruckt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an das Bloggerportal und penguinverlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/rezensionen-m-z/
Der Klappentext macht neugierigFreddie Mercury ist tot! Diese Nachricht erschüttert im November 1991 die ganze Welt. Gittas Clique trauert in ihrer Stammkneipe um das Idol. In dieser Nacht lernt Gitta Enno kennen, in den sie sich heftig verliebt. Am Ende des Abends macht Enno dem Freundeskreis einen Vorschlag: Ein Treffen zu Freddies 30. Todestag im Jahr 2021. Bei dem Wiedersehen werden wohlgehütete Geheimnisse enthüllt, die manche Ereignisse der Vergangenheit in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Rena hat von ihrem Vater den Gutshof Körsbärsgard geerbt und ist mit Arvid sehr glücklich. Sie planen mehrere Zimmer an Senioren zu vermieten, um auch eine neue Aufgabe zu haben. Renas Mutter hat mehrere abenteuerliche Senioren in Deutschland überzeugt und sie zum Auswandern nach Schweden bewegt. Nach einem chaotischen Start bewährt sich die Senioren-WG, aber bei den unterschiedlichen Charakteren gibt es immer wieder Überraschungen. Außerdem kreuzt eine geheimnisvolle Frau Renas Weg und im privaten Bereich gibt es viel Neues.
Dies ist der zweite Teil um die Auswanderin Rena. Sie hat sich gut eingelebt und ist glücklicher den je. Obwohl die Senioren manchmal anstrengend sind, möchte sie keinen von ihnen missen. Auch ihrem Vater kommt sie immer näher. Sehr gut ist auch hier wieder der Autorin gelungen, die Umgebung bildlich einzufangen. Sie hat ein Herz für die ältere Generation und zeigt uns, wie sich ein gutes Zusammenleben gestalten kann. Mit viel Herz und Humor führt sie uns durch die Seiten, aber es gibt auch ernste Momente.
Fazit: Auch dieser Teil konnte mich durch starke Charaktere und Humor begeistern. Es hat mir Freude bereitet, wie gut Alt und Jung harmonieren können. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Harald hat meine Rezensionen auf den Punkt gebracht und ich bin richtig stolz und freue mich über seine Meinung. Da mache ich doch alles richtig, nicht wahr? Lest, was er dazu schreibt
😉 Ich hätte es selber nicht treffender darstellen können. 👍 Wie immer eine Rezension, die viel aussagt, aber nicht zu viel verrät. Wer deine Rezensionen liest, versteht, warum gerade du ganz weit oben in der Riege der Bloggerinnen stehst und für Auszeichnungen vorgeschlagen wirst.
Heute erscheint der neue Roman von Autorin Ann Christine Larsen. Das klingt sehr interessant
Outback trifft auf britischen Landadel
Es ist eine Woche vor Weihnachten auf der Moonlight Farm und die Eltern meiner Freundin Charly kommen uns besuchen.Doch schon bei der ersten Begegnung gehen mir die beiden mit ihrer aufgesetzten und arroganten Art so richtig auf die Nerven. Vor allem Agnes, Charlys Mutter, lässt kein gutes Haar an mir. Worte wie: zu primitiv oder nur ein Schafscherer sind gefallen. Der Frau kann ich nichts recht machen. Dazu kommt noch Charlys Schwangerschaft, von der die adeligen Herrschaften alles andere als begeistert sind. Am liebsten würde ich die beiden Spießer in das nächste Flugzeug setzen und zurückschicken. Aber dem nicht genug, auch ein Känguru, ein Minischwein und ein verschwundenes Geschenk sorgen für Unruhe. Kann es dennoch ein besinnliches Weihnachtsfest werden? Gibt es ein Weihnachtswunder?
Eine turbulente, humorvolle Familiengeschichte im australischen Outback, auf einer Farm, zwischen Schafen und einem Minischwein.
Rosalba möchte sich noch weiterentwickeln und beschließt nochmals in die Schweiz zu gehen, um die dortigen Baustile besser kennenzulernen, sehr zum Missfallen ihrer Familie. Sie hat es sich einfacher vorgestellt, aber als Frau hat sie es in dieser Männerdomäne sehr schwer. Rosalba übernimmt wenig später das Bauunternehmen ihres Cousins und viele Steine werden ihr in den Weg gelegt. Nur der Architekt Remo, dem ihre ganze Liebe gilt, lässt sie durchhalten.
Dies ist der zweite Teil der Mandelli-Saga von Ladina Bordoli. Dieses Mal geht es um die Tochter von Aurora und spielt Ende der 70 Jahre. Sie lässt uns am Leben und der Weiterentwicklung von Rosalba teilhaben. Rosalba hat es als Frau in diesem Männerberuf schwer. Wie schon im ersten Teil, indem ihre Mutter Aurora auch mit Vorurteilen zu kämpfen hatte. Sie ist ein starker Charakter und lässt sich nicht entmutigen. Man spürt direkt die Ablehnung der Schweizer für die Gastarbeiter. Die Hoffnung akzeptiert zu werden, gibt Rosalba aber nicht auf. Die Autorin hat auch hier wieder eine sehr bildgewaltige Sprache und lässt uns nicht nur das kleine Tal in der Schweiz vor Augen erscheinen.
Fazit: Eine spannende Familiensaga, in der auch im zweiten Teil wieder die bildhafte Sprache und die Charakterdarstellung sehr gut dargestellt wird. Ich bin gespannt, wie es im dritten Teil weitergeht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Architektin Helene Kaiser – von Freunden und Familie nur Leni genannt – ist jung, hübsch und Single. Als sie bei ihrer Geburtstagsparty auf Johannes trifft, erkennt sie in ihm einen ihrer Ex-Auftraggeber wieder. Der vormals so unsympathische Klotz wohnt jetzt direkt nebenan und ist bei näherer Betrachtung alles andere als unattraktiv. Schon beim ersten Tanz löst sich Lenis Abneigung in Luft auf, immer stärker fühlt sie sich vom wortkargen Nachbarn angezogen. Bis Johannes einem Date zustimmt, sollen Monate vergehen. Doch Leni lässt sich nicht entmutigen, und ihre Beharrlichkeit zahlt sich aus. Als es endlich so weit ist, scheint ihr Glück zum Greifen nah. Wenn es da nicht eine unsichtbare Macht gäbe, die Leni immer wieder Steine in den Weg legt und ihre Liebe auf eine harte Probe stellt …
Die Tiertrainerin Feli hat es sich gerade mit ihrem Hund Doggi gemütlich gemacht, als ein Unglück über sie hereinbricht. Sie lernt kurz darauf die Kräuterfrau Nane kennen und zieht mit ihren Tieren bei ihr auf dem Mehnehof ein. Dabei lernt sie den geheimnisvollen Mister Tausendschön kennen. Was hat es mit ihm auf sich?
Karina Lindner hat hier einen Roman über die Tiertrainerin Feli verfasst. Er spielt im Allgäu und lässt uns den Ausblick auf Schloss Neuschwanstein mitgenießen und hält einen kleinen Einblick zum Bau des Schlosses. Feli und Nane sind mir sehr sympathisch, aber es fehlt mir ein wenig an Tiefe. Auch die Emotionen nach dem Unglück kam zu wenig zum Ausdruck. Der Verlust war für mich nicht richtig zu spüren. Übergangslos ging es gleich auf dem Mehnehof weiter. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte von früher, was den Mehnehof betraf, hat mir gut gefallen.
Fazit: Eine Geschichte, in der Freundschaft und Hilfsbereitschaft eine große Rolle spielen. Auch eine kleine Portion Liebe ist dabei. Ich gehe davon aus, dass man im zweiten Teil mehr Tiefe der Charaktere verspürt. Die Autorin hat auf jeden Fall das Potenzial dazu. Von mir gibt es ⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com