Te Marveld Saskia – Blutwild

Rezension

Anka kämpft immer noch mit den Folgen ihrer Entführung, die vor sechs Jahren stattfand. Sie wurde gefangen gehalten und gequält, konnte jedoch entkommen. Danach legte sie ihren Beruf als Polizistin nieder und wurde selbstständig. Kürzlich erhielt sie eine Nachricht mit GPS-Daten. An diesem Ort entdeckt sie in einer Hütte abgetrennte Körperteile, die sie an ihren früheren Peiniger erinnern. Sie hat das Gefühl, verfolgt zu werden, und es geschehen seltsame Ereignisse. Ist sie erneut in Gefahr, sein Opfer zu werden?

Die Geschichte beginnt ausgesprochen fesselnd mit einem aufregenden Prolog und wechselt geschickt zwischen den Sichtweisen des Verbrechers und Anka. Dieser Perspektivenwechsel erzeugt Spannung. Die Entführung vor 6 Jahren hat nicht nur körperliche, sondern auch seelische Spuren hinterlassen. Als Anka die menschlichen Überreste findet, wird sie erneut in einen traumatischen Albtraum gezogen. Ihre Angst ist berechtigt, denn viele Hinweise deuten darauf hin, dass sie wieder ins Visier des Täters geraten ist. Es gibt zwar einige Rückblicke, aber näheres über ihre damalige Gefangenschaft erfährt man leider nicht.

Fazit: Dies ist eine spannende und fesselnde Geschichte, die unter die Haut geht. Das letzte Drittel empfand ich als etwas übertrieben und unrealistisch. Einige von Ankas Entscheidungen waren für mich schwer verständlich. Trotz dieser kleinen Schwächen habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.

Kohfink Heiko – Voll verrückt Umzugschaoten

Rezension

Maike und Alex erben ein Haus in Tübingen von Großmutter Mimmi, und bei der ersten Besichtigung stellt sich heraus, dass es in einem schlechten Zustand ist. Die beiden beschließen, Renovierungsarbeiten durchzuführen, und bekommen Unterstützung von Freunden. Bei den Arbeiten mit Handwerkern werden sie zudem mit weiteren Überraschungen konfrontiert.

Dieser Roman ist der dritte Teil der Reihe mit dem sympathischen Alex. Auch wenn man ihn unabhängig lesen kann, empfehle ich, die vorangegangenen Bände zu lesen, wenn man von Anfang an mitlachen möchte.
Eine äußerst lustige Szene sorgt gleich zu Beginn für Aufregung. Alex plant, mit Maike ein Liebesschloss anzubringen. Was sich aus dieser Situation entwickelt, solltet ihr selbst lesen. Danach dreht sich alles um die Renovierung des Hauses, die Alex ordentlich ins Schwitzen bringt. Nicht nur die altersschwache Terrasse bietet Stoff für Lacher, auch der erbitterte Kampf gegen Tapetenablösungen nimmt Fahrt auf. Immer wieder passieren Missgeschicke, und als die Tür zum Badezimmer plötzlich klemmt, sieht sich Alex mit einem sehr riskanten Weg konfrontiert.
Neben den zahlreichen Missgeschicken hat Alex auch dieses Mal wieder ein Händchen dafür, in Fettnäpfchen zu treten.

Fazit: Von Anfang an hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Dem Autor gelingt es erneut, humorvolle Szenen brillant zu schildern. Der Schreibstil ist locker, temporeich und die Pointen sind perfekt platziert, sodass man nahezu automatisch lachen muss. Eine köstlich heitere Lektüre, die gute Laune verspricht. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Haller Elias – Der Blutmacher

Rezension

Ein schockierendes Video verbreitet sich rasant, in dem ein Täter seine Opfer live tötet und aus deren Blut sogenannte Kunstwerke schafft. Die Ermittlerin Tara Kronberg vom LKA übernimmt zusammen mit ihrem Partner Gabriel die Ermittlungen, bis sie persönlich betroffen ist und das BKA die Aufklärung übernimmt.

Dies ist der dritte Teil der Serie und gleichzeitig mein absoluter Favorit. Schon zu Beginn wird man sofort gepackt und kann sich nicht mehr losreißen, da man sofort mitten im Geschehen ist.
Der Prolog ist fesselnd und schafft die Grundlage für ein finsteres Katz-und-Maus-Spiel, das sich durch das gesamte Buch zieht.
Der Täter kontaktiert Tara und inszeniert mit ihr ein gefährliches Spiel. Es werden Rätsel hinterlassen, die nur schwer zu lösen sind. Während das BKA die Ermittlungen zunächst leitet, arbeitet Tara eigenständig weiter. Sie beweist ein gutes Gespür und entdeckt Details, die dem BKA entgangen sind. Ihre persönliche Betroffenheit macht sie greifbar und man spürt förmlich, wie nah die Bedrohung ist.
Der Täter geht äußerst brutal vor, was dem Buch eine zusätzliche grausame Intensität verleiht. Dieses Buch ist nicht für schwache Nerven ausgelegt, und genau das macht diesen Thriller so packend. Es gibt keinen Raum für Entspannung, bis das Finale die Spannung endgültig erreicht.

Fazit: Der Blutmacher ist sehr spannend inszeniert, fesselnd und nervenaufreibend. Es ist ein Thriller, der es in sich hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Schumacher Sabine – Freimord

Rezension

Kriminalhauptkommissar Franz Branntwein und sein Team stehen vor einem rätselhaften Verbrechen. Ein Mann hat eine Frau mit in den Tod gerissen. Kurz darauf taucht ein weiterer Fall auf, der zahlreiche Fragen aufwirft. Das gesamte Team wird gefordert, wobei zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen besteht.

Dies war mein erster Roman aus dieser Reihe sowie das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und kann unabhängig voneinander gelesen werden.
Die Taten beschäftigen die Kommissare, und es geht kaum einen Schritt vorwärts. Es gibt spannende Momente, doch der Fokus liegt eindeutig auf dem Ermitteln.
Das Team arbeitet normalerweise gut zusammen, bis auf einige Frotzeleien, die mir persönlich nicht so gut gefallen haben. Das ist jedoch meine persönliche Einschätzung.

Fazit: Die Auflösung ist lange nicht vorhersehbar und auch der Täter dahinter bleibt unklar. Es gibt eine Wendung, die für mich überraschend war. Es handelt sich um einen soliden Regionalkrimi, der in München spielt und auch mit einer gewissen Portion Humor gewürzt ist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Thaufelder Franziska – Warum Karl immer keine Zeit hat

Rezension

Karl verbringt seine Zeit am liebsten im Freien, vergisst dabei jedoch oft die Uhrzeit. Es gibt so viel Aufregendes zu entdecken. Sein Großvater erklärt ihm die Zeitmonster, doch ganz nachvollziehen kann Karl es noch nicht.

Wir begleiten Karl auf seinen Erkundungen in der Natur, auch in der Dunkelheit. Er spürt, wie die Zeit unbemerkt verstreicht, ohne dass er sie aufhalten kann. Karl macht viele Entdeckungen, und meistens reicht seine Zeit dazu nicht aus. Seine Erlebnisse mit den Tieren machen die Geschichte aufregend. Auch die Zeitmonster, über die ich nicht zu viel erzählen möchte, tragen zur Spannung bei. Die Frage „Wo ist die Zeit hingegangen? “ bleibt wie ein roter Faden im Hintergrund und regt zum Nachdenken an, ohne dabei belehrend zu wirken.

Fazit: Das Buch eignet sich sowohl zum eigenen Lesen als auch zum Vorlesen. Es verwendet eine kinderfreundliche und spannende Sprache. Die Illustrationen von Isa Fischer bereichern das Leseerlebnis. Dank der lebendigen Bilder kann man sich Karls Abenteuer noch lebhafter vorstellen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Limar Fiona – Stirb an deinen Lügen

Rezension

Im Maßregelvollzug gibt es einen neuen Fall, der der Psychiaterin Ilka Herzog zugewiesen wird. Bianca Keller steht unter dem Verdacht, einen Mord begangen zu haben. Sie betont jedoch ihre Unschuld und erwähnt immer wieder eine Frau sowie einen Mann mit einem auffälligen Tattoo in Form einer Fledermaus. Währenddessen ist Kriminalkommissar Malte Wächter auf der Suche nach einem Täter, der nachts Frauen in ihren eigenen vier Wänden überfällt.

Die Autorin hat erneut einen fesselnden Psychiatrie-Thriller geschrieben, der mich von der ersten Seite an packte und mit einer cleveren und gut durchdachten Handlung begeisterte.
Besonders spannend ist die Frage, ob Bianca tatsächlich lügt, um einer Bestrafung zu entgehen, oder ob ihre Aussagen der Wahrheit entsprechen. Zunächst glaubt niemand an die Existenz der mysteriösen Frau, die Bianca beschreibt. Doch als Carina ebenfalls von einer Frau und einem Tattoo berichtet, eröffnet sich für Ilka und Malte eine erste Spur.

Fazit: Die Autorin zeigt erneut ihr Talent. Sie verbindet eine packende Erzählung mit einem psychologischen Aspekt, der förmlich unter die Haut geht. Es ist äußerst spannend und beim Lesen vergeht die Zeit wie im Flug. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Teil zu lesen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Teil 1 https://helgasbuecherparadies.com/2024/06/09/limar-fiona-%f0%9f%93%96-stirb-zweimal-schwesterherz/

Teil 2 https://helgasbuecherparadies.com/2024/11/12/limar-fiona-%f0%9f%93%96-engelskaelte/

Teil 3 https://helgasbuecherparadies.com/2025/05/01/limar-fiona-%f0%9f%93%96-blutmondnaechte/

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Haller Elias – Todesstimme

Rezension

Mehrere Selbsttötungen stellen für Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg und ihr Dezernat für extreme Gewaltverbrechen, eine erhebliche Herausforderung dar, da die Umstände äußerst rätselhaft sind. Ein Podcast scheint die Menschen dazu zu bewegen, Selbstmord zu begehen. Nachdem eine 16-Jährige mit seltsamen Abschiedsworten gefunden wird, wird Tara zusammen mit ihrem Team beauftragt, das Dezernat K11 in Leipzig zu unterstützen.

Nach Signalrot ist dies der zweite Fall für Tara Kronberg. Im Mittelpunkt steht ein Podcaster, der Menschen in den Tod treibt. Der Podcast nutzt die Verzweiflung der Menschen.
Der Aufbau mit kurzen Kapiteln sorgt für eine konstant spannende Lektüre. Die kurzen Kapitel halten das Erzähltempo hoch.
Tara Kronberg ist eine starke Persönlichkeit, die sympathisch, glaubwürdig und entschlossen wirkt. Anfangs war es vorgesehen, dass Tara lediglich eine Überwachungsaufgabe beim K11 übernimmt, doch sie gerät immer tiefer in die Serie der Verbrechen hinein.
Die Geschichte wirkt nicht immer vollkommen glaubhaft, bleibt jedoch trotzdem fesselnd.

Fazit: Das Buch bietet eine spannende Handlung mit einem unerwarteten Täter und überraschenden Wendungen. Das Ende weckt die Neugier auf die Fortsetzung und lässt vermuten, dass auf Tara weitere Herausforderungen warten könnten. Die dunkle Atmosphäre ist geprägt von Themen wie Suizid und Depression.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Silber Eva-Maria und Wilczek Kirsten – Der Blutmensch zu Köln

Rezension

Bei einem verheerenden Brand auf einem Gutshof verloren neun Menschen ihr Leben. Erste Ermittlungen zeigen jedoch, dass sie zuvor ermordet wurden. Angeklagt ist die Magd Ida, die kurz zuvor wegen Diebstahls entlassen wurde. Sie soll die Taten mit ihrem Verlobten begangen haben, der aber vermisst wird. Die Redakteurin Mathilde von Tabouillot ist von Idas Unschuld überzeugt und nimmt Kontakt zum Rechtsanwalt Dr. Venedey auf. Unterstützung erhält er von seinem Referendar Bas und dem Gendarm Schäng.

Die Erzählung spielt im Jahr 1847 in Köln, wo Ida sich in einem Strafverfahren befindet. Es fehlen konkrete Beweise, und der Verurteilung liegen lediglich Indizien zugrunde. Die Autorinnen schildern packend, wie schwer es ist, aus dünnen Hinweisen eine belastbare Schuld abzuleiten. Mathilde, Dr. Venedey, Bas und Schäng setzen all ihre Kraft und ihr Wissen ein, um Ida zu entlasten, was sich als schwierige Aufgabe herausstellt.
Der Gerichtsprozess liefert grandiose Schlagabtausche, doch Dr. Venedeys Gegenüber, zeigt sich als äußerst starker Gegner. Sie stehen unter Zeitdruck, was sich immer deutlicher abzeichnet. Die Schilderung der damaligen Verhandlungsmethoden ist äußerst spannend und vermittelt sehr gut, wie damalige Gerichtsverhandlungen durchgeführt wurden.
Besonders imponiert hat mir Mathilde. Sie behauptet sich in einer von Männern dominierten Umgebung und zeigt Mut, Scharfsinn und Entschlossenheit.

Fazit: Es ist ein spannender und fesselnder, sowie informativer Kriminalroman, in dem Fiktion und wahre Begebenheiten mit künstlerischer Freiheit in einer düsteren Geschichte erzählt werden.
Die lebendige Sprache dieses historischen Rechtsdramas ist beeindruckend. Der gelegentliche Dialekt, verleiht dem Buch zwar Authentizität, bereitete mir jedoch etwas Schwierigkeiten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Gebert Anke – Wo du nicht bist

Rezension

Irma Weckmüller lebt zusammen mit ihrer Schwester und unterstützt sie bei einer schweren Entscheidung. Sie lernt den netten Arzt Erich Bragenheim kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie heiraten möchten, steht der Nationalsozialismus dem entgegen, da Erich jüdischer Herkunft ist. Nach Erichs Tod sehnt sich Irma danach, auch nach seinem Ableben eine Eheschließung zu erreichen.

Der Prolog beginnt mit Irmas Suche nach Erich und wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln bis ins Jahr 1952 erzählt. Die Erzählung handelt zunächst von Irma, die sich rührend um ihre Schwester Martha kümmert. Als Irma sich in einen jüdischen Arzt verliebt, wendet sich Martha von ihr ab, und sie sowie Erich sehen sich in ihrem Umfeld mit viel Unverständnis konfrontiert. Die Geschichte beschreibt die vielen Demütigungen, die das Paar erdulden musste, sowie Irmas unerschütterlichen Glauben an die Liebe und ihren Einsatz für Erichs Andenken.
Nach Erichs Tod liegt der Fokus auf Irma. Sie unternimmt alles, um eine Heirat anerkennen zu lassen, obwohl viele Hindernisse ihr im Weg stehen. Ihr großes Leid wird ausführlich dargestellt.
Irma wird als eine sehr starke Frau sichtbar, deren Mut und Ausdauer im Mittelpunkt der Erzählung stehen.

Fazit: Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Die Autorin erweckt die Geschichte mithilfe hinterlassener Dokumente zum Leben und verwandelt sie in einen biografischen Roman, der künstlerische Freiheit mit historischen Tatsachen verbindet. Diese Erzählung ist sehr berührend, bewegend, traurig, doch auch voller Hoffnung. Sie ist eine eindrucksvolle und einfühlsame Hommage an Irmgard Weckmüller und zeigt, was Liebe und Hartnäckigkeit bewirken können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Die Anmerkung zur Gesetzeslage vom 23. Juni 1950, die Verfolgten des Nationalsozialismus die nachträgliche Anerkennung der Rechtsfolgen einer standesamtlichen Ehe zu ermöglichen, macht die Lektüre noch nachvollziehbarer.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.