Vögl Ulrike

Ich freue mich sehr, mich heute in Helgas Bücherparadies vorstellen zu dürfen.
Geboren wurde ich in Augsburg und ich lebe seit meiner Geburt in der wunderschönen Fuggerstadt. Nach dem Abitur habe ich Geschichte und Englisch auf Lehramt studiert und unterrichte diese Fächer seit vielen Jahren an einem Gymnasium. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder.
Schon seit meiner Kindheit lese ich unglaublich gern und viel, und natürlich stellt man sich immer mal wieder vor, selbst zu schreiben. Als mich meine Zwillingsschwester aber fragte, ob ich mir vorstellen könne, mit ihr einen Roman zu schreiben, war ich zunächst skeptisch. Ich wusste ja nicht, ob ich überhaupt Geschichten schreiben kann! Ich ließ mich auf den „Versuch“ ein und stellte schnell fest, dass es mir unheimlich Spaß macht, meine Gedanken auf Papier zu bringen.
Für mich ist das Schreiben fast wie das Lesen, denn ich sehe die Geschichten in beiden Fällen wie in einem Film in meinem Kopf ablaufen. Nur kann ich beim Schreiben selbst beeinflussen, wie die Geschichte weitergeht, und das ist großartig!
Aus dem einem Buch mit meiner Schwester wurde übrigens eine Historienroman-Trilogie, die bei Piper erschienen ist.
Ich schreibe aber auch solo und habe als Setting natürlich mein geliebtes Augsburg gewählt. Mich freut es unheimlich, dass viele LeserInnen mir bestätigen, dass sie den Büchern deutlich anmerken, wie verbunden ich meiner Heimatstadt bin.
Als Genre habe ich mich für Cosy Crimes entschieden, also Krimis, die mit einem Schuss Humor gewürzt und nicht allzu blutig sind. Inzwischen sind bereits drei Bände der Helena Hansen ermittelt-Reihe bei Digital Publishers erschienen. Die Hauptrolle spielen zwei sehr unterschiedliche Kommissarinnen. Franzi ist gebürtige Augsburgerin und spricht auch in dem für hier typischen Dialekt. Sie liebt Pflanzen und Tiere und experimentiert gern mit Kräutern. Ihre Partnerin Helena kommt aus Hamburg und hat anfangs größere Verständnisprobleme. Sie ist sehr ordentlich und will bei ihrem Vorgesetzten den bestmöglichen Eindruck hinterlassen, was mit der unkonventionellen Franzi an ihrer Seite nicht gerade einfach ist …
Bislang sind folgende Bücher von mir erschienen:
Die Donnersberg-Trilogie (Piper):
Keltensonne
Keltenschwur
Keltenherz

Die Helena Hansen ermittelt-Reihe (Digital Publishers):
Nackabatsch mit Todesfolge – ein Augschburg Krimi
Mordsplatschari – noch ein Augschburg Krimi
Net ganz bacha – (noch) ein Augschburg Krimi

Ihr findet mich auf:
Facebook unter Uli Vögl und auf Instagram unter ulrike_voegl_autorin
Ich freue mich immer über Feedback!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter

Stein Ella

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Ella Stein vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Mein Name ist Ella Stein und ich schreibe dramatische, gefühlsbetonte, aber auch humorvolle Romane und Kurzgeschichten. Dabei greife ich Themen auf, die mich persönlich beschäftigen, die medial präsent sind bzw. die mir selbst im (eigenen oder sichtbaren/spürbaren) Umfeld begegnen.

Ich wurde 1985 in Österreich geboren und lebe mit meiner Familie in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Linz. Bevor ich das Hauptaugenmerk auf das Schreiben legte, durchlief ich als gelernte Juristin zahlreiche berufliche Stationen in den Bereichen Bankwesen, Werbung und PR. Nebenbei bin ich als Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig. In meiner Freizeit – haltet euch fest! – lese ich viel, erfreue mich an der wunderschönen Natur rund um meine Heimat und beobachte gern.

Neben der 2-teiligen Romanreihe „Mimis Welt“ erschien vor kurzem das Buch zur Online-Drabble-Serie „Bankzweigstelle West“. Es enthält 52 Hundert-Wort-Geschichten und ebenso viele grandiose Illustrationen von @alexanderfabiansteinberger und ist in limitierter Erstauflage exklusiv auf http://www.bankzweigstellewest.at erhältlich.
Gemeinsam mit Tom U. Behrens engagiere ich mich im Rahmen der Autoreninitiative #1bild2geschichten für herzkranke Kinder.

In meinem aktuellen Roman „Frauenmord in Venberg“ wird der fiktive Ort Venberg zum Schauplatz eines Verbrechens und gleichzeitig zum Synonym für alle Orte der Welt, an denen Frauen und Mädchen Opfer von Gewalt werden. Es werden gesellschaftspolitische Fragen aufgeworfen und zudem die Wertehaltung der Protagonist*innen sowie der Leser*innen auf den Prüfstand gestellt. Denn in die Handlung ist ein spannendes Gedankenexperiment eingebaut.

Nähere Infos zu meinen Projekten findest du auf meinen Instagram-Kanälen und auf https://ella-stein.at

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Resco Maria

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Maria Resco vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Zunächst einen herzlichen Dank an Helga, die mir die Möglichkeit gibt, mich auf ihrem Blog vorzustellen.
Mich haben Erzählungen schon immer fasziniert und zum Ersinnen von Geschichten inspiriert. Irgendwann habe ich angefangen, die vielen Ideen in meinem Kopf zu Papier zu bringen. Da ich eine Vorliebe für Dialoge habe, hatte ich mein Interesse zunächst auf das Verfassen von Drehbüchern gelenkt und hier entsprechenden Schulungen gemacht. Erst später habe ich die Freude am Schreiben von Romanen für mich entdeckt. Allerdings braucht es verdammt viel Glück, einen Verlag zu finden, und das hatte ich nicht. Als es schließlich die Möglichkeit gab, auf recht einfache Art sein Buch selbst herauszubringen, habe ich 2014 meinen ersten Roman, die Romanze „Jeder liebt auf seine Weise“ veröffentlicht.
Inzwischen sind es elf Bücher, die von mir erschienen sind, und vor ein paar Tagen konnte ich unter das zwölfte das Wörtchen ENDE schreiben. 
Ich schreibe gern im Genre Humor, wie meine Vierer-Serie „Urlaub für Anfänger“, die sich großer Beliebtheit erfreut. Ebenso gerne schreibe ich aber auch emotionale Beziehungsgeschichten, die über den ersten Kuss bzw. das Ja-Wort hinausgehen. Ich finde es spannend zu erfahren, wie es mit den Pärchen weitergeht und welche Hürden es zu überwinden gilt.  
Meine Geschichten sind leicht und locker, nicht ohne Tiefgang, immer mit einer Prise Humor und natürlich mit Happyend. Sie entführen den Leser/die Leserin an Schauplätze wie Sylt, Florenz, Paris, an die Côte d’Azur oder in den sonnigen Süden Italiens.
Manchmal werde ich gefragt, woher ich die Ideen nehme. Oft sind es ganz alltägliche kleine Geschehnisse, die ich beobachte oder selbst erlebe und in Gedanken weiterspinne. Daraus entsteht mitunter ein ganzes Buch.
Wer mehr über mich und meine Bücher erfahren möchte, hier der Link zu meiner Webseite:

https://mariaresco.com/
https://www.facebook.com/mariarescoautorin
https://www.instagram.com/maria_resco/

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Bendixen Britta

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Britta Bendixen vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Britta Bendixen wurde 1968 in Flensburg im Zeichen der Leseratte geboren (Aszendent Bücherwurm).
Im „zarten“ Alter von 44 Jahren und nach Mengen an verschlungener Literatur wurde die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte im Mai 2012 unverhofft mit dem Schreibvirus infiziert und hat seither diverse Krimis, unzählige Kurzgeschichten aller Genres sowie regionale Anekdoten veröffentlicht, viele davon im Verlag.
Ihr aktueller Krimi „List und Lüge“ ist bereits der 5. Fall ihrer Kommissare Andresen & Weichert, die in Flensburg ermitteln. Was die Kriminalromane der Autorin auszeichnet, ist die unblutige, humorvolle Schreibweise, gepaart mit Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Spannung.
Da das Schreiben üblicherweise eine recht einsame Tätigkeit ist, gründete Britta Bendixen 2020 die „Autorenwiese“, ein Forum, für alle, die gern schreiben und sich darüber austauschen möchten. Gemeinsam mit einigen der Mitglieder veröffentlichte sie im Jahr 2022 ein Buch mit Urlaubs-Lovestorys („Sommer, Sonne, Schmetterlinge“).
Momentan arbeitet die Autorin an einem weiteren Kurzgeschichtenband, der ausnahmsweise keine Krimis enthalten wird, und zusätzlich – sozusagen zum Ausgleich – schreibt sie am sechsten Fall für ihr Ermittlungsteam.
Für 2023 sind diverse Lesungen im Flensburger Raum geplant.
Außer dem Schreiben hat Britta Bendixen noch andere Hobbys. Sie mag Reisen, Spaziergänge und Radtouren, spielt gern Darts und interessiert sich für das englische Mittelalter. Seit vielen Jahren ist sie zudem großer Fan der Handball-Mannschaft SG Flensburg-Handewitt.
Britta Bendixen ist Mitglied im Krimikartell, bei den Schriftstellern in Schleswig-Holstein e. V. sowie bei der Gruppe 48.
Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit ihrer Familie und drei Katzen in Handewitt bei Flensburg.


Weitere Infos über die Autorin und ihre Bücher, sowie diverse Leseproben findet ihr auf http://www.brittabendixen.de
Link zum Schreibforum „Autorenwiese“: Autorenwiese (xobor.de) (bzw. http://www.autorenwiese.xobor.de )
Weitere Links: https://www.facebook.com/brittabendixenautorin
https://instagram.com/britta_bendixen_autorin?igshid=YmMyMTA2M2Y=


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Sand Marie

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Marie Sand vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Wer mich abends fragt, was ich tagsüber erledigt habe, dem nenne ich die Zeichen. Meist sind es ein paar Tausend, denn Schreiben ist das, was meinem Tag eine Struktur gibt. Ich schreibe aus Laune, im Auftrag, schreibe für Unternehmen, für Wissenschaftler – und am liebsten für meine leise Heldin im Roman.

Im Oktober 2022 erschien mein Debüt „Ein Kind namens Hoffnung“, es handelt von einer Heldin, die in ihrem kleinen Leben Großartiges vollbringt, weil sie ihrem inneren Kompass folgt. Weder Verrat noch Hunger, schon gar nicht Vertreibung halten die deutsche Köchin Elly Berger davon ab, ihre Treue zu einem jüdischen Jungen zu schwören. Was immer geschieht, sie hält daran fest. Auch mein zweiter Roman erzählt eine Heldinnengeschichte von einer himmelschreienden Ungerechtigkeit, die in der Nachkriegszeit ihren Anfang nimmt und bis in die Gegenwart wirkt.

Mir gehen die Schicksale leiser Heldinnen unter die Haut, ich leide und liebe mit ihnen. Übrigens hat dieses Gefühl kein Autor, keine Autorin je packender ausgedrückt als Franz Kafka: „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ Diesen Satz nehme ich mit an den Schreibplatz, gebe ihm einen Rhythmus, den Rhythmus dieser einen Geschichte, die seitenweise wächst und mich bis zum Schlusspunkt in Atem hält.

Und wenn ich nicht schreibe? Komme ich im Alltag wieder an, bin da für meine Familie, für Freunde, halte die Asanas im Yoga durch – oder verschlinge Romane wie andere Schokolade, wobei wir fast wieder beim Schreiben wären …

Mehr auf Instagram und Facebook: https://instagram.com/mariesand_autorin?igshid=YmMyMTA2M2Y=


https://www.facebook.com/profile.php?id=100085194439287


Oder auf: https://www.droemer-knaur.de/hoffnung

Foto ©️ Oliver Look


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Sand Juli

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Juli Sand vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Juli Sand wurde als mittlere von drei Schwestern in Weimar geboren. Der Liebe wegen zog sie nach Hamburg und die Stadt wurde zu ihrer Heimat.
Sie studierte Germanistik, Betriebswirtschaft und die Menschen im Allgemeinen, die sie immer wieder zu neuen Romanideen inspirieren.
Die Faszination fürs Schreiben begleitet Juli Sand schon ihr ganzes Leben. Ihre zahlreichen Reiseerlebnisse lässt sie gern in ihre Bücher einfließen: Ihre Feelgood-Romane spielen an wunderschönen Orten und verbinden Wohlfühl-Atmosphäre mit Ideen zu nachhaltigem Leben. 
Ihr aktueller Roman „Frühstück im kleinen Cottage in Schottland“ ist Band 1 der Bright Blossom Cottage-Reihe, die in einem kleinen Cottage in Schottland spielt. Hier köcheln die Gefühle und die Herzen schlagen höher. „Ein kleines Cottage, Whisky und ganz viel Gefühl. Perfekt, um sich für ein paar gemütliche Lesestunden nach Schottland zu träumen.“ (Carina Schnell, Bestsellerautorin)

Website: http://www.julisand.de
Instagram: @juli_sand_autorin
Facebook: Juli Sand https://m.facebook.com/people/Juli-Sand/100069349495411/
Twitter: @JuliSandAutorin

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
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Scherf H.C.

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor H.C. Scherf vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Interview mit dem Thrillerautor H.C. Scherf

🎤 Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten. Ich möchte Fragen stellen, die etwas abweichen von denen, die Sie vielleicht ständig beantworten müssen.

Ich glaube nicht, dass eine gibt, die ich noch nicht hörte.

🎤 Das eine oder andere Buch habe ich von Ihnen bereits gelesen. Dabei fiel mir auf, dass Sie sich besonders mit den von Ihnen kreierten Figuren abseits des üblichen Rahmens bewegen. Ich vermisse dieses so oft dargestellte Heldentum, mit dem die Figuren ihre Fälle lösen.

Eigentlich ist diese Frage recht einfach zu beantworten. Meine Figuren – und das betrifft sowohl Protagonisten wie auch Antagonisten – sind Menschen wie du und ich. Und sind wir mal ehrlich, wer von uns ist ein wirklicher Held im Alltag? Natürlich müssen die Protagonisten Aufgaben bewältigen, die hier und da außergewöhnlich sind. Doch das muss nicht ständig in einer außergewöhnlichen Mutprobe gipfeln. Ich beobachte gerne Menschen und versuche dabei, ihre Grenzen kennenzulernen. Dabei stelle ich fest, dass sie überwiegend pragmatisch handeln und Fehler produzieren. Beziehen wir das einmal nur auf die Täter. Täten sie das nicht, würde kein Fall gelöst. Also sehe ich meine Hauptaufgabe darin, solche Fehler zu erkennen, sie zu benennen. Das darf natürlich nicht zu plump geschehen, da ansonsten die Leser*innen gelangweilt würden.

🎤 Wenn ich das richtig sehe, fordern Sie die Leser*innen heraus, diese Fehler möglichst selbst zu erkennen.

Das wäre natürlich das Optimum. Doch damit mache ich meine Ermittler brotlos. Eigentlich sollten sie die eigentlichen Helden sein. Doch das sind sie nur in wenigen Fällen. Sie leben mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Schwächen, was sie menschlicher wirken lässt. Sind wir doch einmal ehrlich. Die Kinohelden gibt es in der Realität nicht. Über neunzig Prozent aller Mordtaten z.B. werden in Deutschland aufgeklärt. Das basiert jedoch nicht auf der Tatsache, dass unser Kommissar durch eine Scheibe aus dem 12. Stock auf ein fünfzehn Meter entfernt fahrendes Lkw-Dach springt. Kriminalfälle zu lösen bedeutet irre viel Kleinarbeit in Laboren, Beweismittel am Tatort erkennen, Profiling, Rechtspsychologie und jede Menge Berufserfahrung. Für Heldentum ist da kaum Platz.

🎤 Aber auch Ihre Figuren müssen Aufgaben bewältigen, die speziell sein können. Damit kontakarieren Sie Ihre vorherigen Feststellungen doch.

Da gebe ich Ihnen recht. Doch das Schreiben von Büchern gibt uns Autor*innen auch gewisse Regeln vor. Ein Buch, das die trockene Arbeit der Ermittler beschreiben würde, kauft niemand, da es einem Sachbuch gleichkommen würde. Sie wollen schließlich unterhalten werden. Dazu gehört der Aufbau von Spannung, was besonders den Thriller betrifft. Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass wir die präzise Polizeiarbeit vernachlässigen. Jetzt eine gehörige Portion Dramaturgie einzubauen, ist hier das Zauberwort. Aber auch dabei lasse ich nur in seltenen Fällen Heldentum aufkommen. Meine Ermittler haben stets auch etwas Menschliches: Ich spreche von Angst. Es ist keine Schande, diese zu zeigen und doch den Job zu machen, für den man bezahlt wird.

🎤 Schaffen Sie ganz bewusst den Antihelden?

Das wäre natürlich kontraproduktiv, denn schnell verwechselt man das mit Feigheit. Das wäre fatal, wenn Leser*innen diesen Eindruck gewinnen könnten, obwohl es ein interessanter Ansatz wäre, eine neue Figur zu schaffen. Leser fordern den Helden in gewissen Grenzen ein. Doch gestatte ich meinen Figuren auch den einen oder anderen Lapsus, der wiederum zu Konflikten  führen kann. Und damit kommen wir zum wesentlichen Teil eines Buches. Es lebt von Konflikten. Gäbe es die nicht, würde das Buch unwirklich und langweilig erscheinen.

🎤 Wenn ich Sie richtig verstehe, bewegen Sie sich vorzugsweise in der Realität?

Oh nein. Das ist fast unmöglich. Hier und da muss ich vom geraden Pfad etwas abweichen, um Spannungselemente zu schaffen. Allerdings sollte man als Autor nicht zu sehr in die Welt der Fantastereien abdriften. Lassen Sie mich allerdings etwas erklären. Wenn Sie als Leserin glauben, dass der Autor etwas weit über das Ziel hinausgeschossen ist, darf ich klarstellen, dass die Realität viel schrecklicher sein kann, als das gerade Gelesene. Oft können oder besser gesagt, wollen wir die Realität gar nicht so schildern, wie wir sie bei der Recherche vorfanden. Die Leser*innen haben oft gar keine Vorstellung davon, wie grausam Menschen vorgehen, wenn sie Gewalttaten an Mitmenschen ausüben. Das Böse lebt direkt neben dir – Tür an Tür.

🎤 Jetzt möchten Sie aber verunsichern, oder?

Wieder muss ich verneinen. Damit übertreibe ich nicht im Geringsten. Kaum jemand, außer den Polizeibehörden und vielleicht den Mitarbeitern der forensischen Psychologie, wissen, wozu Menschen wirklich fähig sind. Wir alle besitzen von Geburt an gute und böse Gene in uns. Wie sie sich entwickeln, hängt von vielen Faktoren in unserer Erziehungsphase ab. Geht es in die falsche Richtung, entwickelt sich daraus schlimmstenfalls ein Serien- oder Mehrfachtäter. Die Geschichte zeigt uns immer wieder auf, wozu diese Menschen dann fähig sind. Mich persönlich fasziniert der Werdegang dieser abnormen Menschen sehr, doch weigere ich mich, deren Leben und Taten detailliert darzustellen. Vielleicht ist es auch gut so, dass Leser*innen alle Geschichten, die wir anbieten, als rein fiktiv ansehen. Die Realität wäre um ein Vielfaches Grausamer. Denken Sie z.B. nur an die Geschehnisse um die vielen Kindesmissbräuche, von deren wahren Ausmaße nur die gepeinigten Ermittler und die Täter selbst wissen. Wie ich zuvor schon erwähnte: Wir leben mit dem abgrundtief Bösen Tür an Tür.

🎤 Ich muss zugeben, dass Sie mich jetzt verunsichert haben. Doch kommen wir noch einmal zurück auf die Eingangsfrage. Sie weigern sich, dem gebräuchlichen Klischee des Starken und Schönen bei Ihren Figuren zu folgen? Wie sehen das Ihrer Meinung nach Ihre Leser*innen?

Eine Frage, die sich aus meiner Sicht nur schwer beantworten lässt. Das sollten Ihnen besser die Verbraucher beantworten. Aber für mich gibt es keine Alternative zu dem, was ich bisher schrieb. Die Darstellung des smarten, mit Waschbrettbauch versehenen Supermannes liegt mir nicht. Ebenso verpasse ich den Frauen nur selten das Aussehen eines Topmodels. Viel zu gerne beschreibe ich Figuren, die uns tagtäglich auf der Straße begegnen. Es freut mich, wenn sich meine Leser*innen in den Figuren selbst  wiederfinden können. Oft zaubert es ein Lächeln auf ihr Gesicht. Darin liegt auch der Grund, warum ich z.B. wie ein Voyeur am Nebentisch im Café sitze und alle möglichen Reaktionen der Mitmenschen aufsauge. Das findet sich irgendwann in einem meiner Bücher wieder. Der Bezug zur Realität ist mir sehr wichtig. Doch genau hier liegt die Krux. Wer ein Buch kauft, will sehr oft aussteigen, den Alltag hinter sich lassen und in eine Welt abtauchen, die es eigentlich nicht gibt. Das ist unendlich befreiend, wenn die Traumwelt betreten werden kann. Das kann ich gut nachvollziehen. Doch es ist nicht meine Welt. Und das muss man mir zugestehen, wenn eines meiner Bücher in die Hand genommen wird. Viel zu gerne halte ich uns den Spiegel vor und halte Leser*innen fest in der realen Welt,  wo das Böse mittlerweile die Herrschaft übernommen hat.

🎤 Nun haben Sie aber aktuell einen Roman geschrieben, der sich in einem völlig anderen Genre bewegt. Wie mir scheint, handelt es sich bei „Lockruf der Nordsee“ um ein Liebesdrama. Wie kam es dazu? Schließlich kennt man Sie als Vertreter der harten Schiene.

So verrückt wie es klingt, ist es gar nicht. Verwechseln Sie bitte dieses Buch nicht mit den herkömmlichen Liebesromanen, in denen nur heile Welt verkauft wird. Das ist schon harter Stoff und beschreibt das Schicksal zweier Menschen, die auf unterschiedliche Art und Weise die Tiefen des ehelichen Beisammenseins kennenlernen mussten. Hier zeige ich, dass ein Krimiautor auch in Gefühle machen kann. Die Rezensionen und Reaktionen auf das Buch sind erstaunlich. Man zeigt sich ergriffen, erstaunt, schockiert und betroffen. Spannung ist auch hier reichlich gegeben. Ich zeige meinen Leser*innen, dass niemand an seinem Schicksal verzweifeln muss. Aufgeben ist die falsche Option. Wahre Liebe und echte Freundschaft gibt es auch heute noch. Oft wird es nicht erkannt oder abgelehnt, weil schlechte Erfahrungen dies vorgeben. Ich gebe zu, dass der Roman nichts für Feiglinge ist und für Betroffene eine Triggergefahr besteht. Doch die Betroffenheit, der Hass auf den Antagonisten und das Unverständnis im Handeln der Figuren ist vergessen, wenn die letzte Seite umgeblättert wird. Dieses Buch hallt lange nach. Es gibt Bücher, die gelesen werden und wieder im Regal ein stilles Schicksal fristen. Ich garantiere, dass diese Story lange im Gedächtnis haften bleibt. Und das Bedeutsame an dieser Tasche ist, dass es keine erfundene Geschichte ist, sondern dem realen Leben entnommen wurde. Ich schicke meine Leser*innen auf eine Gefühlsachterbahn.

🎤 Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich lesen möchte, denn auch ich gehöre zu den Menschen, die gerne der Realität entrücken möchte. Dafür ist mein Buch da. Doch hört es sich sehr spannend an und ich werde es versuchen.

Das würde mich freuen, denn ich bin mir sicher, dass dieses Drama Sie mehr beanspruchen wird, als so mancher Thriller. Das reale Leben  kann, ich sagte es vorher bereits, härter sein als erfundene Storys. Sie werden es nicht bereuen.

🎤 Dass Sie das Schreiben nun aufgeben wollen, gaben Sie bekannt. Das ist doch nur ein Bluff, ein Marketingtrick. Oder?

Oh, nein. Das habe ich mir vorgenommen. Aber lasse ich mir ein kleines Türchen offen. Messen und Lesungen finden auch weiterhin statt. Nach vielen Jahren des intensiven Schreibens möchte ich wieder einmal Urlaub machen und ausspannen. Das habe ich mir mit 74 Lebensjahren redlich verdient. Allerdings will ich danach einen Rücktritt vom Rücktritt nicht völlig ausschließen. Wen einmal der Virus befallen hat, wird niemals wirklich davon befreit.

🎤 Genau das wollte ich von Ihnen hören, Herr Scherf. Ich hoffe mit Ihren Lesern auf einen Return. Für heute möchte ich nicht weiter in Sie dringen und bedanke mich für die Zeit, die Sie sich für die Antworten genommen haben.

Immer wieder gerne.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.
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https://www.scherf-autor.de/

Calonego Bernadette

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Bernadette Calonego vorstellen.
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Meine Lieben:

Ich heiße Bernadette Calonego, bin geborene Schweizerin, lebe aber seit über zwanzig Jahren in Kanada. Deshalb schreibe ich Kanada-Krimis, die meist in abgeschiedenen, wilden, rauen Gegenden spielen. Als Journalistin habe ich früher solche Regionen bereist, das tue ich auch heute noch als Autorin. Ich lebe im Winter in der Nähe von Vancouver und im Sommer in einem kleinen Küstendorf in Neufundland, wo mein Partner als Fischer arbeitet.
Meine Krimis sind nicht nur zum Mitfiebern, sondern auch zum Miträtseln. Nicht blutrünstig, aber auch kein Cosy. Früher habe ich Bücher in traditionellen Verlagen (Piper, Ullstein) veröffentlicht, aber seit einigen Jahren bin ich Selfpublisherin, weil ich gern unabhängig bin. Die Heldin meiner populären Krimiserie ist die kanadische Polizeidetektivin Calista Gates. Sie ist gleichzeitig gefühlvoll, intelligent und kämpferisch, besitzt sechs Geschwister in Vancouver, wo sie herkommt, aber sie wurde von ihren Bossen nach Neufundland versetzt.
Da sich meine Leserinnen und Leser für mein Leben in Neufundland und British Columbia interessieren, schreibe ich monatlich einen „Brief aus Kanada“, für den man sich auf meiner Webseite http://www.bernadettecalonego.com anmelden kann.
Ich liebe auch den Austausch mit euch auf Facebook und Instagram. Oder per E-Mail: info@BernadetteCalonego.com
Meldet euch doch, ich schreibe immer zurück.
Schöne Grüße aus Kanada!

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
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Möller Hilde

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Hilde Möller vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Hallo – ich bin Hilde Möller – bin in Stuttgart geboren – doch in Hessen und im Schwarzwald aufgewachsen. Nach dem Gymnasium machte ich erst eine kaufmännische Ausbildung, obgleich mich das doch gar nicht interessierte – ich wollte schreiben, das, nur das war mein sehnlichster Wunsch, seit ich denken konnte.
Doch dann kam noch die Ausbildung zur Hotelfachfrau dazu und die erste Heirat. Mit meinem damaligen Mann leiteten wir ein Hotel in Isfahan/Persien! Was für eine tolle Erfahrung – leider hielt die Ehe nicht. 1958 lernte ich dann meinen zweiten Mann kennen und wieder ging es in die weite Welt – zwei Jahre Ankara/Türkei, dann Brüssel und letztendlich fast 30 Jahre im wunderschönen Madrid in Spanien!
Nur… zum Schreiben kam ich nicht, denn sieben kleine Kinder, geboren in neun Jahren, forderten all meine Aufmerksamkeit. Bis 1996 – als mehr oder weniger alle außer Haus waren und wir, auf meinen besonderen Wunsch hin vor allem wegen der Sprache, wieder nach Deutschland zurückkamen, gab es kein Halten mehr. Neben vielen Reisen in wunderschöne Länder, vor allem nach Israel war es dann so weit, denn dieser Aufenthalt war der Anstoß zu meinem allerersten Buch. Meine Sehnsucht war in Erfüllung gegangen, wenigstens ein einziges Buch wollte ich schreiben, es sind sieben geworden!
Daneben halte ich seit mehr als 25 Jahren Vorträge über klassische Musik und lange Zeit beherrschte ein Teil meiner Freizeit die Fotografie mit Veröffentlichungen meiner Bilder in Bildbänden und auf Ausstellungen.
Aber immer siegte die Lust am Schreiben und ich bin so glücklich darüber, dass 2022 mein siebtes Buch erschienen ist.  Ich scherzte immer, wenn ich betonte, dass meine Bücher meine Kinder ohne Mann seien! Ob es das jetzt war? Ich weiß es nicht, jedenfalls werde ich im letzten Augenblick meines Lebens niemals fragen müssen: „War das  Alles?“
Und das sind meine bisherigen Veröffentlichungen
1. “…den Himmel mit Händen fassen“.
2. „Schatten umarmen“
3. “…und die Zeit stand still“
4. „leben“
5. „Ohne mich geht gar nichts“
5. „Worauf noch warten“
7. „Bis ans Ende des Sommers“

Heute lebe ich in Mainz.

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https://www.hildemoeller.de/%C3%BCber-mich/

Brühl Regine

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Regine Brühl vorstellen.
Vielen Dank,  dass du heute mein Gast bist.

Regine Brühl ist in Niederzissen aufgewachsen und lebt seit 25 Jahren im Höhengebiet von Bad Münstereifel.
Neben dem Schreiben liebt sie es, die Eifel auf Wanderungen zu erkunden. Die Kamera ist dabei immer im Gepäck. Fotografie ist eines ihrer großen Hobbies. 
Musik und Kunst sind weitere Themen, die sie sehr interessieren.
Ihre Bücher haben immer etwas mit der Geschichte zu tun, sie liebt es, in alten Zeiten zu recherchieren und sich schreibend in vergangenen Jahrhunderten zu bewegen.

Fachwerkmord, ein Münstereifelkrimi, war ihr erster Roman.
Der Nachfolgekrimi Das Geheimnis der klingenden Messer wurde kürzlich veröffentlicht.
Den 80er-Jahre- Roman Kreideherz schrieb sie im Duett mit Stephan Falk.
Auch ein Kinderbüchlein „Die Weihnachtsspieluhr“ brachte sie heraus.
Begonnen hat jedoch einige Jahre früher alles mit ihrem E-Mailroman „Wir Wellenreiter“ unter ihrem Pseudonym Carolin Anders.

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
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