Scherf H.C Interview vom 08.01.2021

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen und erfolgreichen Autor H.C. Scherf vorstellen. In diesem Interview werden eure Fragen beantwortet.

Interview mit H.C. Scherf, Thrillerautor

Danke, dass Sie sich zu einem Interview zur Verfügung stellen.
Mich und die Leser interessiert zu Beginn, wie Sie zum Schreiben kamen.

Der Volksmund würde sagen: Wie die Jungfrau zum Kind. Doch ganz so spaßig war es dann doch nicht. Der Job als leitender Angestellter innerhalb eines Zeitungs-Großverlages, der auch Wochenanzeiger herausbringt, verantwortete ich diverse Titel im Kerngebiet des Ruhrreviers. Erst zum Zeitpunkt, als ich in den Ruhestand ging, ereilten mich prägende Schicksalsschläge, die mich in eine sehr tiefe, emotionale Krise katapultierten. Um aus diesem tiefen Tal der Depressionen wieder herauszukommen, griff ich in die Tasten und schrieb mir das Leid von der Seele. Die Therapie schien zu wirken, denn es führte dazu, dass ich in den letzten fünf Jahren insgesamt 25 Bücher und diverse Kurzgeschichten veröffentlichte.

Wenn Sie von Schicksalsschlägen sprechen, denke ich, dass es sich um tragische Geschichten handelt, die aus Ihrer Feder entstanden.

Das trifft nur teilweise zu. Beim Debütroman »Das Glück kennt kein Erbarmen« ging es schon um eine tragische Geschichte zweier vom Schicksal gebeutelter Menschen. Doch verlor sich die Depression zusehends und ich arbeitete mit Themen, die mich schon immer beschäftigten. So schrieb ich z.B. über eheliche Misshandlungen, den Missbrauch von Kindern, die Schuld eines Vaters, der sein Kind verletzte, die Kraft, die in erkrankten Menschen steckt und die Zerstörung der Natur. Alles verpackte ich in spannende Geschichten, damit die Message mit der Story mehr oder weniger aufgenommen wird.

Warum fassen Sie die Themen nicht direkt an und informieren den Leser klar und sachlich?

Da entstehen bei den meisten Menschen natürliche Hürden. Kaum jemand möchte in der Phase des entspannenden Lesens mit solchen Problemen konfrontiert werden. Wir möchten in diesem Moment der Entspannung austreten aus dieser realen Welt und nicht noch mit dererlei Themen konfrontiert werden. Träumen ist angesagt. Zusätzlich entsteht im Kopf ein Verdrängungsprozess, der uns suggeriert: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Konsequenz ist, dass solche Bücher in den Regalen der Büchereien liegenbleiben. Jeder weiß um die Geschehnisse und will doch die Berührung damit vermeiden. Wir vergessen allerdings, dass das unsägliche Übel direkt neben uns in der Nachbarwohnung stattfindet.

Aber Sie erwähnen, dass Sie die Themen doch in Ihren Büchern verarbeiten. Wie darf ich diesen scheinbaren Widerspruch verstehen?

Dabei handelt es sich nur um einen scheinbaren Widerspruch. Wenn ich z.B. den Menschenhandel, den Missbrauch von Kindern oder den Organhandel in einen Thriller einbaue, gebe ich dem Leser eine fiktive Handlung vor, in deren Verlauf ich jedoch viele Fakten und Zahlen aus der Grundthematik unterbringe. Der Leser nimmt diese Fakten zwar auf, sieht dennoch das Geschehen um das eigentliche Thema als erfunden an. Dadurch ist für ihn alles sehr weit weg und weniger belastend. Dennoch habe ich geschafft, dass sich Wissen im Unterbewusstsein ablegt und somit eine Nachhaltigkeit erreichen. Das Buch soll spannend unterhalten, den Leser aber auch nachdenklich bzgl. des Themas zurücklassen.

Eine interessante These, die Sie vertreten. Damit untermauern Sie die Behauptung, dass Lesen bildet.

Das auf jeden Fall. Aber ich möchte das noch auf den jeweiligen Verfasser von Büchern ausweiten. Das Schreiben selbst bildet noch viel stärker. Sie glauben gar nicht, wie sehr allein die Recherche zum Buch dem Autor Wissen vermittelt. Indem wir uns mit dem Plot und den Fakten beschäftigen, nehmen wir ungeheures Wissen auf, über das wir zuvor zumindest nur eingeschränkt verfügten. Ich gebe zu, dass ich vieles, was ich bis heute bzgl. Straftaten erfahren musste, besser gar nicht hätte wissen wollen.

Das bringt mich zu einer anderen Frage. Sie schrieben zu Beginn unter Ihrem Klarnamen Harald Schmidt. Was trieb Sie dazu, das Pseudonym H.C. Scherf anzunehmen und plötzlich ausschließlich Thriller zu schreiben?

Versuchen Sie einmal, dem Leser zu vermitteln, dass allein Sie sich hinter dem Namen verbergen und nicht der durch TV bekannte Promi. Stets fand ich in Online-Buchhandlungen die Bücher des namensgleichen Kabarettisten in meiner Sammlung. Auch bei den Inhalten vermuteten die Leser einen komplett anderen Inhalt. Das war einer der Gründe, warum ich zum Pseudonym wechselte. Aber auch das neue Genre erforderte einen Wechsel des Namens. Der Klarname hätte keinesfalls zum Thema Thriller gepasst. In der Folge suchte ich nach einem Pseudonym, was zusätzlich noch die Frage offenhielt, welchem Geschlecht der Autor zuzuordnen war!!

Sicher war die Entscheidung nicht unbegründet, wie Ihre ansteigende Bekanntheitskurve beweist. Doch sehen wir, dass Sie nicht als Verlagsautor schreiben. Was bewegt Sie dazu, als Selbstverleger, als Selfpublisher zu schreiben?

In den Augen vieler Leser*innen wird der Selfpublisher selbst heute noch als B-Autor angesehen, dem es scheinbar nicht gelungen ist, einen Verlag zu finden. Seine Klasse reichte wohl nicht aus, um einen allwissenden Verlagslektor begeistern zu können. So viel zu Vorurteilen. Ich gebe zu, dass ich mich nie bemüht habe. Dafür gibt es vielerlei Gründe. Einer dürfte sicherlich sein, dass ich (so würde es Bruce Willis wohl salopp bezeichnen) »für den Scheiß einfach zu alt bin«. Welcher Verlag, der wirtschaftlich denken und kalkulieren muss, nimmt einen 72jährigen noch unter Vertrag? Aber viel wichtiger war und ist mir die Selbstständigkeit mit der ich eigene Entscheidungen zum Text, zur Aufmachung, zur Vermarktung treffen darf. Sehen wir das Ganze doch einmal pragmatisch. Wie viele Autoren gibt es, die vom Schreiben leben können? Wie viele Autoren gibt es, die von ihren Verlagen wirklich auflagensteigernd gepuscht werden? Hier sieht man stets nur die Fitzeks und Folletts. Die meisten von ihnen laufen nur als schmückendes Beiwerk zu den ganz Großen der Branchen in den Verlagen. Oft müssen sie ihre Marketingaktivitäten noch selbst erledigen, da der Verlag kaum weiter in sie investieren möchte, nachdem schon Cover-Herstellung, Lektorat und Korrektorat Geld verschlungen hat. Aber der Hauptgrund liegt bei mir darin, dass ich MEINEN Schreibstil gefunden habe, den ich mir von keinem Lektorat im Wesentlichen verändern lassen möchte. Nur so finde ich mich unverfälscht in meinen Büchern wieder. Es sind und bleiben meine Träume und Gedanken.

Danke für die Brücke, die Sie mir zur nächsten Frage bauen. Befürchten Sie nicht, von den Lesern als, sagen wir einmal, »krank« angesehen zu werden, weil Sie sich mit perfiden, manchmal abstoßenden Mordgeschichten beschäftigen?

Gestatten Sie mir ein Lächeln. Das werde ich oft bei Lesungen gefragt. Das brachte mich dazu, die Zuhörer schon zu Beginn der Veranstaltung darüber aufzuklären. Wir Thriller-Autoren besitzen die Fähigkeit, schlimmste Verbrechen aus einer gesunden Distanz betrachten und beschreiben zu können, obwohl wir uns gedanklich mitten im Geschehen bewegen. Für uns ist das Geschehen absolut fiktiv, was uns die Möglichkeit gibt, eine saubere Trennung herbeizuführen. Je nach Beschreibungs-Intensität versinkt dagegen der Leser in der Handlung, wird quasi unaufhaltsam hineingezogen. Das lässt sich seitens des Autors geschickt variieren. Je nach Schreibweise kann das schon sehr heftig werden. Aus diesem Grund recherchiere ich die jeweiligen Örtlichkeiten sehr intensiv. Wenn der Leser Angst verspürt, den Ort des Verbrechens, den Täter oder die Furcht des Opfers nachvollziehen kann, hat das Buch seinen Zweck erfüllt und einen Level erreicht, der es einmalig macht. Die letzte Seite umzublättern, muss einen tiefen Seufzer des Bedauerns hervorrufen. Am Ende muss der Gang in den Keller oder in den bisher gewohnten, friedlichen Wald für einen gewissen Zeitraum Angst erzeugen.

Zum Schluss muss ich noch eine Frage loswerden. Sie sind bekannt für Ihre oftmals extremen Recherchemethoden. Was treibt Sie in diese hier und da ungewöhnlichen Vorhaben?

So ungewöhnlich sind die eigentlich gar nicht. Die meisten meiner Autorenkollegen und -kolleginnen tun das in abgewandelter Form. Das gehört dazu. Eine Recherche in den Tiefen des Internets ist an mancher Stelle sicher notwendig, kann aber einer Vor-Ort-Recherche niemals gleichkommen. Es gibt bei mir eine Regel, die ich fast zu 100% befolge. Die Orte, an denen meine Figuren wandeln, habe ich zumeist selbst zuvor besucht. Dazu gehören der nächtliche Friedhof, der Lost-Place-Bereich, der modrige Keller, die Gefängniszelle oder das Restaurant auf Borneo, sowie vieles mehr. Ich selbst muss die Angst gespürt haben, die meine Opfer später erleiden. Ich selbst muss die Wege durch einsame Keller gegangen sein, muss das Essen auf Bali genossen haben – nur dann kann ich dem Leser das Gefühl der alles einnehmenden Furcht vermitteln, oder die Gewürze des Essens förmlich riechen lassen. Nichts ersetzt das Original. Schon aus diesem Grund setze ich mich mit den Rettungskräften der Feuerwehr und Ärzten zusammen. Ich will wissen, wie und was sie fühlen, wenn sie in Einsätzen dem Schrecklichsten begegnen: dem Tod. Außerdem pflege ich regelmäßigen Kontakt zu einem Freund, der selbst einmal eine Mordkommission leitete. Dr. Manfred Lukaschewski ist mir stets eine Stütze, wenn es heißt, den Leichenfund und die anschließende Analyse authentisch zu beschreiben. In überschaubarem Rahmen Hintergrundwissen aus der Rechtsmedizin zu vermitteln, kann dem Leser eine gewisse Schreibkompetenz vermitteln, was ich als sehr wichtig erachte.

Ich hätte noch einen Riesenberg an Fragen, doch haben wir das Wichtigste schon erfahren dürfen. Ich hoffe, dass wir noch viele spannende Thriller aus Ihrer Feder lesen dürfen. Danke für die ehrlichen und ausführlichen Antworten.

Wer noch mehr über den Autor H.C. Scherf und seine aktuellen Projekte/Thriller-Reihen lesen möchte, kann das auf seiner Autorenseite unter https://www.scherf-autor.de tun.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter
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Scherf H.C 📖 Der Tod kommt auf Bestellung

Meine #Rezension zu

H.C. Scherf Der Tod kommt auf Bestellung

Frau Schöning hat einen neue Niere bekommen und möchte sich bei der Spenderin bedanken. Dies ist alles andere als einfach. Ihr Mann sucht nach ihr und läuft Gefahr einer organisierten Bande ins Handwerk zu pfuschen.
Gordon Rabe und sein Team haben es derweil mit einer unbekannten Toten zu tun. Bei ihren Recherchen stoßen sie auf einen organisierten Organhandel.
Gleichzeitig erhält Rabe Drohbriefe. Er ahnt, dass die Russenmafia dahintersteckt.
Wird es ihm gelingen, den Fall aufzuklären und gleichzeitig seine Familie zu schützen?

Dies ist der 5. Fall mit Gordon Rabe. Er knüpft direkt an das Vorgängerbuch an. Es ist zwar in sich abgeschlossen, hier würde ich aber empfehlen, den 4. Teil vorher zu lesen.
Gewohnt spannend führt uns der Autor durch die Zeilen und hält diese bis zum Schluss.
Diesmal widmet sich H.C. Scherf dem Thema Organhandel, Russenmafia und Menschenhandel. Hier zeigt sich auch wieder die hervorragende Recherche, die der Autor jedem seiner Bücher zukommen lässt.
Gordon und seine Familie werden auch wieder sehr gut dargestellt. Man leidet und ist voller Angst mit ihnen.
Auch privat erfährt man mehr über Leonie und Mia.
Voller Spannung und actiongeladene Szenen mit einem flüssigen Schreibstil, lassen es keine Minute langweilig werden

Fazit: ein erstklassiger Thriller mit einem sehr ernsten Thema, das einen nachdenklich zurücklässt. Das Motiv Rache, das äußerst gut dargestellt wird, lassen dieses Buch zu einem ausgesprochen guten Lesegenuss werden.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen findet ihr unter
Band 1
https://helgasbuecherparadies.com/2020/04/25/scherf-h-c-der-tod-hinter-der-luege/
Band 2
https://helgasbuecherparadies.com/2020/07/11/scherf-h-c-der-tod-im-doppelpack/
Band 3
https://helgasbuecherparadies.com/2020/09/22/scherf-h-c-der-tod-spielt-falsch/
Band 4
https://helgasbuecherparadies.com/2020/11/13/scherf-h-c-%f0%9f%93%96-der-tod-kennt-dein-geheimnis/
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Josefsdotter Lotta 📖 Liebe mit Zimt und Schweden

Meine #Rezension zu

Lotta Josefsdotter
Liebe mit Zimt und Schweden

Ein Brief des Nachlassverwalters flattert ins Haus und birgt für Rena allerlei Überraschungen.
Bisher lebte sie glücklich und zufrieden in der Souterrain Wohnung ihrer Eltern. Sie macht sich auf den Weg nach Schweden um ihr Erbe anzutreten.
Statt einer Villa erwartet sie ein Haus in einem desolaten Zustand. Mit Energie macht sie sich an die Aufräum- und Renovierungsarbeiten.
Dies ist einfacher gesagt als getan. Viele Schwierigkeiten tauchen auf, aber sie begegnet auch sehr hilfsbereiten Menschen.
Nimmt sie die Herausforderung an und wird sie die Renovierungsarbeiten meistern? Kann sie sich in Schweden einleben?

Was für ein schönen und humorvollen Roman hat hier Lotte Josefsdotter unter einem Pseudonym geschrieben.
Von Anfang an ist man mitten im Geschehen und nimmt teil an den Herausforderungen Renas. Auch wenn ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.
Sie wird ausgesprochen gut dargestellt, ist sympathisch und authentisch, ebenso die anderen Mitwirkenden.
Nicht nur einmal schlich sich ein Lächeln in mein Gesicht.
Der Schreibstil ist so bildlich, dass alles äußerst detailliert vor Augen erscheint.
Eine zauberhafte Geschichte, die uns Schweden näher bringt. Das Cover ist sehr gut gestaltet und absolut passend zur Geschichte. Selbst kleinste Details wurde im Cover dargestellt.

Fazit: ein witziger, humorvoller Roman mit sehr ausdrucksvollen Charakteren machen dies zu einem besonderen Leseerlebnis.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Herrmann Jutta Maria 📖 Böse bist du

Autorin – Jutta Maria Herrmann

BÖSE BIST DU

Vor 15 Jahren wurde ein junges Mädchen Zeugin einer schrecklichen Bluttat.
Sie überlebt schwer verletzt und kann sich nur lückenhaft an die Geschehnisse erinnern.
Im Alltag findet sie sich schlecht zurecht und wittert überall Gefahren. Sie sieht in vielen einen der vermeintlichen Täter.
In der Stadt trifft sie ihre ehemalige Schulfreundin und glaubt in deren Mann den Verbrecher zu erkennen.
Die Ereignisse überschlagen sich und sie trifft folgenschwere Entscheidungen.
Was dann passiert, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Jutta Maria Herrmann versteht es, einen von Anfang an in Bann zu ziehen und eine Hochspannung zu erzeugen.
Sie spielt mit dem Leser Katz und Maus und verwirrt einen.
Was ist Wirklichkeit, was Schein?

Sie führt einen immer wieder auf eine neue Spur. Es gibt jedes Mal neue Wendungen und Ereignisse, sodass es bis zum Ende spannend bleibt.
Das Buch spielt in zwei Zeitzonen.
In Rückblicken wird nach und auf die Geschehnisse von damals genommen, aber auch auf das heutige Zeitgeschehen.
Das Ende hat noch einige Überraschungen parat.
Ein wirklicher Psychothriller, der unter die Haut geht.
Das Cover ist sehr gut gelungen und passt ausgesprochen gut zur Geschichte.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
💥💥💥💥💥

Herrmann Jutta Maria 📖 Wähle den Tod

Rezension -unbezahlte Werbung

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an Jutta Maria Herrmann

Wähle den Tod

Jana hat zwei Kinder und einen liebevollen Mann und trotzdem geht sie eine Affäre mit Henry ein.
Ihrem Mann werden kompromittierende Fotos zugesandt und ihre Tochter chattet im Internet mit einem Unbekannten.
Eines Morgens findet sie im Garten ihren Hund schwer verletzt vor, der in ihrem Armen stirbt.
Als sie Henry tot auffindet und ihre Tochter vermisst wird, beschleicht Jana ein Gefühl , dass ihre Vergangenheit sie einholt.
Ihr Leben ist auf Lügen aufgebaut. Wer übt Rache an ihr? Welches Geheimnis verbirgt sie?

Jutta Maria Herrmann hat hier einen von Anfang an spannungsgeladenen Thriller geschaffen, der einen in Atem hält. Das Tempo nimmt immer mehr zu und endet in einem fulminanten Showdown.

Die Geschichte ist so konstruiert, dass man das Ende nicht vorhersehen kann.

Die Sprache lebhaft und bildlich. Man ist mitten im Geschehen. Die Charaktere sind nicht oberflächlich, sondern gut ausgearbeitet, identisch und sympathisch.

Das Buch liest sich flüssig und kurze Kapitel runden das ganze harmonisch ab.

Sie versteht es einen zu unterhalten und gleichzeitig zur fesseln. Das Buch hat mich sprachlos zurückgelassen.

⭐⭐⭐⭐⭐

Schiller B.C. 📖 Böses Geheimnis

BC Schiller Böses Geheimnis

Levi Kant ist durch einen Schusswechsel verletzt worden und arbeitet jetzt als Dozent an der Uni, als ihn die Nachricht ereilt, dass Bewegung in den Fall Lisa Manz kommt.

Vor 5 Jahren wurde sie tot aufgefunden und Levi Kant, damals ermittelnder Kommissar, konnte den Mörder nicht fassen.

Jonathan, der in Behandlung bei der Psychiaterin Olivia Hoffmann ist, offenbart sich ihr, dass er Lisa gesehen hat und ihren Rucksack fand.

Kurz darauf wird Olivia Zeuge, als jemand in die Tiefe stürzt. Da sie einen Schatten gesehen hat, geht sie von Mord aus.

Am Tatort trifft sie auf Levi und sie ermitteln gemeinsam. Dabei kommen sie einem geheimen Archiv in der Klinik auf die Spur.Ein Video taucht auf. Finden sich dort Akten über Lisa? Die Ermittlungen werden blockiert. Wer hat seine Finger im Spiel?

Dies ist der erste Teil über Levi Kant. Ein sehr sympathischer Ermittler mit einer Vergangenheit, die in die Kriegsjahre führen. Olivia hat mit einem schweren Verlust zu kämpfen, gleichzeitig muss sie sich um ihren dementen Vater kümmern, der früher auch in dieser Klinik gearbeitet hat und sich in seinen lichten Momenten an Lisa erinnert.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und emotional dargestellt, allen voran Lev Kants Großmutter in den Kriegsjahren.

Die Spannung ist von Anfang an hoch und zieht sich durch die gesamte Geschichte und endet in einem unerwarteten Showdown.

Der Schreibstil ist locker und lässt sich flüssig lesen.

Ein offenes Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Lechtenbörger Axel 📖 Gretchen

Meine #Rezension zu

Axel Lechtenbörger Gretchen

Ben Weise hat vor Jahren einen Bestseller im Bereich Horror geschrieben und möchte an seinen Erfolg anknüpfen. Leider leidet er unter einer Schreibblockade.
Auf dem Bühnenboden macht er eine Entdeckung. Dies inspiriert ihn zum weiteren Schreiben.
Ab diesem Moment verwischt sich die Realität mit seinen Träumen.
Was ist hier real?

Axel Lechenbörger hat hier eine Novelle im Bereich Horror/Thriller verfasst.
Ben erscheint immer wieder ein Mädchen in seinen Träumen und er fragt sich, was es damit auf sich hat.
Auch als Leser fragte ich mich, was ist denn jetzt Wirklichkeit.
Das Buch fängt mit dem Prolog sehr spannend an und erst am Schluss kommt die Auflösung.

Allerdings hat mich einiges verwirrt, da ich die Gedankengänge nicht immer nachvollziehen konnte.
Was aber letztendlich wirklich geschah, erfährt man erst ganz zum Schluss und das macht das Buch spannend.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen findet ihr unter

https://helgasbuecherparadies.com/2020/01/10/axel-lechtenboerger-schlafe-mein-kindbevor-du-stirbst/

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Schwikardi Astrid 📖 Animus

Meine #Rezension zu

Astrid Schwikardi Animus

Eine Frauenleiche wird aus einem See geborgen, aber so richtig kann sich Kriminalkommissar Mark Birkholz nicht damit beschäftigen, denn gleichzeitig ist sein Chef verschwunden. Er begibt sich auf die Suche nach ihm und dabei stoßen er und seine Kollegen auf einen Fall, der 12 Jahre zurückliegt.
Die vermisste Emily wurde bis heute nicht gefunden und auch ein Teil der dazugehörigen Akte fehlt.
Der Täter plant allerdings schon die nächste Tat.
Was geschah damals und hängt das mit dem aktuellen Fund zusammen? Können sie den Täter aufspüren und eine weitere Tat verhindern?

Dies ist nach Uterus der zweite Kölner Krimi aus der Feder von Astrid Schwikardi. Man kann sie unabhängig voneinander lesen.
Die Autorin versteht es Spannung zu erzeugen und diese bis zum Schluss aufrechtzuhalten. Schon der Einstieg ins Buch war an Spannung kaum zu überbieten. Diese steigt von Kapitel zu Kapitel.
Verschiedene Handlungsstränge führen uns durch das Buch und nach und nach erfährt man, was sich damals zugetragen hat.
Kurze Kapitel und der bildliche Schreibstil lassen einen nur so durch die Zeilen fliegen.
Die Charaktere sind sehr aussagekräftig und jeder hat so seine Ecken und Kanten. Sie sind authentisch und lebendig.
Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Fazit: ein spannungsgeladener Krimi, gut durchdacht und besticht durch detaillierte Beschreibungen und aussagekräftigen Charakteren.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Neujahrswünsche

❤❤Ich möchte heute Danke sagen❤❤

Danke, dass ihr mir folgt
Danke, dass euch meine Beiträge gefallen, ihr sie kommentiert und sie liked
Danke, dass ihr mir auch nach Gewinnspielen treu bleibt
Danke an die Autoren, die mir ihr Vertrauen schenken und mir ihre Bücher anvertrauen.

Für mich war es wieder ein aufregendes und spannendes Lesejahr. Ich habe viele neue Autoren kennengelernt.

Ich wünsche euch allen ein glückliches,gesundes und vor allem gutes Neues Jahr.

Alle eure Wünsche sollen in Erfüllung gehen und bleibt vor allem gesund

Herzlichst Helgas Bücherparadies
Wir sehen und lesen uns nächstes Jahr wieder. Ich freue mich auf euch