
Rezension
Anna sieht im Supermarkt Katrin und dieses Wiedersehen nimmt einen dramatischen Verlauf. Beide Frauen stammen aus der DDR und haben die schmerzhaften Erfahrungen des damaligen Regimes durchlebt. Ein Beweis dafür befindet sich in einem Schließfach, und jemand tut alles, um zu verhindern, dass dieser ans Licht kommt. Der Tod einer der beiden Frauen ist für die Kommissare Lara Kraft und Martin Weber zunächst ein Rätsel.
Zwei Frauen begegnen sich und es wird nach und nach sichtbar, was sie in der Zeit der Stasi durchstehen mussten. Die allgegenwärtige Angst, ständige Bedrohungen und das Gefühl, jederzeit beobachtet zu werden, ziehen sich durch die Geschichte. Vertrauen existiert kaum und das macht das Buch so beklemmend.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Anna und Katrin geschildert, was mich tief berührt hat.
Gleichzeitig tragen die Ermittlungen der Kommissare zur Spannung bei. Sie verfolgen unterschiedliche Spuren. Nichts wirkt übertrieben. Im Gegenteil, es wird deutlich, dass die Wirklichkeit oft noch schlimmer war. Die Erzählung macht ebenfalls klar, dass die Aufarbeitung dieser Zeit bis heute nicht abgeschlossen ist.
Fazit: Das Buch ist durchgehend spannend und zugleich sehr bewegend. Die Schicksale gehen unter die Haut und lassen mich nicht los. Es ist erschreckend, was Menschen damals erleben mussten und wie tief diese Erfahrungen bis in die Gegenwart hinein wirken.
Es handelt sich um einen packenden und realitätsnahen Roman, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.