Schwiecker Florian – Code Null

Rezension

Navigationssysteme fallen für kurze Momente aus, ohne dass es den meisten Menschen auffällt. Doch die junge Hackerin Charly ahnt, dass mehr dahintersteckt, und entdeckt, dass Cyberterroristen mit dem Namen Timeout die EU erpressen. Sie hat schon vor längerer Zeit eine KI entwickelt, die dabei helfen soll, die Situation zu bewältigen. Es scheint, als würde eine mächtige Person die Fäden ziehen, und Charlie wird zur Gejagten.

Wow, was für ein fesselnder  Cyberthriller. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt und verfolgte die dramatischen Ereignisse mit großer Anspannung. Die Vorstellung, dass sich eine künstliche Intelligenz der menschlichen Kontrolle entziehen könnte, wirkt erschreckend realistisch.
Die Bedrohung durch Timeout ist enorm, denn nicht nur digitale Systeme sind bedroht, sondern auch die gesamte Infrastruktur, die Energieversorgung und die Finanzmärkte. Auch die möglichen Folgen sind alarmierend. Dadurch entsteht ein hoher Spannungsbogen, der sich durch das gesamte Buch zieht.
Besonders beeindruckt hat mich Charlie. Sie ist clever, mutig und schlagfertig, hat aber auch ihre verletzlichen Seiten. Dadurch wirkt sie sehr authentisch. Mit KIM hat sie eine außergewöhnliche KI erschaffen, die eine wichtige Rolle bei der Suche nach einer Lösung spielt.
Dem Autor gelingt es, komplexe technische Zusammenhänge verständlich zu erklären, sodass ich der Handlung problemlos folgen konnte.

Mein Fazit: Dies ist ein packender und beunruhigend realistischer Cyberthriller über Machtmissbrauch, Erpressung und die Gefahren künstlicher Intelligenz. Die Geschichte sorgt nicht nur für Nervenkitzel, sondern hinterlässt auch ein mulmiges Gefühl, weil vieles davon durchaus denkbar erscheint. Ein hochspannender Thriller, der für Gänsehaut sorgt und den ich sehr gerne gelesen habe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Cors Benjamin – Nebelbeute

Rezension

Mila Weiss begibt sich in die Berge, um endlich ihren Widersacher Johannes Toblach zu finden. Kaum angekommen, wird eine furchtbar verstümmelte Leiche entdeckt. Kurz danach ist Mila verschwunden. Jakob Krogh und die Gruppe 4 machen sich große Sorgen und reisen umgehend an, um nach ihr zu suchen. Hierbei stoßen sie auf einen Serienmörder, der anscheinend willkürlich agiert. Ist Mila in Gefahr?

Dies ist der dritte Band über die Sonderermittler der Gruppe 4. Obwohl ich bislang nur Krähentage gelesen hatte, hatte ich keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Die wichtigsten Hintergründe werden geschickt eingefügt, sodass ich der Handlung gut folgen konnte.
Mila erhält Hinweise, dass sich Toblach in den Bergen verbirgt, und begibt sich allein dorthin. Sie spürt, wie nah er ihr tatsächlich ist. Parallel dazu sorgt der Fund einer Leiche für zusätzliche Spannung. Dennoch hält Mila weiter an ihrer Tarnung fest, obwohl die Situation zunehmend gefährlicher wird. Als sie plötzlich nicht mehr erreichbar ist, beginnt für die Gruppe 4 ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Erzählung erfolgt zunächst aus Milas Sichtweise und wechselt später auch zu Jakobs Perspektive. Besonders gut gelungen fand ich die Stimmung in den schneebedeckten Bergen.
Die Spannung ist von der ersten Seite an spürbar und steigert sich kontinuierlich. Kaum glaubt man, die Richtung der Ereignisse zu kennen, gibt es bereits die nächste Überraschung. Vor allem die große Wendung im späteren Verlauf hat mich völlig unvorbereitet getroffen.

Mein Fazit: Dies ist ein packender Thriller mit einer dichten Atmosphäre, hohem Tempo und einer raffinierten Wendung, die mich überrascht hat, und genau das macht für mich einen Thriller besonders stark.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Dtv Verlag herzlich bedanke.

Seibt Caroline – Weil sie lügt

Rezension

Annas Schwester Juli wird seit längerer Zeit vermisst, was sowohl für sie als auch für ihren kleinen Bruder eine große Belastung darstellt. Ihr Vater steht unter Verdacht, mit dem Verschwinden in Verbindung zu stehen, und ist im Gefängnis. Ihre Mutter ist von Traurigkeit überwältigt und kaum ansprechbar. Eines Tages klopft die Polizei an die Tür und bringt eine neue Spur, aber gleichzeitig geht das Drama weiter.

Bereits der Prolog machte mich neugierig auf das, was noch kommen würde. Hier geht es um Anna, die verzweifelt nach ihrer verschwundenen Schwester sucht. Gleichzeitig trägt sie eine enorme Verantwortung für ihren jüngeren Bruder, da ihre Mutter aufgrund ihrer Depression kaum in der Lage ist, den Alltag zu bewältigen. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie glaubwürdig Annas Sorgen und Ängste dargestellt werden. Zudem hat sie immer wieder mit den Vorurteilen und dem Misstrauen ihrer Mitmenschen zu kämpfen.
Auf der anderen Seite steht die Kommissarin Katharina, die bereits beachtliche Ermittlungserfolge vorweisen kann. Als sich neue Hinweise ergeben, verfolgt sie diese mit großer Entschlossenheit und Hartnäckigkeit. Dies sorgt für ein hohes Spannungsniveau.
Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert und gehofft, dass Anna ihre Schwester lebend findet.

Fazit: Ein außergewöhnlicher Pageturner, der mich mit einer packenden Handlung, interessanten Charakteren und Spannung überzeugt hat. Mehrere überraschende Wendungen haben mich völlig auf dem falschen Fuß erwischt und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Großartiges Kino und beste Unterhaltung. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Roesler- Kleint Alfred Pfefferminzhimmel

Buchvorstellung

Ostberlin in den achtziger Jahren. Eigentlich sucht Charlotte nur einen Unterschlupf, um ungestört mit ihrem Freund aus Westberlin zu schlafen. Abhauen und nach drüben gehen kommt für sie nicht infrage. Ihre Exitstrategie sieht anders aus. Charlotte will nicht alt werden, höchstens dreißig. Live fast, love hard, die young. Bloß nicht fest binden. Schon gar nicht an einen, der seinem gewesenen Glück nachhängt. Doch ausgerechnet bei so einem ist ein Zimmer frei. Pfefferminzhimmel ist eine Reise in ein verschwundenes Land. Keine schwermütige Abrechnung, sondern eine Liebesgeschichte, die sich nur dort und dann zutragen konnte, wo Freiheit die Freiheit der Gefühle war und alles anders kam als man dachte.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Eulenspiegel Verlagsgruppe herzlich bedanke.

Rima Silja – Schließfach 1974

Rezension

Anna sieht im Supermarkt Katrin und dieses Wiedersehen nimmt einen dramatischen Verlauf. Beide Frauen stammen aus der DDR und haben die schmerzhaften Erfahrungen des damaligen Regimes durchlebt. Ein Beweis dafür befindet sich in einem Schließfach, und jemand tut alles, um zu verhindern, dass dieser ans Licht kommt. Der Tod einer der beiden Frauen ist für die Kommissare Lara Kraft und Martin Weber zunächst ein Rätsel.

Zwei Frauen begegnen sich und es wird nach und nach sichtbar, was sie in der Zeit der Stasi durchstehen mussten. Die allgegenwärtige Angst, ständige Bedrohungen und das Gefühl, jederzeit beobachtet zu werden, ziehen sich durch die Geschichte. Vertrauen existiert kaum und das macht das Buch so beklemmend.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Anna und Katrin geschildert, was mich tief berührt hat.
Gleichzeitig tragen die Ermittlungen der Kommissare zur Spannung bei. Sie verfolgen unterschiedliche Spuren. Nichts wirkt übertrieben. Im Gegenteil, es wird deutlich, dass die Wirklichkeit oft noch schlimmer war. Die Erzählung macht ebenfalls klar, dass die Aufarbeitung dieser Zeit bis heute nicht abgeschlossen ist.

Fazit: Das Buch ist durchgehend spannend und zugleich sehr bewegend. Die Schicksale gehen unter die Haut und lassen mich nicht los. Es ist erschreckend, was Menschen damals erleben mussten und wie tief diese Erfahrungen bis in die Gegenwart hinein wirken.
Es handelt sich um einen packenden und realitätsnahen Roman, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Rima Silja Schließfach 1974

Buchvorstellung

Anna und Katrin – geboren in der DDR: zwei Frauen, deren Schicksale grundverschieden sind und sich doch ähneln.
Seit ihrer ersten Begegnung 1977 sind sie durch ein schmerzhaftes Geflecht aus Schuld und Ohnmacht verbunden. Jahrzehnte später begegnen sie sich in Düsseldorf zufällig wieder.
Dieses Wiedersehen setzt eine Lawine in Gang, die nach all der Zeit das Leben einiger Menschen noch einmal dramatisch verändert. Denn eine der beiden Frauen wird wenig später leblos aufgefunden.
Bei der Aufklärung des Todesfalls gelangen Informationen ans Licht, die auf verstörende Machenschaften der Staatssicherheit hindeuten – Unrecht, das für immer im Dunkeln bleiben sollte.
Der einzige Beweis: eine achtunddreißig Jahre alte Krankenhausakte.
Im Düsseldorf der Gegenwart prallen die Rätsel von heute auf die Geheimnisse von gestern.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Winter Florence Die Gezeitentöchter

Buchvorstellung

Um ihre Schwestern zu schützen, setzte sie alles auf Spiel

Die 32-jährige Emma Miller hat sich ihren Traum erfüllt: Vom Geld ihres ersten Bestsellers kauft sie sich ein altes Herrenhaus auf einer schottischen Insel. Das Haus war bis vor Kurzem in Familienbesitz und ist ziemlich heruntergekommen. Emma stürzt sich begeistert in die Renovierung, bis sie auf eine eingemauerte Leiche stößt.

Die Polizei stellt fest, dass es sich um einen Toten handelt, der vor etwa 200 Jahren starb. Doch obwohl es wahrscheinlich ein Gewaltverbrechen war, ermittelt sie nicht weiter. Emmas Neugier ist hingegen geweckt, und sie nimmt Kontakt zum letzten Bloomsbury auf, den gutaussehenden Anwalt Joey.

Zusammen tauchen sie immer tiefer in die tragische Familiengeschichte ein und kommen dem Geheimnis einer mutigen jungen Frau auf die Spur. Einer Frau, die das Glück ihrer Familie über ihr eigenes stellte.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Stranzl Nicole – Waldgeheimnis

Rezension

Der Mord an einem Geschäftsmann stellt die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler zunächst vor ein Rätsel. Dann gelingt dem Serienmörder Nikolas Novak die Flucht aus dem Gefängnis, und möglicherweise ist nun Alina in Gefahr, da sie ihn in der Vergangenheit überführt hat.

Der Autorin gelingt es mit dem zweiten Fall für die Grazer LKA-Beamten, von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Es geht nicht nur um den Ermordeten, sondern auch um einen äußerst gefährlichen Psychopathen, der aus der Haft entkommen ist und sein künstlerisches Werk vollenden möchte.
Mehrere Handlungstränge gibt es, die anfangs nicht wie Teile eines Ganzen erscheinen. Genau das macht die Geschichte so packend, die später in einem mitreißenden Finale zusammengeführt werden. Auch das Privatleben der Ermittler wird beleuchtet. Dabei empfinde ich Alina und Alex nicht unbedingt als sympathisch.

Fazit: Der Kriminalroman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel und das Finale bietet einen unerwarteten Showdown. Das Ende weckt die Neugier auf eine Fortsetzung. Kurz gesagt: spannend, fesselnd, beklemmend, stimmungsvoll, aufwühlend.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Gmeiner Verlag herzlich bedanke.

Poznanski Ursula – Signal

Rezension

Viola hat bei einem dramatischen Ereignis ihr Bein verloren, und ihr Ehemann Adam zeigt sich zunächst sehr fürsorglich. Er stellt eine Betreuerin ein, die ihr jedoch nicht zusagt. Allmählich fühlt sie sich in ihrer Eigenständigkeit eingeschränkt, und viele wichtige Sachen sind plötzlich für sie nicht mehr erreichbar. Adam verändert sich zunehmend, und Violas Vertrauen in ihn schwindet, weshalb sie beschließt, etwas zu unternehmen.

Die Geschichte beginnt dramatisch und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Da Viola keine Hilfe von ihrem Mann erhält, übernimmt sie selbst die Kontrolle. Anstatt sie zu unterstützen, hält Adam sie eher im Haus fest und bezweifelt ihre Fähigkeiten. Sie nutzt äußerst einfallsreiche Methoden, um herauszufinden, was Adam wirklich plant. Hier wird sichtbar, wie viel Cleverness, Mut, Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen in Viola stecken. Diese Eigenschaften machen sie mir sehr sympathisch. Später stellt sich heraus, dass Viola ebenfalls ein Geheimnis hütet, das mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein unglaublich fesselnder und packender Pageturner, den ich nicht weglegen konnte. Ich habe mitgefiebert, was Viola als Nächstes plant, und musste manchmal schmunzeln über ihre cleveren Ideen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. So sollte ein Thriller sein: spannend, fesselnd und mit einer großartigen Handlung im Hintergrund.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.