Roesler- Kleint Alfred Pfefferminzhimmel

Buchvorstellung

Ostberlin in den achtziger Jahren. Eigentlich sucht Charlotte nur einen Unterschlupf, um ungestört mit ihrem Freund aus Westberlin zu schlafen. Abhauen und nach drüben gehen kommt für sie nicht infrage. Ihre Exitstrategie sieht anders aus. Charlotte will nicht alt werden, höchstens dreißig. Live fast, love hard, die young. Bloß nicht fest binden. Schon gar nicht an einen, der seinem gewesenen Glück nachhängt. Doch ausgerechnet bei so einem ist ein Zimmer frei. Pfefferminzhimmel ist eine Reise in ein verschwundenes Land. Keine schwermütige Abrechnung, sondern eine Liebesgeschichte, die sich nur dort und dann zutragen konnte, wo Freiheit die Freiheit der Gefühle war und alles anders kam als man dachte.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Eulenspiegel Verlagsgruppe herzlich bedanke.

Rima Silja – Schließfach 1974

Rezension

Anna sieht im Supermarkt Katrin und dieses Wiedersehen nimmt einen dramatischen Verlauf. Beide Frauen stammen aus der DDR und haben die schmerzhaften Erfahrungen des damaligen Regimes durchlebt. Ein Beweis dafür befindet sich in einem Schließfach, und jemand tut alles, um zu verhindern, dass dieser ans Licht kommt. Der Tod einer der beiden Frauen ist für die Kommissare Lara Kraft und Martin Weber zunächst ein Rätsel.

Zwei Frauen begegnen sich und es wird nach und nach sichtbar, was sie in der Zeit der Stasi durchstehen mussten. Die allgegenwärtige Angst, ständige Bedrohungen und das Gefühl, jederzeit beobachtet zu werden, ziehen sich durch die Geschichte. Vertrauen existiert kaum und das macht das Buch so beklemmend.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Anna und Katrin geschildert, was mich tief berührt hat.
Gleichzeitig tragen die Ermittlungen der Kommissare zur Spannung bei. Sie verfolgen unterschiedliche Spuren. Nichts wirkt übertrieben. Im Gegenteil, es wird deutlich, dass die Wirklichkeit oft noch schlimmer war. Die Erzählung macht ebenfalls klar, dass die Aufarbeitung dieser Zeit bis heute nicht abgeschlossen ist.

Fazit: Das Buch ist durchgehend spannend und zugleich sehr bewegend. Die Schicksale gehen unter die Haut und lassen mich nicht los. Es ist erschreckend, was Menschen damals erleben mussten und wie tief diese Erfahrungen bis in die Gegenwart hinein wirken.
Es handelt sich um einen packenden und realitätsnahen Roman, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Rima Silja Schließfach 1974

Buchvorstellung

Anna und Katrin – geboren in der DDR: zwei Frauen, deren Schicksale grundverschieden sind und sich doch ähneln.
Seit ihrer ersten Begegnung 1977 sind sie durch ein schmerzhaftes Geflecht aus Schuld und Ohnmacht verbunden. Jahrzehnte später begegnen sie sich in Düsseldorf zufällig wieder.
Dieses Wiedersehen setzt eine Lawine in Gang, die nach all der Zeit das Leben einiger Menschen noch einmal dramatisch verändert. Denn eine der beiden Frauen wird wenig später leblos aufgefunden.
Bei der Aufklärung des Todesfalls gelangen Informationen ans Licht, die auf verstörende Machenschaften der Staatssicherheit hindeuten – Unrecht, das für immer im Dunkeln bleiben sollte.
Der einzige Beweis: eine achtunddreißig Jahre alte Krankenhausakte.
Im Düsseldorf der Gegenwart prallen die Rätsel von heute auf die Geheimnisse von gestern.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Winter Florence Die Gezeitentöchter

Buchvorstellung

Um ihre Schwestern zu schützen, setzte sie alles auf Spiel

Die 32-jährige Emma Miller hat sich ihren Traum erfüllt: Vom Geld ihres ersten Bestsellers kauft sie sich ein altes Herrenhaus auf einer schottischen Insel. Das Haus war bis vor Kurzem in Familienbesitz und ist ziemlich heruntergekommen. Emma stürzt sich begeistert in die Renovierung, bis sie auf eine eingemauerte Leiche stößt.

Die Polizei stellt fest, dass es sich um einen Toten handelt, der vor etwa 200 Jahren starb. Doch obwohl es wahrscheinlich ein Gewaltverbrechen war, ermittelt sie nicht weiter. Emmas Neugier ist hingegen geweckt, und sie nimmt Kontakt zum letzten Bloomsbury auf, den gutaussehenden Anwalt Joey.

Zusammen tauchen sie immer tiefer in die tragische Familiengeschichte ein und kommen dem Geheimnis einer mutigen jungen Frau auf die Spur. Einer Frau, die das Glück ihrer Familie über ihr eigenes stellte.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Stranzl Nicole – Waldgeheimnis

Rezension

Der Mord an einem Geschäftsmann stellt die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler zunächst vor ein Rätsel. Dann gelingt dem Serienmörder Nikolas Novak die Flucht aus dem Gefängnis, und möglicherweise ist nun Alina in Gefahr, da sie ihn in der Vergangenheit überführt hat.

Der Autorin gelingt es mit dem zweiten Fall für die Grazer LKA-Beamten, von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Es geht nicht nur um den Ermordeten, sondern auch um einen äußerst gefährlichen Psychopathen, der aus der Haft entkommen ist und sein künstlerisches Werk vollenden möchte.
Mehrere Handlungstränge gibt es, die anfangs nicht wie Teile eines Ganzen erscheinen. Genau das macht die Geschichte so packend, die später in einem mitreißenden Finale zusammengeführt werden. Auch das Privatleben der Ermittler wird beleuchtet. Dabei empfinde ich Alina und Alex nicht unbedingt als sympathisch.

Fazit: Der Kriminalroman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel und das Finale bietet einen unerwarteten Showdown. Das Ende weckt die Neugier auf eine Fortsetzung. Kurz gesagt: spannend, fesselnd, beklemmend, stimmungsvoll, aufwühlend.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Gmeiner Verlag herzlich bedanke.

Poznanski Ursula – Signal

Rezension

Viola hat bei einem dramatischen Ereignis ihr Bein verloren, und ihr Ehemann Adam zeigt sich zunächst sehr fürsorglich. Er stellt eine Betreuerin ein, die ihr jedoch nicht zusagt. Allmählich fühlt sie sich in ihrer Eigenständigkeit eingeschränkt, und viele wichtige Sachen sind plötzlich für sie nicht mehr erreichbar. Adam verändert sich zunehmend, und Violas Vertrauen in ihn schwindet, weshalb sie beschließt, etwas zu unternehmen.

Die Geschichte beginnt dramatisch und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Da Viola keine Hilfe von ihrem Mann erhält, übernimmt sie selbst die Kontrolle. Anstatt sie zu unterstützen, hält Adam sie eher im Haus fest und bezweifelt ihre Fähigkeiten. Sie nutzt äußerst einfallsreiche Methoden, um herauszufinden, was Adam wirklich plant. Hier wird sichtbar, wie viel Cleverness, Mut, Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen in Viola stecken. Diese Eigenschaften machen sie mir sehr sympathisch. Später stellt sich heraus, dass Viola ebenfalls ein Geheimnis hütet, das mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein unglaublich fesselnder und packender Pageturner, den ich nicht weglegen konnte. Ich habe mitgefiebert, was Viola als Nächstes plant, und musste manchmal schmunzeln über ihre cleveren Ideen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. So sollte ein Thriller sein: spannend, fesselnd und mit einer großartigen Handlung im Hintergrund.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

Westerkamp Stina – Sturmmeer

Rezension

Ella ist in Jan verliebt, und er lädt sie zu einem Segelausflug ein. Doch plötzlich ist Jan verschwunden, und Ella merkt, dass das Boot nicht mehr steuerbar ist und ein Sturm sich zusammenbraut. Ihr Vater erhält ein Erpresserschreiben, und die Frage stellt sich: Warum wurde Ella entführt? Die Zeit drängt, denn sie benötigt dringend ihre Medikamente.

Die Autorin schafft es, bereits im Prolog die Spannung dieses Thrillers deutlich spürbar zu machen. Wir begleiten Ella, die hilflos im offenen Meer treibt, während ein Sturm am Horizont drohend näherkommt. Ihr Vater und ihre Schwester sind auf der Suche nach ihr. Lange bleibt unklar, warum Ella entführt wurde, was die Spannung weiter erhöht. Ellas Angst ist greifbar, und der Schmerz, den ihre Familie empfindet, im Ungewissen zu sein, ist nachvollziehbar. Ich fühlte mit Ella mit.
Die Spannung steigt durch die bedrohliche Wucht der Natur und den Mangel an Medikamenten.
Auch scheint es, dass jeder in der Familie ein Geheimnis hat.

Fazit: Der Thriller präsentiert eine ausgesprochen gut gestaltete Erzählung, die durch starke Charaktere und eine bedrohliche Stimmung überzeugt. Wer maritime Abenteuer und Nervenkitzel schätzt, ist hier genau am richtigen Ort. Ich wurde bestens unterhalten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.

Weiteres Buch der Autorin https://helgasbuecherparadies.com/2025/01/16/westerkamp-stina-%f0%9f%93%96-nachtflut/

Finlay Alex – Good Night Pretty Girl

Rezension

Vier Mädchen wurden in der Silvesternacht 1999 in einer Videothek überfallen, und nur eine von ihnen überlebte. Fünfzehn Jahre später sorgt ein neues Verbrechen in der kleinen Stadt für Aufregung. Auch hier gibt es eine Überlebende, und der Täter flüstert ihr dieselben Worte ins Ohr: Gute Nacht, du hübsches Ding. Im ersten Fall gab es einen Verdächtigen, der jedoch flüchten konnte. FBI-Agentin Sarah Keller übernimmt die Ermittlungen.

Schon zu Beginn ist der Thriller packend. Der Fall von damals wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, und die Überlebende Ella steckt plötzlich wieder mitten in einem Albtraum.  Nach und nach erfährt man mehr, auch über andere Charaktere wie Chris. Sein Schicksal hat mich berührt, ebenso wie das der Opfer des Überfalls.
Von Anfang an stellte ich mir die Frage, ob der Täter von früher wieder zugeschlagen hat und was ihn antreibt. Die Verbindung zwischen den Ereignissen hat mich letztendlich sprachlos gemacht. Die düsteren Geheimnisse der Vergangenheit werden schrittweise enthüllt, ohne dass die Spannung darunter leidet.
Chris, Ella und Keller sind hervorragend gestaltete Charaktere.

Fazit: Der Thriller hat mich voll und ganz überzeugt. Pure Spannung und eine fesselnde Erzählung, die meine Erwartungen übertroffen hat. Dem Autor gelingt es, eine packende Kombination aus Vergangenheit und Gegenwart zu kreieren. Ein Buch, das genau meinem Geschmack entspricht.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Silber Eva-Maria und Wilczek Kirsten – Der Blutmensch zu Köln

Rezension

Bei einem verheerenden Brand auf einem Gutshof verloren neun Menschen ihr Leben. Erste Ermittlungen zeigen jedoch, dass sie zuvor ermordet wurden. Angeklagt ist die Magd Ida, die kurz zuvor wegen Diebstahls entlassen wurde. Sie soll die Taten mit ihrem Verlobten begangen haben, der aber vermisst wird. Die Redakteurin Mathilde von Tabouillot ist von Idas Unschuld überzeugt und nimmt Kontakt zum Rechtsanwalt Dr. Venedey auf. Unterstützung erhält er von seinem Referendar Bas und dem Gendarm Schäng.

Die Erzählung spielt im Jahr 1847 in Köln, wo Ida sich in einem Strafverfahren befindet. Es fehlen konkrete Beweise, und der Verurteilung liegen lediglich Indizien zugrunde. Die Autorinnen schildern packend, wie schwer es ist, aus dünnen Hinweisen eine belastbare Schuld abzuleiten. Mathilde, Dr. Venedey, Bas und Schäng setzen all ihre Kraft und ihr Wissen ein, um Ida zu entlasten, was sich als schwierige Aufgabe herausstellt.
Der Gerichtsprozess liefert grandiose Schlagabtausche, doch Dr. Venedeys Gegenüber, zeigt sich als äußerst starker Gegner. Sie stehen unter Zeitdruck, was sich immer deutlicher abzeichnet. Die Schilderung der damaligen Verhandlungsmethoden ist äußerst spannend und vermittelt sehr gut, wie damalige Gerichtsverhandlungen durchgeführt wurden.
Besonders imponiert hat mir Mathilde. Sie behauptet sich in einer von Männern dominierten Umgebung und zeigt Mut, Scharfsinn und Entschlossenheit.

Fazit: Es ist ein spannender und fesselnder, sowie informativer Kriminalroman, in dem Fiktion und wahre Begebenheiten mit künstlerischer Freiheit in einer düsteren Geschichte erzählt werden.
Die lebendige Sprache dieses historischen Rechtsdramas ist beeindruckend. Der gelegentliche Dialekt, verleiht dem Buch zwar Authentizität, bereitete mir jedoch etwas Schwierigkeiten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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