Rikl Claudia

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Claudia Rikl vorstellen.

Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Ich bin in einer kleinen Stadt mit einem weltberühmten Dom aufgewachsen, in Naumburg an der Saale. Wir lebten in einem alten Stadthaus, das einen wunderbaren Dachboden voller Schätze hatte: alte Möbel, Bücher, und Tagebücher. Ich liebte es, dort nach Geschichten aus der Vergangenheit zu suchen. Wer waren meine Vorfahren, wie lebten, dachten, fühlten die? Und ich habe meine Oma, die auch in dem Haus lebte, oft angebettelt: Oma, erzähl mir von früher.
Natürlich hatte ich auch noch eine zweite Oma, aber die erzählte nie. Der hatte es die Sprache verschlagen, zumindest was ihr Schicksal nach dem zweiten Weltkrieg betraf, da wurde sie nämlich aus ihrer geliebten Heimat im Riesengebirge vertrieben. Die Urkatastrophe im Leben meiner Mutter, die damals eineinhalb Jahr alt war.
Ich glaube fast, dass ich mich deshalb immer schon für die Vergangenheit interessiert habe: Weil ich die Leerstellen in meiner eigenen Geschichte füllen wollte. Trotzdem habe ich erstmal Jura studiert und dann erst Geschichte und Literaturwissenschaft. Danach begann ich zu schreiben.
Meine Kriminalromane (Das Ende des Schweigens, 2018/ Der stumme Bruder, 2019) und mein Familienroman Wellenkinder, Ullstein 2023 (als Liv Marie Bahrow) erzählen vom Leben in der DDR und wie lang die Schatten einer Diktatur sind. Danach habe ich angefangen, in meiner eigenen Familiengeschichte zu graben- und natürlich entstand dabei ein Roman, er heißt Elbland. Meine Hauptfigur Nina ist mir sehr ähnlich, auch sie hat eine Mutter, die als Kind ihre Heimat verloren hat und die nie darüber sprach. Deshalb liebe ich diese Geschichte ganz besonders, und bin glücklich, dass sie ab dem 12.03.2026 draußen in der Welt ist!
Copyright: Foto Rechtnitz

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

http://www.claudia-rikl.de

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