Kommissarin Henrietta Winter alias Henry ist erst kurze Zeit wieder im Polizeidienst. Nachdem sie ihre schwedische Heimat verlassen hat, muss sie sich erst wieder an Deutschland gewöhnen. Doch dafür bleibt keine Zeit. Der Fund einer Frauenleiche am Neckarufer erschüttert die schwäbische Universitätsstadt Tübingen. Gemeinsam mit ihren Kollegen Faber und Schätzle begibt sich Henry auf die Jagd nach dem Mörder. Als wenig später eine weitere Leiche aus dem Fluss gezogen wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wer ist dieser Mensch, der offensichtlich einen Hass auf junge Frauen hat? Welche Gemeinsamkeiten hatten die beiden Opfer? Auf unkonventionelle Art versucht Henry, den Fall zu lösen, doch sie ahnt nicht, dass sie sich bei ihren Ermittlungen selbst in Gefahr begibt …
Drei junge Frauen. Ein Schwur. Wie stark ist eine Freundschaft?
Sie glaubten, die Welt stünde ihnen offen: Die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe werden mit Beginn der NS-Zeit mit der Schule fertig. Im malerischen Tal der Eifel, in dem sie zu Hause sind, muss die Jüdin Margot bald um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten. Käthe wird zur überzeugten Nationalsozialistin. Die Halbwaise Elli muss sich entscheiden: Wählt sie die Liebe oder folgt sie ihrem Gewissen?
Mike Müller ist Privatdetektiv und soll im Auftrag der Rektorin Constanze Matthäus ihren Ehemann überwachen. Sie glaubt, dass Steffen ihr untreu ist. Er soll herausfinden, wer die Geliebte ihres Mannes ist. Wenig später kontaktiert Steffen Mike und bittet ihn, seine Geliebte zu finden, die plötzlich spurlos verschwunden ist. Mike nimmt auch diesen Auftrag an und möchte herausfinden, ob eventuell Constanze hinter dem Verschwinden der Geliebten stecken könnte.
Dies ist bereits der dritte Teil der Mike-Müller-Reihe, aber ich bin sehr gut in das Buch eingestiegen, auch wenn ich die anderen noch nicht gelesen habe. Spannend ist es von Anfang an, denn während einer Observation kommt es in Bochum zu einer Schießerei mit der Kriminalpolizei, bei der mehrere Menschen sterben. Dann verfolgen wir Mikes Ermittlungen und ich verstand lange Zeit nicht, was das mit Kriminalfällen zu tun hatte. Mike hat eine Vermutung bezüglich des Verschwindens der Geliebten von Steffen Matthäus. Seiner Meinung nach hat die Geliebte einen speziellen Auftrag auszuführen. Was aber wirklich dahintersteckt, hat unglaubliche Ausmaße, auch für Mike, der zwischen die Fronten gerät. Mike ist ein sympathischer Charakter und mir gefiel seine Herangehensweise.
Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es einen hohen Unterhaltungswert hat. Es ist zudem spannend und die Geschichte selbst nimmt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und mich fast bis zum Schluss mit rätseln ließen. Die Kapitelüberschriften sind Songs, die passend dazu ausgesucht wurden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Wandern, den Kopf frei bekommen. Eine raue, noch unberührte Landschaft auf sich wirken lassen. Nicht groß vorausplanen. Abenteuer fühlen. All das schwebte Simon und Maggie vor, als sie zu zweit mit dem Wohnmobil Richtung Bayerischer Wald aufbrachen. Doch als die beiden auf einer einsamen Straße durch den Tann ein Tier anfahren, nimmt ihr Urlaub plötzlich eine unheilvolle Wendung. Simon und Maggie melden den Unfall in der nächsten Ortschaft. Von den Bewohnern des Dorfes werden sie misstrauisch beäugt. Eine Bedrohung liegt in der Luft, die schon bald darauf greifbar wird. Denn als Simon in Begleitung von zwei örtlichen Polizisten an die Unfallstelle zurückkehrt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Alles deutet daraufhin, dass er diesen Ort so schnell nicht wieder verlassen wird. Und dann verschwindet auch noch Maggie spurlos …
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Alexa Linell vorstellen. Es freut mich, dass Du heute mein Gast bist.
„Vielen Dank für die Vorstellung, liebe Helga.
Ich schreibe unter dem Pseudonym Alexa Linell Thriller und Krimis, bin in Hamburg geboren, dort und in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Nach einem Abstecher in die Rechtsmedizin und zwei juristischen Staatsexamen lebe und arbeite ich nun im Norden Deutschlands.
Mit vierzehn Jahren wurde ich zur Vielleserin und begann mit dem Schreiben. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man zunächst kurze Texte schreiben soll, aber ich hatte nur eine Romanidee. Außerdem erinnerten mich Kurzgeschichten an den ungeliebten Deutschunterricht in der Schule.
Also begann ich mit fünfzehn Jahren meinen ersten Roman und verschickte ihn drei Jahre später an diverse Verlage. Von den Absagen ließ ich mich nicht entmutigen und schrieb mit teils langen Pausen neben zwei juristischen Staatsexamen und verschiedenen Berufstätigkeiten weiter.
Irgendwann traf ich eine Mörderische Schwester, wurde Mitglied im gleichnamigen Verein und konnte zwei Kurzkrimis in den „Tatort Nord“-Anthologien bei der HarperCollins Verlagsgesellschaft unterbringen. Zum Glück gefiel der Lektorin mein Thriller „Projekt 22“ so gut, dass der Roman im Juli 2023 bei HarperCollins erschien.
Buchvorstellung Arno Strobel Mörderfinder Stimme der Angst
Auf einer Beerdigung steht Fallanalytiker Max Bischoff plötzlich einer Frau gegenüber, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Und Max gibt sich noch immer die Schuld daran.
Die Begegnung lässt ihm keine Ruhe, und er spricht die Unbekannte an. Sie ist ebenso erstaunt wie er, es gibt keine Verbindung zu Jennifer.
Obwohl Max mit aller Macht versucht, das Vergangene ruhen zu lassen, gelingt es ihm nicht. Es ist alles wieder da, das alte Trauma, die inneren Dämonen.
Nie wieder wird ein Mensch seinetwegen sterben. Das hat er sich geschworen. Und doch scheint sich genau das zu wiederholen. Denn nur kurze Zeit später verschwindet jemand aus seinem Umfeld. Und Max wird zurückkatapultiert in den Keller, in dem er einst Jennifer fand, und jede Hilfe zu spät kam.
Der 15-jährige Tobi entkommt im letzten Moment einem brennenden Haus. Maria, bei der er aufgewachsen ist, stirbt. Zur Außenwelt hatte er bisher kaum Kontakt und sieht überall Gefahren. Er schlägt sich durch und schließt sich einer Gruppe an. Oldenburgers Kriminalhauptkommissar Haila Schrabberdeich und die Kriminalkommissar-Anwärterin Nazan Demir ermitteln im Fall einer grausam verstümmelten Leiche.
Das Buch beginnt sehr spannend und wir begleiten zunächst Tobi, wie er aus dem brennenden Haus entkommt und auf eine Gruppe trifft. Dann gibt es noch eine andere Geschichte, in der die Ermittler einen Mord aufklären müssen, was sich nicht einfach gestaltet. Eine weitere Handlung wird mit Sabine fortgesetzt. Sie lebt mit ihrem Mann in einem eleganten und noblen Haus und ist eigentlich glücklich, doch hinter der Fassade sieht es ganz anders aus. Geschickt hat die Autorin die Fäden so gespannt, dass ich lange keine Ahnung hatte, wie das Ganze zusammenhängt. Erst zum Ende kommt Klarheit, was die Spannung durchgehend aufrechterhielt.
Fazit: Den ersten Teil kenne ich nicht, es sind aber keine Vorkenntnisse nötig. Dieser Oldenburger Krimi hat es in sich. Das Buch hat alles, was ein guter Krimi braucht. Spannung, fesselnde Lesestunden und eine Handlung, die man nicht gleich durchschaut. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ehefrau Britta bittet Olaf Scholz, mit dem Hund Gassi zu gehen, und der Hund findet die Leiche eines Mannes. Endlich darf sich Olaf neben seiner Kanzlerschaft noch mit einem tatsächlichen Mordfall befassen. Schon als Teenager fühlte er sich zu Fernsehkrimiserien hingezogen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um den windigen Journalisten, der viele unaufgeforderte Artikel geschrieben hat, von denen einige Geschädigte möglicherweise ein mörderisches Motiv haben. Als es kurz darauf zu weiteren Morden kommt, möchte Olaf unbedingt wissen, ob sie miteinander zu tun haben. Neben dem Amt und vielen Terminen trifft er auch auf Kleinkriminelle und eine Obdachlose.
Nachdem es bereits einen Krimi über die Exkanzlerin gibt, gibt es nun auch einen über den führenden Bundeskanzler Olaf Scholz. Ähnlichkeiten sind vorhanden, jedoch sollte man diese ignorieren und das Buch unabhängig betrachten, sonst kommt man womöglich um einen Lesegenuss. Es ist kriminell, aber auch voller Humor. Wortwitz und Satzkreationen bringen einen zum Schmunzeln. Olaf genießt politische Diskussionen mit seiner Frau Britta, am liebsten bei einem Bohneneintopf. Jetzt haben beide Spaß daran, einen Mord aufzuklären. Nein, es gibt nicht nur einen Mord aufzudecken, sondern gleich drei. Für Olaf ist das keine leichte Aufgabe, denn seine Position verlangt ihm einiges ab. Sein Tag ist geprägt von unzähligen Meetings und Telefonaten. Unterstützt werden sie von Kommissar Wondratschek und vielen weiteren anderen Personen, die sonst nicht zu seinem Kreis gehören. Die Familie Scholz ist bodenständig und kümmert sich sogar um die Kinder der leitenden Ministerin.
Fazit: Dies ist ein humorvoller Krimi, der eine Pointe nach der anderen abliefert. Was der Ausschlag für den Namen des Hundes war, war einfach köstlich zu lesen. Das Buch macht Spaß mit dem sehr unterhaltsamen Erzählstil des Autors. Obwohl einige Politiker auf die Schippe genommen werden, werden sie dennoch respektiert. Schließlich wird der Fall zur Zufriedenheit aller gelöst. Spannend, amüsant und äußerst unterhaltsam. Ich hatte einen Mordspaß beim Lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Johann Mühlbauer, Kochlehrling in Kärnten, hat ein Problem mit seinem Chef: Der ist nämlich tot. Und damit Johann nicht unter Verdacht gerät, lässt er die Leiche lieber verschwinden. Neben falschen Entscheidungen trifft der Jungkoch auch noch seine Traumfrau, und schon bald ist das Chaos perfekt. Denn Johann stolpert über Leichen wie andere über Steine. Zum Glück kommt Inspektor Fritz Reichel immer einen Schritt zu spät. Aber wie lange noch?
*unbezahlte Werbung*, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Gmeiner Verlag herzlich bedanke
Vera Nentwich Frau Appeldorn und der tote Bademeister
Jetzt, wo Frau Appeldorn im Ruhestand ist und es im örtlichen Kulturverein nur eine Lesung für einen Autor zu organisieren gibt, wird ihr langsam langweilig. Als sie jedoch vom Tod des Bademeisters erfährt, beginnt sie sofort, gemeinsam mit ihrem Nachbarn Herrn Büyüktürk die Angelegenheit zu untersuchen. Der erste Hinweis führt sie zu ihrer Wassergymnastiktrainerin, denn sie hat mitbekommen, dass sich die beiden gestritten haben. Selbst den Partner des Ermordeten nehmen sie ins Visier.
Zwischenzeitlich versteht sich Mareike Appeldorn mit ihrem Nachbarn Herrn Büyüktürk gut und gemeinsam gehen sie an den Fall heran. Zielstrebig geht Frau Appeldorn vor, ungeachtet der Gefahren. Die Hobbyermittler verfolgen nicht nur eine Spur, auch der Autor bringt seine Ideen zur Lösung des Falls ein. Ab und zu tauschen sie ihre Ergebnisse mit dem Kommissar aus. Das Buch ist spannend gestaltet und es gibt einige Verdächtigungen. Durch geschickte Wendungen erfährt der Leser erst zum Schluss, wer den Bademeister ermordet hat. Am Ende wird es noch richtig gefährlich für Frau Appeldorn.
Fazit: Der Krimi ist humorvoll und punktet mit seinen außergewöhnlichen und sympathischen Hauptdarstellern. Das Buch ist leicht zu lesen und eine willkommene Ablenkung im Alltag. Dazu ist es spannend und es wird nie langweilig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐