Persson Inga – Murnauer Morde

Rezension

Anna ist wieder in Murnau und unter anderem beim Tagblatt tätig. Sie wittert eine Story, als Irmgard Ertl stirbt. Diese wollte ihr Beweise für ein Verbrechen übergeben. Am vereinbarten Ort am Hohen Peißenberg trifft Anna sie nicht an, entdeckt jedoch in der Nähe ihre Leiche. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass bereits mehrere Frauen während eines Gewitters ums Leben gekommen sind.

Schon nach den ersten Seiten hat mich der angenehme und flüssige Schreibstil begeistert. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und baut von Beginn an Spannung auf. Die Journalistin Anna und Kommissar Andreas Kienlechner versuchen gemeinsam, die rätselhaften Todesfälle aufzuklären. Immer wieder fragte ich mich, ob es sich wirklich um Mord handelt und vor allem, wie die Taten begangen wurden. Genau dieses Rätsel hielt meine Neugier wach.
Nach und nach werden immer mehr Zusammenhänge klar und die Wahrheit kommt Stück für Stück ans Licht. Besonders gut gefallen haben mir auch die persönlichen Einblicke in das Leben von Anna und Andreas.
Die Auflösung konnte mich schließlich überraschen. Mit der Mordwaffe hätte ich niemals gerechnet. Diese Idee fand ich ausgesprochen originell und sie verleiht dem Krimi das gewisse Etwas.

Fazit: Dieser Krimi hat mir unterhaltsame Lesestunden mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Humor und viel Lokalkolorit bereitet. Da ich im vergangenen Jahr selbst meinen Urlaub in Murnau verbracht habe, machte es mir besonders Freude, viele Orte wiederzuerkennen. Für alle Liebhaber regionaler Krimis mit sympathischen Charakteren und einer ungewöhnlichen Auflösung ist dies eine hervorragende Unterhaltung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Emons Verlag herzlich bedanke.

Mara Andrea – Alles ihre Schuld

Rezension

Marissa Irvine plant, ihren Sohn Milo an der von Jenny angegebenen Adresse abzuholen. Er war zu einem Playdate eingeladen, aber Milo ist dort nicht anzufinden, und die Frau, die ihr die Tür öffnet, kennt ihn nicht. Eine umfassende Suche wird gestartet, doch von dem vierjährigen Jungen fehlt jede Spur. Es verbreiten sich Gerüchte, und es wirkt so, als ob er von einer jungen Frau entführt worden wäre.

Die Autorin versteht es hervorragend, die größte Angst aller Eltern in einen fesselnden Thriller zu verwandeln. Für Marissa beginnt ein wahrer Albtraum, als ihr Kind plötzlich spurlos verschwindet. Es gibt keine Nachricht, keine Forderung und nicht den kleinsten Hinweis darauf, was geschehen ist. Gerade diese Ungewissheit sorgt von der ersten Seite an für eine beklemmende Stimmung.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere aus der Sicht von Marissa und Jenny. Dadurch entsteht ein hohes Tempo und man erhält immer neue Informationen, ohne das Gesamtbild sofort zu erkennen. Zwar wird relativ früh deutlich, wer hinter den Ereignissen stecken könnte, doch die Hintergründe bleiben lange im Dunkeln. Mehrere Todesfälle machen die Handlung zusätzlich spannend und sorgen immer wieder für neue Fragen.
Bis zum Ende habe ich mitgerätselt. Jedes Mal, wenn ich dachte, die Wahrheit entdeckt zu haben, überraschte mich die Autorin mit einer neuen Wendung. Die entscheidende Überraschung am Ende hat mich völlig überrumpelt und war für mich in keiner Weise voraussehbar.

Fazit: Dieses Buch ist ein fesselnder Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Spannend, bedrückend und voller unerwarteter Wendungen. Die Spannung bleibt konstant hoch und hat mich mit einer packenden Handlung beeindruckt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Blunk Malin Sommeropfer

Buchvorstellung

Ein geplatztes Treffen wird für den Unternehmensberater Björn Rother zum Hinterhalt: Er wird überfallen, gefesselt und ins Hafenbecken von List geworfen. Nur knapp überlebt er den Anschlag. Als die Journalistin Jette Johannsen vom Sylter Inselblatt die Polizeimeldung liest, ist ihre Neugierde geweckt.
Beim Besuch in der Klinik gewinnt sie Rothers Vertrauen und erfährt von Spannungen in seinem Umfeld. Als die beiden sich noch zu einem Abendessen verabreden, reagiert ihr Ex-Mann, Hauptkommissar Falk Richter, alles andere als gelassen. Seine Eifersucht wächst und es stört ihn, dass sie wieder bei den Ermittlungen mitmischt.
Und der Täter ist noch nicht fertig. Eine Drohung taucht auf, ein weiterer Anschlag folgt. Während Falk zunehmend auch Rothers Ex-Frau ins Visier nimmt, wird klar: Hinter dem Fall steckt mehr als ein persönlicher Konflikt. Und die Wahrheit ist gefährlicher, als alle ahnen.

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Dannenberg Meike

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Meike Dannenberg vorstellen.

Liebe Meike, herzlichen Dank, dass du heute mein Gast bist. Ich freue mich sehr, dich hier begrüßen zu dürfen.

Neugierig auf die Autorin? Dann lest weiter.

Ich wurde 1974 in Bremen geboren, aufgewachsen bin ich im Hamburger Schanzenviertel. Noch bevor es zum international bekannten Szene-Hotspot wurde, war es dort sehr lebendig, meine Mutter hatte mit zwei Frauen ein alternatives Café. In dem gab es auch ein kleines Programmkino. Diese Zeit, unorthodox, voller Menschen, mit  Live-Musik im begrünten Hinterhof, hat mich geprägt. Im Sommer fuhren wir häufig mit einem Bulli nach Griechenland, campten bei Fischern auf einer Wiese.

Ich bin mit meinem Mann und unserer Tochter vor einigen Jahren in diese Bucht zurückgekehrt. Es gab Ältere dort, die erinnerten sich noch an meine Eltern. Eines der Fotos, das ich mitbrachte, zeigte das einzige existierende Abbild der Eltern einer Frau. Wir haben beide geweint.
Warum erzähle ich das?


An diesem Strand überwältigte mich als Kind die Liebe zur Literatur. Die Bücher von Astrid Lindgren und Kurt Held hatte ich bereits auf der Fahrt gelesen. Blieb die Lektüre meiner Mutter. Es war so heiß, man konnte sich kaum bewegen, unter einem Feigenbaum las ich „Das Geisterhaus“ und „Die Herrin vom Nil“ wieder und wieder. Es war um mich geschehen. Die Kinderbibliothek war bereits weidlich ausgeschöpft, jetzt war die Erwachsenenbibliothek dran. Warum erzähle ich das?
Weil dieses Leben in einem so alternativen Kontext, in einer Wohnung voller Bücher, mich darauf vorbereitete, hinzusehen, intensiv zu fühlen, um die Ecke zu denken, aber nicht unbedingt zu verstehen, wie man konventionell das Richtige sagt oder tut. Weil Bücher mir Welten eröffneten, in die ich fliehen konnte, wenn alles zu verwirrend war.

Meinen ersten Roman begann ich mit elf, aber da hatte ich Allende schon gelesen und betrachtete kritisch, viel zu kritisch, meine eigenen Worte.

Und als Kleinkind hatte ich bereits kahle Stellen im Kopfhaar, als Teenagerin wurde daraus Alopecia totalis, wie ich sie noch heute habe.

Die Literatur gab mir Halt, doch wirklich gefunden habe ich mich erst, als ich endlich, viel später, die Zweifel überwand und selbst Geschichten zu schreiben begann.

Der Weg führte über Journalismus, auch über Literatur, ich bin seit bald zwanzig Jahren Mitarbeiterin des BÜCHERmagazins. Aber erst als unsere Tochter geboren wurde, nahm ich ernst, wie sehr ich meine eigenen inneren Welten kennenlernen wollte. Kriminalromane geben mir die Möglichkeit, die Dunkelheit zu begreifen, sie einzuhegen.

Gleichzeitig bleiben das unfassbare Blau des Mittelmeeres, die Liebe zur Natur und das Glück unter dem Feigenbaum Teil meines Schreibens. Dafür bin ich dankbar, ebenso allen, die an dieser Reise teilhaben und mir so das Privileg schenken, immer tiefer und weiter in mein persönliches Meer der Geschichten rauszuschwimmen.

Foto © Phil Porter

Bücher:

Die Ärztin Bd. 1 – Gefährliche Nachtschicht, Lübbe 2024
Die Ärztin Bd. 2 – Gefährlicher Besuch Bd. 2, Lübbe 2026

Blumenkinder, btb, 2016
Gefährdet, btb, 2019

Insta: @meike_dannenberg_autorin
Facebook: @meike_dannenberg_autorin

Ganz herzlichen Dank für die interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

Unbezahlte Werbung

Cimzar Alexander Alpenblut

Buchvorstellung

Ein romantisches Wochenende in einer Berghütte: Das ist der Plan von Dominik und Nelly. Doch schon bei der Ankunft spüren sie, dass mit der abgelegenen Alm etwas nicht stimmt. Die Einheimischen reagieren abweisend, ein stummer Greis streift durch den Wald, und auf einem verwahrlosten Hof geschehen Dinge, über die niemand sprechen will. Als Dominik sich aus Neugier vor Ort umsieht, setzt er etwas in Gang, das niemand mehr aufhalten kann – und ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod beginnt.

Das Buch erscheint am 23.07.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Emons Verlag herzlich bedanke.

Simmonds Natali – Bevor sie ihn finden

Rezension

Jules steckt in einer Krise. Ihr Ehemann Adam zieht es vor, zu arbeiten, und in seiner Freizeit widmet er sich dem Gärtnern. Ihre Tochter Leah will ihr erstes Mal hinter sich bringen und begleitet ihren Bruder Reece zu einem Konzert, wo es dazu kommen soll. Welche Folgen das für Leah hat und wie ihre Mutter darin verwickelt ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Der Prolog sorgt sofort für Spannung und macht neugierig auf die Geschichte. Anschließend wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Jules und Leah erzählt. Dadurch erhält man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Besonders die Risse in der Beziehung zwischen Adam und Jules werden nach und nach sichtbar. Gleichzeitig wächst Leahs Abhängigkeit weiter an und nimmt schließlich nahezu obsessive Züge an.
Der Schreibstil ist ruhig und konzentriert sich auf ihre Konflikte. Wer von Anfang an einen rasanten Thriller erwartet, braucht etwas Geduld. Erst kurz vor dem Ende nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf.

Fazit: Es ist ein Buch mit interessanten Charakteren und glaubwürdigen Konflikten. Das Finale hat mich dann mit mehreren unerwarteten Wendungen überrascht und konnte mich überzeugen. Persönlich empfinde ich es jedoch eher als Spannungsroman als klassischen Thriller. Mein kleiner Hinweis ist, dass meiner Ansicht nach der Klappentext eine etwas andere Art von Geschichte verspricht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke.

McFadden Freida – Die Psychiaterin

Rezension

Tricia und Ethan sind auf der Suche nach einem Eigenheim. Sie schauen sich das abgelegenes Haus der Psychiaterin Adrienne Hale an, die seit drei Jahren verschwunden ist. Ein Schneesturm macht eine Rückkehr unmöglich, sodass sie im weitläufigen Anwesen schlafen müssen. Das Gebäude birgt jede Menge Geheimnisse, und Tricia stößt in einem versteckten Raum auf Kassetten von den Therapiesitzungen der Psychologin.

Der Autorin gelingt es, wieder von der ersten Seite an Spannung aufzubauen. Schon beim Betreten des abgelegenen Hauses wird deutlich, dass etwas nicht stimmt. Die bedrückende Stimmung ist spürbar, und ich konnte Tricias Unbehagen jederzeit nachvollziehen.
Besonders Ethan war für mich nur schwer einzuschätzen. Ich wusste nie, was ich von ihm halten sollte, und genau das hat die Spannung zusätzlich erhöht. Immer wieder versuchte ich, die folgenden Ereignisse vorauszusehen, und war überzeugt, bereits die Lösung zu kennen. Am Ende kam jedoch alles ganz anders. Die Autorin lenkte mich geschickt auf eine falsche Spur, und die unerwartete Wendung hat mich völlig überrascht.

Fazit: Die Autorin versteht es einfach, ihre Leser bis kurz vor dem Ende im Unklaren zu lassen. Die Geschichte ist fesselnd erzählt, das Tempo stimmt und die Auflösung ist wieder einmal grandios. Für mich war es wieder ein weiterer spannender Thriller mit einer großartigen Atmosphäre, vielen Gänsehautmomenten und einem Ende, das mich vollkommen überrascht hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Peterson Katrin Der Schlüssel


Buchvorstellung

Im Schatten der rauen Ostseeküste prallen die Schicksale dreier Menschen aufeinander. Sarah kehrt nach Jahren in ihr verfallenes Elternhaus zurück, gezwungen, sich nicht nur dem Tod der Mutter, sondern auch den Narben ihrer Kindheit zu stellen. Kim, ihre Schwester, klammert sich an Routinen und Erinnerungen, während das Haus sie langsam verschlingt. Und Charly, gefangen zwischen Hoffnung auf einen Neuanfang und der Hölle zuhause, träumt von Rimini – und davon, endlich frei zu sein.

Das Taschenbuch erscheint am 28.07.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Lübbe herzlich bedanke.

Wolf Klaus-Peter – Sommerfeldt Solo

Rezension

Dr. Bernhard Sommerfeld ist nicht nur Ziel von Kopfgeldjägern, sondern auch BKA-Beamte haben den Wunsch, ihn auszuschalten. Doch wo hält er sich verborgen? Es kursieren zahlreiche Vermutungen, doch in Wahrheit hält er sich in Ostfriesland auf und ist ein Meister der Verkleidung. Sein Antrieb ist Rache, und er plant, sich mit dem Verbrecherboss Luis Berreta anzulegen.

Die Geschichte startet direkt spannend. Besonders gut hat mir gefallen, wie geschickt Sommerfeldt agiert und mit seiner perfekten Tarnung alle an der Nase herumführt. Er nimmt Kontakt zu Rupert auf und verfolgt dabei nur ein Ziel. Er will den Tod seiner Frau rächen. Während das BKA alles daransetzt, ihn endlich zu fassen, haben sie die Rechnung ohne Sommerfeldt gemacht. Er ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus. Leichen gibt es dabei zur Genüge.
Obwohl Sommerfeldt ein Serienkiller ist, hat er meine Sympathie. Das liegt vor allem daran, dass er seinen ganz eigenen Sinn für Gerechtigkeit hat.
Natürlich ist einiges stark überzogen und mit der Realität hat die Handlung nur wenig zu tun. Wer einen durch und durch glaubhaften Thriller erwartet, wird hier wohl enttäuscht sein. Mich hat das jedoch nicht gestört.

Mein Fazit: Der Kriminalroman ist zwar reichlich übertrieben, aber der schwarze Humor gleicht vieles aus und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte um Sommerfeldt weitergeht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei S.Fischer Verlag herzlich bedanke.

Mara Andrea Alles ihre Schuld

Buchvorstellung

»Die Adresse ist Tudor Grove 14 – sollte ich noch nicht zu Hause sein, wenn du Milo abholst, passt unsere Nanny auf ihn und Jacob auf.« Doch als Marissa Irvine zur vereinbarten Adresse kommt, wo ihr kleiner Sohn zum Playdate eingeladen war, erwartet sie ein Schock: Ihr öffnet nicht Jenny, die Mutter von Jacob. Auch kein Kindermädchen. Und von Milo hat die Frau, die dort wohnt, noch nie gehört. Eine fieberhafte Suche beginnt, doch der vierjährige Junge bleibt spurlos verschwunden. Wer hat Marissa und ihrem Mann diese Falle gestellt? Bald machen böse Gerüchte in der Idylle des Dubliner Vororts die Runde, und eine junge Frau gerät ins Visier der Polizei. Die Wahrheit verbirgt sich hinter abgründigen Geheimnissen, die nun Schicht um Schicht freigelegt werden ..

Das Buch erscheint am 15.07.2026

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal herzlich bedanke.