Archan Isabella – Die geheime Grotte von Garda

Rezension

Die Chefinspektorin Edwina Teufel befindet sich immer noch in ihrem selbstgewählten Sabbatical am Gardasee. Eigentlich wollte sie dort nur die Seele baumeln lassen, doch ihr läuft nicht nur ein Hund über den Weg, sondern auch Peppe. Sie nimmt sich seiner an und macht sich gleichzeitig auf die Suche nach seiner Mamma. Als sie dann auch noch von einer Tragödie auf einem Weingut erfährt, kann sie das Ermitteln einfach nicht lassen.

Dies ist der zweite Teil mit Edwina Teufel, der am Gardasee spielt. Edwina ist wieder ganz in ihrem Element und kann ihre Ermittlerinstinkte einfach nicht abschalten. Bei der Suche nach Peppes Mutter bittet sie Commissario Alceste um Hilfe. Doch dieser ist selbst noch anderweitig beschäftigt.

Edwina wird nicht umsonst Zornnatter genannt, obwohl sie ihre Gefühle diesmal besser im Zaum halten kann. Sie ist sympathisch, eigenwillig und lässt sich nicht verbiegen. Genau das macht sie für mich zu einer besonderen Protagonistin.

Der Krimi verbindet interessante Ermittlungen mit einer wunderschönen Kulisse. Die bildhaften Beschreibungen des Gardasees und der Umgebung machen direkt Lust darauf, selbst loszufahren und die Gegend zu erkunden. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend und der Ausgang war für mich nicht vorhersehbar.

Fazit: Ein interessanter Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin, spannenden Entwicklungen und viel Gardaseeflair. Die bildhafte Kulisse weckt direkt die Reiselust und das Ende konnte mich überraschen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Haymonkrimi herzlich bedanke.

Carter Chris – Du kriegst mich nicht

Rezension

Nelson Stewart wird für häusliche Gewalt und Freiheitsberaubung an Samantha verurteilt. Im Gerichtssaal droht er ihr, dass er zurückkehren wird. Samantha beschließt daraufhin, umzuziehen, ändert ihren Namen in Mary Smith und beginnt ein neues Leben. Trotzdem bleibt die Angst ihr ständiger Begleiter. Sie ist clever genug, um nicht aufzufallen, bis sie erkennt, dass jemand ihr auf der Spur ist.

Der Autor ist für mich ein Garant für spannende Thriller, aber dieses Buch unterscheidet sich deutlich von seinen anderen. Genau das hat mich positiv überrascht. Schon von Beginn an hat mich die Geschichte gepackt und nicht mehr losgelassen.

Zu Beginn steht das Gerichtsverfahren im Mittelpunkt. Danach begleiten wir Mary, die nach ihrem Identitätswechsel versucht, ein möglichst unauffälliges Leben zu führen. Sie weiß, dass Nelson sie finden und sich an ihr rächen will. Deshalb ist ihre ständige Angst, entdeckt zu werden, förmlich greifbar. Ich hatte zwar schon früh eine Ahnung, dass nicht alles so sein könnte, wie es zunächst scheint, doch es blieb lange Zeit unklar.

Dann nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Plötzlich führt die Spur in eine völlig andere Richtung und ich war gespannt, wohin das noch führen würde. Gerade dieses Spiel mit meinen Erwartungen hat für zusätzliche Spannung gesorgt.

Und dann kommt das Finale. Es war so großartig und eindringlich inszeniert, dass ich am Ende tatsächlich sprachlos zurückblieb.

Fazit: Für mich ist es ein intelligenter, genialer und unglaublich fesselnder Pageturner, der es wirklich in sich hat. Keine Zeile war für mich langweilig und die Geschichte hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Für mich ganz großes Thrillerkino und eine echte Überraschung.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐+

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Finlay Alex Falls mir etwas zustößt

Buchvorstellung

Seit fünf Jahren durchlebt Ryan Richardson diese Nacht immer wieder: die aufgerissene Autotür. Der Schlag auf den Kopf. Hände, die ihn aus dem Wagen zerren. Die Schreie seiner Freundin Ali. Seither ist Ali verschwunden, und viele argwöhnen, dass Ryan etwas damit zu tun hatte. Mittlerweile hat er seinen Nachnamen geändert, ein Jurastudium begonnen und versucht, jene Ereignisse hinter sich zu lassen. Bis zu dem Anruf seines Vaters: Man hat Alis Auto in einem See gefunden, darin zwei unbekannte Tote und eine Nachricht in Alis Handschrift: „Falls mir etwas zustößt …” Dann der nächste Schock: Ryan sieht den Mann, der ihn seit jener Nacht in seinen Träumen verfolgt. Die Suche nach der Wahrheit führt ihn zurück in seine Heimatstadt, wo eine junge Ermittlerin den Fall wieder aufrollt …

Das Buch erscheint am 19.08.2026.

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Strobel Arno Happy Weekend

Buchvorstellung

Katja und Marcel sind bester Laune, als sie an diesem Freitag mit dem Auto aufbrechen. Eine kleine Auszeit über das verlängerte Wochenende, einfach mal ausspannen. Doch beim kurzen Halt an einer Raststätte wird ihnen das Gepäck aus dem Kofferraum gestohlen. Zum Glück hat Katja einen kleinen GPS-Tracker in den Koffer gelegt, über den sie ihn orten kann. Und tatsächlich, auf der Karte in der App sehen sie ihn als blauen Punkt, wie er sich eben der Autobahnauffahrt nähert. Ohne groß nachzudenken, folgen sie dem Wagen, in dem sie ihr Gepäck vermuten. Doch dann ist es zu spät – sie sitzen in der Falle. Denn jemand hat sie absichtlich an diesen Ort gelockt. Und ihr schlimmster Albtraum beginnt genau jetzt …

Das Buch erscheint am 26.08.26

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei S.Fischer Verlag herzlich bedanke.

Frey Carolin – Das Krähenzimmer

Rezension

Nach einer langen Reise von Berlin ist Lotta endlich in Geelekow in der Villa Sturmmöwe angekommen. Ihre Ferien hat sie dort schon häufig verbracht. Doch jetzt hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden, und entdeckt, dass in dem Krähenzimmer eine Frau geschlafen hat, die verstorben ist.

Bereits der Prolog beginnt spannend und macht neugierig auf die Geschichte. Lotta kommt in der Villa an und findet schnell Kontakt zu anderen. Dennoch fühlt sie sich von Beginn an unbehaglich. Immer wieder hat sie den Eindruck, dass jemand sie beobachtet und bedroht. Bald fragt sie sich, ob es jemanden gibt, der möchte, dass sie die Villa verlässt.
Als Lotta erfährt, dass in der Villa vor einiger Zeit eine Frau gestorben ist, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Die Erzählung erfolgt größtenteils aus Lottas Perspektive. Tagebucheinträge und Regeln werfen zusätzliche Fragen auf.
Lange Zeit wusste ich nicht, was wirklich hinter den Ereignissen steckt und vor allem, wem Lotta überhaupt vertrauen kann. Im Mittelteil hat die Spannung allerdings etwas nachgelassen und die Handlung kam stellenweise etwas ruhiger voran. Dafür konnte mich die Auflösung am Ende überraschen, denn mit dieser Entwicklung hatte ich nicht gerechnet.

Fazit: Es ist ein gelungenes Debüt, das eher ruhig erzählt wird und seine Spannung vor allem durch Geheimnisse, Zweifel und die Frage nach der Wahrheit aufbaut.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Rowohlt Verlag herzlich bedanke.

Lauriel Angelika Mira Belgusto und der schöne Tote

Buchvorstellung

Weiße Häuser, glitzerndes Meer und ein Ort, an dem makelloses Aussehen zum Geschäft geworden ist: Für ihre neue Reportage reist Reisejournalistin Mira Belgusto gemeinsam mit Ex-TV-Star Claudio Bertani nach Monopoli in Apulien. In einem als Schönheitsklinik umfunktionierten Gutshof stehen sie plötzlich vor einer Leiche: Der gefeierte Chefarzt der Klinik liegt tot in seinem Büro.

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Thomas Fiona – Der Tunnel

Rezension

Rachels engste Freundin Amy wird seit einem Jahrzehnt vermisst. Nun wurde ihre Leiche entdeckt, und Rachel macht sich auf den Weg zur Beisetzung. In einem Tunnel ereignet sich ein furchtbares Unglück, doch Rachel erleidet nur leichte Verletzungen. Allerdings gibt es viele Tote zu beklagen. Die Überlebenden halten zusammen, aber einer unter ihnen ist der Mörder von Amy. Als er Rachel erkennt, hat er nur einen Gedanken: Sie muss sterben.

Gleich zu Beginn spürt man eine erdrückende Stimmung. Der Tunnel verwandelt sich in eine tödliche Falle, da es keinen Ausweg gibt und die Überlebenden gefangen sind. Zusätzlich verstärkt der Regen die bedrückende Atmosphäre. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, befindet sich auch ein Mörder unter ihnen. Was für ein Szenario!

Als er Rachel erkennt, steht für ihn fest, dass sie sterben muss. Damit nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Wir erleben die Ereignisse aus der Gegenwart, erfahren, was damals passiert ist, und erhalten Einblicke in die Sichtweise des Mörders. Dadurch bleibt das Tempo hoch und die Geschichte abwechslungsreich.

Besonders spannend fand ich die Frage, wer sich tatsächlich hinter dem Mörder verbirgt. Die Autorin hält diese Information bis zum Schluss zurück und sorgt damit für einige spannende Momente und Spekulationen.

An manchen Stellen hätte ich mir von Rachel und den anderen Beteiligten etwas mehr Emotionen gewünscht, um ihre Ängste und ihre verzweifelte Situation noch intensiver mitzuerleben. Das ist allerdings mein persönlicher Eindruck und hat meinen Gesamteindruck nur wenig getrübt.

Fazit: Ein spannungsreicher Thriller mit einem Szenario, das man sich selbst wohl keinesfalls wünschen möchte. Das hohe Tempo, die beklemmende Atmosphäre und die wechselnden Perspektiven machen den Thriller abwechslungsreich und fesselnd. Besonders die Frage nach der Identität des Mörders sorgt bis zum Schluss für Spannung.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Piper Verlag herzlich bedanke.

Winter Florence Die Wellentochter

Buchvorstellung

Nebelschwaden verbergen das Schloss in den Highlands am Tag ihrer Ankunft. Hier soll Hailey in den kommenden Monaten die wertvolle Bibliothek katalogisieren. Von Beginn an scheint die Familie, deren Vorfahren Dunrathmore einst erbaut haben, etwas zu verbergen. Wieso reiste die Bibliothekarin vor ihr so überstürzt ab? Und was ist 1876 mit Moira MacDonald geschehen, der großen Liebe des damaligen Schlossherrn? Moira war ein Freigeist und eine Dichterin, doch kurz nach der Hochzeit verschwand sie. Hailey folgt Moiras Spuren, die sie auf die grandiosen, seit Jahrzehnten unbewohnten St.-Kilda-Inseln führen – und in höchste Gefahr bringen.

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Kohfink Heiko – Trollinger Trauma

Rezension

Kriminalhauptkommissar Böcker erwacht inmitten der Weinberge und neben ihm liegt die Leiche einer Frau. Für das Team aus Kleingrubenstetten wird dies zu einer komplizierten Angelegenheit, da die Zeit drängt und der Chef nicht ins Gefängnis kommen soll. Es werden Gruppen gebildet, die jeder noch so kleinen Spur nachgehen. Die Frage ist, was Böcker in den Weinbergen gemacht hat und welche Verbindung er zur Ermordeten hatte. Leider kann er sich daran nicht erinnern.

Dies ist bereits der fünfte Fall für die Schwabencops und auch diesmal wird es keineswegs langweilig. Im Gegenteil: Die Geschichte hat wieder einiges zu bieten und sorgt für Spannung, Unterhaltung und die eine oder andere humorvolle Szene.
Diesmal gerät ausgerechnet der Chef selbst unter Verdacht. Böcker wird blutverschmiert am Tatort aufgefunden und die Beweislage sieht zunächst alles andere als gut für ihn aus. Für die Schwabencops beginnt damit eine schwierige Aufgabe, denn sie sind fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Band deutlich weniger Anglizismen vorkommen. Auch die Namensverwechslungen, die mich in den vorherigen Büchern gelegentlich aus meinem Lesefluss gebracht haben, sind diesmal ausgeblieben. Ich hoffe sehr, dass das auch in den nächsten Fällen so bleibt, denn dadurch lässt sich die Geschichte für mich noch angenehmer lesen.
Wie schon bei den vorherigen Fällen überzeugen mich auch diesmal die unterschiedlichen und liebevoll gezeichneten Charaktere. Die Handlung spielt erneut auf der Schwäbischen Alb und der schwäbische Dialekt wird dezent eingesetzt. Wer nicht mit allen schwäbischen Begriffen vertraut ist, findet im Glossar am Ende hilfreiche Erklärungen.

Fazit: Es ist wieder eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit einer gelungenen Mischung aus Krimi, Humor und schwäbischem Lokalkolorit. Die Handlung bleibt interessant und die Schwabencops sind für mich inzwischen zu einer liebgewonnenen Ermittlertruppe geworden.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Bro Tuva – Polarblut Tödliches Leuchten

Rezension

Im eher beschaulichen Tromsø ereignet sich ein Verbrechen. Der angesehene Unternehmer Glen Solberg wird vor seinem Eigenheim erschossen. Anta Thorsen und Hans Vigeland beginnen mit den Nachforschungen, und nicht lange danach wird ein weiterer Mann erstochen in einer Hütte entdeckt. Stehen diese beiden Vorfälle in irgendeinem Zusammenhang?

Der Krimi spielt in Tromsø, einer Stadt, die für ihre beeindruckenden Polarlichter bekannt ist und mit ihrer winterlichen Atmosphäre eine stimmungsvolle Kulisse für diesen Kriminalroman bietet.
Zu Beginn stehen die Ermittler vor einem rätselhaften Fall. Zwischen den Opfern scheint es zunächst keine offensichtlichen Gemeinsamkeiten zu geben und die Suche nach dem Täter entwickelt sich zu einer echten Herausforderung. Zwar geraten mehrere Personen in den Fokus der Ermittlungen, doch die Hinweise sind spärlich und führen immer wieder in neue Richtungen. Dadurch bleibt lange offen, wer tatsächlich hinter den Verbrechen steckt.
Neben dem Kriminalfall nimmt auch das Privatleben der Ermittler viel Raum ein. Anta steckt in einer persönlichen Krise und versucht, beim Sport den Kopf freizubekommen. Die Trainingseinheiten sind für sie weit mehr als ein Ausgleich und geben ihrem Leben Halt. Hans beschäftigt sich dagegen intensiv mit seiner eigenen Herkunft und möchte mehr über seine Vergangenheit erfahren.
Besonders gelungen sind die atmosphärischen Beschreibungen der nordnorwegischen Landschaft. Die verschneite Umgebung und die faszinierenden Polarlichter schaffen eine eindrucksvolle Stimmung.

Mein Fazit: Dies ist ein spannender Kriminalroman mit einer interessanten und durchdachten Handlung, die fast bis zum Schluss undurchsichtig bleibt. Die gelungene Mischung aus packenden Ermittlungen, glaubwürdigen Figuren und der beeindruckenden Kulisse macht das Buch zu einer lesenswerten Lektüre.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Gmeiner Verlag herzlich bedanke.