Buchvorstellung Franz Hafermayer Paradiesapfel-Schwindel
Kommissarin Elsa Dorn hat einen Vorsatz: Sie will es im Kommissariat für Betrugsangelegenheiten ruhig angehen lassen. Von Mord will sie nichts mehr wissen, seit sie im Einsatz beinahe von einem Mafia-Killer umgebracht worden wäre. Stattdessen ermittelt sie gegen einen Liebesbetrüger, der einige Frauen in Augsburg um ihr Vermögen gebracht hat. Eine von ihnen, Pia Lotter, heuert Privatdetektiv Sven Schäfer an, um den Betrüger zu finden. Doch dann wird ein Hacker ermordet, der Schäfer Infos über den Mann beschaffen sollte. Ein klarer Fall für die Polizei – und Elsa ist schon wieder in einen Mordfall verwickelt!
Das Taschenbuch erscheint am 28.01.2025
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Meine Rezension zu Jana Martin Ich war kein braver Junge
Gabriel wird wegen des bestialischen Mordes an seinen Eltern zu lebenslanger Haft in die Psychiatrie eingewiesen. Seine behandelnde Ärztin, Dr. Braunschweig, hat anfangs große Schwierigkeiten, zu ihm durchzudringen, da er alle Gespräche verweigert. Doch mit viel Geschick und Geduld gelingt es ihr schließlich nach einem Jahr, ihn dazu zu bringen, sich über das Geschehene zu äußern.
Der Roman beginnt mit einem schockierenden Notruf. Gabriel hat seine Eltern getötet. Durch die abwechselnden Perspektiven, insbesondere in den Sitzungen mit seiner Psychiaterin, kommt nach und nach die schmerzliche Wahrheit ans Licht. Die erschreckenden Details und der Gänsehautfaktor, den ich dabei erlebte, sind dabei durchgehend präsent und halten die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht. Auch Elenas Sichtweise fügt der Geschichte emotionale Tiefe hinzu und brachte mich an meine Grenzen. Die Spannung könnte nicht intensiver sein.
Fazit: Das Buch ist schockierend, fesselnd und unglaublich. Der Thriller besticht durch eine bildreiche Sprache und wirft die Frage auf: Wer ist hier das Opfer und wer der Täter? Die unerwartete Wendung am Ende der Geschichte hat mich völlig überrascht und war so nicht vorhersehbar. Die Autorin hat dies äußerst geschickt inszeniert und die Gefühle und Gedanken der Protagonisten eindrucksvoll eingefangen. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Bernhard Klaffke vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Schon immer hat es mich fasziniert, was sich in den Köpfen anderer Menschen abspielt – besonders die dunkle Seite der Seele. Die menschlichen Abgründe, über die niemand gerne redet. Wie zum Beispiel: Was treibt gewöhnliche Menschen dazu an, sich in schreckliche Ungeheuer zu verwandeln, ohne dass es jemandem zuvor auffällt?
Irgendwann saß ich mit einem wirklich guten Freund bei einem Glas Rotwein zusammen, und wir waren uns einig: Duisburg birgt ein riesiges Potenzial für fesselnde und packende Geschichten. Man könnte jetzt an „Tatort“ und Schimanski denken, doch das war nicht der Punkt. Mein Freund war der verrückten Ansicht, dass die dunklen Gedanken, die mir hin und wieder durch den Kopf gehen, genug Stoff für ein Buch bieten könnten. Was an jenem Abend jedoch unklar blieb: War das als Kompliment gedacht, oder sprach da der Wein aus ihm?
Der Gedanke, zu schreiben, hatte mich nie beschäftigt. Bis dahin war ich vollkommen zufrieden damit, mich in den Geschichten anderer zu verlieren. Anfangs schien mir die Vorstellung, ein Buch zu schreiben, vollkommen unrealistisch. Dazu muss man vielleicht sagen, ich komme aus dem Handwerk und bin gelernter Maschinenbaumechaniker. Was ich sagen will: Ich habe alle Rechtschreibreformen verpasst, die es bis dato gab. Doch rückblickend war der Gedanke vielleicht das Beste, was mir passieren konnte. Anfänglich hatte ich selbstverständlich meine Probleme, denn Schreiben ist weit mehr als nur das Aneinanderreihen von Wörtern – nach und nach fing ich an zu verstehen, wie es funktioniert. Um das klarzustellen: Ich rede von Jahren.
Inzwischen bereitet es mir eine fast diabolische Freude, wenn Leser;innen mir mitteilen, dass ich mit meinen Texten Bilder in ihren Köpfen erschaffe oder sie zum Lachen bringe. Solche Rückmeldungen sind für uns Autor;innenm von unschätzbarem Wert. Wichtiger als das Lob ist jedoch die Kritik – ohne sie geht es nicht. Ich bin meinen Leser;innen deswegen auch aufrichtig dankbar, wenn wir uns über meine Arbeit austauschen. Angelehnt daran schreibe ich gerne folgenden Text in meine Bücher: „Ein Autor ohne Leser ist wie eine Ente ohne Wasser.“
Bernhard Klaffke, 1968 in Duisburg geboren, machte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker. Anschließend arbeitete er als Vorarbeiter für die Deutsche Gesellschaft für Industriekultur. Zudem war er als freier Mitarbeiter und Projektleiter im Restaurierungsatelier „Die Schmiede“ in Duisburg tätig.
Seit 2004 ist er bis heute an der Kunstakademie Düsseldorf beschäftigt, unter anderem als technischer Mitarbeiter im Bereich Bauunterhaltung. 2005 eröffnete er seine eigene „Galerie 9/46“ in Duisburg-Ruhrort. 2023 veröffentlichte er im CW Niemeyer Buchverlag seinen ersten Thriller „Totemwald. Band zwei erscheint im Herbst 2025.
Buchvorstellung Bernd Richard Knospe Augenblicke des Bösen
Nach dem Unfalltod ihres Mannes macht Kathrin Claussen in dessen Arbeitszimmer eine verstörende Entdeckung. Zutiefst beunruhigt beauftragt sie einen Privatdetektiv, der gemeinsam mit einer ehemaligen Ermittlerin der Mordkommission Verbindungen zu einem ungeklärten Fall entdeckt.
Zur selben Zeit erhält Autor Eric Teubner von der Millionenerbin Amelie Simon das zweifelhafte, aber finanziell reizvolle Angebot, ein Buch über das Lebenswerk ihres Großvaters Jonathan Simon zu verfassen. Der alte Skandalregisseur abstoßender Filme erweist sich während der Zusammenarbeit als anstrengend und manipulativ, während seine Enkelin Eric zunehmend in ihren Bann zieht.
Erste Recherchen für das Buchprojekt wecken den Verdacht, Simon könnte als künstlerisches Vermächtnis einen unfassbaren Tabubruch begangen haben. Außerdem machen Eric die Abgründe der eigenen Vergangenheit zu schaffen.
Am Ende fügen sich die Augenblicke des Bösen zu einer düsteren Wahrheit zusammen.
Emilys Freundin Liv stürzt auf die Bahngleise, was bei Emily zu einem Gedächtnisverlust führt. Während die Polizei von einem tragischen Unfall ausgeht, ist Emily überzeugt, dass Liv absichtlich gestoßen wurde. Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, begibt sie sich auf eine spannende und gefährliche Suche.
Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Die Autorin erzählt die Handlung aus Emilys Perspektive, ergänzt durch die Sichtweisen weiterer Charaktere. Diese abwechslungsreiche Erzählweise steigert die Spannung kontinuierlich. Emily kämpft mit ihrer Amnesie und fragt sich immer wieder, ob die Erinnerungsfetzen tatsächlich zuverlässig sind. Diese Zwickmühle, in der sie sich befindet, wird äußerst eindrucksvoll eingefangen. Als Emily in die Wohnung von Liv einzieht, um sie zu räumen, trifft sie auf Shakes, einen Kleinkriminellen, der in der Nachbarschaft von Liv lebt. Zunächst bleibt er undurchsichtig, und die Andeutungen, dass er etwas verbirgt, hielten meine Neugier bis zum Schluss aufrecht. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Obwohl die Spannung im Mittelteil leicht nachlässt, gewinnt die Handlung gegen Ende rasant an Fahrt und überrascht mit einem unerwarteten Finale.
Fazit: Dieser Thriller ist nicht nur spannend und fesselnd, sondern wirft auch einen kritischen Blick auf Missstände im Gefängnissystem. Die gut durchdachte Handlung hat mich überzeugt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Im Berlin der späten 20er Jahre arbeitet Irma Weckmüller als Verkäuferin im KaDeWe und sorgt allein für sich und ihre Schwester Martha. Doch Irmas Leben ändert sich grundlegend, als sie den charmanten Arzt Erich Bragenheim kennenlernt. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und kann ihr Glück kaum fassen, als Erich ihre Gefühle erwidert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige und tiefe Liebe. Doch mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus sind sie schon bald großer Gefahr ausgesetzt, denn Erich ist Jude. Nach dem Krieg: Erich wurde ermordet, Irma bleibt allein zurück. Doch sie ist noch immer entschlossen, seine Frau zu werden.
Meine Rezension zu Roland Hebesberger Der Zuschauer
Hauptkommissar Arthur Köhler und sein Team werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen. Eine ganze Familie wurde gezwungen, sich selbst das Leben zu nehmen. Es deutet alles darauf hin, dass der Serienmörder aus den 70er und 80er Jahren erneut aktiv ist. Damals wurden ebenfalls ganze Familien ausgelöscht, weil sie gezwungen wurden, ein grausames Spiel zu spielen. Für die Ermittlungen wird die OPE, mit Jan Theurer und Lisa Seifert, hinzugezogen. Doch als sie dem Täter zu nahe kommen, schlägt dieser erbarmungslos zu und versetzt alle in Schockstarre.
Dieser fesselnde Thriller beginnt sofort mit einer spannenden und grausamen Szene. Die Kommissare stehen vor einem rätselhaften Fall: Ein Serienverbrecher, der bereits vor einigen Jahren aktiv war, schlägt plötzlich wieder zu. Der Grund, warum der Zuschauer jetzt erneut in Erscheinung tritt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und hielt mich in Atem. Die Kommissare Theurer und Seifert versuchen, dem Täter durch Profilerstellung auf die Spur zu kommen. Die Wendungen, die die Geschichte nimmt, sind unerwartet. Immer wieder wurde ich überrascht, und als ich dachte, es könnte nicht schlimmer werden, legt der Autor noch eins drauf.
Fazit: Der zweite Teil ist sehr gelungen, auch wenn die Handlung vielleicht etwas überladen wirkt. Dem Autor gelingt es, die Spannung durchgehend hochzuhalten und das Tempo der Erzählung rasant zu gestalten. Die actionreichen Szenen sind mitunter brutal und nichts für schwache Nerven. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ein Tag im Winter, kurz vor Mitternacht. Laura Gehler ist mit ihrem Trekkingrad im tief verschneiten Wald unterwegs. Wie aus dem Nichts taucht hinter ihr ein SUV auf. Der Fahrer drängt sie vom Weg ab und überwältigt sie. Stunden später erwacht sie in einem Käfig aus Plexiglas. Zwischen Laura und ihrem Entführer beginnt ein tödliches Spiel: Sie muss das Rätsel des Käfigs lösen – sonst wird sie sterben. Lauras Mutter bekommt zeitgleich eine unheimliche Botschaft: eine Barbiepuppe mit Sterbedatum. Kommissar Lukas Johannsen erkennt darin die Handschrift eines nie gefassten Mörders. Soll Laura sein nächstes Opfer werden? Lukas macht sich bereit, in der Winterkälte ein Phantom zu jagen
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Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Anna Dross vorstellen. Es freut mich, dass du heute mein Gast bist.
In meinem Leben war lange Zeit der Wechsel das einzig Beständige: von Kiel in den Südlichen Hochschwarzwald, von der Arbeit als Arzthelferin zum Kunststudium, von einer unbefristeten Anstellung im Öffentlichen Dienst nach Mallorca ohne Arbeit und ohne Wohnung. Und auch dort: von der gut bezahlten Praxis-Managerin zum Existenzminimum als freiberufliche Malerin und vom Dauer-Single-Leben in die Ehe mit einem Spanier.
Ein Leserbrief in der ZEIT über die miserablen Deutschkenntnisse deutscher Studenten war vor 40 Jahren meine erste Veröffentlichung. Es folgten in den 80-igern Artikel und Kurzgeschichten in der ZEIT, der taz und in der Bremer Literaturzeitschrift skript. 1989 erhielt ich vom Bremer Senat das mit 5000 DM dotierte Autorenstipendium für den Beginn eines Romans, zu dessen Vollendung es nie kam. Stattdessen wagte ich mich an einen Roman über die Wiedervereinigung – und kassierte 39 Verlags-Absagen.
2016 kauften wir ein Wohnmobil und ich schrieb mein selbstironisch erzählendes Sachbuch „Abenteuerreise Wohnmobil“, erschienen im Goldmann-Verlag. Mein zweites Buch, den Psychokrimi „Der Tod trinkt Rot … am Gardasee“, habe ich 2024 selbst veröffentlicht und bin froh, dass ich nicht vorher gewusst habe, was da auf mich zukam – dann hätte ich es vielleicht nicht getan. Heute, wenn ich die positiven Bewertungen lese, bin ich stolz darauf, diesen Schritt mit 72 Jahren gewagt zu haben. Das erste Mordopfer liegt im Wohnmobil, so gar nicht cosy-mäßig. Gerade arbeite ich am Folgekrimi, der mit derselben Protagonistin auf Mallorca spielt.
Ihr könnt mich stalken auf meiner Webseite https://www.womo-kladde.net und auf Instagram anna_dross_reisende_Autorin
Juli 1949. Zwei Monate nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland geht in Hamburg alles seinen gewohnten Gang, zumindest bei Ida Rabe. Die Schutzpolizistin teilt sich das Büro an der Reeperbahn mit Heide Brasch und ihr Leben mal mehr, mal weniger mit dem Gerichtsmediziner Ares Konstantinos. Als am Strand von Övelgönne die Leiche eines Jungen angeschwemmt wird, ist Ida erschüttert: Handelt es sich bei ihm um dasselbe Kind, das Heide und sie ein paar Monate zuvor halb erfroren und stark abgemagert in einem Hauseingang gefunden haben? Ida schwört, es herauszufinden. Die Spur führt sie auf die Elbinsel Waltershof, zu einer kleinen verschworenen Gemeinschaft. In deren Mitte: selbsternannter Wunderheiler Wilhelm Maurer. Ida bleibt nichts anderes übrig, als sich unter seine Anhänger zu mischen. Doch jemand wird auf sie aufmerksam und es wird gefährlich für Ida.
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