Wenn der Liebste auf die Frage »Was fällt dir als Erstes ein, wenn du an mich denkst?«, antwortet: »Auf dich ist immer Verlass«, bleibt ein schaler Geschmack zurück. Da muss doch noch was anderes sein, denkt Mary, was mit Erotik … Das fragt sich auch Lucy. Die Auf-der-Suche-nach-dem-Traummann-Zeit scheint hinter ihr zu liegen. Bis sie, aus ihrem Fenster schauend, im Haus gegenüber einen Mann erblickt, der es womöglich doch ist? Sie wird es rauskriegen! Und Christine, der ein furchtbar verstrubbelter Typ über den Weg läuft, den sie eigentlich keines Blickes würdigen würde, wenn da nicht etwas wäre … Was mit Erotik.
Meine Rezension zu Lotte Römer Du, ich und das Rauschen der Wellen
Maja hat eine Bienenzucht und möchte sich in den Pfingstferien ausgiebig um sie kümmern. Da macht ihre Mutter ihr einen Strich durch den Plan, denn ein lukrativer Auftrag auf Rhodos wartet auf sie. Gleich zu Beginn lernt Maja Niko kennen, den sie zuerst als arrogant einschätzt, doch bald stellt sich heraus, dass er sehr freundlich ist und das gleiche Hobby wie sie teilt. Die beiden kommen sich näher, doch Niko hat etwas Geheimnisvolles an sich.
Dies ist bereits der zweite Teil, der auf der wunderschönen griechischen Insel Rhodos spielt und im Laufe der Geschichte tauchen sogar bekannte Personen aus dem ersten Teil auf. Dies hat die Autorin geschickt integriert. Majas Gedanken an ihre Bienen versetzen sie zunächst nicht in Urlaubsstimmung und ihre Mutter engt sie sehr ein. Maja möchte etwas mit Niko unternehmen, doch ihr Gewissen plagt sie. Auch Niko und sein Vater haben jeder eigene Ansichten, was ihre Beziehung sehr angespannt macht.
Fazit: Dies ist ein wunderschöner romantischer Roman, der auf einer traumhaften Insel spielt. Die bildhafte Sprache ließen mich den Thymian und die Orangenblüten vor Augen erscheinen und den Geruch hatte ich beim Lesen in der Nase. Zwar ist die Geschichte vorhersehbar, was meinem Lesegenuss nicht geschmälert hat. Es gibt zudem einen Einblick in die Bienenzucht und zeigt das Profitgier der falsche Weg ist. Ein toller Wohlfühlroman, der zum Träumen animiert und das Abschalten vom Alltag fällt dabei leicht. Das Buch macht zudem Lust auf Urlaub und Meer. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Meine Rezension zu Bertha Benz und die Straße der Träume
Alexander Schwarz Bertha Benz und die Straße der Träume
Während eines Familienausflugs lernt Bertha Carl Benz kennen und weiß, dass dies der Mann ihrer Träume ist. Bevor sie heiraten, werden ihnen viele Hindernisse in den Weg gelegt, aber mit ihrer Mitgift können sie endlich heiraten. Carl ist ein erfinderisches Genie und möchte unbedingt ein selbstfahrendes Auto bauen. Der Prototyp ist ihm nicht gut genug. Immer wieder möchte er ihn verbessern, bis Bertha entscheidet, dass genug sei. Sie unternimmt mit ihren 13 und 15 Jahre alten Söhnen eine erste Fahrt, die von Mannheim nach Pforzheim führt.
Dieses Buch hat mich von Anfang an begeistert. Es ist eine fiktive Geschichte, die jedoch viele wahre Ereignisse enthält. Wir lernen Bertha von klein auf kennen. Sie wusste schon immer, was sie wollte und interessierte sich für die Zimmerarbeiten ihres Vaters. Selbst mit technischen Details kannte sie sich aus und war Carl oft eine Hilfe. Bertha ist eine starke Persönlichkeit und hält die Fäden im Hintergrund in der Hand. Viele Steine werden ihnen dennoch in den Weg gelegt. Selbst ein Konkurs ist nicht aufzuhalten. Es ist ein weiter Weg, bis Carl Benz endlich einen selbstfahrenden Wagen erfindet. Aber immer wieder war er für Carl nicht gut genug. Eines Tages nahm sie sich den Wagen und ihre Söhne und fuhr los. Diese Reise war alles andere als einfach. Sie erlebten viele Hindernisse und Skepsis.
Fazit: Eine großartige Hommage an Bertha Benz ist dem Autor gelungen. Mir war nie langweilig. Im Gegenteil, ich fand es sehr interessant, wie Berta aufwuchs, wie sie sich verliebte und mit ihrem Mut und ihrer Zielstrebigkeit ein selbstfahrendes Auto zu einem geeigneten Fortbewegungsmittel machte. Auch ihre Fahrt gestaltete sich abenteuerlich. Das Buch ist gut recherchiert. Es hat mich sehr gut unterhalten, denn es ist nicht nur fesselnd und spannend, sondern hat mir große Einblicke in diese Zeit gewährt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Susanne Morel Unter der Sommerlinde von Gourdon
Schon als Kind wollte Manon heilen und später setzte sie sich sehr zum Leidwesen ihrer Mutter durch und machte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Tatkräftig und mit vollem Einsatz geht sie ihrer Berufung im Krankenhaus nach. Sie vertritt ihre eigene Meinung und damit ist der Chefarzt Dr. Tessier öfters nicht einverstanden. Sie lernt Léandre kennen und hilft ihm, ein krankes jüdisches Kind ins Krankenhaus zu schleusen. Endlich hat Dr. Tessier einen Grund, Manon zu entlassen. Aber auf Manon wartet schon eine neue Aufgabe.
Dieser Roman entführt nach Frankreich ins Jahr 1936 und erzählt unter anderen die Geschichte der Schwestern Manon und Estelle. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Manon macht eine Ausbildung zur Krankenschwester, sehr zur Enttäuschung ihrer Mutter, denn diese möchte sie reich verheiraten. Deshalb richtet die Mutter nun ihre ganze Energie auf Estelle und manipuliert sie schon in jungen Jahren, dass nur eine reiche Hochzeit Erfüllung bringen kann. Estelle fügt sich allem. Leider verstehen sich auch die Schwestern untereinander nicht gut. Beide Schwestern kommen irgendwann in ihrem Leben an einen Wendepunkt und müssen eine Entscheidung treffen. Es wird abwechselnd aus Sicht der Schwestern erzählt und es gibt emotionale Höhen und Tiefen. Die Angst vor dem kommenden Krieg ist spürbar. Hier nimmt zudem noch das Schicksal der Verfolgten Raum ein, was mich sehr traurig machte.
Fazit: Dieser Roman ist emotional, schicksalhaft und voller großartiger Charaktere. Das Buch ist abwechslungsreich und spannend und hat mich nicht gleichgültig gelassen. Außerdem ist es sehr berührend und mit einer schönen Kulisse ausgestattet. Ich konnte förmlich die Lavendelfelder und Kräutergärten riechen. Mit ihrer bildlichen Sprache erschien mir alles klar vor Augen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Julia Rogasch Herzklopfen im kleinen Bonbonladen am Meer
Marla und ihr Freund hatten eigentlich vor, auf Sylt einen kleinen Souvenirladen zu eröffnen, aber er hat schließlich einen Rückzieher gemacht. Sie hat bereits alle Brücken in Hamburg hinter sich gelassen und reist nach Sylt und kommt bei ihrer Freundin unter. Dann trifft Marla auf Peer, dessen Großmutter einen Bonbonladen, Das Zuckerhüs betreibt. Leider ist Peer der Meinung, dass sie aus Altersgründen das Zuckerhüs nicht mehr betreiben kann und sucht einen Käufer.
Was für eine wunderbare Geschichte mit einem tollen Setting, die auf Sylt spielt. Marla hat alles aufgegeben und wird plötzlich maßlos enttäuscht. Peer und Marla fühlen sich zwar zueinander hingezogen, aber er trägt große Verantwortungen. Marla gefällt der Bobonladen sehr und möchte verhindern, dass er verkauft wird. Das sind für alle schwierige Situationen und eine große Belastung. Zusätzlich prallen hier auch noch mehrere Schicksale aufeinander und es gibt Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Dieses Buch ist mit viel Liebe zum Detail geschrieben.
Fazit: Dieser Wohlfühlroman besticht durch tolle und authentische Charaktere, die sehr lebendig wirken. Freundschaft und Zusammenhalt wird hier groß geschrieben. Der tolle Schreibstil hat mich nur so durch die Zeilen gleiten lassen. Wieder ein sehr empfehlenswertes Buch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Hebamme Jule, 39, lebt ihren Traumberuf: Für sie gibt es nichts Schöneres, als Frauen auf dem Weg zum Kind zu begleiten. Für sie selbst war zur Familiengründung der Richtige noch nicht dabei – eigentlich kein Problem, doch dann ist sie auf einmal ungeplant schwanger. Von einem One-Night-Stand – schon ein größeres Problem. Und dann entpuppt sich der Kindsvater auch noch als Lebensgefährte ihrer neuen Lieblingsklientin Amelie. Und schon steckt Jule mitten in einem Strudel widerstreitender Gefühle …
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Sonja Roos vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Gerne stelle ich mich Dir vor. Vita: Sonja Roos, Jahrgang 1974, lebt und arbeitet im Westerwald, wo sie mit Mann, drei Töchtern und einem Australien Shepard zuhause ist. Privat liebt sie es zu reisen, Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen, zu lesen und Serien auf Netflix wegzusuchten. Von Haus aus ist Sonja Roos Journalistin, sie arbeitet mit halber Stelle bei einer großen Tageszeitung. Während der Elternzeit ihrer dritten Tochter 2014 kam ihr alter Wunsch wieder auf, ein Buch zu schreiben, so dass sie die (wenigen) freien Zeiten, in denen ihr Baby schlief und ihre anderen Töchter beschäftigt waren, nutzte, um ihren ersten Roman zu verfassen. Es dauerte dann aber, bis ihre Bücher den Weg zum Publikum fanden. Der erste Roman blieb nämlich zunächst in der Schublade, weil das Buch mehr ein Verarbeitungsprozess war, denn in dieser Zeit erkrankte eine gute Freundin von ihr unheilbar an ALS. Da sie aber nun wusste, dass sie genug Ideen, Ausdauer und Kreativität hatte, um ein Buch zu schreiben, setzte sie sich an ihren zweiten Roman – „Für immer und ein Vierteljar“ erschien 2019 im Acabus-Verlag. Dann ging es Schlag auf Schlag. Sie fand eine Agentur und über diese ein Zuhause für ihre nächsten Romane, nämlich den Goldmann-Verlag. Hier erschienen bereits „Der Windhof“ (2021), „Die Lavendeljahre“ (2022), und zuletzt „Die Sonntagsschwestern“ im Dezember 2023. Das Besondere an diesem Buch: Es ist ihr erster Roman, den sie überarbeitet hat und ihrer mittlerweile verstorbenen Freundin widmete. Unter dem Pseudonym Sienna David hat sie zudem eine Roman-Biografie über Ada Lovelace verfasst (Ada und die Gleichung des Glücks, erschienen 2022 bei Lübbe). Jetzt, 2024, kommt mit „Eine grenzenlose Welt“ ihre erste, rein historische, Trilogie, ebenfalls bei Goldmann. In den Romanen geht es um vier Auswanderer, die 1892 von Hamburg aus nach New York gehen, um ihr Glück zu suchen. Es geht aber auch um Journalismus, ums Zeitungsmachen und darum, wie spannend die Anfangsjahre der Branche waren – besonders im schillernden New York des Gilded Age. Somit ist die Trilogie auch ein Brückenschlag zwischen ihren beiden Berufen.
Meine Rezension zu Corinna Kohfink Orangenblüte auf Mallorca
Silkes Albträume nehmen kein Ende. Sie fühlt sich bedroht und beobachtet und lässt niemand näher an sich heran. Ihre mallorquinischen Freunde wissen das und akzeptieren es auch. Als Doros Stiefsohn Philipp zu Besuch kommt, soll Amors Pfeil die beiden treffen. Ob Doros Rechnung aufgeht? Aber Silke ist alles andere als bereit für eine Beziehung.
Diesmal wandte sich die Autorin einem ernsten Thema zu. Silke hat schon viel durchgemacht, sich aber noch niemandem geöffnet. Nach und nach erfährt der Leser, was sie durchmachen musste und ihre täglichen Ängste sind fast unvorstellbar. Auch hier wird vermittelt, was Freunde bedeuten können und dass man auf sie zählen kann. Dazu die wundervolle Landschaft Mallorcas und die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
Fazit: Auch der dritte Teil der Mallorca-Reihe hat mich beeindruckt. Nicht nur der tolle Schreibstil, der mich nur so durch die Zeilen gleiten ließ, auch ein Thema, das mich berührt hat und ich mitfieberte, wie es ausgehen würde. Der Spannungsbogen zog sich durch das ganze Buch. Zum Ende wird es richtig dramatisch und die Ängste sind spürbar. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Buchvorstellung Jani Friese Wo das Meer auf Hoffnung trifft
Es bleibt noch immer Norderney, denkt sich Romy. Weiße Dünen und Meeresrauschen – das ist genau das, was sie jetzt braucht, um endlich wieder durchatmen zu können Doch als sie dem attraktiven Jakob begegnet, ist es mit der Ruhe vorbei. Grund dafür ist nicht nur seine charmante Art, der Romy schlecht widerstehen kann, sondern ebenso ein siebzig Jahre alter Brief, der eines Tages unverhofft in den Briefkasten ihrer Ferienunterkunft flattert. Als wenig später weitere Briefe auftauchen, wissen Romy und Jakob, dass sie den Schlüssel zu einem Geheimnis in den Händen halten, das all die Jahre im Verborgenen geschlummert hat. Was haben die beiden Freundinnen aus den Briefen mit Norderney zu tun, und wer ist der Mann, der die blau-weißen Fliesen in der alten Mühle angebracht hat? Jakob und Romy stoßen auf ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit, das ihnen unter die Haut geht und ihr eigenes Leben für immer verändert.
Meine Rezension zu Annette Meisl Das Geheimnis der Zigarrenkönigin
Anna ist 16 Jahre jung und soll mit einem älteren Mann verheiratet werden. Sie lernt Knut kennen und er nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise nach Amerika. Mit im Gepäck hat sie Briefe ihrer Mutter und sie möchte dort ihren leiblichen Vater suchen. Durch glückliche Umstände landet sie in Kuba und lernt dort den sympathischen Fabrikanten Hoffmann kennen, der eine Zigarrenmanufaktur sein Eigen nennt. Anna verliebt sich in den Sklaven Luca. Kann ihre Liebe alle Hindernisse überwinden?
Anna ist eine sehr starke Persönlichkeit mit viel Mut, denn sie wusste nicht, was sie in der neuen Welt erwarten würde. Die mehrwöchige Überfahrt war sehr beschwerlich. Zum Glück lernt sie später Hoffmann kennen. Dass sie sich in einen Sklaven verliebt, war damals undenkbar. Ein weiterer Handlungsstrang handelt von der Sklaverei. Ofelia erleidet ein schreckliches Schicksal, aber nicht nur sie. Diese Perspektivenwechsel sind nicht nur spannend, sondern auch grausam. Ich litt mit den Menschen. Unsägliche Arbeitszeiten und Auspeitschungen waren an der Tagesordnung.
Fazit: Dieser Roman hat mich sehr mitgenommen. Er spielt in Kuba 1867 und Sklaven mussten unter widrigen Umständen zwanzig Stunden am Tag arbeiten, mit nur einer kargen Mahlzeit am Tag. Freiheit und Gleichberechtigung waren zu dieser Zeit weit entfernt. Der Autorin ist es gelungen, einen spannenden Roman zu kreieren. Außerdem erhält man Einblicke in die Kunst der Zigarrenherstellung Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐