Ein verlassenes Auto am Rand der nächtlichen Landstraße bei Schleswig wirft Fragen auf: Hier hat sich offenbar ein brutales Verbrechen abgespielt. Die Besitzerin wird am nächsten Morgen grausam zugerichtet im Wikingermuseum Haithabu gefunden. Als sich in der nächsten Nacht in der Eckernförder Bucht ein weiterer schrecklicher Mord ereignet, glaubt zunächst niemand an einen Zusammenhang. Nur Kristin Voss, die neue Ermittlerin beim K1 der Polizeidirektion Flensburg, hat einen Verdacht. Doch der Mörder scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein …
Hotelbesitzer Pierre hat die Influencerin Viktoria Kaplan und ihre Freunde eingeladen, um über sein neues Retreat-Resort zu berichten. Es liegt sehr abgeschiedenen im Ammergebirge. Viktoria hat bald eine Million Follower und nutzt diese Gelegenheit, um mit ihren besten Freunden dort zu feiern und zu berichten. Doch der Schein trügt. Bald kommt es zu Spannungen und jeder der Anwesenden hat ein Geheimnis. Als ein Mord geschieht, macht sich jeder verdächtig.
Hier wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven und den entsprechenden Ich-Perspektiven, sowie verschiedenen Zeitebenen erzählt. Die Hauptfigur ist die Influencerin Viktoria, die mit ihren fünf Freunden im abgeschiedenen Retreat eine Auszeit genießen will. Nach und nach lernen wir alle näher kennen. Als ein Mord geschieht, misstrauen sie sich untereinander. Ich mochte eigentlich keine der Protagonisten. Hier ist mehr Schein als Sein und alle sind sehr oberflächlich. Sie sprechen dem Alkohol zu, sind leichtsinnig und es gibt einige ausführliche Szenen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Hinzu kommt die etwas derbe Sprache bei diesen Vorgängen. Das hat mein Lesevergnügen etwas gemindert. Aber es gibt einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die wiederum entschädigt haben.
Fazit: Die Autorin hat mit ihrem Debüt ein spannendes Lesevergnügen hingelegt. Es ist lange undurchsichtig. Am Ende kommt es zu einen Showdown und ich war sehr überrascht, wer zu einem Mord fähig war. Dazu die unheimliche Atmosphäre, der Sturm und die Abgeschiedenheit haben mir gut gefallen. Von mir gibt es eine Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Stefan S. Kassner vorstellen. Es freut mich, dass Du heute mein Gast bist.
Es war einmal ein Junge, der fürchtete die Nacht. Sobald sich die Dunkelheit wie ein schwarzes Tuch über sein Zimmer legte, erwachten in der Finsternis Wesen. Sie wisperten Geschichten von Orten, die niemals Licht erhellte und die er in diese Welt bringen sollte. Der Knabe aber fürchtete sich, und je mehr er versuchte, die Wesen zu ignorieren, desto stärker schwoll ihr Flüstern zu einem Gesang an, der sich mit seinen Träumen verwob, die ihn zu diesen finsteren Welten führten. Der Junge wurde älter, und als er erwachsen war, erschien die Dunkelheit der Nacht leer und die Träume farblos. Jetzt ein Mann wurde er seines Verlustes gewahr. Er begann, aufzuschreiben, was ihm die Stimmen in seiner Kindheit eingeflüstert hatten, und damit kehrten die Träume zurück. Heute ist die Dunkelheit für ihn wieder voller Geheimnisse, führen düstere Winkel in fremde Welten, doch jetzt fürchtet er sich nicht mehr, denn er weiß, tief hinter der Finsternis verbirgt sich immer das Licht.
Der Schriftsteller Stefan S. Kassner hängte im Oktober 2022 den Arztkittel an den Nagel und lebt seitdem als hauptberuflicher Autor mit seinem Hund Goliath auf der Sonneninsel Mallorca.
Im Oktober 2020 wurde er in die Agentur Ashera aufgenommen und veröffentlich seit 2021 Romane Novellen und Kurzgeschichten in unterschiedlichen Genres, unter anderem Thriller, Krimi, Cosy Crime, Familiengeheimnis, Familiensaga, (Gay-)Romance, (düstere) Phantastik, Horror, Steampunk und Humor.
Dies prägte auch den Slogan des Schriftstellers: ‚Vielseitigkeit hat einen Namen – Stefan S. Kassner.‘
Wo immer Du hingehst, ich sehe Dich! Ein junger Mann wird in der Leinemasch tot aufgefunden. Man hat ihn erstochen. Die eilig herbeigerufene Hauptkommissarin Williamson erkennt in dem Toten sofort einen Bekannten ihrer Kollegin Elena Grifo, den beide einige Monate zuvor zufällig getroffen hatten. Wer nicht am Tatort erscheint, ist Elena Grifo selbst. Sie ist auch nicht zu erreichen. Schwer belastet von den Sorgen um die junge Oberkommissarin nimmt Williamson mit ihrem ungeliebten Kollegen Sascha Cohen die Ermittlungen auf. Was sie dabei zutage fördert, erschüttert sie zutiefst. Anscheinend verband Elena Grifo eine problematische Beziehung mit dem Mordopfer, die sie nun unter Verdacht geraten lässt. Auch Williamsons Ehemann Bernd-Karl spielt eine Rolle in der unheilvollen Verbindung des Toten und der jungen Polizistin. In dem Geflecht von Liebe, Hass, Eifersucht, Besessenheit und Begierde kommt Williamson dem Mörder immer näher und gerät so selbst in tödliche Gefahr …
Meine Rezension zu Lucinde Hutzenlaub In Liebe, Paula
Paula wächst mit ihren drei Brüdern in Gablenberg bei Stuttgart auf. Ihre Mutter besitzt einen kleinen Milchladen, doch Paula lässt ihre Sehnsucht in die Ferne nicht los. Sie schreibt ihrem Nachbarn, der in die USA ausgewandert ist und von da ab ist es ein Leichtes für sie in dieses ferne Land zu reisen. Sie lernt Norman kennen und findet Arbeit als Kindermädchen für eine wohlhabende Familie. Nicht nur die Kinder wachsen ihr ans Herz, sondern auch Norman. Doch das Schicksal schlägt grausam zu. Linda findet auf dem Dachboden ihrer Mutter Esther einen Koffer mit Briefen und anderen Dingen und ist voller Fragen. Esther hat eine Vergangenheit, von der ihre Tochter keine Ahnung hat, und sie weiß, dass sie sich endlich damit auseinandersetzen muss.
Was für eine schöne, emotionale und traurige Geschichte. Es geht vor allem um Paula, die 1932 in Amerika ihr Glück sucht. Als Kindermädchen findet sie Erfüllung und liebt die Kinder wie ihre eigenen. Und mit Norman findet sie ihr Glück. Doch dies währt nicht lange. Über drei Generationen wird hier erzählt, in denen Paula den meisten Raum einnimmt. Linda findet einen Koffer voller Briefe und hat viele Fragen. Esther erzählt zunächst zögerlich. Ich war sehr berührt von dem Drama, das sich hier abspielte. Dabei spielen Macht, guter Ruf und Prestige eine große Rolle. Das Wohl anderer wird mit Füßen getreten. Ich fand es hervorragend, wie die Autorin die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft hat. Die Briefe sind sehr aussagekräftig und haben mich beeindruckt.
Fazit: Dieser Roman hat einen Bezug zu einer wahren Geschichte und macht das Ganze viel eindrucksvoller. Leid, Schmerz sowie Macht stehen hier im Vordergrund, aber auch Liebe und Leid. Es zeigt sich, dass Aussprachen sehr wichtig sind. Viele verpasste Chancen sprechen für sich. Der angenehme Schreibstil hat mich nur so durch die Zeilen gleiten lassen. Ich hätte mir hier durchaus eine Trilogie vorstellen können. Von mir gibt es eine absolute Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Julia Judith Schwarz, genannt JJ, ist Bestatterin in Fellbach und mit dem Tod vertraut. Aber als eines Tages ein Ex-Liebhaber vor ihr auf dem Tisch liegt, ist das doch eine schräge Situation. Markus Weber ging mit ihr zur Schule und war einer der erfolgreichsten Winzer der Region. Und Erfolg schafft bekanntlich Neider. JJ hegt Zweifel an der natürlichen Todesursache. Sie taucht ein in die Welt des Weines und wirbelt viel Staub auf. Dabei bringt sie nicht nur sich, sondern auch ihren Freund Vinzenz in Gefahr.
Marie Pierre Töchter des Aufbruchs Das Pensionat an der Mosel
Reichsland Elsaß-Lothringen 1910: Im mittelalterlichen Moselstädtchen Diedenhofen führt die junge Lehrerin Pauline Martin inmitten einer bunt gemischten Bevölkerung aus Deutschen und Franzosen ein Pensionat für höhere Töchter, die sie zu eigenständigen und selbstbewussten Frauen erziehen will. Als ihr neuester Schützling Suzette sich heimlich mit einem Soldaten trifft und kurz darauf spurlos verschwindet, bittet Pauline den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Ihre enge Zusammenarbeit droht, die strengen Konventionen der Kaiserzeit zu sprengen. Und dann ist da noch Paulines neuer Gärtner Vincent, der ein dunkles Geheimnis hütet. Kann Pauline Suzette finden und den guten Ruf ihres Pensionats bewahren?
Im Wald geht das Herz auf. Die mächtigen Bäume spenden Schatten, Sauerstoff und Leben, sind magisch und voller uralter Weisheiten. Das Wald-Quiz schenkt tiefere Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge von Flora und Fauna, die Rolle der Wälder im Klimaschutz und in der nachhaltigen Forstwirtschaft. Birte und Martin Stährmann erkunden in 100 Fragen und Antworten die Geheimnisse des Waldes und zeigen, weshalb es sich lohnt, diese bedrohte Welt zu lieben und zu schützen.
Buchvorstellung Birte und Martin Stährmann Glücksorte in der Schlei
Kiek mol wedder in! Wer einmal die malerische Landschaft rund um Schlei und Eckernförder Bucht besucht hat, kommt immer wieder zurück. Birte und Martin Stährmann haben sich im Norden auf die Suche nach dem Glück begeben – und es gefunden: in hyggeligen Cafés und an steilen Küsten, in prächtigen Mühlen und unter urigen Reetdächern, im Wikingerdorf und auf dem Segelboot. Wo die Sonne glitzernd auf dem Wasser tanzt, werden kleine Auszeiten zur unvergesslichen Erinnerung.