In der eisigen Stille des Winters wird auf einem zugefrorenen Teich die grausam entstellte Leiche der sechzehnjährigen Melanie gefunden. Die rätselhaften Verbrennungen an ihrem Körper deuten auf ein brutales Verbrechen hin. Kriminalpolizist Sibelius Lange und sein Team geraten bei ihren Ermittlungen in die angespannte Dynamik an Melanies Schule, die beklemmende Enge ihres Heimatdorfes und die düsteren Geheimnisse ihrer strenggläubigen Familie. Persönliche Konflikte und lang Verdrängtes setzen der Polizeieinheit zu, während sich das Netz aus Neid, Verrat und Fanatismus immer enger um alle Beteiligten zusammenzieht.
Nach ihrem letzten Einsatz hat Kommissarin Elsa Dorn von der Mordkommission ins Betrugsdezernat gewechselt. Der vorherige Fall hat sie an ihre Grenzen gebracht. Ein Liebesbetrüger treibt sein Unwesen und prellt ahnungslose Frauen um ihr Geld. Auch der Privatdetektiv Sven Schäfer hat einen neuen Auftrag erhalten. Seine Klientin ist um einen beträchtlichen Geldbetrag betrogen worden. Als der Hacker, den er beauftragt hat, kurz darauf ermordet wird, kreuzen sich die Wege von Sven und Elsa erneut.
Dies ist bereits der siebte Regionalkrimi, der durch seine unkonventionelle Herangehensweise der Charaktere besticht. Die Protagonistin Elsa, die eigentlich Abstand von Mord und Verbrechen halten wollte, sieht sich bald in einem spannenden Fall innerhalb des Betrugsdezernats wieder. Hier trifft sie auf Sven Schäfer, der ebenfalls mit einem Liebesbetrüger konfrontiert wird. Beide Charaktere sind sympathisch und bringen unterschiedliche Ermittlungsmethoden ein, doch schon bald geraten sie in Lebensgefahr. Ihre gründliche Ermittlungsarbeit führt schlussendlich zum Erfolg.
Fazit: Dieser Regionalkrimi hebt sich von anderen Krimis ab, da er nicht im Bereich des harmlosen Cosycrime verweilt. Der Autor scheut sich nicht, die Situation auf die Spitze zu treiben. Es geht manchmal ganz schön zur Sache. Die Erzählung lebt von Spannung und den gut ausgearbeitetenund sympathischen Charakteren. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Mehr als dreißig Jahre nach dem ominösen Tod ihres Bruders im Kummersee kehrt Lena an den Ort ihrer Kindheit und ihres Traumas zurück. Als Polizistin ist sie für den Schutz eines hochumstrittenen Bauprojekts zuständig. Sie trifft auf militante Umweltaktivisten, eine verflossene Jugendliebe und düstere Familiengeheimnisse. Als plötzlich bizarre Morde geschehen, deutet alles darauf hin, dass in den Tiefen des Kummersees etwas erwacht ist. Doch wo enden die Gruselgeschichten, und wo beginnen die wirklichen Schrecken?
Das Essener Kommissariat beschäftigt sich nicht nur mit vermissten Kindern, sondern auch mit dem schrecklichen Verbrechen eines Kindesmordes. Sie gehen von zwei voneinander unabhängige Fälle aus. Eine wahrhaftig herausfordernde Aufgabe. Zur Unterstützung der Ermittler wird ein ehemaliger Kollege hinzugezogen. Werden sie es schaffen, die vermissten Kinder zu finden und den Mörder zu fassen?
Dieser fesselnde Kriminalroman thematisiert äußerst schwere und emotionale Themen. Im Mittelpunkt stehen Kindesentführungen, Mord und Kinderhandel. Gerade für Eltern sind dies schockierende und zutiefst verstörende Aspekte. Dem Autor gelingt es, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, in der die Verbrecher mit ihren Opfern gnadenlos umgehen. Man spürt das unvorstellbare Leid der Eltern, die zwischen verzweifeltem Hoffen und bangen Warten gefangen sind. Diese emotionale Achterbahnfahrt ist nur schwer zu ertragen und berührt einen tief im Innersten.
Fazit: Der Spannungslevel bleibt durchgehend hoch, und ich konnte nicht anders, als mitzufiebern und mitzuleiden. Dieses Buch lässt einen nicht los, und ich fand es schwer, es abends zu lesen. Der Kriminalroman ist definitiv nichts für schwache Nerven. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Cleo Konrad vorstellen. Es freut mich, dass du heute mein Gast bist.
Hallo ihr Lieben, ich bin Cleo Konrad. Als Autorin werde ich oft gefragt, seit wann ich schreibe – und meine Antwort ist: Seit ich schreiben kann. Als Kind kritzelte ich Notizbücher voll, als Teenager erschienen meine Gedichte in Mädchenzeitschriften und Kurzgeschichten in Anthologien. Mein kleines WG-Zimmer während des Studiums bezahlte ich mit dem Schreiben von Heftchenromanen. Nach dieser Lehrzeit kramte ich allen Mut zusammen und tat das, was ich seit Jahren nicht gewagt hatte: Ein ganzes Buch schreiben. History meets Werwölfe in Budapest – und tatsächlich: Ich fand einen Verlag, war überglücklich und unglaublich aufgeregt, als ich 2010 mein erstes Buch in den Händen hielt. Sag, wer bin ich und wie viele? Über die Jahre sind ein paar Namen und Bücher zusammengekommen. In allen steckt ein Teil von mir. Manche prägen mich bis heute, aus anderen bin ich eindeutig rausgewachsen. Es ist großartig, dass ich mich immer wieder neu erfinden durfte! Um da anzukommen, wo ich jetzt bin: Der Wechsel ins Thriller-Genre war die beste Entscheidung. Ich liebe es, spannende Geschichten zu erzählen und dabei das zu erforschen, was Menschen antreibt, im Guten wie im Bösen. Ich mag es, komplexe Figuren zu erschaffen, die viel zu verlieren haben und ihre Geheimnisse hüten. So dass meine Leserinnen und Leser mitfiebern und miträtseln und auch mal in die Irre gelockt werden. 2024 wurde mein Buch „Tödlicher Podcast“ mit dem Viktor Crime Award von Sebastian Fitzek ausgezeichnet – als bestes nationales Thrillerdebüt. 2025 ist mein zweiter Thriller Deep Fake erschienen. Wenn ihr psychologische Spannungsromane mit modernen Themen und Tiefgang mögt, freu ich mich, wenn ihr auf meinem Profil auf Instagram vorbeischaut.
In einem ehemaligen, leerstehenden Hotel führt Simon Dorn ein zurückgezogenes Leben. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist Karla Hofbauer, mit der er gemeinsam Cold Cases bearbeitet. Tragischerweise wird Karla brutal ermordet, und alle Hinweise deuten auf einen Serientäter hin. Kriminalpolizistin Lea Wagner wendet sich an Simon Dorn. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Täter zu fassen. Doch werden sie in der Lage sein, ihn rechtzeitig zu stoppen?
Der Thriller startet mit einem packenden Prolog, der mich von der ersten Seite an fesselte. Im Mittelpunkt steht ein skrupelloser Serientäter. Während Lea und Simon zusammenarbeiten, beginnt sie, Verbindungen zu erkennen, die Simon bisher entgangen waren. Dieser Fortschritt bringt sie einen entscheidenden Schritt weiter. Lea ist zielstrebig und entschlossen und wird aber von ihrem Chef unterschätzt. Simon lebt nach vielen Schicksalsschlägen sehr zurückgezogen. Die Erzählweise ist temporeich und und wechselt zwischen verschiedenen Perspektiven, wodurch die Spannung konstant hoch gehalten wird. Immer wieder wird mit unerwarteten Wendungen überrascht. Der Mörder bleibt bis zum Schluss im Verborgenen, was meine Neugier aufrechterhalten hat.
Fazit: Es handelt sich um einen temporeichen, spannenden und fesselnden Thriller. Am Ende wurde die Handlung für mich ein wenig verwirrend, doch letztendlich klärten sich alle offenen Fragen. Dieser Thriller ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, auf die ich mich schon jetzt gespannt freue. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend – und die Zahl Neunzehn.
June und Sandra sind weiterhin auf der spannenden Suche nach dem Geheimnis von Luise. Ihre neue Spur führt sie nach Tansania, zu Wendy, die eine Rosenfarm betreibt. Gemeinsam machen sie sich auf, um weitere Hinweise zu finden.
Anna Claire hat hier einen spannenden Abschluss ihrer Trilogie geschrieben. Im Mittelpunkt steht Anni Graf, die Großmutter von Wendy, deren Geschichte und Nachfahren in wechselnden Perspektiven zwischen der Gegenwart und dem Jahr 1938 erzählt wird. June und Sandra reisen nach Tansania, um die Geheimnisse ihrer Vorfahren zu lüften. Sie verstehen sich sofort hervorragend mit Wendy und unterstützen sie bei der Pflege der Rosen, die ausschließlich von Frauen bewirtschaftet werden. Es ist schön zu beobachten, wie sie langsam die Rätsel der Vergangenheit entschlüsseln. Besonders eindrucksvoll sind die Rückblenden zu Anni Graf. Sie schildern die Herausforderungen und Ungerechtigkeiten, denen sie in ihrer Zeit ausgesetzt war, sowie die nachhaltige Prägung durch diese Erlebnisse. Die Spannung wird Stück für Stück aufgebaut, während das Rätsel um das Geheimnis von Luise allmählich gelüftet wird.
Fazit: Dies ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der sowohl emotional berührt als auch mit Spannung überzeugt. Die dargestellten Ungerechtigkeiten haben mich tief bewegt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ja, das Menschsein ist nicht einfach. Ob es schön ist, liegt da und dort an uns selbst. Diese Sammlung von Kurzgeschichten greift Situationen des Alltags auf und bringt Unausgesprochenes zur Sprache. Zudem werden nicht alltägliche Begegnungen in das Licht unserer Wahrnehmung gerückt. Ironie und der Ralf M. Ruthardt eigene Erzählstil sorgen für unterhaltsame und des Nachdenkens werte Momente. Zum scheibchenweisen Lesen oder am Stück. Die Lesefreude wird auf jeder Seite zu finden sein.
Nachdem Paulas Vater ihr die Ausbildung zur Orgelbauerin verweigert hat, entscheidet sie sich, bei seinem Konkurrenten Hans Meichelbeck eine Lehre zu beginnen. Gemeinsam konzentrieren sie sich auf die Restauration von Orgeln, obwohl viele die Zukunft dieses Handwerks skeptisch betrachten. Als Frau in einem überwiegend männlichen Berufsfeld sieht sich Paula vielen Anfeindungen ausgesetzt, nicht nur von Fremden, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Familie. Wird es ihr gelingen, ihren eigenen Weg zu gehen?
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, legte sich das schnell. Paula verbrachte bereits als Kind viel Zeit in der Werkstatt, was ihrem Vater missfiel. Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit um 1920, einer Phase geprägt von Inflation, Armut und Ressourcenmangel. Paula ist eine starke und ehrgeizige Frau, die sich mutig gegen die gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit behauptet. Eine sorgfältige Recherche über den Orgelbau, die Musik und das Bauhaus in Weimar verleiht der Erzählung eine authentische Tiefe. Besonders beeindruckend finde ich Paulas Charakter. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus und ist bereit, gegen alle Widrigkeiten anzukämpfen. Auch ihr Bruder, der das genaue Gegenteil von Paula darstellt, hat mich in seiner Rolle überzeugt.
Fazit: Dieser Roman wirft nicht nur einen Blick auf die Herausforderungen einer starken Frau in Krisenzeiten, sondern bringt auch den Orgelbau und die Musik näher. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐