In einem ehemaligen, leerstehenden Hotel führt Simon Dorn ein zurückgezogenes Leben. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist Karla Hofbauer, mit der er gemeinsam Cold Cases bearbeitet. Tragischerweise wird Karla brutal ermordet, und alle Hinweise deuten auf einen Serientäter hin. Kriminalpolizistin Lea Wagner wendet sich an Simon Dorn. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Täter zu fassen. Doch werden sie in der Lage sein, ihn rechtzeitig zu stoppen?
Der Thriller startet mit einem packenden Prolog, der mich von der ersten Seite an fesselte. Im Mittelpunkt steht ein skrupelloser Serientäter. Während Lea und Simon zusammenarbeiten, beginnt sie, Verbindungen zu erkennen, die Simon bisher entgangen waren. Dieser Fortschritt bringt sie einen entscheidenden Schritt weiter. Lea ist zielstrebig und entschlossen und wird aber von ihrem Chef unterschätzt. Simon lebt nach vielen Schicksalsschlägen sehr zurückgezogen. Die Erzählweise ist temporeich und und wechselt zwischen verschiedenen Perspektiven, wodurch die Spannung konstant hoch gehalten wird. Immer wieder wird mit unerwarteten Wendungen überrascht. Der Mörder bleibt bis zum Schluss im Verborgenen, was meine Neugier aufrechterhalten hat.
Fazit: Es handelt sich um einen temporeichen, spannenden und fesselnden Thriller. Am Ende wurde die Handlung für mich ein wenig verwirrend, doch letztendlich klärten sich alle offenen Fragen. Dieser Thriller ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, auf die ich mich schon jetzt gespannt freue. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend – und die Zahl Neunzehn.
June und Sandra sind weiterhin auf der spannenden Suche nach dem Geheimnis von Luise. Ihre neue Spur führt sie nach Tansania, zu Wendy, die eine Rosenfarm betreibt. Gemeinsam machen sie sich auf, um weitere Hinweise zu finden.
Anna Claire hat hier einen spannenden Abschluss ihrer Trilogie geschrieben. Im Mittelpunkt steht Anni Graf, die Großmutter von Wendy, deren Geschichte und Nachfahren in wechselnden Perspektiven zwischen der Gegenwart und dem Jahr 1938 erzählt wird. June und Sandra reisen nach Tansania, um die Geheimnisse ihrer Vorfahren zu lüften. Sie verstehen sich sofort hervorragend mit Wendy und unterstützen sie bei der Pflege der Rosen, die ausschließlich von Frauen bewirtschaftet werden. Es ist schön zu beobachten, wie sie langsam die Rätsel der Vergangenheit entschlüsseln. Besonders eindrucksvoll sind die Rückblenden zu Anni Graf. Sie schildern die Herausforderungen und Ungerechtigkeiten, denen sie in ihrer Zeit ausgesetzt war, sowie die nachhaltige Prägung durch diese Erlebnisse. Die Spannung wird Stück für Stück aufgebaut, während das Rätsel um das Geheimnis von Luise allmählich gelüftet wird.
Fazit: Dies ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der sowohl emotional berührt als auch mit Spannung überzeugt. Die dargestellten Ungerechtigkeiten haben mich tief bewegt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ja, das Menschsein ist nicht einfach. Ob es schön ist, liegt da und dort an uns selbst. Diese Sammlung von Kurzgeschichten greift Situationen des Alltags auf und bringt Unausgesprochenes zur Sprache. Zudem werden nicht alltägliche Begegnungen in das Licht unserer Wahrnehmung gerückt. Ironie und der Ralf M. Ruthardt eigene Erzählstil sorgen für unterhaltsame und des Nachdenkens werte Momente. Zum scheibchenweisen Lesen oder am Stück. Die Lesefreude wird auf jeder Seite zu finden sein.
Nachdem Paulas Vater ihr die Ausbildung zur Orgelbauerin verweigert hat, entscheidet sie sich, bei seinem Konkurrenten Hans Meichelbeck eine Lehre zu beginnen. Gemeinsam konzentrieren sie sich auf die Restauration von Orgeln, obwohl viele die Zukunft dieses Handwerks skeptisch betrachten. Als Frau in einem überwiegend männlichen Berufsfeld sieht sich Paula vielen Anfeindungen ausgesetzt, nicht nur von Fremden, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Familie. Wird es ihr gelingen, ihren eigenen Weg zu gehen?
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, legte sich das schnell. Paula verbrachte bereits als Kind viel Zeit in der Werkstatt, was ihrem Vater missfiel. Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit um 1920, einer Phase geprägt von Inflation, Armut und Ressourcenmangel. Paula ist eine starke und ehrgeizige Frau, die sich mutig gegen die gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit behauptet. Eine sorgfältige Recherche über den Orgelbau, die Musik und das Bauhaus in Weimar verleiht der Erzählung eine authentische Tiefe. Besonders beeindruckend finde ich Paulas Charakter. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus und ist bereit, gegen alle Widrigkeiten anzukämpfen. Auch ihr Bruder, der das genaue Gegenteil von Paula darstellt, hat mich in seiner Rolle überzeugt.
Fazit: Dieser Roman wirft nicht nur einen Blick auf die Herausforderungen einer starken Frau in Krisenzeiten, sondern bringt auch den Orgelbau und die Musik näher. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Stephan R. Meier vorstellen. Vielen Dank, dass Sie heute mein Gast sind.
🎤 Sie kommen ursprünglich aus Köln, leben in München und bei Sanremo. Was zieht Sie so sehr an die Riviera, dass auch Ihre Krimis dort spielen?
Familiär bedingt habe ich ein Vagabundenleben geführt. Das habe ich beruflich bedingt auch in meiner Karriere fortgesetzt. Viele Länder auf allen Kontinenten durfte ich so kennenlernen. Italien – und die Italiener – hat in meinen Augen den gelungensten Querschnitt aus Lebensqualität, Selbstironie, Freude an schönen Dingen, gutem Klima, gutem Essen und einem Leben, das mit dem richtigen Tempo auf menschlichen Dimensionen und absolut Genuss fähig gelebt wird. Die Lebensart und Lebensfreude haben mich schon als junger Erwachsener bestochen. Und ein selbstverständliches, familiär geprägtes Miteinander, welches das Leben selbst zu einer Kunstform erhebt. Das alles im mildesten Klima Europas, am tiefblauen Meer, bei genial einfacher und effizienter Küche, einem weltberühmten Licht und einer einzigartigen Landschaft aus Hügeln und Meer. Und zwischen den Thunfischwärmen des Mittelmeers und den Wildschweinrotten in den Hügeln liegt manchmal nur 1 Kilomter.
🎤 Sie haben viele Jahre als Hotelmanager gearbeitet und sind dabei vielen unterschiedlichen Menschen begegnet. Haben diese Begegnungen Sie zu Commissario Gallo oder anderen Charakteren inspiriert?
Die Charaktere in meinen Romanen sind immer inspiriert von Menschen, denen ich begneget bin. Nach über 30 Jahren Hotellerie in vielen Ländern der Welt kam da schon einiges an Begegnungen – auch mit vielen berühmten Künstlern – zusammen. Wie ein guter Wein reifen diese erfundenen Figuren mit den fortschreitenden Bänden zu einzigartigen Cuvees, und können so unter meiner Feder ein eigenes Leben entwickeln. Spannend ist es für mich, ihnen überrascht dabei zuzusehen, wie sie sich entwickeln. Das macht sie als Figuren glaubwürdig und ihre Handlungen für die Leserinnen nachvollziehbar. Krimis leben neben den Ermittlungen auch von den Charakteren und deren Beziehungen zueinander.
🎤 Was macht den Charme des Ermittlerteams um Commissario Gallo aus? Da war bei mir der Wunsch Vater des Gedankens: An erster Stelle steht der Teamgeist, der Zusammenhalt, der Freundschaftbund, das Verständnis füreinander. Und ein Klima, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann – und vor allem die eventuellen Schwächen der anderen dabei ausgleicht. Wie im richtigen Leben menschelt es auch in Gallos Kommissariat. Gallo ist ein Chef, der sein Team nach dem Prinzip der umgedrehten Hierarchie-Pyramide zum Erfolg führt: er reisst nie alles an sich, lässt seinem Team freien Lauf, kann gut zuhören und der Erfolg seines Teams ist damit begründet, dass die entscheidenden Ideen und Schlüssel zum Lösen der teils sehr komplexen Fälle in meiner Reihe Riviera Express in kreativen Besprechungen gefunden werden. Jeder darf seine Ideen, jeder darf seinen Verdacht frei äußern. Das Team ist so zusammengesetzt, dass sowohl die historischen Bezüge der Fälle als auch die aktuelle Relevanz der Mordmotive glaubhaft recherchiert werden können. Mein Lieblingscharakter ist ganz klar Benzina, der Mechaniker – und unser Fuhrparkflüsterer.
🎤 Die Riviera ist reich an wunderschönen Orten. Wie wählen Sie Ihre Schauplätze aus? Wie sind Sie z.B. auf Triora, die Hauptstadt der Hexen, gekommen?
An der Riviera hat man wirklich die Qual der Wahl. Triora ist weltberühmt, das war eine leichte Wahl, als ich einen prägnanten Ort im Hinterland suchte, der als Kulisse für einen im Herbst spielenden Krimi (Halloween). Aber auch darüber hinaus ist die Riviera gespickt mit kleinen Dörfern, die zu den schönsten ‚Borghi d’Italia‘ zählen. Und in vielen von ihnen haben vor allem während der Belle Epoque ungewöhnliche Menschen die Weltbühne abgebildet. Die Querverbindungen und die aktuelle Relevanz von historischen Persönlichkeiten lassen in jedem Band einen Scheinwefer der ganz großen Weltbühne auf Gallos Fälle erstrahlen. Das ist das Einzigartige an meinem Riviera Express.
Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei WaBi Investigations, als in Düsseldorf der neunjährige Sohn eines Richters entführt wird. Ausgerechnet ein Häftling will nun, dass Max und Marvin in der Sache ermitteln. Rainer Klinke sitzt wegen Entführung einer Minderjährigen in U-Haft und fürchtet, dass er eine Mitschuld an dem aktuellen Fall tragen könnte.
Denn der Täter, der den Jungen in seiner Gewalt hat, hat Kontakt mit Klinke aufgenommen, will ihm zeigen, wie es »richtig geht«, damit die, die es verdient haben, bestraft werden.
Als der entführte Junge tot aufgefunden wird und erneut ein Kind verschwindet, ist Max und Marvin klar, dass ihnen extrem wenig Zeit bleibt, einen weiteren Mord zu verhindern. Und einen Irren zu stoppen, der vor nichts zurückschreckt, um seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit wahr werden zu lassen.
Das Buch erscheint am 26.02.2025
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei S. Fischer Verlag herzlich bedanke
Den Wochenausklang verbringen Kommissar Lukas Eisele und sein Team stets im Goldenen Ochsen in Kleingrubenstetten. Doch eines Abends geschieht das Unfassbare. Ganz plötzlich knallt Otto Vögele in seinen Linsenteller und ist tot. Verdächtigt wird der Wirt Ernst Grüble, der kurz darauf verhaftet wird. Aber ist er tatsächlich der Mörder? Die Kommissare beginnen im näheren Umfeld des Opfers zu ermitteln und stoßen dabei auf seine Nichte, die angeblich dem Glücksspiel verfallen ist.
Erneut führt uns die Handlung ins turbulente Kleingrubenstetten, wo es alles andere als ruhig zugeht. Dieser zweite Fall für Lukas Eisele und sein Team beginnt gleich mit einem dramatischen Todesfall, bei dem alle Kommissare anwesend sind. Nachdem der Wirt verhaftet wird, machen sich die Kommissare auf Ermittlungstour, denn sie sind von seiner Unschuld überzeugt. Es war spannend zu verfolgen, wie sie dem Täter Schritt für näher Schritt kommen. Die Zusammenarbeit im Team funktioniert gut, auch wenn Böcker häufig mit seinem katastrophalen Namensgedächtnis dazwischenfunkt. Die Charaktere sind lebendig und authentisch, und die Dialoge sprühen vor schwäbischem Charme. Für Leser, die mit dem Dialekt nicht vertraut sind, bietet das Buch ein hilfreiches Glossar sowie Übersetzungen, die das Verständnis erleichtern. Persönlich fand ich den Dialekt leicht zu lesen.
Fazit: Auch der zweite Ländlekrimi hat mich bestens unterhalten. Es ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und regionalen Örtlichkeiten. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Mira ist mit Leidenschaft Lehrerin und nimmt ihre Schüler sehr ernst. Eines Tages wird sie von einer Schülerin auf ein erschreckendes Video aufmerksam gemacht, das sie in kompromittierender Pose zeigt. Bestürzt muss Mira erkennen, wie schnell sich dieses Nacktvideo im Netz verbreitet. Schnell klärt sich, dass es sich um ein Deepfake handelt. Diese Entdeckung zwingt sie, sich mit verdrängten Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, und sie macht sich auf den Weg zurück in den Heimatort, den sie einst als Jugendliche hinter sich gelassen hat. Damals hatten sie eine schmerzhafte Lüge in die Welt gesetzt und nun scheint jemand auf Rache aus zu sein.
Dies ist eine fesselnde Geschichte, die abwechselnd aus der Perspektive von Mira und durch Tagebuchauszüge von Kat erzählt wird. Überraschenderweise erfordert es eine Weile, bis ich erkannte, wer Mira in dem Tagebuch war, was ich äußerst spannend fand. Ihr Ziel ist Kats Haus, wo sie bereits von ihren Freunden erwartet wird. Eine drückende Lüge lastet auf ihnen, und gemeinsam möchten sie herausfinden, wer die schockierenden Deepfake-Videos verbreitet hat. Die düstere und unheimliche Atmosphäre, die das Haus von Kat umgibt, verstärkt die Spannung und bleibt bis zur letzten Seite erhalten. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Thema Künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Schreckensszenarien. Beeindruckend ist, wie die Autorin sich die Zeit nimmt, die Hintergründe der Geschichte detailliert zu entwickeln, ohne dass es dabei langweilig wird. Es gibt mehrere überraschende Wendungen und sorgen für ein ständiges Rätselraten darüber, wer hinter den Machenschaften steckt.
Fazit: Dieser Thriller hat mich von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten. Er verdeutlicht eindrucksvoll, zu welchen Taten Künstliche Intelligenz fähig sein kann. Die bildhafte Sprache ließ mich die Szenen lebhaft vor meinem inneren Auge entstehen, und die handlungsreiche Spannung machte für mich das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin an die Seite gestellt. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.