Nachdem ich euch heute den neuen Roman von S. Sagenroth vorgestellt habe, möchte ich auch die Bücher mit A. S. Tory vorstellen. Ich konnte mir ein Roadmovie nicht vorstellen, aber von dieser Reihe war ich begeistert. Jeder einzelne Band führte mich in ein anderes Land. Die Geschichten sind mit Tiefgang und machen sie deshalb so interessant. S. Sagenroth ist eine sehr sympathische Autorin, die ich sehr schätze. Ich freue mich über die weitere Zusammenarbeit.
Meine Rezension zu S. Sagenroth Monsieur Lucile und die Suche nach dem Glück
Am Neujahrstag erhält Luisa einen Anruf ihrer Schwester, dass ihre Oma Elsa aus dem Altersheim verschwunden ist. Luisa macht sich auf die Suche. Dabei begegnen ihr der obdachlose Rocker Fiete, und Frederic, der unter einer Schreibblockade leidet. Gemeinsam mit Elsa machen sie sich auf eine Reise, denn Elsa möchte Jean Baptiste Lucile wiedersehen, den sie vor 40 Jahren in Paris kennengelernt hat.
Was für eine skurrile und abgefahrene Story. Mit dem Rollstuhltaxi begeben sich die vier auf eine Zeitreise und begegnen nicht nur einem bekannten Maler, sondern auch einem Dichter. Sie befinden sich plötzlich im Jahre 1900 bei der Weltausstellung in Paris, erleben ein außergewöhnliches Konzert und eine abenteuerliche Reise auf der berühmtesten Straße der Welt. Dabei lernen sie den mysteriösen Monsieur Lucile kennen. Sehr liebevoll hat die Autoren uns diese verschiedenen Charaktere vor Augen erscheinen lassen und auf ihre wundersame Reise mitgenommen.
Fazit: Es hat mir große Freude bereitet, die Glücklosen auf ihrer Reise zu begleiten. Ihre Entschleunigung und sie im Hier und Jetzt zu erleben. Einiges läuft außerplanmäßig, nur der Moment zählt und das Glück. Eine fantastische Reise mit liebevollen Charakteren haben mir einen großen Lesegenuss bereitet. Von mir gibt eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Britta Bendixen vorstellen. Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.
Britta Bendixen wurde 1968 in Flensburg im Zeichen der Leseratte geboren (Aszendent Bücherwurm). Im „zarten“ Alter von 44 Jahren und nach Mengen an verschlungener Literatur wurde die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte im Mai 2012 unverhofft mit dem Schreibvirus infiziert und hat seither diverse Krimis, unzählige Kurzgeschichten aller Genres sowie regionale Anekdoten veröffentlicht, viele davon im Verlag. Ihr aktueller Krimi „List und Lüge“ ist bereits der 5. Fall ihrer Kommissare Andresen & Weichert, die in Flensburg ermitteln. Was die Kriminalromane der Autorin auszeichnet, ist die unblutige, humorvolle Schreibweise, gepaart mit Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Spannung. Da das Schreiben üblicherweise eine recht einsame Tätigkeit ist, gründete Britta Bendixen 2020 die „Autorenwiese“, ein Forum, für alle, die gern schreiben und sich darüber austauschen möchten. Gemeinsam mit einigen der Mitglieder veröffentlichte sie im Jahr 2022 ein Buch mit Urlaubs-Lovestorys („Sommer, Sonne, Schmetterlinge“). Momentan arbeitet die Autorin an einem weiteren Kurzgeschichtenband, der ausnahmsweise keine Krimis enthalten wird, und zusätzlich – sozusagen zum Ausgleich – schreibt sie am sechsten Fall für ihr Ermittlungsteam. Für 2023 sind diverse Lesungen im Flensburger Raum geplant. Außer dem Schreiben hat Britta Bendixen noch andere Hobbys. Sie mag Reisen, Spaziergänge und Radtouren, spielt gern Darts und interessiert sich für das englische Mittelalter. Seit vielen Jahren ist sie zudem großer Fan der Handball-Mannschaft SG Flensburg-Handewitt. Britta Bendixen ist Mitglied im Krimikartell, bei den Schriftstellern in Schleswig-Holstein e. V. sowie bei der Gruppe 48. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit ihrer Familie und drei Katzen in Handewitt bei Flensburg.
Der Rechtsmediziner Dr. Fred Abel wird zu einem heiklen Fall hinzugezogen. Die Nichte seiner Kollegin Sabine Yao wurde schwer misshandelt und liegt im Koma. Auch ein Gutachten über eine scheintote Frau muss er erstellen und sein Freund Moewig bittet ihn um Hilfe. Dabei gerät er ins Visier eines libanesischen Clans und nicht nur er schwebt in Gefahr.
Dies ist der vierte Teil der True-Crime Thriller. Gleich zu Beginn häufen sich die Fälle, die Abel bearbeiten muss und er kommt kaum zu Atem. Auch sein Familienleben leidet darunter. Seine Frau hat ein Geheimnis und er merkt nichts davon. Sein Gutachten an einem Clanmitglied stößt auf Widerstände. Anfangs wurden die Situationen eher nüchtern beschrieben, aber mit der Zeit steigt die Spannung. Wie er den Fall des kleinen Kindes gelöst hat, und welche Verstrickungen sich dabei ergaben, hat mir sehr gut gefallen. Auch die wechselnden Perspektiven und die Untersuchungen der Rechtsmedizin sind interessant dargestellt.
Fazit: Echte Kriminalfälle haben den Autor für dieses Buch inspiriert. Das macht es extrem realistisch. Sehr geschickt wurden hier zwei Fälle zusammengeführt und anfangs hat nichts dahin gedeutet, dass diese zusammen gehören. Spannend waren die Einblicke in die Rechtsmedizin und auf die libanesischen Clans. Von mir gibt eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Gedichte. Zur Zeit. Zum Leben. Für Sie. Für Dich. Das ist das Motto der Autorin für ihre Gedichtsammlung, die uns hoch sensibel eine klarere Sicht auf das gibt, was uns umgibt.
Die Störche fliegen tief: zwei Hebammen zwischen Chaos und Liebe
Helga (42) betreibt zusammen mit Kollegin Monika das »Storchennest«, eine kleine Hebammenpraxis. Zwar liebt Helga ihren Job sehr, aber nicht alle werdenden Mütter können mit ihrer ruppigen Art etwas anfangen. Die Beschwerden häufen sich und Monika beschließt, dass sich etwas ändern muss. Ihre Lösung: Madita (22). Sie ist seit Kurzem ausgebildete Hebamme, strotzt vor Tatendrang und kann ihren ersten Job im »Storchennest« kaum erwarten.
Doch Helga ist entsetzt von der Neuen: Madita redet ohne Punkt und Komma, ist ekelhaft mitfühlend und macht laufend esoterische Verbesserungsvorschläge. Die gemeinsamen Hausbesuche laufen mehr als ruckelig an. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die beiden Frauen mehr gemein haben, als gedacht…
Die Biologin Lena Bondroit wird von der Inselbewohnerin Astrid aufgesucht und hat folgende Bitte. Sie soll untersuchen, warum so viele Frauen der Insel unter Nebenwirkungen eines Medikamentes leiden. Ein Pharmaunternehmen hat eine Versuchsreihe mit einem neuen Medikament auf dieser Insel vor ca. 30 Jahren begonnen und möchte das Produkt, das ewiger Jugend verspricht, endlich auf den Markt und die Börse bringen. Lena begibt sich auf die Insel und schwebt von Anfang an in Gefahr.
In diesem Buch geht es um Epigenetik und ist sehr gut und verständlich im Thriller integriert. Lena möchte unbedingt wissen, ob die Nebenwirkungen, unter denen die Frauen auf der Insel leiden, von diesem Medikament kommen. Dabei stößt sie auf Widerstand. Sie ist aber mutig und lässt sich nicht unterkriegen. Sie hat auch im Hinterkopf, dass sie ihre eigenen Interessen vertritt und möchte ergründen, was es mit diesem Serum auf sich hat, das den Alterungsprozess aufhält. Aber kann sie allen trauen? Die Charaktere sind gut beschrieben. Mir waren zwar nicht alle sympathisch, das hat meiner Begeisterung aber keinen Abbruch getan. Auch die eigentümliche Stimmung der Bewohner ist gut eingefangen. Die kurzen Kapitel und wechselnde Perspektiven halten das Tempo hoch.
Fazit: ich fand das Thema Epigenetik sehr interessant. Man merkt dem Buch eine gute Recherche an. Die düstere Atmosphäre und die Mischung aus Thriller und Wissenschaft haben mich sehr gut unterhalten. Des Weiteren kam hier die Profitgier der Pharmaindustrie zur Sprache. Von mir gibt eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Meine Rezension zu B.C. Schiller Gretchen Larssen und das Ostseemädchen
Die kompetente Kriminalhauptkommissarin Gretchen Larssen ist vom Schicksal stark gebeutelt. Ihr Mann wurde bei einem Verkehrsunfall getötet, von ihrem Sohn fehlt seitdem jede Spur. Normalerweise ist es auf ihrer Dienststelle in Rügen sehr ruhig, aber dann wird ein Mädchen tot aufgefunden und die einzige Zeugin, ein kleines Mädchen, bleibt stumm. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Henry nehmen sie die Ermittlungen auf. Diese gestalten sich nicht einfach, aber es gibt verschiedene Verdächtige. Was dahintersteckt, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Dies ist der Start einer neuen Reihe mit der Hauptkommissarin Gretchen Larssen. Der Start ist gut gelungen. Von Anfang an herrscht eine Spannung. Gretchen gefällt mir sehr gut. Sie ist mutig und taff und trotz ihres Schicksalsschlages lässt sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Der Charakter ist sehr gut ausgearbeitet. Das Autorenduo bringt uns die Insel Rügen durch die bildhaften Beschreibungen näher. Durch geschickte Wendungen wurde ich öfter auf eine falsche Fährte geführt. Was und wer dahintersteckt, erfährt man erst ganz zum Schluss.
Fazit: ein gelungener Start einer neuen Reihe, die mit Spannung versehen ist und man zum Miträtseln verleitet wird, hat mich sehr gut unterhalten. Wer hinter dem Mord steckt und das Motiv, hat mich dann erschüttert. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung Empfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
In einem Park im Kieler Südwesten wird ein junges Mädchen verge-waltigt und schwer verletzt neben seinem toten Hund aufgefunden. Hauptkommissarin Susann Greve und ihre beiden Kollegen Reiner Groß und Peter Hanke von der Kripo Kiel ermitteln in diesem Fall und finden heraus, dass sie es mit einem Serienvergewaltiger zu tun haben, der schon bald wieder zuschlagen wird. Ein fieberhafter Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch sie ahnen nicht, dass der Täter es dieses Mal auf Susanns kleine Tochter abgesehen hat …