Alice hofft auf ein normales Leben: Liebe, Freunde, Arbeit. Doch ihre Eltern wollen sie für immer in die Anstalt stecken. Eine berüchtigte Psychiatrie, versteckt unter der Zentrale eines Pharmakonzerns. In letzter Sekunde flieht Alice aus der elterlichen Villa im bayerischen Grünwald, trampt Richtung Norden und taucht in Hamburg unter. Aber die Hetzjagd auf sie hat längst begonnen. Angeführt von Viktor, dem brutalen Söldner, der für die Anstalt die Drecksarbeit erledigt. Denn Alice ist mehr als eine normale junge Frau …
Meine Rezension zu Martina Straten Wolfsmädchens Wald
Kathrin Feldmann wohnt am Waldrand und eines Tages macht sie eine unglaubliche Entdeckung. Sie findet ein kleines Mädchen hinter ihrem Haus, etwa 5 Jahre alt, verwahrlost, das nicht sprechen und aufrecht gehen kann. Kathrin und ihr Mann nehmen das Kind auf, obwohl es in seiner Wut gefährlich werden kann. Sie beißt und tobt. Nur langsam nimmt Sanne das Wolfsmädchen, wie sie sie nennen, Vertrauen auf. 25 Jahre später wird wieder ein wildes Kind in der Nähe gefunden. Sanne nimmt sich ihrer an und wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Wer oder was steckt dahinter? Gibt es vielleicht noch weitere Wolfsmädchen?
Wow, was für eine beeindruckende Geschichte. Es hat mich von der ersten Seite in Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ich stellte mir die ganze Frage, wo ist Sanne aufgewachsen, wer hat ihr so Schreckliches angetan? Die unermüdlichen Bemühungen um Sanne haben Kathrin und ihren Mann an ihre Grenzen gebracht. Aber auch ihre Liebe war spürbar. Sanne erinnert sich an nichts, erst Nia weckt langsam Erinnerungen. Der Autorin ist es gelungen, die Charaktere so authentisch darzustellen, dass man mit ihnen leidet, aber auch jeden noch so kleinen Erfolg mitfeiert.
Fazit: Es ist eine enorm gefühlsaufwühlende Geschichte, die mich nicht kaltließ. Die Auflösung machte mich wütend, denn sie ließ in die Abgründe des Wahnsinns blicken. Es ist schockierend und dennoch ganz großes Kino. Keine leichte Geschichte, denn ich litt sowohl mit Sanne als auch mit Kathrin und ihrem Mann. Es wurde schockierend, fesselnd und spannend erzählt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Auf einmal ist sie da. Wild, ängstlich und verletzt. Ein kleines Mädchen am Rande der tiefen Hunsrückwälder, dort, wo die Grenzen zwischen Mensch und Natur verschwimmen. Man nennt sie »Sanna -das Wolfskind« denn die Fünfjährige kann weder sprechen noch aufrecht gehen. Ihre Wut macht sie gefährlich, und die Menschen in Krahnenberg meiden sie wegen ihrer Andersartigkeit. 25 Jahre später geschieht das Unfassbare erneut: Ein weiteres Mädchen erscheint im Wald, genau wie Sanna ist auch sie ein wildes Kind.
Die Sonderermittlerin des LKA Nora Rothmann scheint sich mitten in einem Albtraum zu befinden. Seit sie Nachforschungen zu einem pensionierten LKA-Präsidenten betreibt, geht ein heimtückischer Serienmörder um, der sich in einem Blutrausch befindet. Dabei muss Nora sein Interesse geweckt haben, denn unmittelbar in ihrem Umfeld sterben auf brutalste Weise Menschen und dabei inszeniert er auf eigene Weise das Märchen Rotkäppchen. Wird es ihnen unter der Leitung des Kriminalhauptkommissars Konrad König gelingen, die Mordserie zu beenden?
Es beginnt gleich spannend. Viele Handlungsstränge folgen, sodass Konzentration zunächst erforderlich ist. Diese scheinen nichts miteinander zu tun haben. Nora ist eine Persönlichkeit, die mit ihrer Vergangenheit hadert. Dazu empfindet sie kaum Empathie. Sie wirkt sehr kühl und distanziert. Verbeißt sich aber in den Fall und steht plötzlich im Mittelpunkt des Serientäters. Der befindet sich in einer Blutorgie und geht dabei äußerst brutal vor. Konrad König verfolgt indessen viele Spuren und kommt doch keinen Schritt dem Täter näher. Verschwundene Akten machen sowohl Nora als auch Konrad das Ermitteln zusätzlich schwer. Am Ende fügen sich alle Teile zusammen und der Autor präsentiert einen Täter, den ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte.
Fazit: Es ist ein überaus brutaler und detaillierter Thriller, der nichts für Zartbesaitete ist und er geht an die Nieren. Es ist keine leichte Kost. Spannung ist von Anfang an vorhanden und das Ende unvorhersehbar. Wechselnde und kurze Kapitel halten das Tempo hoch. Dies ist der erste Teil einer Trilogie, und ich gehe davon aus, dass die noch offenen Fragen in den nächsten Folgen geklärt werden. Für alle Haller Fans ein Muss. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an https://buchcontact.de/ für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Roland Hebesberger Unknown Link
Zara ist die berühmte Hackerin Cyberella und sie hat die Spinne vor 20 Jahren erschaffen. Diese künstliche Intelligenz ist in die Hände der Feinde geraten. Als sie eine Nachricht von Mister Unknown bekommt, geht sie aus ihrer Deckung heraus und möchte die Welt vor Schaden bewahren. Leider hat sie dabei mit vielen Gegnern zu kämpfen, denn die Insurgents wollen nach wie vor die Erde beherrschen. Da ist ihnen jedes Mittel recht.
Dies ist das Finale der Cyberella und von Anfang herrscht große Spannung. Cyberella ist meine Lieblingsprotagonistin. Der Einstieg fiel nicht schwer, da es einige kurze Rückblicke gibt, und man kann das Buch durchaus ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings ist dann der Genuss nicht ganz so stark. Mit Mister Unknown ist dem Autor auch ein außergewöhnlicher Charakter gelungen. Er war mir zwar nicht sympathisch, aber genau die Vielfalt gefällt mir. Die Protagonisten sind authentisch und ausgereift. Der Schreibstil ist packend und enthält viele Wendungen, die nichts an Spannung verlieren. Im Gegenteil, es nimmt immer mehr an Tempo und Action zu.
Fazit: Diese Reihe ist meine Lieblingsreihe und ich kenne fast die gesamte Bandbreite. Es ist etwas Science Fiction dabei und kaum Mystery. Dabei gibt es wieder actiongeladene Szenen. Ein tolles Finale ist dem Autor gelungen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Laura Jacobs hat sich von der Mordanklage noch nicht erholt und leidet, dass Timo im Gefängnis ist, da ereilt sie schon wieder eine Nachricht. Es gab einen Anschlag auf eine Angestellte in der Filiale und als wäre das nicht genug, erfährt sie, dass ihr Arbeitgeber in einen riesigen Fall verwickelt ist, der einen Rentenskandal womöglich verursachen könnte. Laura muss dieser Sache unbedingt nachgehen. Immer wenn sie meint, jetzt kann es nicht schlimmer werden, tauchen neue Erkenntnisse auf. Dabei schrecken ihre unsichtbaren Gegner vor nichts zurück. Privat kämpft sie, dass die Anklage gegen Timo fallen gelassen wird. Dies gestaltet sich nicht einfach.
Dies ist der dritte Teil mit Laura Jacobs und knüpft direkt an den zweiten Teil an. Auch dieser bringt uns die Finanzwelt mit ihren kriminellen Machenschaften näher. Es fängt schon sehr spannend an und je mehr Laura sich mit diesen beschäftigt, umso größer wird die Gefahr für sie. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch. Laura ist taff und clever. Sie versteht es, sich in der Männerwelt zu behaupten.
Fazit: Ein gelungener Abschluss der Reihe, die sich mit den Machenschaften in der Finanzwelt beschäftigt. Man merkt dem Buch das Fachwissen des Autors an. Es wird in verständlichen Worten erklärt, sodass auch ein Laie dies nachvollziehen kann. Spannend und informativ wird durchs Buch geführt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Marla Lindberg bekommt eine Einladung zu einem Klassentreffen in den Bergen. Obwohl sie keine rechte Lust verspürt, macht sie sich auf den Weg. Als sie dort ankommt, findet sie die verschneite Berghütte zunächst leer vor, obwohl die Zimmer bezogen sind. Wo sind ihre Klassenkameraden? Was geht hier vor oder was für ein perfides Spiel wird hier veranstaltet?
Sebastian Fitzek ist ein Meister, wenn es um Verwirrungen geht. Es geht bereits im Prolog los. Nichts ist so, wie es scheint. Ich konnte oft nicht unterscheiden, was ist Realität und was spielt sich im Kopf von Marla ab. Marla hat nämlich eine seltene Störung. Auch die unerwarteten Wendungen und Irreführungen haben mich in Atem gehalten. Dazu die düstere Atmosphäre. Die Cliffhanger hielten die Spannung aufrecht und die Auflösung ist so konstruiert, dass es mich erst mal verwirrt hat und ich nochmals lesen musste, ob das wirklich sein kann. Mit einem Wort ausgedrückt: genial.
Fazit: Der spannungsreiche Thriller mit etwas Grusel und einer atmosphärischen Kulisse hielt mich von Anfang an in Atem. Dazu die Überlegung, was real ist, hat mir großen Lesegenuss bereitet. Als ich gedacht habe, ja, das ist die Auflösung, hat der Autor nochmals eins draufgesetzt. Ganz großes Kino. Vielen Dank für diese tollen Lesestunden. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knauer für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Brooke Robinson Die Dolmetscherin
Revelle Lee ist Dolmetscherin und spricht 11 Sprachen. Sie vertritt unter anderem Zeugen und Angeklagte vor Gericht. Als sie wissentlich vor Gericht eine Aussage falsch übersetzt, kommt der Angeklagte ins Gefängnis. Das schlechte Gewissen plagt sie. Irgendjemand weiß davon und sie sieht ihren Adoptivsohn in Gefahr.
Sehr langatmig beginnt dieses Buch. Wir begleiten Revelle bei ihren unterschiedlichen Übersetzungsarbeiten. Die Doppeldeutung mancher Wörter kommt hier zum Vorschein, und sie kann und hat Aussagen manipuliert. Sie möchte einen Sohn adoptieren und hat dabei Angst, dass ihre falsche Interpretation ans Tageslicht kommt. Das Ganze zieht sich sehr in die Länge. Bei mir kam zu keinem Zeitpunkt Spannung auf. Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich dieses Buch abbreche.
Fazit: Dieses Buch konnte mich in keiner Weise überzeugen. Es war langatmig und von Spannung keine Spur. Dazu eine Protagonistin, die mich nicht überzeugt und eigentlich genervt hat. Schade, hatte mir mehr erhofft. Von mir gibt es ⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Catherine Shepherd Eiskalte Kammer
Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz wird zu einem Autounfall gerufen, denn die Umstände deuten darauf hin, dass die Frau schon vorher tot war. Julia findet heraus, dass die junge Frau längere Zeit tiefgefroren war. Schon bald findet Kriminalkommissar Florian Kessler Parallelen zu älteren Fällen und kurz darauf gibt es eine weitere Leiche. Außerdem wird Valerie vermisst, die mit einem Opfer verwandt war. Können sie den Serienkiller aufhalten und die Vermisste rechtzeitig finden?
Dieser Thriller ist aus der Reihe mit der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und meine Lieblingsreihe. Gleich zu Beginn ist es dramatisch und der Spannungsbogen hoch. Fassungslos steht Julia in der Rechtsmedizin, als klar wird, dass die Tote bereits für längere Zeit eingefroren war. Dabei sucht sie die kleinsten Hinweise, aber ihr und Florian laufen die Zeit davon. Es gibt viele Verdächtige und die Autorin legt geschickt falsche Fährten. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Auch im Privatleben von Julia und Florian hat sich einiges getan. Julia wird nicht immer allen gerecht und sie ist sehr erschöpft.
Fazit: Spannend inszeniert, fesselnd und packend. Ganz zum Schluss wird aufgeklärt, wer hinter dem Serienkiller steckt und dabei geht es nicht für jeden glimpflich ab. Zu Recht, zählt sie zu meinen Lieblingsautorinnen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen, denn es werden bei wichtigen Details kurze Rückblicke eingebaut. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ein jährliches Treffen unter Freunden findet auf der Insel Styrsö statt. Ilma, die Freundin von Jörn möchte eigentlich nicht mit, denn eine Warnung, die sie erhält, versetzt sie in Angst. Kaum angekommen, stirbt eine Frau unter mysteriösen Umständen. Kriminalinspektorin Alva Claesson und ihr Team sind ganz schön gefordert und wie immer wird der Psychologe Birger Nyberg hinzugezogen. Es scheint, dass die Freunde ein Geheimnis bergen und jemand Rache übt. Alva und ihr Team müssen weitere Verbrechen verhindern. Das gestaltet sich schwierig, denn die verbleibenden Freunde schweigen. Birger macht sich außerdem Sorgen um eine Patientin, die verschwunden ist.
Dies ist bereits der achte Teil der Schweden-Thriller-Reihe, und wie von der Autorin gewohnt, ist es von Anfang an spannend. Es muss ein Geheimnis der Freunde geben, das in der Vergangenheit liegt. Kurze Kapitel und Perspektivenwechsel haben mich in Atem gehalten und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lange hatte ich einen Verdacht, aber falsch gedacht. Das Buch ist so gut konstruiert, dass es nicht vorhersehbar ist. Auch wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen, fand ich sehr gut.
Fazit: Auch dieser Thriller ist von der ersten Seite an spannend und überrascht mit einem Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Es kann unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden, da es in sich abgeschlossen ist. Mir gefällt auch sehr, die Autorin tiefe Einblicke in das Seelenleben der Protagonisten einfließen lässt. Das einzige, was mich etwas gestört hat, war die Namensgleichheit von Karl und Knut. Von mir gibt es von mir eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐