Buchvorstellung Teresa Simon Die Reporterin Worte der Wahrheit
September 1965: Malou Graf kämpft darum, in ihrem Beruf als Reporterin weiter Erfolg zu haben. Sie schreibt mit viel Feingefühl und Empathie, entlockt ihren Gesprächspartnern private Informationen, ohne sie bloßzustellen. Bald wird sie als »Gräfin der Gesellschaftskolumnen« bekannt. Romy Schneider, die Rolling Stones, Roy Black: Sie alle reißen sich förmlich darum, von ihr interviewt zu werden. Als sie Mutter wird und versucht, die angeschlagene Beziehung zu ihren Eltern zu kitten, erfährt Malou auf schmerzhafte Weise, wie schwierig es als Frau ist, Karriere und privates Glück zu vereinen. Muss sie eine Entscheidung fällen? Kann sie das überhaupt?
Meine Rezension zu Brigitte Riebe Eifelfrauen Das Haus der Füchsin
Johanna wächst behütet mit ihren Brüdern bei der Fabrikantenfamilie Fuchs auf. Ihre Tante Lisbeth vererbt ihr einen Bauernhof und sie soll ein halbes Jahr den Bauernhof leiten und dann entscheiden, ob sie ihr Erbe antritt. Johanna ist überwältigt von dem kleinen Dörfchen Altenburg in der Eifel. Gegen den Willen ihrer Eltern nimmt sie das Erbe an. Sie verliebt sich, aber die politischen Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wird sie dennoch ihr Glück finden?
Dieser Roman ist mit viel Gefühl geschrieben. Die Entwicklung von Johanna hat mir sehr gut gefallen. Alleinstehend kann sie sich durchsetzen und meistert ihr schweres und anstrengendes Leben. Sie entdeckt ihre künstlerische Ader. Auch die Liebe zu den Tieren und ihren Mitmenschen wurden gut beschrieben. Sie scheut keine Mühen und es gibt kein Jammern, bei der schweren Arbeit auf dem Bauernhof. Nicht nur Johanna ist ein starker Charakter, auch die anderen sind authentisch und real. Die politischen Wirren wurden sehr gut eingefangen.
Fazit: Schon von der ersten Zeile an begeisterte mich das Buch. Der Roman spielt in den Jahren von 1920 bis 1939. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf eine Reise zu nehmen, dabei aber auch die politischen Kriegswirren und Ereignisse nicht außer Acht zu lassen. Der Roman ist mit großartigen Charakteren besetzt. Sie sind so lebendig, dass ich meinte, ich befinde mich mittendrin. Ein spannender, realer, fesselnder und bewegender Roman, der mit Familiengeheimnissen und historischen Begebenheiten versehen ist, hat mich sehr begeistert. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Jette Jacobson Das Glück ist nur eine Insel entfernt
Rosalie hat die Fünfzig überschritten, ist geschieden und immer wenn ihr Exmann ruft, ist sie zur Stelle. Da kommt ihr ein Jobangebot auf Amrum gerade recht. Auf der Fähre lernt sie Justus kennen und ist gleich von ihm angetan. Ihr Arbeitgeber entpuppt sich als arrogant, aber diese Hürde nimmt sie elegant. Auch beruflich macht sich was Neues auf, aber dann taucht ihr Exmann auf. Wird sie wieder in alte Muster zurückfallen oder sogar Neues wagen?
Dieses Buch ist ein Wohlfühlroman und spielt auf Amrum. Rosalie hat sich bisher nur um ihre Familie gekümmert und auf Amrum merkt sie, dass sie ihre Träume bisher nur geträumt und nicht ausgelebt hat. Rosalie ist sehr sympathisch und authentisch. Ihre Entwicklung gefiel mir sehr. Das Buch lässt sich leicht und dank des flüssigen Schreibstils locker lesen. Durch die bildhafte Sprache kommt Urlaubsfeeling auf.
Fazit: Ein Wohlfühlbuch mit viel Lokalkolorit haben mich gut unterhalten. Missverständnisse und Gefühle prägen das Buch. Ich habe mich gerne nach Amrum entführen lassen. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Isabella Archan. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Buchvorstellung Stefan Kuhlmann Herr Winter taut auf
Robert Winter hat keine Lust auf Geschwätz und keine Zeit für Unsinn. Ihm ist egal, was andere Menschen über ihn denken. Sie sollen ihn einfach nur in Ruhe lassen. Und so versteht er auch überhaupt nicht, was seine Frau Sophia an ihrem Beruf als AVON-Beraterin so liebt. Für ihn sind Beauty-Produkte so ziemlich das Letzte, womit er seine Zeit verbringen möchte. Erst als ein Unfall Sophia aus seinem Leben reißt, ändert sich alles schlagartig. Um nicht in Trauer zu ertrinken, beschließt Robert, in ihre Fußstapfen zu treten und für Sophia den Titel «AVON-Beraterin des Jahres» zu gewinnen. Nur ist das schwerer als gedacht. Deutlich schwerer …
Meine Rezension zu Ellen Berg Alles muss man selber machen
Nele hat es nicht leicht im Leben. Alleinerziehend mit zwei Kindern, immer knapp bei Kasse und dann kündigen ihr auch noch die Kundinnen, denen sie regelmäßig Kosmetik anbietet. Wären da nicht ihre zwei Freundinnen Fiona und Hermine. Doch auch sie geraten in finanzielle Nöte, die sie nicht selbstverschuldet haben. Ein Plan muss her und schon schlittert das Trio ins Kriminelle. Ausgerechnet jetzt findet Nele den Polizisten Nick äußerst anziehend. Wenn das mal alles gutgeht….
Ich liebe die Bücher von Ellen Berg und vor allem dieses, in dem es auch noch kriminell zugeht. Nele ist mit Leib und Seele Kosmetikerin und das Leben stellt sie vor eine harte Probe. Plötzlich weiß sie nicht mehr, wie sie über die Runden kommen soll. Auch Fiona hat erhebliche Probleme und Hermine ebenso. Sie tüfteln einen Plan aus, der alles andere als gut durchdacht ist. Was für ein herrlich erfrischender Roman mit kriminellen Elementen. Nicht nur die Situationskomik, auch die Wortwendungen haben dazu beigetragen, dass ich mich köstlich amüsiert habe. Jede einzelne Zeile habe ich genossen. Wenn ich gedacht habe, jetzt fällt der Autorin bestimmt nichts mehr ein, wurde noch eins draufgesetzt.
Fazit: Ein absolut geniales Buch, in dem alles stimmt. Der Plot, die charmanten und weniger charmanten Charaktere, und vor allem der Humor, sowie die ausgefeilten Dialoge. Witzig, warmherzig, erfrischend anders und doch lebensnah. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an atb Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Tim Eckhaus vorstellen. Es freut mich, dass Du heute mein Gast bist.
Tim Eckhaus ist ein vielseitiger Autor, dem es darauf ankommt, seine Leserinnen und Leser immer bestens zu unterhalten. Er schreibt in verschiedenen Genres – die Abwechslung inspiriert ihn.
Ursprünglich kommt er aus dem humorvollen Fach. Begonnen hat seine Schriftstellerei – sieht man von frühen Kurzgeschichten und nicht realisierten Drehbüchern mal ab – mit einer romantischen Komödie. In diesem ersten Roman folgt ein Mann dem Ratschlag eines Dating-Experten („Liebeschaos leicht gemacht“) und natürlich geht alles schief. In der turbulenten, humorvollen Art ging es mit dem nächsten Roman weiter: Ein erfolgreicher Marketing-Guru will vor seiner Angebeteten verbergen, dass er seinen Job verloren hat: „Man(n) lügt so gut man kann.“ Schließlich folgte ein humorvoller Urlaubsroman, in dem es eine deutsch-österreichische Familie an den schönen Wörthersee verschlägt („Camping gut, alles gut“).
Aber Tim Eckhaus ist auch im Spannungsgenre zuhause. „Most und Mord“ heißt sein kürzlich erschienener Krimi, in dem lange verdeckte Geheimnisse eine große Rolle spielen. In einem kleinen Ort im österreichischen Mostviertel bringt ein Gift-Mord einiges ins Rollen. Es geht um Außenseitertum, und was geschieht, wenn man einer Tat beschuldigt wird, die man nicht begangen hat. Betroffen sind der Koch Leo und die Naturheilerin Zofia, die gemeinsam ihre Unschuld im Mordfall beweisen müssen und notgedrungen zu ermitteln beginnen …
Tim freut sich schon auf die Zukunft und ist gespannt, welche Projekte die nächsten sein werden. Sicher ist er sich, dass die menschliche Natur und ihre oft skurrilen Eigenheiten wieder eine Rolle spielen werden. Denn die Figuren sind das Wichtigste in einem Roman, findet er. Und er ist jedes Mal wieder dankbar, wenn seine Leserinnen und Leser das auch so sehen und gemeinsam mit ihm auf die Reise gehen – gleich hinein in den nächsten Roman.
Meine Rezension zu Ella Stein Frauenmord in Venberg
Im ruhigen und idyllischen Städtchen Venberg geschieht ein Mord. Ursula wird während des Frühstücks hinterrücks von ihrem Mann erschossen. Der flüchtige Täter Norbert wirft Fragen in der Bevölkerung auf, denn kürzlich gab es eine Gesetzesänderung bezüglich Femizide. Der junge Polizist Manuel möchte gesetzestreu bleiben und spaltet somit das Team.
Sehr interessant fand ich diesen Kriminalroman, denn er beleuchtet das Leben von Norbert und Ursula aus Sicht von ihm. Von außen ein ganz normales Ehepaar. Er arbeitet und die Frau bleibt zu Hause bei den Kindern. Geld ist immer knapp. Träume werden nicht erfüllt. Abgestumpftheit in der Ehe ist spürbar. Dann begleiten wir den jungen Polizisten Manuel und man hat den Eindruck, dass sein Leben ähnlich verlaufen wird, wie Norberts. Im Vordergrund steht aber die Frage, wie wird zum neuen Gesetz Femizid Stellung bezogen und dies wurde ohne erhobenen Zeigefinger erörtert.
Fazit: Ein wortgewaltiger Kriminalroman, der zum Nachdenken anregt. Das Thema macht betroffen und setzt Denkanstöße über Moral und Wertvorstellungen. Er ist tiefgründig, spannend und mit dem Thema Femizid versehen. Es liest sich dennoch leicht und ist mit trockenem Humor gewürzt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Suza Summer Sommertrüffelträume mit dir
Kira ist eine Ärztin mit viel Empathie für ihre Patienten. Sie ist dennoch immer überarbeitet und merkt nicht, dass sie in einem Rad feststeckt. Mit ihrem Kollegen Simon hat sie zwar eine Beziehung, aber auf die lockere Art. Sie erfüllt sich einen Traum vom Paragleiten und lernt dabei den attraktiven Nicolas kennen. Dieser erleidet ein schweres Schicksal und landet in der Klinik von Kira. Nicht nur Schuldgefühle plagen sie, sondern Nicolas hat eine besondere Anziehungskraft auf sie. Als ihr alles über den Kopf wächst, besucht sie ihre Großeltern in Alba. Nicolas vergessen kann sie nicht. Wird sie dennoch ihr Glück finden?
Ich bin schon lange ein großer Fan von Suza Summer. Ihre Bücher sind so gefühlvoll, und voller Träume und dennoch steckt meist ein Tiefgang darin, der mich auch hier von Anfang an in Bann gezogen hat. Kira merkt erst spät, dass sie eigentlich was ganz anderes möchte. Das Schicksal führt sie mit Nicolas zusammen, um sie gleich wieder zu trennen. Nicolas erlebt traumatisches und kann Kira nicht ausstehen. Erst als Kira in Alba eintrifft, merkt sie, dass man nicht nur träumen soll, sondern auch Träume umsetzen kann.
Fazit: Ein überaus schicksalhafter und berührender Roman mit einer ausgesprochen schönen Kulisse haben mich von der ersten Zeile an begeistert. Ausdrucksvolle und authentische Charaktere wurden gut in Szene gesetzt. Feinfühlig und mit viel Empathie werden durch die Zeilen geführt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Lisa ist herzlich und engagiert – als Altenbetreuerin kümmert sie sich mit Hingabe um die Bewohner einer Wiener Seniorenresidenz. Sie liebt ihren Job, aber als sich die Arbeitsbedingungen zunehmend verschlechtern, kommt es zu Spannungen im Kollegenkreis. Auch in ihrem Privatleben läuft es anders, als Lisa es sich gewünscht hätte. Sie hat sich nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund und dem Tod ihrer Mutter immer stärker zurückgezogen. Langsam spürt sie, dass sie sich wieder nach Nähe und Vertrautheit sehnt. Als ihre Kollegin Yvonne plötzlich kündigt, um Familie und Job besser vereinbaren zu können, merkt auch Lisa: Es ist höchste Zeit, etwas in ihrem Leben zu verändern.
Dieser Gegenwartsroman ist nicht der klassische Frauenroman. Sondern eine Geschichte, die neue Horizonte aufzeigt, im Beruf, in der Liebe und vor allem in der Beziehung zu sich selbst.
Meine Rezension zu Regine Brühl Das Geheimnis der klingenden Messer
Inga Meyer wird Augenzeuge, als beim Radscheewen ein brennendes Strohrad mit brisantem Inhalt an ihr vorbeirollt. Dabei begegnet sie dem ihr bekannten Polizeibeamten Christopher. Kurze Zeit später verbringt Inga ein Wochenende mit ihren Freundinnen im Brohltal als sie einen Flashback erlebt und sich im 17. Jahrhundert wiederfindet. Ihr Mann Max hält das für Hirngespinste, während Christopher ihr glaubt. Das Verbrechen beim Radscheewen ist erst der Beginn einer Mordserie und Christopher und Inga halten Kontakt und gemeinsam forschen sie nach dem Täter. Dabei wird es für beide gefährlich.
Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen in der Gegenwart. Inga und Christopher wollen die Mordserie aufklären und ihr Abtauchen in die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe. Zum anderen spielt es im 17. Jahrhundert und dabei geht es um Johanna, die eine Hebamme und Kräuterheilerin ist. Mir haben die wechselnden Perspektiven sehr gut gefallen. Immer mehr taucht man in die Vergangenheit ein, die teils grausam sind. Wer hinter der Mordserie steckt, wird erst zum Schluss enthüllt. Dies war sehr überraschend.
Fazit: Sehr gekonnt hat die Autorin Vergangenheit und Gegenwart verknüpft und daraus einen spannenden Krimi kreiert. Es gibt viel Interessantes und historisches und man erfährt, was es mit den klingenden Messern auf sich hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.