Ein einflussreicher Bauunternehmer ebnet einem Stromkonzern den Weg zum Bau eines Wasserkraftwerks in der idyllischen Voralpenregion. Kommissar Guntram Glattlinger sucht nach einer Verbindung zwischen dem Mord an einem Umweltaktivisten, dessen Leiche beim Bau der Stauseemauer einbetoniert wurde, und einem fast 30 Jahre zurückliegenden Autounfall im Bodensee-Grenztunnel, bei dem ein Manager des Stromkonzerns ums Leben gekommen war.
Über den Dienstcomputer des anfänglich nichtsahnenden Wiener Statistikbeamten und Freizeitbergsteigers Alex Liszt wickelt eine bis in höchste Kreise reichende Verbrecherorganisation ihre üblen Machenschaften ab, die darin bestehen, alleinstehende pensionierte Beamte klammheimlich ins Jenseits zu befördern und deren Pensionsbezüge in die eigenen Taschen umzuleiten. Als er allmählich Lunte riecht, wird Alex Liszt zur Zielscheibe etlicher Mordanschläge, die er mit einigem Glück und dank seiner Umsicht überlebt. Es gelingt ihm zwar, den Fall in einem fulminanten Showdown aufzuklären und der Verbrecherorganisation das Handwerk zu legen, doch an vielen ureigenen österreichischen Missständen kann auch er nichts ändern
Annabell will gerade ihren Job als Hotel Managerin beginnen, als sie die Nachricht erreicht, dass ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat und sie sofort in die oberbayrische Provinz kommen soll. Als sie im tief verschneiten Puxdorf ankommt, stolpert sie als erstes über eine Leiche. Annabell ist schockiert, denn im Hotel ihrer Eltern wurde seit Jahren nicht renoviert, die Gäste bleiben aus und ihr Vater ist überhaupt nicht erkrankt. Immer weitere Leichen tauchen auf und alle haben eins gemeinsam, sie wollen aus dem Oberleitner und dem Edelweiß ein riesiges Hotelresort machen. Wer steckt hinter den Morden? Welches Familiengeheimnis umgibt ihre Eltern? Was entdeckt Annabell im Keller?
Ich habe bisher alle Bücher von Ellen Berg gelesen. Hier ist ihr wieder ein mit schwarzem Humor bestücktem Roman gelungen. Die Dialoge sind witzig und wortgewandt. Die kulinarischen Unterhaltungen köstlich.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig. Die lebendigen Charaktere und überraschenden Wendungen runden das ganze ab. Es macht absolut Spaß und ist ein winterliches Lesevergnügen. ⭐⭐⭐⭐⭐
Eigentlich hatte sich Kommissar Norbert Hübner gefreut, dass der Fall in Holtburg abgeschlossen ist, da ereicht ihn der Anruf seiner nervigen Kollegin Katharina Baumann. Er ist zwar froh, dass er den Gartenarbeiten am Nachbargrundstück entkommen ist, aber ob die Zusammenarbeit mit Katharina das Richtige sei, zweifelt er dann doch sehr an. Ein Serienmord erschüttert Holtburg. Es wird in Frage gestellt, ob sie beim letzten Fall den richtigen verhaftet hatten. Katharina ist ihm diesmal keine Hilfe, hat sie doch ihre eigenen Probleme. Zum Glück gibt es noch Eddy, aber auch dieses Glück ist nur von kurzer Dauer. Kann er trotzdem den Fall lösen?
Dies ist der zweite Teil mit Kommissar Hübner, kann aber unabhängig voneinander gelesen werden. Diesmal erfahren wir mehr über Katharina. Jetzt wird klar, warum sie so ungeduldig und nervös immer ist. Dabei gerät sie immer mehr in einem Strudel der Kriminalität. Sie wurde mir zwar nicht sympathisch, aber der Schlagabtausch mit Norbert war wieder klasse. Norbert ist erwachsener geworden und tritt nicht mehr in jedes Fettnäpfchen. Das hat mir ein wenig gefehlt. Er geht auf seine Weise an die Ermittlungen ran. Sehr gut gefiel mir Eddy, wie er über sich hinauswächst. Spannung ist von Anfang an vorhanden und endet mit einem Cliffhanger, der neugierig macht.
Fazit: Ein nicht ganz ernstgemeinter Krimi, der durch bildhafte Sprache besticht und mit Satire untermalt ist. Die skurillen Charakter gefallen mir und heben sich von anderen Krimis ab. Hier kam der Humor ein wenig zu kurz, den ich sonst vom Autorenpaar gewohnt bin. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Ben Dahl ist der frühere Kollege von der Journalistin Jette Johannsen und er setzt sich mit ihr in Verbindung, denn er ist einem Skandal auf der Spur. Er erzählt ihr nur vage, dass es um einen Korruptionsskandal mit Immobilien auf Sylt handelt. Nach ihrem Treffen findet Jette Ben kurz darauf tot am Strand vor. Schwer erschüttert macht es sich Jette zur Aufgabe, den Täter zu finden. Sehr zum Leidweisen ihres Ex-Mannes, dem Kommissar Falk Richter. Hilfe bekommt sie aber dabei vom Privatdetektiv Horst Hemer. Auf was sich Jette da eingelassen hat, merkt sie schnell.
Dies ist der zweite Sylt-Krimi aus der Feder von Malin Blunk. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, denn es ist jeweils eine in sich abgeschlossene Geschichte. Nachdem sich Ben bei Jette gemeldet hat, ist sie überrascht und erfreut, denn sie haben sich immer sehr gut verstanden. Umso schlimmer trifft sie der Tod von Ben und sie nimmt die Ermittlungen auf. Sie ist mutig, talentiert und durch den Fall kommt sie ihrem Ex-Mann Falk wieder näher. Dieser muss aber aufpassen, dass er nicht zuviel Internas preisgibt. Falk hat in diesem Fall genug zu tun, denn auch weitere Inselbewohner werden angegriffen. Spannung ist von Anfang an gegeben und wird gegen Ende noch erhöht. Auch die bildhafte Sprache bringt uns Sylt näher. Ich war zwar noch nie dort, aber ich konnte mir alles gut vorstellen.
Fazit: Ein Sylter Krimi, der nicht nur spannend ist, sondern auch die Problematik mit überteuerten Immobilien und Korruption aufgreift. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Goldberg hat einen neuen Auftrag für Minkin. Er soll den hochbetagten Trappisten und Bierbrauer Abbé Jean in Sicherheit bringen. Abbé war in der französischen Widerstandsbewegung aktiv und schwebt jetzt in Gefahr. Minkin macht sich nach Belgien auf und mit Hilfe eines belgischen Nachtportiers möchte er Abbé in Sicherheit bringen. Dabei lauern allerei Gefahren auf sie.
Am Anfang ist es mir schwer gefallen in die Geschichte zu kommen. Der Schreibstil ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Auch habe ich einige Zeit gebraucht, bis ich von Minkin eine Vorstellung hatte. Er war mir anfangs nicht sympathisch, aber das legte sich mit der Zeit. Von Goldberg habe ich zwar eine Ahnung wie er aussieht, aber wie die beiden zusammenarbeiten, hat sich mir nicht erschlossen. Da finde ich den Titel irreführend, der Hauptcharakter ist nämlich Minkin. Minkin trinkt gerne Bier und ist mitten in der Pandemie, von der er noch nie was gehört hat. Er steckt plötzlich in einem Abenteuer und kommt in Gefahr. Was es mit Krieg und Bier auf sich hat, erfahrt ihr hier. Zum Ende hin wird es spannend.
Fazit: Ein schräger und skurriler Krimi, der eine gute Story hat, aber auch einige Schwächen und ohne die Vorgängerbücher zu lesen, fiel es mir schwer ein richtiges Bild von den Charakteren zu bekommen. Auch die eingestreuten englischen Sätze waren nicht mein Fall und haben eher meinen Lesefluss gestört. Von mir gibt es ⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Im bayerischen Dorf Dacklrain ist es mit der Ruhe vorbei, als die Bäuerin und Hotelbesitzerin Anni Feixl auf ihrem Acker einen abtrennten Kopf findet. Im Mund befindet sich eine Tigermücke. Wie es sich herausstellt, war er Gast im Wellnesshotel. Kurze Zeit später wird eine Frau ermordet aufgefunden. Kriminalhauptkommissar Nick Hallinger, der sich gerade mit seiner Frau in diesem Hotel befindet, freut sich über Abwechslung. Er erkennt zwischen den Toten Zusammenhänge. Lexi ist nicht nur Rezeptionistin, sondern auch eine aufstrebende Journalistin und ihre Neugierde ist geweckt. Dabei kommt sie selbst in Gefahr. Was steckt dahinter?
Dies ist ein humorvoller Bayernkrimi, der spannende Szenen enthält und mitunter auch ganz schön zur Sache geht. Lexi kommt durch ihre Recherchen in Bedrängnis und nicht das erstemal ihrem Freund Justus in die Quere, der mit Nick Hallinger gemeinsam in dieser Mordsache ermittelt. Nick konnte meine Sympathie nicht erreichen, da die Dialoge mit seiner Frau doch sehr herb waren. Ich mag zwar Charaktere mit Ecken und Kanten, aber dies war mir zu heftig. Dagegen gefiel mir die taffe Lexi sehr gut. Mit Mut und Spürsinn verfolgt sie eine Spur. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut und es ist kein harmloser Krimi, sondern er ist auch brutal, was ich bei einem Dorfkrimi, so nicht erwartet hätte. An den richtigen Stellen ist er mit Humor gespickt, sodass das Ganze aufgelockert wird. Der Schreibstil ist locker und lässt sich gut lesen.
Fazit: Ein bayrischer Krimi, der Spannung, aber auch Humor enthält. Er hat mich gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Heute möchte ich euch den neuen Krimi von Stefanie Schreiber vorstellen Klappentext: Im Schatten der Rache bei St. Peter-Ording
Betrug und bedrohliches Stalking Verschwundene Leichen und Mord Gibt es einen Zusammenhang?
Auf dem unbewohnten Rosenhof bei Westerhever entdeckt die Maklerin Swantje Matthiesen einen verlassenen Leichenwagen. Obwohl von dem Bestatter jede Spur fehlt, meldet sie ihren Fund erst Tage später der Polizei. Zur gleichen Zeit nimmt die Hochzeit des Gerichtsmediziners Ansgar Johannsen einen unerwarteten Verlauf. Was steckt hinter dem Betrugsvorwurf und wie ernst ist die anschließende Bedrohung? Schwebt der nordfriesische Casanova in Lebensgefahr? Durch seine freundschaftliche Verbindung mit Ansgar und dem Bestatter erhält Torge Trulsen vertrauliche Informationen, die er nicht an die Kommissare weitergeben darf. So ein Versprechen ist Ehrensache! In gewohnter Manier ermittelt der Hausmeister auf eigene Faust unter Einsatz seiner zweifelhaften Methoden.
Der siebte Sankt-Peter-Ording-Krimi der Erfolgsautorin Stefanie Schreiber zeigt menschliche Abgründe und Handlungen aus fehlgeleiteten Motiven
Heute möchte ich euch den Köln-Krimi von Edith Niedieck vorstellen. Der Klappentext ist vielversprechend.
Klappentext In Köln wird es schlagartig finster, und der beliebte Chef der Rheinischen Überlandwerke, Ferdinand Krämer, ist wie elektrisiert: Nicht nur der Zusammenbruch des Stromnetzes bereitet ihm Probleme. Ebenso zufällig, wie scheinbar das Licht ausgeknipst wurde, wird am nächsten Morgen eine Leiche gefunden – und die Spur führt direkt zu ihm. Ist Krämer ein Mörder? Schon bald entpuppt sich die schwarze Nacht als Auftakt bizarrer Entdeckungen, die Krämer in einen Strudel aus Schein und Sein ziehen und ihren Tribut fordern. Können Tote flüstern? Im Leben nicht …https://helgasbuecherparadies.com/buchvorstellungen/
Justin Schmälzle tritt im beschaulichen Bad Wildbad als Kommissar seinen Dienst an. Viel lieber wäre er ja in Karlsruhe geblieben, aber seiner Frau Claudia zuliebe haben sie sich ein Haus im Schwarzwald gekauft. Er begegnet als erstes im Polizeiposten der Putzfrau, die ihm nicht glaubt, dass er ein Kommissar ist. Kurz nach Dienstantritt wird eine Leiche in der Enz gefunden. Erste Spuren führen ins Hochmoor von Kaltenbronn. Als dann noch eine Frau vermisst wird und ominöse Tütchen an Schüler verkauft werden, ist es mit der Ruhe in Bad Wildbad vorbei. Was steckt dahinter?
Diese Geschichte spielt in Originalschauplätzen im Schwarzwald. Linda Graze ist es außerordentlich gut gelungen, die Atmosphäre dort einzufangen. Justin Schmälze ist schwarz, liebt veganes Essen und geht ohne seinen Reismilch-Macciato nicht aus dem Haus. Er geht den Spuren anders nach als sein gemütlicher Kollege Scholz, aber zusammen sind sie ein starkes Team. Die Dialoge und Wortkreationen haben mir öfters ein Lächeln ist Gesicht gezaubert. Als Badener versteht Schmälzle nicht alles Schwäbische, aber Scholz fungiert gerne als Dolmetscher. Was wirklich passiert ist, erfährt man erst ganz am Schluss und damit habe ich nicht gerechnet. Die Autorin hat einen ausgezeichneten Schreibstil. Er ist stilsicher und mit Humor gewürzt.
Fazit: Ein sehr guter Regionalkrimi, der nicht nur spannend ist, sondern mit Wortkreationen und durch schöne Landschaftsbeschreibungen heraussticht. Durch den stilsicheren Schreibstil habe ich das Buch in kürzester Zeit gelesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ich kann euch auf jeden Fall einen Besuch im Hochmoor bei Kaltenbronn empfehlen. Eine wunderschöne Landschaft erwartet euch.