Der venezianische Student Baltassare wird von Kommilitonen im Innenhof der Sorbonne Universität im Juni 1740 erschlagen aufgefunden. Wenig später ereilt den 1. Organisten der Gemeinde Saint Sulpice das gleiche Schicksal. Hängen die Morde zusammen? Wenngleich die beiden Opfer die Begeisterung für die Thesen der Aufklärung verband, glaubte die Polizei nicht daran. Der Privatermittler Samuel de Beauroglie und seine Assistentin Raphaela hors la Loi stehen vor einem Rätsel. Denn es gibt zu viele Motive und Verdächtige, dennoch kann niemandem von ihnen einer der Morde oder gar beide nachgewiesen werden.
Meine Rezension zu Drea Summer Verschollene Erinnerung
Thore Albertsen wird verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Das Bett ist voller Blut, von seiner Frau fehlt aber jede Spur. Thore kann sich an nichts erinnern. Die Ermittler gehen von ihrem Tod aus, da die Blutmenge so hoch ist, dass ein Überleben unwahrscheinlich scheint. Mehrere Ansätze zu seiner Erinnerung führen zu keinem Erfolg. Ist Thore der Täter, wo ist seine Frau?
Diesmal hat es Drea Summer nach Norwegen verschlagen. Ich bin zwar kein großer Skandinavien Fan was Bücher betrifft, aber gleich zu Beginn ist es spannend. Thore hat Erinnerungslücken und zweifelt an seinem Verstand. Seine Therapeutin unternimmt vieles, um ihm zu helfen. Leider ohne Erfolg. Ich hatte zwar eine Ahnung, was geschehen sein könnte, es war aber die falsche Fährte. Drea Summer hat hier eine Story kreiert, die nicht ahnen lässt, wohin sie führt. Dabei hat sie geschickte Wendungen eingepasst. Wie von ihr gewohnt, sind die Charaktere gut ausgearbeitet und die Schauplätze bildlich dargestellt. Der Autorin ist es gelungen, mich zu fesseln und mit einem Ende zu überraschen, das ich so nie erwartet hätte.
Fazit: eine gut durchdachte Story, die geschickte Wendungen innehat und erst am Schluss wird ein Täter präsentiert, der sehr durchtrieben und teuflisch agiert hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne Vielen Dank an Empire Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Nicole Stranzl Gefangen Grauen in St. Anna
Amalia hat es nicht leicht. Erst pflegte sie ihre Mutter, dann fängt nach deren Tod ihr Vater zu trinken an und ihre Beziehung zu ihrem Freund Adrian ist alles andere als leicht. Auch in ihrem Job als Pflegeassistentin ist der Stresspegel hoch. Als dann ihr Kollege im Pflegeheim ermordet wird und sie Erinnerungslücken hat, zweifelt sie immer mehr an sich selbst. Der Mord an Stefan wurde zwar von einem Heimbewohner beobachtet, jedoch leidet er an ALS und kann sich nicht mitteilen. Eine weitere Leiche wird entdeckt. Was steckt dahinter?
Dies ist der Debütkrimi von Nicole Stranzl und er ist ihr sehr gut gelungen. Der Krimi besticht durch Spannung und guten Charakteren. Amalie leidet unter einer toxischen Beziehung und hat Erinnerungslücken. Des Weiteren ist da Erwin, der an ALS leidet und sich nur durch Blinzeln verständigen kann. Die Ermittlungen des Inspektors Mark Sonnleitner, sowie die private Einblicke waren spannend. Auch die Situationen im Pflegeheim mit ihren Pflegern und Bewohnern hat die Autorin interessant gestaltet und sehr realistisch beschrieben. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und das war mir fast zu viel. Es wirkte etwas überzogen.
Fazit: Eine spannende und fesselnde Story, mit ausdrucksvollen Charakteren bestückt, haben mir schöne Lesestunden bereitet. Sehr gut hat die Autorin die Krankheit ALS integriert, ohne zu stark darauf einzugehen. Auch wurde ich auf falsche Fährten geführt. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Buchvorstellung Julia K. Rodeit Sommer im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Amore friesisch-herb Meeresbiologin Viola hat ihr altes Leben in Italien hinter sich gelassen und ist auf Amrum angekommen. Sie hat Freunde und einen Job in der Naturschutzstation, der sie erfüllt. Mit der Ruhe ist es jedoch schlagartig vorbei, als ihr Bruder sie entdeckt und kurze Zeit später mit der halben sizilianischen Großfamilie und – noch schlimmer – ihrem potenziellen Ehemann Luca vor der Tür steht. Wenn der nur nicht so ein großspuriger italienischer Macho wäre! Schon nach kurzer Zeit fliegen zwischen ihm und Viola die Fetzen. Denn auch Luca wäre überall lieber als auf einer kleinen deutschen Insel. Warten in Italien doch eine Kinderarztpraxis und jede Menge Frauenherzen auf ihn, die es zu erobern gilt. Einig sind sich beide lediglich darin, dass sie nicht heiraten werden. Basta! Oder gibt es da doch mehr Gemeinsamkeiten …? https://julia-rodeit.de/
Meine Rezension zu Ellen Berg Für immer, oder was?
Laura steht mit beiden Beinen im Leben. Ihr Blumenladen floriert, nur in der Liebe stößt sie immer wieder auf Hindernisse. Da beschließt sie ihre Exfreunde zu besuchen um dabei zu erfahren, was in der Beziehung schiefgelaufen war. Es wird eine turbulente Reise. Viele Erkenntnisse hat sie dabei gesammelt.
Ich liebe die Bücher von Ellen Berg und war schon gespannt auf dieses hier. Dabei wurde ich nicht enttäuscht. Wir lernen die sympathische Laura kennen, deren biologische Uhr bereits tickt. Bei den Besuchen ihrer Ex-Freunde lernt sie viel, auch über sich. Meist haben sie sich so stark verändert, dass sie eh ihre Zweifel hat, ob das für immer gehalten hätte. Die Treffen sind zum Teil sehr humorvoll und die Charaktere treffend geschildert. Ihre Freundinnen und auch ihr bester Freund stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite. Und plötzlich gibt es ein Gefühlschaos.
Fazit: Eine luftig-leichte und humorvolle Geschichte, die die Frage aufwirft, wann ist es für immer und wie erkennt man es? Der Roman punktet mit charmanten Charakteren. Eine schöne Idee, die Exfreunde zu besuchen, um festzustellen, was an der Beziehung falsch lief und wie es in Zukunft anders gestaltet werden könnte. Von mir gibt es klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ein Stromausfall in Köln zwingt den Inhaber der Rheinischen Überlandwerke zum Handeln. Starke Vorwürfe muss sich Ferdinand Krämer anhören. Zur fast gleichen Zeit wurde sein Vertriebsleiter erschossen. Kommissar Baack ermittelt und stellt sogleich ein Zusammenhang zu dem Stromausfall her. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig.
Dieser Krimi von Edith Niedieck spielt in Köln und Kommissar Baack hat einen Mord aufzuklären. Viele Spuren laufen ins Leere, obwohl es einige Verdächtige gibt. Ferdinand Krämer ist nicht jedermanns Freund. Ihm wird schwerwiegendes vorgeworfen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und durch die kurzen Kapitel wird es nicht langweilig. Wortwitz oder Wortspielereien finden sich hier zur Genüge und ich musste einige Male schmunzeln, was der Autorin alles eingefallen ist. Mit einem unerwarteten Ende schließt sich der Kreis.
Fazit: Hier erwartet einen ein Krimi mit Lokalkolorit, Wortspielereien und gut gezeichnete Charaktere. Ich hatte schöne Lesestunden und von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Meine Rezension zu Felicity Whitmore Das Geheimnis der verborgenen Bibliothek
Zoe Farwell hat nach einer Schreibpause wieder ihr Studium aufgenommen. Ihre Professorin Charlotte Arlan möchte, dass sie ihre Dissertation über ihren Vorfahren, den gütigen Gerald schreiben soll. Er wurde heimtückisch ermordet. Um Näheres zu erfahren, muss sie in ihr Elternhaus. Sie erinnert sich an eine geheime Bibliothek. Dabei entdeckt sie Tagebücher und Ungeheuerliches.
Ich liebe die Bücher von Felicity Whitmore. Sie entführen einen meist in die Vergangenheit, so auch hier. In zwei Zeitebenen wird erzählt. Zum einen im Jahr 1839, geht es um Gerald. Nach und nach wird enthüllt, was es mit seinem Tod auf sich hat und warum er der Gütig genannt wird. Zum anderen erleben wir Zoe, wie sie sich mit ihrem Vorfahren beschäftigt. Zeitgleich wird ihre persönliche Geschichte erzählt. Es ist sehr spannend geschrieben und zeigt, wie arme Menschen im 19. Jahrhundert behandelt wurden. Arbeitsplätze waren rar und Frauen hatten es sehr schwer. Sie mussten niedere Arbeiten verrichten, bis zur Prostitution. Auch die Polizei war nicht gerade engagiert. Polizeiposten wurden gerade erst eingerichtet und sie nahmen ihre Arbeit nicht ernst. Auch sahen sie auf die ärmliche Bevölkerung nur herab. Mehrere Mordfälle wurden nicht ernst genommen, da es ja nur die Ärmsten betraf. Es wurde schlampig ermittelt oder vertuscht. Auch Zoe hatte mit Vorurteilen zu kämpfen und ihre Familie steht nicht hinter ihr. Der Autorin ist es gelungen, alles sehr gut einzufangen und wiederzugeben. Die bildgewaltige Sprache hat es mir auch hier wieder angetan. Auch die Atmosphäre wurde wunderbar dargestellt.
Fazit: Ein mich für sehr atmosphärischer, fesselnder und spannender Roman, der schon fast wie ein Krimi wirkt. Ein wahrlich aufwühlendes Geschichtsepos. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Dtv für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Meine Rezension zu Maren Gottschalk Fräulein Steiff
Margarete Steiff bekam sehr früh Kinderlähmung und war auf Hilfe angewiesen. Unzählige Arztbesuche musste sie über sich ergehen lassen. Schon früh lernte sie, sich durchzusetzen. Ihr Wunsch war, dass sie selbstständig ihr Leben führt. Sie setzte durch, dass sie eine Nähschule besuchen kann. Das war nicht einfach, denn sie saß schon von Kindesbeinen an im Rollstuhl. Mit einem Elefäntle begann alles. Es sollte als Nähkissen dienen, aber das Tier war bei ihren Nichten und Neffen so beliebt, dass sie auch andere Tiere fertigte. Diese wurden aus Filz gefertigt, das auch in Giengen in der aufstrebenden Filzfabrik hergestellt wurde. Bald darauf gründete sie die Filzspielwarenfabrik Margarete Steiff.
Einen wunderschönen Einstieg als Puppendoktor bietet das Buch. Dieses Buch über Margarete Steiff ist eine Hommage an sie. Für mich persönlich war es ein Muss dieses Buch zu lesen, da Giengen an der Brenz mein Geburtsort ist. Schon als kleines Kind bewunderte ich Margarete Steiff. Mitten in der Stadt ist die Fabrik angesiedelt und jedes Kind kennt das Jungfrauenaquarium, in der die Frauen die Tiere fertigen. Wir begleiten Margarete von klein auf. Die Autorin zeichnet Margarete Steiff sehr selbstbewusst, die aber immer ein offenes Ohr für ihre Näherinnen hat. Viele Hindernisse gab es auf ihrem Weg nach oben. Es war zu dieser Zeit nicht selbstverständlich, dass eine Frau eine Firma leitete. Sehr sympathisch hat Maren Gottschalk ihre Jahre dargestellt. Spannend und zugleich interessant. Es gibt verschiedene Handlungsstränge von 1849 bis 1907, die sich abwechseln. So gab es Einblicke in das Firmenleben als Erwachsene und zwischendurch immer wieder den Kindheitsverlauf.
Fazit: Eine äußert gelungene Hommage an Margarete Steiff. Dies wurde in einem sehr interessanten und spannenden Roman verpackt. Die Recherche dazu ist hervorragend. Als Giengenerin ist man stolz auf diese erfolgreiche Frau, die auch zur Industrialisierung im Ort beigetragen hat. Ein wunderbarer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Bloggerportal und Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Eine kunstvolle Schachfigur zieht in Salzburg Aufmerksamkeit nach sich. Beim näheren Betrachten fällt auf, dass ein toter Mensch dahinter steckt. Parallelen dazu gibt es zu einem ähnlichen Tötungsdelikt in Lissabon. Die Europol Ermittler Inga Björk und Christian Brand suchen nach dem Mörder. Nach ihren Recherchen bleiben nur noch 48 Stunden Zeit, um den Mörder zu finden, oder er schlägt nochmals zu. Können sie weitere Taten verhindern?
Dies ist der dritte Teil des Europol Ermittlerduos von Jan Beck. Diesmal haben sie es schwer einen Zusammenhang zwischen den Taten zu finden, aber eine erste Spur führt in ein Internat für Hochbegabte. Spannend geht es los. Der Täter hat sich perfide Mordmethoden ausgedacht und hält die Ermittler in Atem. Durch halb Europa jagen sie ihn, aber er ist ihnen immer eine Spur voraus. Jedes Kapitel hat einen Perspektivenwechsel und die Handlungsstränge haben mich in Atem gehalten. Dadurch wurde das Tempo hochgehalten. Am Ende wurden alle offenen Fragen beantwortet. Die Ermittler sind anders als gewohnt. Jeder hat seine Eigenarten und gerade das macht sie so besonders. Diesmal gibt es private Einblicke in das Leben von Brand, was sehr interessant gestaltet wurde. Björk hat ein gutes Gedächtnis und zusammen geben sie ein gutes Ermittlungspaar ab.
Fazit: Kurze Kapitel, Perspektivenwechsel, perfide Mordmethoden lassen keine Langeweile aufkommen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ Vielen Dank an für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter Teil 2 https://helgasbuecherparadies.com/2021/08/13/beck-jan-%f0%9f%93%96-die-nacht/
WER DEN HASS HEIMLICH HÄLT, SCHADEN ZU TUN, DES BOSHEIT WIRD DOCH VOR DER GEMEINDE OFFENBAR WERDEN. (SPRÜCHE 26:26) Bei einem Spaziergang entlang der malerischen Küste Cornwalls entdecken Chief Inspector Charles Pantel und Ivy Clarks den Leichnam einer Frau. Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei der Toten um das erste Opfer eines Serienmörders handeln könnte. Vier Tage später wird diese Vermutung zur traurigen Gewissheit. Eine zweite Frau, die dem ersten Opfer verblüff end ähnelt, wird tot aufgefunden. Für Pantel und sein Team beginnt eine aufreibende Suche nach dem Schuldigen. Doch jeder Ermittlungsansatz scheint in einer Sackgasse zu enden. Als weitere Morde, die ebenfalls die Handschrift des Täters tragen, Cornwall erschüttern, wird den Ermittlern bewusst, dass sie gegen ein Gespinst aus Hass und Gier ankämpfen müssen.