Dechant Klaus Maria, Bliesener Kai, Schuttwolf Jo Anleger 511
Klaus Maria Dechant lässt Emma Berg aus Kai Blieseners Buch mitwirken. Sie bekommt einen Schließfachschlüssel zugespielt und hat plötzlich belastendes Material mit höchster Sicherheitsstufe in den Händen. Michi Cortes aus Klaus Maria Dechants Buch wird von Jo Schuttwolf in den Untergrund von Los Angeles geschickt und gerät zwischen die Fronten. Dabei spielt die ehemalige RAF eine Rolle. Kai Bliesener hat sich für Andy, der von Jo Schuttwolf erschaffen wurde, eine spannende Geschichte ausgedacht. Andy muss sich gleich für mehrere Vergehen verantworten.
Drei Autoren, drei Charaktere, drei Thriller mit ausgetauschten Protagonisten, was für eine Idee. Ich muss sagen, dieses Experiment als Novelle ist sehr gut gelungen. Sie haben sich mit ihnen auseinandergesetzt und eine Story ausgedacht. Zugeschnitten auf den jeweiligen Charakter. Jeder hat seine Geschichte entwickelt. Anfangs ahnt man nicht, wie es ausgehen könnte und rätselt mit. Die wechselnden Perspektiven oder Flashbacks ließen nicht darauf schließen, wohin das Ganze führt. Aber alle haben ein Ziel vor Augen, den Anleger 511 in Eltville.
Fazit: Der spannende Lesegenuss hat mich überzeugt. Die Geschichten sind gut durchdacht. Michi Cordes und Andy waren für mich keine Unbekannten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Malin Blunk Männer, Frauen und andere Probleme
Jana Hellbach fällt durch Zufall ein Koffer voller Geld in ihre Hände. Schlagartig ist sie ihre Sorgen los. Die Frage, woher das Geld kommt, beschäftigt sie sehr. Kurz darauf lernt sie Moritz kennen und lieben. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?
Dies ist ein romantischer Krimi. Ich war gespannt, wie die Autorin das umsetzt. Die Hauptcharaktere sind Jana und Moritz. Moritz und Jana finden sehr schnell zueinander, für meine Begriffe fast zu schnell. Die beiden geraten zwischen die Fronten, als sie anzweifeln, dass in Moritz Firma alles mit rechten Dingen zugeht und sie sind auf der Flucht. Moritz war undurchsichtig und ich wusste lange nicht, woran ich bei ihm war. Jana genießt den Geldsegen, aber hat teilweise ein schlechtes Gewissen. Die beiden Protagonisten waren mir aber nicht sehr sympathisch. Die Handlung war gut. Nach und nach erfährt man, was dahintersteckt und es wird ab der Hälfte des Buches spannend.
Fazit: Die Handlung war gut, aber es lag vielleicht an den Charakteren, dass mich das Buch nicht so begeistern konnte, wie die Krimis der Autorin. Von mir gibt es 3,5 Sterne
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Julia K. Rodeit Weihnachten im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Für Sara und Jannis läuten die Hochzeitsglocken und für den einen oder anderen geht der größte Wunsch in Erfüllung. Dies alles geschieht in der Weihnachtszeit auf der schönen Insel Amrum.
Diese Weihnachtsgeschichte ist eine Sonderausgabe und bildet den Abschluss der Reihe „Im kleinen Inselhotel hinterm Deich“. Wie von der Autorin gewohnt, besticht sie auch hier mit ihrer bildhaften Sprache und lässt uns den Zauber der Insel Amrum spüren. In dieser Kurzgeschichte kommen noch einmal alle Mitwirkende zusammen. Jeder einzelne hat eine eigene Geschichte, und deshalb würde ich empfehlen, alle vorherigen Bücher zu lesen.
Fazit: Eine Kurzgeschichte, in der weihnachtlich und romantisch zugeht und ein guter und gelungener Abschluss dieser Reihe ist. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für diese limitierte Sonderausgabe. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Daniel Wehnhardt Das Maven Projekt
André Jäger weilt auf Gran Canaria und ist gerade erwacht, als ein Schrei ertönt. Die Reinigungskraft hat am Pool eine Leiche entdeckt. Er kennt den Toten und alle seine Alarmglocken schrillen. Das Zimmer des Opfers wurde durchwühlt. André will wissen warum der Mann umgebracht wurde. Seine Recherchen führen ihn über Kassel bis in die USA und er bekommt unverhofft Hilfe, aber begibt sich gleichzeitig in Gefahr. Jemand möchte unbedingt verhindern, dass brisantes Material und ein Video veröffentlicht wird.
Der Politthriller beginnt gleich spannend. Jemand möchte verhindern, dass ein Video veröffentlicht wird. André Jäger unternimmt alles, dass die Öffentlichkeit erfährt, was darauf zu sehen ist. Der ehemalige Verfassungsschützer hat Ecken und Kanten und was seine Hartnäckigkeit betrifft, hat mir sehr gefallen. Die Schauplätze von Kassel bis nach Gran Canaria sind gut gewählt und bildhaft dargestellt. Die verschiedene Handlungsstränge, sowie kurze Kapitel halten das Tempo hoch. Auch die Spannung nimmt immer weiter zu, um am Ende mit einem Showdown zu enden. Es geht mitunter brutal zu.
Fazit: Den Showdown fand ich etwas überzogen und nicht realitätsnah, sowie verschiedene Handlungen Andrés. Das Buch besticht durch detaillierte Beschreibungen und nimmt Bezug zu politischen Aktionen. Die Spannung ist hoch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Vielen Dank an CW Niemeyer für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf https://helgasbuecherparadies.com
Wie immer ist mir die Auswahl schwer gefallen, aber die Spannung und vor allem die sehr gut durchdachte Story haben mich absolut überzeugt. Welches sind eure Lese-Highlights?
In der Einsatzleitstelle in Hannover geht ein Notruf ein. Eine Hand ragt aus dem Moor und eine Kugel liegt darin. Die neue Kollegin Effi Lu möchte unbedingt zeigen, was in ihr steckt. Sie analysiert die Umstände und lässt nicht locker. Daraufhin finden sie im Moor zwei Autos mit fünf Leichen darin. Es wird eine Cold Case Unit gegründet, mit Kriminalhauptkommissar Montag und Effi Lu. Die beiden ermitteln akribisch. Effi kommt der Wahrheit immer näher und gerät in Gefahr.
Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe mit dem Ermittler Montag und Effi Lu. Schon der Prolog beginnt spannend. Effi Lu hat es als kleine Polizistin, die zudem chinesische Wurzeln hat, nicht leicht. Aber ihre analytische Denkweise und ihre akribische Ermittlungsarbeit zeigen erste Erfolge. Derweil hat Montag Stress mit seiner Frau, und ob das nicht reicht, auch mit Karin, der Leiterin der Mordkommission Moorleiche. Mir haben die beiden sehr gut gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, aber Karin war mir von Anfang an unsympathisch. Das ewige Monday, Monday war etwas übertrieben und hat mich gestört. Die Spannung nimmt ab der Mitte des Buches zu und dann unterstützen sich die Ereignisse.
Fazit: ein gut durchdachter Fall mit Ermittlern, die Ecken und Kanten haben. Es endet mit einer Auflösung, die ich anfangs nicht erwartet hätte. Der flüssige und bildhafte Schreibstil haben mich nur so durch die Zeilen fliegen lassen und deshalb gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
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Hauptkommissar Sven Kowalskis größter Wunsch ist es, Boris endlich zu verhaften. Leider ist das leichter gesagt als getan, denn bei einer Razzia war Boris bereits vorgewarnt. Nadeschda hielt sich zu diesem Zeitpunkt in dem Lokal auf und beim Anblick der Polizisten verliert sie die Kontrolle. Sie war in diesem Lokal, denn sie hat sich leicht verdientes Geld versprochen. Dann begegnet sie jemandem aus ihrer Vergangenheit und verspürt nur eins, Rache. Kowalski und Nadeschda schmieden einen Plan. Aber kann sie dem Kommissar trauen? Sie begibt sich in die Höhle des Löwen und kommt in Gefahr.
Wow, was für ein Thriller. Schon der Prolog hat es in sich. Nadeschda hat viel dafür getan, den Schrecken ihrer Vergangenheit abzustreifen, als ihr plötzlich jemand begegnet, der ihrer Familie böses angetan hat. Sie sinnt auf Rache. Kowalski möchte dem Drogen- und Mädchenhändler endlich das Handwerk legen. Er ist kein gewöhnlicher Kriminalbeamter, sondern ist für seine Alleingänge bekannt und setzt sich auch über Vorschriften hinweg. Dem Autor ist es gut gelungen verschiedene Charaktere zu erschaffen und eine dermaßen starke Spannung aufzubauen, die kontinuierlich gesteigert wird. Allerdings ist das Buch nichts für schwache Nerven. Ich muss einige Male schwer schlucken, als es zum Äußersten kam. Kowalskis Gegner ist kompromisslos und geht über Leichen. Zum Schluss hat der Autor noch eins daraufgelegt. Spannender geht es fast nicht.
Fazit: ein absolut spannender, fesselnder und atemraubender Thriller, der mich mehr als begeistert hat. Ich habe bis zum Schluss mit gebangt und mitgezittert. Das Risiko sich hier zu langweilen ist gering. Der letzte Satz im Buch lässt auf eine Fortsetzung zu hoffen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf https://helgasbuecherparadies.com/
Bei einem nachmittäglichem Kaffee gehen Ruth und Richard der Frage nach, ob das Familiengrab weiter bestehen bleiben oder aufgelöst werden soll. Beim Stöbern von Familienfotos überlegt Richard ein Buch über seine Familie zu schreiben. Er ist bereits die vierte Generation. Hier geht es um seine Urgroßmutter Charlotta, seine Großmutter Magda, die Mutter Mia und seine Schwestern Ruth und Nicole. Aber auch Exfrauen und Exmänner werden Raum gegeben. Dadurch finden sich viele Mitwirkende. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, sodass man sich ein Bild von ihnen machen konnte. Es wird in wechselnden Perspektiven berichtet, allerdings nicht chronologisch geordnet, was mir manchmal bei der Zuordnung der einzelnen Familien schwergefallen ist. Das ist so gewollt, denn das Durcheinander der Bilder im gefundenen Karton haben Emotionen bei Richard ausgelöst und es wäre schrecklich langweilig, wenn es geordnet wäre. (so ein Zitat) Jede einzelne Person hat ihr eigenes Schicksal und dies war sehr interessant. Übrigens, auch ich war David Cassidy Fan und es hat mir gefallen, nach so langer Zeit wieder daran erinnert zu werden.
Fazit: Wie in einem Puzzle wurden hier Stück für Stück die Familien beschrieben. Ihre Schicksale und ihr Leben waren sehr interessant geschildert. Es geht hier unter anderem um Kinderlandverschickung, Entbehrungen, Nachkriegsjahre und mehr. Allerdings war es auch an manchen Stellen etwas langatmig. Die Recherche war sicher sehr umfangreich und deshalb gibt es von mir ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf https://helgasbuecherparadies.com/
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin @Hedi Hummel vorstellen. Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.
Ich freue mich sehr, mich heute in Helgas Bücherparadies vorstellen zu dürfen!
Obwohl ich in Rüsselsheim das Licht der Welt erblickt habe, hat mich die Opelstadt nie zum Autofahren inspiriert. Seit meiner Kindheit verfasse ich Gedichte und Kurzgeschichten und mit 13 Jahren das kleine Theaterstück „El Zorro rächt sich“, das im Gemeindehaus der St. Josefs-Kirche aufgeführt wurde. Eintrittspreis: Fruchtgummis und Schokolade.
Von 1975 bis 1982 bin ich mit selbst verfassten Chansons, Frauen- und Protestliedern im Rhein-Main-Gebiet und in Berlin aufgetreten und kann es nicht lassen, immer einmal wieder von einer neuen Lieder-Serie zu träumen … Nach Regieassistenz-Erfahrungen im Mainzer Stadttheater und im Wiener Theater an der Josefstadt habe ich an der FU Berlin Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Slavistik studiert. Abschluss 1985: Magister Artium. Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ beeindruckte mich tief – Magister-Arbeit über Musils Mythenverarbeitung (Der verhinderte Dionysos) – so dass ich bis heute meine Umwelt mit Musil-Zitaten malträtiere.
1986 bin ich alleine durch Japan gereist und habe drei Monate in einem Zen-Kloster in Tokyo verbracht. Die literarische Verarbeitung der Reise-und Klosterabenteuer harrt noch ihres Abschlusses. Schweren Herzens habe ich 1989 mein geliebtes Berlin verlassen und bin in die Heimat zurückkehrt, um meine Arbeit als Redakteurin beim ZDF in Mainz-Lerchenberg, in der Spielfilm Redaktion, anzutreten. Nach 30 Jahren als Mainzelfrau und der Betreuung „Die Filmnacht im ZDF“ lebe ich als freie Autorin im Wiesbadener Westend.
Wegen kurzfristigen Liebeskummers hatte ich meinen jahrelang ruhenden Roman über die turbulente, zwischenmenschliche Zeit vor dem Berliner Mauerfall wieder aufgenommen und 2004 „Pluto über Berlin. Eine kriminelle Liebesgeschichte“ beim Alkyon-Verlag, Marbach am Neckar veröffentlicht. Meine große Liebe zu der Nordseeregion um Cuxhaven schlug sich in meinem zweiten Kriminalroman „Nachsaison in Duhnen“ nieder, den Alkyon BIK (Buchverlag Irmgard Keil) 2008 herausbrachte. Sechs Auflagen erlebte der Roman im Alkyon Verlag. Aus Altersgründen stellten die Verleger 2016 ihre Arbeit ein. Dankenswerter-weise übernahm der Niemeyer Verlag, Hameln, die „Nachsaison in Duhnen“ 2018 in gänzlich neuer Aufmachung. Die 3. Auflage folgte 2021. Im März 2021 erschien – als lockere Fortsetzung – der Nordseekrimi „Kraniche über Otterndorf“ beim Niemeyer Verlag, in dem wiederum Kommissar Hartmut Frank die Ermittlungen leitet, dieses Mal mit Verstärkung der attraktiven Profilerin Liz.
Ich bin Mitglied der Autorengruppe des Wiesbadener Literaturhauses, die sich ironisch „Dostojewskis Erben“ nennt. Im September 2022 ist mein Herzensprojekt „Das Lied des Wassers“ beim CW Niemeyer Verlag erschienen – ein Roman über eine große Liebe, eine unzerstörbare Freundschaft und das Gedächtnis des Wassers. Spannungssüchtlinge dürfen sich auch jetzt schon auf einen neuen Nordsee-Krimi freuen.
Meine Rezension zu Doris Röckle Die Wagemut der Burgtochter
Die junge Praxedis ist mit Johan Donat verheiratet und wohnt auf der Burg Gutenberg. Sie ist sehr unglücklich, denn Johan zeigt ihr die kalte Schulter und ihre Schwiegermutter und Schwägerin demütigen sie ununterbrochen. Der junge Mönch Mauritius ist in geheimer Mission unterwegs, hat aber einen schweren Unfall und landet auf der Burg. Praxedis ahnt nicht, was sich daraus entwickelt. Der Krieg hält Einzug zwischen den Habsburgern und Eidgenossen und Praxedis und ihre Freundin Katharina finden Zuflucht auf Schloss Feldkirch.
Dies ist ein historischer Roman, der im Jahre 1499 spielt und zeigt ganz klar das Elend der armen Bevölkerung und den tiefen Graben zwischen arm und reich. Praxedis ist enttäuscht über ihr Leben mit ihrem Ehemann und der zänkischen Schwiegermutter. Sie ist hilfsbereit, stößt aber oft an ihre Grenzen die ihr auferlegt werden. Durch die Perspektivechsel begleitet man einerseits Praxedis und anderseits nimmt man an den Intrigen teil und ist außerdem mitten im Kriegsgeschehen. Sehr bildhaft hat die Autorin das dargestellt. Manchmal verlor ich den Faden, denn die vielen ungewohnte Namen und Orte, sowie sehr viele Mitwirkende habe mich irritiert. Gegen Ende wird es spannend, aber ich hätte mir mehr Details und Raum über den Verbleib von Praxedis gewünscht.
Fazit: ein historischer Roman, der das Kriegsgeschehen, aber auch die Geschichte der Praxedis schildert und über geheime Bruderschaften handelt. Es werden aber auch die Grenzen zwischen Arm und reich aufgezeigt. Er hat mich gut unterhalten und ich gebe ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf