
Rezension
Bei ihrer Joggingrunde entdeckt Smilla einen kleinen Jungen im See und rettet ihn. Dabei verspürt sie ein seltsames Gefühl, als ob es ihr eigenes Kind wäre. Die Mutter reagiert nicht mit Dankbarkeit, sondern eher feindselig. Kurz danach stellt sich heraus, dass diese Mutter ihre Nachbarin ist, und ihr Ehemann Quentin lädt sie aus Dank für die Rettung ein. Seine Frau bleibt jedoch weiterhin kühl, und auch Smillas Mann Jonas verhält sich seltsam.
Schon der Prolog macht neugierig und verspricht eine spannende Geschichte. Dieses hohe Niveau hält der Thriller bis zum Schluss.
Smilla hat das Gefühl, dass etwas mit ihrem Ehemann nicht stimmt. Sein Verhalten verändert sich mehr und mehr und ihr Misstrauen wächst. Auch die neue Nachbarin Lou wirkt rätselhaft, distanziert und abweisend. Ich habe mich oft gefragt, warum sie so reagiert und welche Geheimnisse sie möglicherweise hat.
Es war interessant, dass ich nicht nur Lou skeptisch gegenüberstand. Auch Smilla schien mir in manchen Momenten nicht glaubwürdig. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht, wem ich wirklich vertrauen kann. Genau diese Zweifeln haben mich gefesselt und dafür gesorgt, dass ich meine Vermutungen oft geändert habe.
Die wechselnden Perspektiven sorgen für zusätzliches Tempo und halten die Spannung durchgehend aufrecht. Die Anzahl der Charaktere ist angenehm überschaubar. Gleichzeitig sind die Charaktere überzeugend gezeichnet.
Fazit: Dies ist ein sehr guter und fesselnder Thriller, der mit einer Spannung, glaubwürdigen Charakteren und einer überraschenden Auflösung überzeugt hat. Ich habe bis zum Ende gerne mitgerätselt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.